Mietrückstand eintreiben, trotz Verzug des Mieters

Diskutiere Mietrückstand eintreiben, trotz Verzug des Mieters im Zahlungsmoral der Mieter/Vermieter Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo zusammen, ich habe eine Mieterin, die vor einigen Monaten mit einer Miete in Verzug geriet. Kommunikation lief damals per SMS, da ich sie...

  1. hutab

    hutab Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich habe eine Mieterin, die vor einigen Monaten mit einer Miete in Verzug geriet. Kommunikation lief damals per SMS, da ich sie telefonisch nie erreichte, sie auf Bitte auch nie zurückrief. Anhand der Einzahlungen und des Verwendungszwecks wurde ersichtlich, dass die Miete danach wieder regelmäßig kam inklusive eines Zusatzbetrags X, um den Rückstand auszugleichen. Soweit so gut.

    Im Mai geriet sie wieder in Verzug. Auf Rückfrage, wieder per SMS, da ich sie telefonisch nicht erreichte, sagte sie, dass "es so nicht weitergehen kann", sie zum 1.6. eine neue Stelle antritt in Ihrer Heimatstadt (600 KM entfernt) und sie hiermit kündigt.

    Mal abgesehen von Kündigungsfristen und wie man ordentlich kündigt, geht es mir darum, dass sie nicht von heute auf morgen auszieht, und ich auf dem Rückstand (500€) plus den 3 Mieten der Kündigungsfrist sitzen bleibe.

    Was gibt es für Möglichkeiten, dass ich quasi die Miete eintreiben kann, auch wenn sie 600KM entfernt lebt?

    Danke & viele Grüße,
    hutab
     
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  3. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Willst du wirklich davon absehen?
    Wäre blöd, wenn die Mieterin sich in einem halben Jahr auf die Unwirksameit der nicht schriftlichen Kündigung beruft und in die Wohnung will.

    Vermutlich die selben, die du auch hast, wenn sie 10 km entfernt lebt.
    Was willst du hören? Baseballschläger?
    Telefonterror?
    Drohbriefe?

    Das wirst du nicht verhindern können, und das ist auch gut so.
    Deine Mieterin darf während der Mietzeit so oft aus- und wieder einziehen, wie es ihr beliebt. Auch wann es ihr beliebt.
    Du wirst sie nicht zwingen können, deine Wohnung zu bewohnen.
    Was genau stört dich daran, dass die Mieterin jederzeit ausziehen könnte?
     
  4. #3 ehrenwertes Haus, 20.05.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Eine schriftliche Kündigung muss deine Mieterin dir schon irgendwie zukommenlassen. Darauf solltest du nicht verzichten.
    Bei der Kündigungsfrist kann man großzügiger sein, wenn es für dich vorteilhaft ist. Dann hilft eine Aufhebungsvereinbarung ein Mietverhältnis sauber zu beenden.

    Unabhängig vom Wohnort ist der übliche Weg Schulden einzutreiben: Anmahnen, Mahnbescheid (kein Muss), Klage, Pfändung. Mit ewtas Glück muss man nicht bis zur Pfändung durchziehen und erhält sein Geld schon früher.

    Da du aber so gar keine Ahnung hast (sry, aber sonst müsstest du nicht nachfragen) wie man diese Dinge bewältigt, hol dir bitte fachkundige Hilfe dazu, ideal ein Anwalt. Im Alleingang kann das nur schief gehen und für dich unnötig teuer enden.
    Mit etwas mehr Erfahrung kann man das Schuldeneintreiben auch weitgehend selbst erledigen. Wichtig ist dabei aber keine Formfehler zu machen. Daher für "Ersttäter" immer Anwalt machen lassen und lernen.
     
  5. hutab

    hutab Benutzer

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    Natürlich habe ich sie schon darauf hingewiesen, dass die Kündigung so nicht gültig ist, sie Kündigungsfristen unterliegt, und sie gemäß Mietvertrag ordentlich kündigen muss. Meinte damit, nur, dass das nicht Gegenstand dieser Diskussion sein sollte.

    @dots, natürlich kann sie aus- und einziehen wie sie möchte und kommen und gehen wie und wann sie will - solange sie die Miete bezahlt.

    Meine Frage bezog sich auf den üblichen rechtlichen Weg, den ich gehen müsste, um an mein Geld zu kommen, um einzuschätzen ob sich dieser lohnt. Brauche ich für diesen Weg

    ihre zukünftige Anschrift oder wird das im Fall der Fälle im Hintergrund auf rechtlicher Ebene laufen? Möchte nur vermeiden, zum Ende des Mietverhältnisses etwas zu versäumen, dem ich dann mühsam hinterher rennen muss.

    Danke!
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 20.05.2019
    ehrenwertes Haus

    ehrenwertes Haus Erfahrener Benutzer

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    Eine aktuelle Meldeadresse ist extrem hilfreich. Dafür brauchts aber keinen Anwalt, nur eine Abfrage beim Einwohnermeldeamt.
     
    immobiliensammler gefällt das.
  7. hutab

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    Darf die diese Abfrage als Privatperson durchführen?
     
  8. #7 RP63VWÜ, 20.05.2019
    RP63VWÜ

    RP63VWÜ Erfahrener Benutzer

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  9. Andres

    Andres
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    Ja, und zwar nicht ...
    ... denn es geht ja nicht um die Meldung in der eigenen Mietwohnung, sondern auf Grundlage von § 45 BMG. Das berechtigte Interesse wird üblicherweise durch Grundbuchauszug und Mietvertrag nachgewiesen. Diese Auskunft ist aber - im Gegensatz zu der nach § 50 Abs. 4 BMG - nicht kostenlos.
     
  10. #9 Melanie123, 21.05.2019
    Melanie123

    Melanie123 Erfahrener Benutzer

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    Ich würde in einem solchen Fall direkt ein vereinfachtes Mahnverfahren durchziehen.
    Die aktuelle Adresse ist ja bekannt und ein schöner gelber Brief vom Gericht hat für die meisten Menschen eine recht gute Signalwirkung: Schluss mit lustig!
    Zwar kannst Du damit nur die fälligen Forderungen, also die bisher rückständige Miete geltend machen, aber mir wäre es das des vermuteten psychologischen Effektes wegen trotzdem den Aufwand wert.
    Lies Dich da mal ein. Beim ersten Mal brauchst Du vielleicht 1-2 Stunden, aber wenn man einmal weiss, wie es geht, geht es relativ fix.
    Selbst machen solltest Du es natürlich nur dann, wenn Du Dich damit komfortabel fühlst, ansonsten beim 1. Mal vom Anwalt erklären lassen.
    Ein recht nützliches Wissen für Vermieter.
    https://www.mahngerichte.de/de/verfahrensueberblick.html, dann weiter über Online-Mahnverfahren.
     
    Wohnungskatz gefällt das.
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