Mietpreiserhöhung wie berechnen bei Indexsteigerung

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von Gewerbe123, 30.10.2013.

  1. #1 Gewerbe123, 30.10.2013
    Gewerbe123

    Gewerbe123 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    habe im Mietvertrag (seit 2000) folgende Klausel:
    Der Mietpreis bleibt fest bis 2004, dann wird er an die Indexsteigerung der allgemeinen Preissteigerung (4 Pers. Arb.HH) mit der Basis 1985 angepasst.
    Veränder sich vom Statistischen Bundesamt monatlich festgestellte o.g. Lebenshaltungskostenindex gegenüber dem Stand des Vertragsabschlusses um mehr als 10 punkte nach oben oder unten, so soll sich der Mietzins vom darauffoglenden Monat an jeweils um 65 % der eingegtretenen Enwicklung verändern.

    Wie berechnet man das ? :49:
    Ggf reicht ja die Basis von 2000?
    Die Zahlen vom statis. Bundesamt sind irgendwie ganz schön unübersichtlich .:hut002:
    Danke für Rückmeldungen.
    Gruß G.
     
  2. AdMan

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  3. Berny

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    Hast Du mal den Schöpfer dieses MV gefragt?
    Wohn- oder Gewerbe-MV?
     
  4. #3 Andres, 30.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 30.10.2013
    Andres

    Andres
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    Ich bin nicht der große Experte für Indexmieten, aber ein paar Dinge sind mir dann doch aufgefallen:

    Diesen Index gibt es nicht mehr (und es ist möglich, dass es ihn bei Vertragsabschluss schon nicht mehr gab), die Basis ist zumindest unsinnig, vielleicht sogar unzulässig.

    Der Index heißt "Verbraucherpreisindex" (VPI). Alle 5 Jahre gibt es eine neue Basis des destatis, die aktuelle ist von 2010. Darauf beziehen sich alle Angaben (2010 = 100). Werte auf einer Basis von 1985 könnte man zwar berechnen - ob eine Erhöhung auf dieser Basis zulässig wäre, wage ich zu bezweifeln. Die Basis ist auch eigentlich ziemlich egal, weshalb man das nicht in den Vertrag schreiben muss.


    Und wenn wir keine Probleme haben, dann machen wir uns welche.

    (Das Folgende gilt nur für Wohnraum: Zunächst einmal könnte diese Klausel unwirksam sein, weil sie die einjährige Sperrfrist nicht berücksichtigt. Weiter dürfte die Klausel unwirksam sein, weil die Erhöhung alleine durch die Änderung des Indexes und nicht erst du die Erhöhungsnachricht des Vermieters eintreten soll. Mit großer Wahrscheinlichkeit ist die Klausel unwirksam, weil die Erhöhung nach Indexsteigerung (eine Erklärung des Vermieters gibt es ja nicht) zu früh eintritt.)


    (Annahmen:
    • auf Basis einer wirksamen Indexvereinbarung,
    • Jahreswerte, da du nur Jahreszahlen angegeben hast - du musst mit den Monatswerten rechnen,
    • es wurde noch nie eine Mieterhöhung durchgeführt, andernfalls ist mit den Indexwerten der letzten Erhöhung zu rechnen.
    Du wirst erkennen, dass mindestens zwei der drei Annahmen auf deinen Fall nicht zutreffen dürften.)

    Zuerst wählt man die aktuelle Basis. Dann ermittlet man die Miete der letzten Erhöhung bzw. die Miete laut Vertrag (falls sie noch nie erhöht wurde) und den dazu passenden Indexwert, außerdem den aktuellen Indexwert. Also:

    aktuelle Basis: 2010
    Indexwert der letzten Erhöhung (2000): 85,7
    aktueller Indexwert (2012): 104,1

    Formel: ((neuer Index / alter Index) * 100) - 100
    also bei dir: ((104,1 / 85,7) * 100) - 100 = ca. 21

    Die "10 Punkte-Bedingung" ist erfüllt (obwohl auch diese Klausel unsinnig ist, da sich der Schwellwert so mit der Zeit verändert), die Erhöhung ist damit 65 % von 21 %, also knapp 14 %. (Vorsicht: Bei Berechnung der Miete muss centgenau gerundet werden.)


    Hä? Da ist eine Tabelle, erste Spalte Jahr, zweite Spalte Monat, dritte Spalte VPI, Rest egal. Von dem Murks, der vereinbart wurde, abgesehen, ist da wirklich gar nichts unübersichtlich.
     
  5. Andres

    Andres
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    Danke für den Hinweis - aufgrund des Unterforums gehe ich von Gewerbe aus.

    Dann ändere ich mal meinen Beitrag ...
     
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