Mietnomade - Instandhaltung durch Vermieter

Diskutiere Mietnomade - Instandhaltung durch Vermieter im Mietvertrag über Wohnraum Forum im Bereich Mieter- und Vermieterforum; Ich habe eben den Antrag auf Prozesskostenhilfe vor mir liegen, und werd ihn heute noch losschicken. Mein Anwalt hat mir trotzdem erstmal dazu...

  1. #21 Fantika2, 13.08.2020
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    Ich habe eben den Antrag auf Prozesskostenhilfe vor mir liegen, und werd ihn heute noch losschicken.
    Mein Anwalt hat mir trotzdem erstmal dazu geraten, nochmal das Gespräch mit dem Mieter (der nun im Übrigen wieder in der Wohnung ist) zu suchen und auszutesten, ob er ggf. unter diesen Umständen nun doch ohne gerichtlichen Prozess innerhalb bspw einer Woche auszieht. Zum Einen ist ein großer Grund, weshalb er nicht ausziehen wollte, Mit der Auflösung seiner Plantage weggefallen. Zum Anderen sind Erfahrungen wie eine Hausdurchsuchung, vor allem bei Bestehen einer Straftat, für die Betroffenen oft sehr traumatisierend und sie fühlen sich dementsprechend unwohl in den Räumlichkeiten, in denen das alles passiert ist.
    Ich werde also auch das heute noch probieren. Ggf auch, indem ich ihm Geld für den Umzug anbiete. Oder was meint ihr dazu?
     
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  3. #22 dots, 13.08.2020
    Zuletzt bearbeitet: 13.08.2020
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    Dass er irgendetwas anbaut, wird nur leider nicht durch die Beobachtung, dass da was rausgetragen wurde, zur Tatsache.

    Vorsätzlich? Sicher?
    Straftat? Welche denn? Vermutlich oder sicher? Achtung: "Wie soll es denn anders gewesen sein?" zählt hier nicht als Argument.

    Ich bin gerade im Stress, nutze ein Werkzeug, welches im Vergleich zu anderen Werkzeugen eher weniger geeignet ist und kann ja wohl nichts dafür, wenn die Autokorrektur das Wort "Mieter" in "Vermieter", das Wort "ja" in "nein" ändert. Du kannst ja dann aus dem (verfälschten?) Zusammenhang rauslesen, ob wirklich "ja" oder doch "nein" gemeint sein könnte, wenn da "ja" steht, gell?
     
  4. #23 Fantika2, 13.08.2020
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    Hallo dots,

    allein per Ausschlussverfahren könnte man diesen Kündigungsgrund nicht geltend machen, das stimmt. Nur wäre es in diesem Fall ja so, dass die Polizei die Cannabispflanzen und das Equipment verwahrt und demzufolge auch - zu einem späteren Zeitpunkt während der Räumungsklage - offiziell bestätigt werden könnte, dass es sich hierbei um eine vorsätzlich durchgeführte Straftat nach Btmg handelt.

    Diese Geschichte lasse ich aber jetzt sowieso erstmal raus aus der Räumungsklage, es würde ja doch nur alles verkomplizieren. Das könnte mir höchstens zu Gute kommen, gesetzt den (unwahrscheinlichen) Fall, dass die Räumungsklage wegen Zahlungsverzugs abgewiesen würde. Es wäre nur ein Plan B.
     
  5. Olbi

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    Kannst Du mal das nerviges Geschwurbel und die Haarspalterei abstellen? Es nervt nur noch. Und insgesamt bringt es auch keinen weiter ob da jetzt Anbau Zelt oder Anbauzelt steht. Jeder, wirklich jeder, weiß was damit gemeint ist.:sauer031:
    Es steht ein Verstoß gegen die Obhutspflichten im Raum. Der TE hat sich anwaltlich beraten lassen. Insgesamt wird die Ansicht vertreten, dass sich der Mieter den Anbau von Rauschmittel zurechnen lassen muss. Das polizeiliche Protokoll dazu gibt im Prozess dazu sicherlich Auskunft.

    Aber ich schweife ab: Schalt mal einen Gang zurück!

    Dein Ernst?
    In wessen Sphäre soll es denn sonst fallen, wenn nicht in die des Mieters und seiner Obhutspflicht? Erklär doch mal......

    Die Polizei stürmt keine Wohnung und trägt anschließen Basilikum oder Schnittlauch raus.
     
  6. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Im Moment steht lediglich ein Verdacht oder ein Vorwurf im Raum (wenn das, was der TE schreibt, stimmt).
    Oder ist der Mieter bereits rechtskräftig verurteilt? Oder gibt es irgendwelche Beweise, dass das, was vermutet wird, auch tatsächlich so ist?

    Natürlich kann man auf diese Vermutungen eine Kündigung aufbauen. Dass das aber auch nach hinten losgehen kann, wenn man mit seiner Vermutung daneben lag, dürfte genau so klar sein.
     
  7. #26 immobiliensammler, 13.08.2020
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    Naja, eine Hausdurchsuchung kann natürlich immer mal wieder (auch versehentlich (z.B. falsche Verdächtigung)) vorkommen. Aber wenn dann etwas Sichergestelltes aus der Wohnung getragen wird würde ich schon davon ausgehen, dass der Mieter hier "Dreck am Stecken hat"
     
  8. dots

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    Ja, natürlich. Ich würde ja auch davon ausgehen - aber trotzdem keine Kündigung darauf aufbauen o. Ä.
    Wenn sich im Nachhinein rausstellt, dass der Mieter doch "sauber" ist, steht man mit seiner vorschnellen Verdächtigung/Verurteilung halt ziemlich blöd da.


    Ich wette, dass kein einziger Polizist wirklich zu 100% unfehlbar ist.
    Und begründe das damit, dass das ja auch nur Menschen sind und dass ja hoffentlich wohl allgemein bekannt ist, dass kein Mensch unfehlbar ist.
     
  9. #28 immobiliensammler, 13.08.2020
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    Da der TE anwaltlich vertreten ist nehme ich schon an dass der Anwalt weiß was er tut!
     
  10. #29 Fantika2, 13.08.2020
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    Ich bin mir bei meiner Vermutung sehr sicher. Die Polizei hat durchgehend über Cannabis Anbau gesprochen, außerdem hat mich der Gestank davon im Gang während und nach der Durchsuchung fast umgehauen (ich weiss, wie derartige Pflanzen riechen). Und nebenbei habe ich die Pflanzen ja auch mit eigenen Augen gesehen, als sie von den Beamten im Gang abgestellt wurden (und ich weiss, wie solche Pflanzen aussehen). Drei Messer, die laut Polizei direkt neben der Eingangstür, weit weg von der Küche gelagert wurden, haben die Beamten auch noch sicher gestellt - das nur am Rande, ohne ihm etwas unterstellen zu wollen. Das muss dann das Gericht beim Strafprozess auseinanderpflücken.

    Aber nochmal zurück zur Räumungsklage:
    Wisst ihr eigentlich, wie das ist, falls man tatsächlich mehrere Kündigungsgründe bei der Räumungsklage angeben würde? Wird dann jeder einzelne Punkt auseinander genommen, und muss das auch sein? Oder geht das Gericht dann erstmal einen der eindeutigeren Punkte an, bspw Zahlungsunfähigkeit?
    Falls einer der bspw. drei Kündigungsgründe nicht durchgeht, die anderen, oder einer davon aber schon - ist dann die Räumungsklage erfolgreich oder geht das schief?
    Und dauert eine Räumungsklage wegen drei Gründen, von denen vielleicht nur ein oder zwei durchgehen, länger als eine Klage, die nur auf bspw Zahlungsverzug gestützt ist? Oder kann das bzgl. Der Verfahrenadauer auch von Vorteil für den Vermieter sein?
    Falls eine Klage, die bspw. nur auf Zahlungsverzug gestützt wird (aus welchen Gründen auch immer) schief ginge - müsste man dann für einen weiteren Kündigungsgrund eine neue Räumungsklage einreichen, verbunden mit allen Kosten?

    Ich frage mich das erstmal nur rein theoretisch, einfach um alle Möglichkeiten abgeklappert zu haben. Vielleicht weiss einer von euch, wie das abläuft.
     
  11. #30 ehrenwertes Haus, 13.08.2020
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    Das kann man machen. Ob es sinvoll ist, muss dein Anwalt im Einzelfall entscheiden.

    Das sollte man machen, wenn man die Kündigung auf weichere Gründe stützt, wie z.B. ein zerrüttetes Vertrauensverhältnis und der Mieter dadurch unzumutbar für den VM ist. In solchen Fällen ist nicht zwingend ein Einzelvorfall entscheidend, sondern oft die Summe aus mehreren Fehlverhalten des Mieters.

    Wenn Zahlungsrückstände allein schon eine Erfolgsgarantie bei einer Räumungsklage sind, können Nebenschauplätze wie Beleidigungen, Schikane, Hauorordnung verweigern einen Einfluß auf die vom Gericht gewährte Ziehfrist, evtl. angeordnete Sicherheitsleitungen, Räumungsschutz usw. haben.
     
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