Mietsicherheit, Bürgschaft bei Mietbeginn

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Wohnraum" wurde erstellt von Berny, 14.04.2014.

  1. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Gemeinde,
    wir werden morgen eine Besichtigung zwecks Neuvertrag haben. Es werden die berufstätige Mutter und Sohn, welcher mieten möchte, erwartet. Arbeitgeberbescheinigung für Sohn wird wohl mitgebracht werden. Mutter möchte Kontoauszüge des Sohns zur Einsichtnahme nicht vorlegen, aber wohl als Bürge für die lfd. Mietezahlungen unterschreiben.
    Dieses Thema hatten wir hier ja schonmals gehabt...
    Wieviel ist Eurer Meinung nach die Unterschrift der "Bürgin" wert?
    Danke vorab.
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Dazu fallen mir zwei Dinge ein:
    1. Ich kann's verstehen. Die Kontoauszüge erlauben bei Menschen, die oft mit Plastikgeld bezahlen, einen umfassenden Einblick in die Lebensführung. Der Großteil dieser Informationen ist für den Vermieter aber völlig irrelevant, weil er nichts über die Bonität aussagt. Was geht es z.B. meinen (angenommenen ;)) Vermieter an, dass und wo ich immer am gleichen Wochentag Bargeld am Automaten ziehe? Und einen Auszug, auf dem im Monat nur zwei Buchungen (Gehalt, Miete) nicht geschwärzt sind, will man als Interessent auch nicht gerade vorlegen - das sieht zu verdächtig aus. Ob dieser Wunsch durchsetzbar ist, hängt also von der Nachfrage nach der Wohnung ab.
    2. Mich macht aber trotzdem die Formulierung etwas stutzig. Warum will das die Mutter nicht? Verhandelst du das mit der Mutter? Ich bespreche solche Dinge prinzipiell nur mit meinem zukünftigen Mieter. Der/die kann sich dann gerne besprechen, mit wem er oder sie auch immer will, aber solche Dinge werden zwischen Mieter und Vermieter geregelt. Mieter, die das nicht selbst regeln können, machen später unverhältnismäßig oft Ärger.


    3 MM, vielleicht noch weniger. Von mehr würde ich bei einer Bürgschaft, die bereits vor Vertragsabschluss auch nur erwähnt wurde, niemals ausgehen. Und private Bürgschaften als Sicherheitsleistung würde ich nur als letzten Ausweg wählen.

    Wenn Mama schon mitreden will, soll sie als zweite Mieterin in den Vertrag aufgenommen werden. Damit bleibt zwar weiterhin das Risiko, dass beide nicht zahlen können, aber das ist ja nie mit letzter Sicherheit zu vermeiden.
     
  4. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Berny,

    ich persönlich halte nix von Kontoauszügen, weil wie Andres schon geschrieben, es sagt einfach nix wichtiges aus. Viel wichtiger ist m.E. eine Mieterselbstauskunft bzw. ggf. eine Schufaauskunft.

    Warum will den die Mutter Bürgen ? Ist der Verdienst des Sohnes so schlecht oder ist er in der Ausbildung ? Dann wäre es tatsächlich geschickter die Mutter mit in den Mietvertrag zu nehmen (oder ggf. nur mit der Mutter den Mietvertrag zu machen *), statt eine Bürgschaft die i.d.R. auch nur die Kautionshöhe abdeckt.

    * In dem Fall ist natürlich dann auch eine Selbstauskunft der Mutter erforderlich und der Zusatz im MV, das der Sohnemann dort wohnen kann.
     
  5. Duncan

    Duncan
    Super-Moderator

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    Hm - so richtig Sinn macht die Bürgschaft erst wenn das pfändbare Einkommen der Mutter mindestens dem Mietpreis entspricht. Besser mehr.
    Ich würde versuchen ihnen die 3 MKM aus den Rippen zu leiern. Es gibt auch Banken die extra Kautionskredite uvm. anbieten.

    Klar heißt es, wer bürgt wird gewürgt. Aber irgendwie mag ich es nicht irgendwelchen Bürgen hinterherrennen zu müssen. Da ist mir ein "Pfand" irgendwie lieber.
     
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Mietsicherheit, Bürgschaft bei Mietbeginn

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