Mietminderung

Diskutiere Mietminderung im Mietvertrag über Wohnraum Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Hallo, kann ein Mieter die Miete um 25% mindern, wenn er sich von seiner Nachbarin die sich über ihn beschwert belästigt fühlt ? (belästigt...

  1. #1 Jennifer_B, 26.07.2017
    Jennifer_B

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    Hallo,

    kann ein Mieter die Miete um 25% mindern, wenn er sich von seiner Nachbarin die sich über ihn beschwert belästigt fühlt ? (belästigt aufgrund Kontaktsuche wegen Lärmbelästigung).
    Wir sind auf der Seite der Nachbarin, da diese den lärm Protokolliert hat. Hatten Ihn (der die Miete mindern will) auch schon abgemahnt deswegen.

    Was tun wenn der Mieter einfach die Miete mindert ?

    Danke
     
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  3. #2 Lucky Strike, 26.07.2017
    Lucky Strike

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    Ähm...verstehe ich das wirklich richtig???

    - Mieter A macht Lärm
    - Mieter A wurde wegen Lärm bereits abgemahnt
    - Mieter A scheint das aber nicht weiter zu jucken

    - Mieter B führt deswegen ein Lärmprotokoll über Mieter A
    - Mieter B sucht "Kontakt" zu Mieter A, um sich bei ihm persönlich über den Lärm zu beschweren
    - daraufhin kürzt Mieter A die Miete um 25%, weil er sich von der Beschwerde des Mieters B "belästigt" fühlt

    Echt jetzt??? Die Begründung möchte ich gern mal formuliert sehen :D

    Nein, ein Mieter kann nicht einfach kürzen wie er lustig ist. Schon gar nicht ohne vorherige Ankündigung (triftiger Grund, Fristsetzung zur Beseitigung des "Mangels", ...). Wenn er es doch tut, die Zahlung sofort unter Fristsetzung und Nennung der Konsequenzen anmahnen.
     
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  4. Andres

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    Sofern man auf dem Standpunkt steht, dass die Minderung unberechtigt ist (was ich für mehr als vertretbar halte, aber vor Gericht und auf hoher See ...), würde ich das dem Mieter zunächst schriftlich mitteilen und mit kurzer Frist den Ausgleich der offenen Zahlungen fordern. Bleibt das ohne Erfolg, sehe ich zwei grundsätzliche Möglichkeiten:
    • Die Rückstände sofort beitreiben. Dazu könnte man zunächst einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen oder auch gleich klagen. Bei einem solventen Mieter würde ich dieses Vorgehen bevorzugen. Es macht sofort Druck und tut auch am Ende finanziell mehr weh.
    • Warten bis die Rückstände zwei Monatsmieten erreicht haben, dann fristlos kündigen. Das wäre meine Präferenz bei einem Mieter mit zweifelhafter Solvenz. Erstens besteht so die Chance, das Mietverhältnis zu beenden. Zweitens ist das eine kostengünstigere Lösung, was interessant wird, falls man am Ende auf den Verfahrenskosten sitzen bleiben sollte.
    Davon unabhängig würde ich dem Mieter eine Abmahnung zukommen lassen. Bei 25 % Minderung tut's das aus meiner Sicht noch nach der zweiten unvollständigen Mietzahlung. Bis die irgendwann fällige außerordentliche Kündigung folgt, wird es ja noch genügend Zahlungstermine geben, die der Mieter nicht einhält. Sobald es dann soweit ist, sollte man eben die Gründe für eine möglichst aussichtsreiche hilfsweise ordentliche Kündigung beisammen haben.

    Ganz wichtig: Sofern man das Verfahren und die diversen Kündigungsgründe, die im Lauf der Zeit entstehen können, die Bedingungen, an denen sie hängen, usw,, nicht einigermaßen sicher überblickt, ist Hilfe von einem Anwalt anzuraten. Das gilt umso mehr, wenn es um die Formulierung von Kündigungen und vielleicht auch schon der Abmahnung geht.
     
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  5. dots

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    Eine Ankündigung ist keine Voraussetzung für eine Mietminderung.
    Die Miete darf ohne Ankündigung gemindert werden - sofern die Mietsache einen Mangel hat UND der Vermieter Kenntnis von dem Mangel hat (woher auch immer).
     
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  6. #5 Lucky Strike, 27.07.2017
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    ...und zwar ab dem Tag der Mängelanzeige. Das mit der Fristsetzung war mein Fehler...mir kam mein eigenes Logik-Denken mal wieder in die Quere.

    Ausgeschlossen sind übrigens "unerhebliche Mängel". Hier ist übrigens eine interessante Liste zur Mietminderung.

    So, jetzt ist es ganz korrekt, denk ich ;) Ich bin trotzdem mal auf die Begründung des M gespannt...bitte lass uns mal daran teilhaben :D
     
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  7. #6 Jennifer_B, 27.07.2017
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    und wir erstmal! Ich hoffe mal das dies nur eine leere drohung war! und habe nicht schlecht gestaunt, als er dies uns mitgeteilt hat.

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Wir haben leider nur Probleme mit diesem Mieter! Schade das es man als Vermieter nicht soviel machen kann...
     
  8. dots

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    Nein. Ab dem Moment, ab dem der Mangel existiert bzw. aufgetreten ist.

    Da eine Mängelanzeige nicht zwingend (heißt: nicht in jedem Fall erforderlich) ist, führt deine Aussage ad absurdum.
     
  9. #8 Jennifer_B, 28.07.2017
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    Dies ist ja nicht der Fall! Im Gegenteil... seine Wohnung ist einwandfrei! Er beschwert sich ja über die beschwerden der anderen Mieter!
     
  10. dots

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    Man könnte denken, dass die Wohnung doch nicht so einwandfrei und mängelfrei ist, wie behauptet - wenn die (zur Wohnung "gehörenden") Nachbarn eine Nutzung der Wohnung (teilweise) verhindern.
     
  11. #10 BHShuber, 01.08.2017
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    Hallo,

    ich sehe das sehr viel differenzierter, hierzu gilt es aber herauszufinden, wer ist der Vermieter der anderen sich beschwerenden Mieter?

    Wenn du das bist, ok, dann könnte man simpel darauf hinweisen, dass ein Vermieter ja viel muss und mietvertraglich zu viel verpflichtet hat doch Nachbarschaftsstreitigkeiten gehören nicht dazu.

    Solltest du nicht der Vermieter der anderen Mieter sein, dann wäre das wahrhaft schwer zu erwarten, dass du hier überhaupt eingreifen kannst, es besteht keinerlei vertragliche Bindung zwischen dir und den anderen Mietern.

    Fakto soll doch der Mieter die Miete mindern wenn er meint dass das so richtig ist, er wird sehen, was er davon hat, eine geeignete Antwort darauf folgt auf dem Fuß.

    Gruß
    BHShuber
     
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