Mietsonderverwaltung, richtiger beklagter

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von pragmatiker, 16.03.2010.

  1. #1 pragmatiker, 16.03.2010
    pragmatiker

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    eine vermietete eigentumswohnung wird durch einen verwalter V für den eigentümer E verwaltet.

    im mietvertrag steht als vermieter aber weder der eigentümer noch der verwalter drin, sondern der Voreigentümer X.

    nun will der mieter aus dem mietverhältnis seine kaution einklagen (verwalter hat die kaution aufgerechnet). der mieter kennt seinen eigentümer nicht.

    was, wenn der mieter nun gegen den verwalter klagt ? kann dieser die klage zurückweisen unter hinweis darauf, nicht der richtige beklagte zu sein ? und muss er dann von sich aus den eigentümer und dessen ladungsfähige anschrift nennen ?

    der verwalter ist mE nach ja nicht automatisch befugt, prozesse vor gericht für den eigentümer zu führen. (er will dies auch nicht)
     
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  3. #2 Michael_62, 16.03.2010
    Michael_62

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    Der Mieter kann klagen gegen wen er will.

    Das Gericht wird dann wohl die mangelnde passive Legitimation feststellen.

    Der Verwalter wird sich - sachgerechte Beauftragung voraussetzend - immer auf §831 exculpieren können.

    Dem Mieter muss der passiv Legitimierte bezüglich seiner Kaution immer bekannt sein, auch oder gerade im Verkaufsfalle. Dort muss er der Übertragung der Kaution zustimmen. Dabei bekommt er den neuen Passivlegitimierten mitgeteilt.

    Sofern der Übertragung nicht zugestimmt wurde, ist der Alteigentümer der Klageadressat.
     
  4. #3 Thomas76, 16.03.2010
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    Wäre die Kaution nicht aufgerechnet worden, wer hätte dann die Kaution zurückerstattet ? Auch der Verwalter ? Dann würde ich vermuten, das man gegen den Verwalter klagen könnte, da dieser ja dann quasi auch die Kaution verwaltet.

    Ansonsten dürfte dem Mieter doch bekannt sein, an wen er monatlich seine Miete überweist, das dürfte ja dann der nächste Ansprechpartner für die Kaution sein, würde ich vermuten.
     
  5. #4 lostcontrol, 16.03.2010
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    ich komm ehrlich gesagt nicht ganz mit - mit was hat der verwalter denn die kaution aufgerechnet? und wieso macht der verwalter sowas überhaupt? darf er das denn?

    nicht zwangsläufig. wir hatten jahrzehntelang die situation dass die miete an meine omi (niessbrauch) ging, die eigentümerin/vermieterin aber meine mutter war, ansprechpartner für die mieter war aber immer ich (offiziell die hausverwaltung).
    zwischenzeitlich ist's ein bisschen weniger kompliziert, dafür stehe ich neuerdings als vermieterin in den mietverträgen, obwohl ich nicht die eigentümerin bin.
    sprich:
    mietempfänger, eigentümer und vermieter müssen nicht ein- und dieselbe person sein.

    allerdings dachte ich bisher dass man es den mietern mitteilen muss, wenn sich die eigentumsverhältnisse ändern, liege ich da falsch?
     
  6. RMHV

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    Was auch immer der Verwalter mit der Kaution gemacht haben könnte: der Mieter hat im Normalfall keinen Anspruch gegen den Verwalter; weder auf Rüchzahlung der Kaution noch auf die Lieferung von Klopapier oder Frühstücksbrötchen. :wink
    Ein Anspruch des Mieters kann sich nur aus dem Mietverhältnis ergeben und der Anspruch kann auch nur gegen den Vertragspartner, also den Vermieter, bestehen. Der Verwalter ist im Normalfall nicht Vertragspartner des Mieters. Er handelt als Bevollmächtigter im Namen und für Rechnung des Vermieters.

    Wenn der Vermieter nicht bekannt ist wird der Mieter gegen den Verwalter allenfalls einen Auskunftsanspruch haben.

    Dass irgendwelche Vorgänge vom Verwalter durchgeführt werden begründet noch lange keinen Anspruch des Mieters gegen den Verwalter. Der Anspruch des Mieters besteht nun mal nur und ausschließlich gegen den Vermieter und bei einem Vermieterwechsel durch Verkauf nach § 566a BGB auch weiter gegen den ehemaligen Vermieter.
     
  7. #6 pragmatiker, 16.03.2010
    pragmatiker

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    ich seh es auch so. frag mich aber dennoch, ob der verwalter -wenn eine klage des mieters gegen ihn kommt- sozusagen von sich aus den richtigen klagegegner samt ladungsfähiger anschrift nennen muss. das er sich zur klage äußern muss, steht ja außer frage, sonst kassiert er ein versäumnisurteil.

    hinweis: der mieter ist ein rechter kotzb.... und der mietverwalter hätte nicht übel lust, nicht mehr zu tun als dienst nach vorschrift. d.h. wenn er den vermieter nicht von sich nennen muss, will er den mieter ruhig ins offenen messer laufen lassen. d.h. soll er ruhig den falschen verklagen und dann sehen, wie er an dern richtigen klagegegner kommt.

    das die kaution im handlungsbereich des neuen vermieters (verwalter vom mietverwalter) ist, ist unstrittig.
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Warum sollte er? Hat es jemand verlangt? Wenn der Mieter den Verwalter auf Zahlung verklagt, wird nur der Anspruch des Mieters zu bestreiten sein. Mehr nicht...


    Die Äußerung beschränkt sich auf das Bestreiten der Passivlegitimation.

    Immer zu... zumindest bis nach Name und Anschrift des Vermieters gefragt wird. :wink
     
Thema: Mietsonderverwaltung, richtiger beklagter
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