Mietrabatt - wie steuerlich behandeln?

Diskutiere Mietrabatt - wie steuerlich behandeln? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo Foristen, als Neuling habe ich noch mal eine Frage bzgl. Vermietung und Steuer bei Miet-Rabatten: 1. Ich habe meinem Mieter einen...

  1. #1 kasimir, 07.09.2015
    kasimir

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    Hallo Foristen,

    als Neuling habe ich noch mal eine Frage bzgl. Vermietung und Steuer bei Miet-Rabatten:

    1. Ich habe meinem Mieter einen einmaligen Rabatt gewährt, weil nach seinem Einzug noch Renovierungsarbeiten von einer Dritt-Firma durchgeführt wurden.

    2. Der Mieter hat einen Zaun repariert, auch dafür habe ich ihm einen einmaligen Miet-Rabatt gewährt.

    Wie kann ich diese Rabatte steuerlich geltend machen?

    Ich würde beide Beträge auf das Konto des Mieters überweisen. Oder wäre es sinnvoller, wenn der Mieter die Beträge von seiner Mietzahlung abzieht?

    Reicht es, der Steuererklärung eine Kopie der von mir unterschriebenen Vereinbarungen beizufügen und eine Kopie der Kontoauszüge, aus denen die Überweisung der Beträge hervorgeht?


    Besten Dank für eure Hilfe!
     
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  3. Pitty

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    Du hast es sicherlich irgendwo festgehalten und es wurde von beiden Parteien unterschrieben, das der Mieter den Nachlass bekommt. Versteuern tust Du nur das Geld, welches Du erhalten hast. Wenn der Mieter jetzt eine Miete einbehält, so würde ich in die Steuer die Vereinbarung legen.
     
  4. #3 kasimir, 07.09.2015
    kasimir

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    Weil der Mieter einen Dauerauftrag hat, wäre es praktischer, wenn ich ihm das Geld überweise.

    Oder wäre das problematisch, wäre es besser, wenn der Mieter seine Miete kürzt?
     
  5. Andres

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    Solange du den Überblick über den Saldo behältst, ist das völlig wurscht.
     
  6. #5 kasimir, 08.09.2015
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    So hatte ich das mit gesundem Menschenverstand auch vermutet, aber man weiß ja nie beim Finanzamt.

    Vielen Dank!
     
  7. #6 sven.fischer, 20.02.2017
    sven.fischer

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    Hallo,

    ich habe auch einen Fall wo der Mieter neue Terrassendielen möchte (ca. 1000 €). Die Idee ist, dass er das kauft und ich einen Vertrag über eine befristete Mietminderung aufsetze.

    Gerne würde ich hier auf einen Mustervertrag setzen - gibt es soetwas?

    Ist die Höhe oder der zeitliche Rahmen der Mietminderung von den Finanzämtern gedeckelt?

    Der Vorteil der Lösung ist, dass ich keine ewig lange Abschreibung habe und darüber hinaus sogar eine vollständige Bezahlung des Materials habe & weniger Einnahmen versteuern muss - oder habe ich da jetzt einen Denkfehler?
     
  8. #7 taxpert, 20.02.2017
    taxpert

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    Ja, Du hast m.E.n. mehrere Denkfehler!

    1.
    Dabei dürfte es sich wohl um Erhaltungaufwand handeln, und nicht um ein nur über die Abschreibung gekltend zu machendes Wirtschaftsgut!

    2.
    steuerlich kannst Du den Aufwand immer nur einmal haben! Entweder BEZAHLST den Aufwand oder Du BEKOMMST weniger Miete!

    3.
    Es handelt sich hier ja nicht um eine echte Mietminderung, z.B. weil die Wohnung irgendwelche Mängel aufweißt, sondern zivilrechtlich und damit auch steuerrechtlich um eine Aufrechnung! Der Mieter kauft die Dielen, die in deinEigentum übergehen und hat daher einen Anspruch gegen dich! Gleichzeitig hast Du einen Anspruch gegen den Mieter in Form der Miete! Diese Ansprüche werden gegeneinander aufgerechnet. Ob Du das nun über ein Jahr streckst oder sofort im vollem Umfang ist egal! Steuerlich hast Du die volle Miete erhalten, zum Teil in Form von Geld, zum Teil in Form der Dielen! Gleichzeitig hast Du natürlich auch einen entsprechenden Aufwand, de Du geltend machen kannst!

    taxpert
     
  9. Duncan

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    zusätzlich zu den steuerlichen Aspekten die taxpert dargelegt hat ist das unter mietpsychologischen Gesichtspunkten der GAU.
    Du bezahlst, der Mieter zahlt gefühlt, der Mieter hat entsprechenden Aufwand den er vom VM ersetzt haben möchte, der VM soll dann auch noch dankbar sein, das der Mieter doch so toll ist und mit hoher Wahrscheinlichkeit erhält der VM als Gegenleistung auch noch Pfusch und haftet dafür. Also der Besuch der Mieter stürzt wegen der nicht fachgerecht verlegten Terrassendielen und bricht sich die Gräten - rate mal wer zahlt?

    Wenn die Terrasse dem Mieter nicht mehr gefällt kann er gerne gehen.
    Wenn die Terrasse defekt ist liegt es an mir als VM die wieder instand zu setzen und zwar so wie ich dass will und sie dem vertraglichem Zustand entspricht. Verträge kann man ggf. in allseitigem Einvernehmen ändern. Die Kosten dafür werden bei der Steuer entsprechend angegeben und fertig.

    Wenn die depperten S-/U-Bahnschubser ihr "Hobby" als "das ultimative Steuersparmodell" mit "nie wieder Steuern zahlen" bewerben würden, täten wohl etliche Schlange stehen. Kazim hatte aber andere Gründe.
     
  10. #9 sven.fischer, 21.02.2017
    sven.fischer

    sven.fischer Benutzer

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    Hallo

    und danke für die Hilfe.

    Ich höre nur häufig, dass Mieter starke Renovierungskosten bei Einzug auf sich nehmen und im Gegenzug 50 % Mietrabatt für X Monate erhalten. Warum das also, wenn der Erhaltungsaufwand eh voll abgeschrieben werden kann. In einem Beispiel hat der Mieter die Sanierung des Bads auf sich genommen.
     
  11. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    Dieses Vorgehen ist (neben direkter Kostenerstattung für die Einzugsrenovierung) für den Vermieter die einzige Möglichkeit, eine Wohnung unrenoviert weiterzuvermieten ohne später im laufenden Mietverhältnis alle anfallenden Schönheitsreparaturen (tapezieren, streichen) übernehmen zu müssen.
     
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