Mietminderung wegen Warmwasserausfall

Dieses Thema im Forum "Mietminderung" wurde erstellt von Polucci, 08.04.2016.

  1. #1 Polucci, 08.04.2016
    Zuletzt bearbeitet: 08.04.2016
    Polucci

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    Hallo,

    bei uns im Haus ist in den letzten drei Wochen 4 Mal das Warmwasser ausgefallen. Das bedeutet für uns kein Warmwasser und keine Heizung, da nur eine Fußbodenheizung verbaut ist, die dann logischerweise nur noch kaltes Wasser führt.
    3 Mal wurde der Ausfall sofort durch mich gemeldet. Das vierte Mal (in Chronologie das zweite Mal) wurde nicht gemeldet.

    Der Vermieter hat sich immer darum gekümmert und am darauffolgenden Tag ging das Warmwasser wieder.

    Gestern habe ich das erste Mal die Notrufnummer vom Hausmeisterservice gewählt. Heraus kam, dass sich zwei Firmen darüber streiten, wer dafür verantwortlich ist. Folglich kam gestern keiner und ich musste heute Morgen wieder kalt duschen.

    Da durch die Fußbodenheizung hier auch ein Wärmeverlust in der Wohnung stattfindet, der kostentechnisch durch mich wieder ausgebessert werden muss und ich mehrere Male kalt duschen, abwaschen und die Wäsche kalt waschen musste, ergibt sich für mich der Anlass die Miete zu mindern.

    Die Frage ist, ob das rechtens ist und wie viel ich die Miete mindern kann. Kann ich auch mindern, obwohl der Vermieter sich relativ zügig darum gekümmert hat? Warmwasser gehört ja immerhin zur Grundversorgung.

    Gestern habe ich das erste Mal die Notrufnummer vom Hausmeisterservice gewählt. Heraus kam, dass sich zwei Firmen darüber streiten, wer dafür verantwortlich ist. Folglich kam gestern keiner und ich musste heute Morgen wieder kalt duschen.

    Edit: Ich habe bereits mit dem Vermieter darüber gesprochen, ob das möglich ist. Will ja auch keinen Ärger schüren. Sie sagte, es sei nicht möglich, weil Sie sich ja immer sofort gekümmert haben. Ist für mich aber nicht so ganz plausibel.

    Ich hoffe, jemand kann mir helfen und verbleibe mit Grüßen
     
  2. AdMan

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  3. #2 BHShuber, 08.04.2016
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    Hallo,

    lies dir das bitte mal durch, das könnte dich durchaus weiterhelfen:

    http://www.mietminderung.org/mietminderung-bei-warmwasserausfall/

    Wenn denn nun die Heizung dauerhaft funktioniert muss man sich überlegen ob es sich überhaupt rentiert hier noch die Miete zu mindern.

    Gruß
    BHShuber
     
  4. #3 Polucci, 08.04.2016
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    Hallo,

    ja, das habe ich schon gelesen. Die Frage, die sich mir stellt ist, ob die Prozentsätze jeweils auf einen ganzen Monat ohne Warmwasser bezogen oder auf einen bestimmten Zeitraum.

    Wenn es immer nur für einen Tag ist und dann wieder funktioniert, kann ich dann einfach sagen 4 Tage und 10% mindern oder pro Tag 10%? Hab auch was gelesen von 1/30 pro Tag, an dem man die Wohnung nicht auf 20° heizen kann. Rechnet man das dann noch oben drauf?

    Gruß
     
  5. #4 BHShuber, 08.04.2016
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    Hallo,

    alles in Allem ist es so wenig, dass es nicht einmal als Druckmittel geeignet ist, einzig dass der Vermieter dann so richtig angefressen sein wird.

    Wurde der Vermieter bereits schriftlich aufgefordert die Heizung in gebrauchsfähigen Zustand zu erhalten mit Ankündigung einer Mietminderung im Wiederholungsfall?

    Manchmal hilft das, wenn der Vermieter sieht, dass es dem Mieter allmählich reicht.

    Hier noch ein Auszug von unzähligen Urteilen:

    http://www.mietemindern.de/urteile/Warmwasser/mietminderung

    Gruß
    BHShuber
     
  6. #5 anitari, 08.04.2016
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    Die Miete darf nur für den tatsächlichen Zeitraum in dem der Mangel besteht gemindert werden.

    Beispiel WW-Ausfall 8 Stunden
    Monatliche Miete + Nebenkosten 800 €
    Monat April 30 Tage

    Rechenweg: 800 € : 30 Tage : 24 Stunden x 8 Stunden WW-Ausfall = 8,89 € davon 10 % Minderung = 0,89 € Mietminderung
     
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  7. #6 Papabär, 08.04.2016
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    Meines Erachtens muss man nicht auf Stunden runterbrechen, sondern kann den ganzen (ggf. angebrochenen) Tag berücksichtigen. In Summe bleibt es trotzdem ein lächerlicher Betrag.

    Mal ganz nebenbei: I.d.R. merken unsere Mieter es nicht einmal, wenn die Heizanlage nur für einige Stunden ausfällt. Soo schnell kühlen die Räume nicht aus (es sei denn, die Mieter heizen ohnehin unzureichend)*, die WW-Speicher sind ausreichend dimensioniert, dass in mind. jedem 2.Haushalt noch ein heißes Vollbad möglich ist und wer seine Waschmaschine am WW-Hahn anschließt, dem ist eh´ nicht mehr zu helfen. :160:


    * Warum die Fußbodenheizung hier als Begründung für den Wärmeverlust herhalten muss, verstehe ich noch nicht so ganz. Vor ´nem halben Jahr war´s noch so, dass warme Luft nach oben gestiegen ist ... aber vürleicht ham´se det ja ooch jeändert, wa?
     
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  8. Jobo45

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    zum Thema Warmwasseranschluss gibt es hier einen interessanten Hinweis:
    http://www.energieverbraucher.de/de/waschmaschinen-ans-warmwasser__1662/
    vor allem auch die grobe Einschätzung was tatsächlich damit gespart werden kann und somit auch ein Anhaltspunkt über den Euro Wert, der als Mietminderung veranschlagt werden könnte.
     
  9. #8 anitari, 08.04.2016
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    Bei zentraler Warmwasserversorgung in einem Mehrfamilienhaus kann die Aufbereitung eines m³ Warmwasser locker um die 5 € kosten, dazu kämen dann noch die Kosten für den Kaltwasserverbrauch. Zudem wird das Wasser bei zentraler Aufbereitung auf mindestens 55 Grad erhitzt. Für manche Kleidungsstücke der sichere Tod.
     
  10. #9 BHShuber, 08.04.2016
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    Hallo,

    da sieht man wieder mal deutlich, dass Mietminderung nicht das Allheilmittel für jegliches Arschzwicken ist!

    Gruß
    BHShuber
     
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  11. #10 immobiliensammler, 08.04.2016
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    Dann kennt ihr nicht die guten alten amerikanischen Waschmaschinen! Ich hatte mal das Vergnügen, in einer WG zu wohnen, in der auch diverse amerikanische Soldaten wohnten, die meisten Großgeräte haben die über die PX besorgt, da die dort einfach billiger waren.

    Diese Dinger hatten überhaupt keinen Heizstab, dafür zwei Wasseranschlüsse (kalt und warm), jede Hausfrau wusste dann, wie sie die beiden Hähne aufzudrehen hat damit dann 30 oder 60 Grad rauskamen. Bin jetzt gerade überfragt wie Kochwäsche ging.

    Ein Ami hat mir das mal volkswirtschaftlich erklärt, es sei billiger, Warmwasser zentral zu erzeugen als in jeder Wohnung mit Tauchsieder in der Waschmaschine (nichts anderes ist der Heizstab der Waschmaschine ja im Prinzip) - darum sei das eben in den Staaten so üblich.
     
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