Mietverlängerung wegen Erkrankung bei Kündigung wegen Eigenbedarfes

Diskutiere Mietverlängerung wegen Erkrankung bei Kündigung wegen Eigenbedarfes im Kündigung Forum im Bereich Mietvertrag über Wohnraum; Hallo, mein Anliegen ist folgendes: wegen Eigenbedarf haben wir unserem Mieter bis zum 31 März diesen Jahres gekündigt. DIESER hat die Kündigung...

Til

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Hallo, mein Anliegen ist folgendes:

wegen Eigenbedarf haben wir unserem Mieter bis zum 31 März diesen Jahres gekündigt. DIESER hat die Kündigung auch schriftlich bestätigt.
Leider ist es nun nicht klar, ob ich wirklich einziehen kann, da nach einer erneuten Operation wegen Krebs nicht abzusehen ist, wie sich mein Gesundheitszustand bis dahin entwickelt.

Es gibt nun mehrere Möglichkeiten:
Ist nun rechtens, die Kündigung bei zu behalten und eventuell einen neu zu vermieten? Entstehen hier Rechtsansprüche durch den Mieter?
oder kann man einfach die Kündigung rechtskräftig auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, zB 3 Monate später?

vielen Dank für Antworten🙂
 

Ferdl

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kann man einfach die Kündigung rechtskräftig auf einen späteren Zeitpunkt verschieben
Das einfachste zuerst, nein, jedenfalls nicht als einseitige Erklärung. In gegenseitigem Einverständnis geht fast alles.
Mit dem Eigenbedarf ist es etwas komplizierter.
wie sich mein Gesundheitszustand bis dahin entwickelt.
Vorausgesetzt deine Geschichte ist kein Fake, kommt es auf die Absicht und die Vorhersehbarkeit an.
Hattest du tatsächlich die Absicht dort zu wohnen und gibt es nachweisbare Hinweise darauf, war die Erkrankung und damit die Verunmöglichung der Eigennutzung zum Zeitpunkt der Kündigung schon bekannt? Sollte ein Richter auf die Idee kommen der Eigenbedarf sei nur vorgeschoben
Entstehen hier Rechtsansprüche durch den Mieter
Ersten solltest du dir klar werden was du willst im Bezug auf die Wohnung, kein Mieter kann und will alle 3 Monate hü oder hott. Auch hast du bei einem Neumieter erst mal deine Chance zur Eigenbedarfskündigung vertan.
Je nachdem wie deine Entscheidung ausfällt kann man dann weiterüberlegen.
 

Til

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Hallo Ferdl, vielen Dank für deine Antwort.

also könnte ich mit dem Vermieter einen Vertag zur Verlängerung aushandeln? Darf ich fragen, was Du mit kompliziert meinst?

Die Geschichte ist kein Fake und ich wollte tatsächlich in die Wohnung einziehen, beziehungsweise will ich es noch. Dies wäre zum Zeitpunkt der Kündigung gut machbar gewesen.
Die Chancen einer Verbesserung meines Gesundheitszustandes können die Ärzte nicht einschätzen. Von Genesung mit Eigenständigkeit bis starker Verschlechterung ist alle möglich.

Der Vermieter will aufgrund der für ihn sehr günstigen Bedingungen nicht ausziehen. Was nur zu verständlich ist. Es ist wirklich eine bisschen schwierige Situation.
 
dots

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also könnte ich mit dem Vermieter einen Vertag zur Verlängerung aushandeln?
Nö. Also ja. Aber darum geht es eigentlich nicht.
Dein eigentliches Problem ist, dass der Mieter (zu Recht?) behaupten kann, dass deine Eigenbedarfskündigung ungültig war oder ist, und einfach (zu Recht?) in der Wohnung bleiben kann - oder passend ausziehen, und dann (zu Recht?) Geld von dir für Umzug, neue teurere Wohnung etc. zu verlangen.

:edit:
Sehe gerade, dass du noch nicht mal weißt, ob du Mieter (#3) oder Vermieter(#1) bist. Deswegen ziehe ich alles zurück und behaupte das Gegenteil (wovon auch immer), bis klar ist, welche Rolle du in der Geschichte spielst.
 

ehrenwertes Haus

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Hallo Ferdl, vielen Dank für deine Antwort.

also könnte ich mit dem Vermieter einen Vertag zur Verlängerung aushandeln? Darf ich fragen, was Du mit kompliziert meinst?

Die Geschichte ist kein Fake und ich wollte tatsächlich in die Wohnung einziehen, beziehungsweise will ich es noch. Dies wäre zum Zeitpunkt der Kündigung gut machbar gewesen.
Die Chancen einer Verbesserung meines Gesundheitszustandes können die Ärzte nicht einschätzen. Von Genesung mit Eigenständigkeit bis starker Verschlechterung ist alle möglich.

Der Vermieter will aufgrund der für ihn sehr günstigen Bedingungen nicht ausziehen. Was nur zu verständlich ist. Es ist wirklich eine bisschen schwierige Situation.
Ich verstehe nicht, ob du Mieter oder Vermieter der Wohnung bist, welche wegen Eigenbedarf gekündigt wurde.

Vermieter ziehen eher selten aus ihrer Wohnung wegen Eigenbedarf aus und müssen auch nicht mit sich selbst Vertragsverlängerungen aushandeln.
 
VABUM

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es ist nicht ganz klar, ob Sie Mieter oder Vermieter sind
 
immobiliensammler

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ehrenwertes Haus

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Da sich ein Mieter wohl nicht selbst wegen Eigenbedarf kündigen wird ist mir das eigentlich schon klar!
Das dachte ich auch nach dem Eingangspost.

also könnte ich mit dem Vermieter einen Vertag zur Verlängerung aushandeln?
Der Vermieter will aufgrund der für ihn sehr günstigen Bedingungen nicht ausziehen.
Und das hat mich daran zweifeln lassen.
 

Trygg2807

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Das passt doch alles zusammen. Der Mieter hat zähneknirschend der Kündigung zugestimmt (bzw. nichts dagegen unternommen), obwohl er eigentlich nicht umziehen möchte. Der Vermieter hat jetzt gesundheitliche Probleme und wird nicht einziehen können.
Die Frage ist doch, was will der Vermieter? Besteht der Eigenbedarf weiterhin oder nicht?
 

Til

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Nö. Also ja. Aber darum geht es eigentlich nicht.
Dein eigentliches Problem ist, dass der Mieter (zu Recht?) behaupten kann, dass deine Eigenbedarfskündigung ungültig war oder ist, und einfach (zu Recht?) in der Wohnung bleiben kann - oder passend ausziehen, und dann (zu Recht?) Geld von dir für Umzug, neue teurere Wohnung etc. zu verlangen.

:edit:
Sehe gerade, dass du noch nicht mal weißt, ob du Mieter (#3) oder Vermieter(#1) bist. Deswegen ziehe ich alles zurück und behaupte das Gegenteil (wovon auch immer), bis klar ist, welche Rolle du in der Geschichte spielst.
Ich verstehe nicht, ob du Mieter oder Vermieter der Wohnung bist, welche wegen Eigenbedarf gekündigt wurde.

Vermieter ziehen eher selten aus ihrer Wohnung wegen Eigenbedarf aus und müssen auch nicht mit sich selbst Vertragsverlängerungen aushandeln.
Hallo Ferdi,
entschuldige die späte Antwort.
also: meine Mutter ist Vermieter und zum Zweck meines Einzuges haben wir wegen Eigebedarfs die Wohnung gekündigt. Aufgrund meines kurzfristig verschlechterten Gesundheitszustandes ist der Einzug meinerseits zum Kündigungsdatum nicht möglich.
Das passt doch alles zusammen. Der Mieter hat zähneknirschend der Kündigung zugestimmt (bzw. nichts dagegen unternommen), obwohl er eigentlich nicht umziehen möchte. Der Vermieter hat jetzt gesundheitliche Probleme und wird nicht einziehen können.
Die Frage ist doch, was will der Vermieter? Besteht der Eigenbedarf weiterhin oder nicht?
das ist die Frage, da sich mein Gesundheitszustand eben in eine positive oder negative Richtung verändern kann.
Das beste ist wahrscheinlich die Kündigung um 3 Monate raus zu schieben, falls das im gegenseitige Einverständnis ist?!
 

Ferdl

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Das beste ist wahrscheinlich die Kündigung um 3 Monate raus zu schieben, falls das im gegenseitige Einverständnis ist?!
Was bringt dass? Oder Anders welche anderen Möglichkeiten hast du?
Rein rechtlich, entfällt der Eigenbedarf innerhalb der Kündigungsfrist, ist der Mieter darüber zu informieren. Meiner Meinung ist der Mieter nicht zu informieren dass der Eigenbedarf evtl. oder auch nicht entfallen könnte.
Die wesentlichen Fragen sind,
wöllte man im Falle des Falles den bisherigen Mieter behalten?, kann und will die Mutter einen mehrmonatigen Mietausfall verkraften?, willst du wirklich in die Wohnung?, oder suchst du eher einen Grund da nicht einzuziehen?, ändert sich in 3 Monaten wirklich etwas?

Was meiner Meinung nicht geht, dem Mieter immer wieder weiterzuvertrösten.
 

Dschei2

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Es kommt wirklich darauf an, wie die finanzielle Situation ist. Wenn du und deine Mutter finanziell gut dasteht, dann würde ich die Kündigung so lassen wie sie ist. Erst mal schauen, ob der Mieter wirklich pünktlich auszieht. Und wenn er dann ausgezogen ist, dann schauen, was macht die Gesundheit? Es ist völlig legitim, nach Auszug des Mieters die Wohnung ganz in Ruhe für einen selber herzurichten, selbst wenn das 3 Monate dauert. Und dann eben selber einziehen.

Wenn es am Ende so schlecht um dich steht, dass du nicht einziehen kannst, dann das sauber dokumentieren (ärztliches Attest?) und dem ehemaligen Mieter mitteilen. Danach kann dann auch wieder fremd vermietet werden.

Wobei ich nicht so recht weiß: wo wohnst du denn jetzt, ist das dann gesundheitlich möglich? oder bedeutet es, wenn du nicht in die gekündigte Wohnung kannst, musst du ins Heim? das wäre mMn eine gute Begründung, warum dann der Eigenbedarf wegfällt.
 

Dschei2

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Nach Beendigung des Mietverhältnisses wohl nicht mehr, allerdings habe ich bei den bisher durchgeführten Eigenbedarfskündigungen immer erlebt, dass der ausgezogene Mieter uns beobachtet hat und hinterfragt hat, wer eingezogen ist und wie lange usw.
Von daher gesehen, wäre die Information pro aktiv, bevor der ehemalige Mieter zu Mieterbund oder Gericht rennt.
 

Trygg2807

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Kann ich aus Mietersicht bestätigen. Wir wurden 2020 wegen Eigenbedarf gekündigt und haben uns schon im Nachhinein bei den Nachbarn erkundigt, wer da nun genau eingezogen ist. Gerade wenn man eigentlich nicht ausziehen will und mit dem Eigenbedarf eher überrascht wird - die erwachsene Tochter war aus erster Ehe, die uns bekannten Kinder des Vermieters waren im Grundschulalter - ist das wahrscheinlich normal.
 

Dschei2

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Ja, das verstehe ich auch. Wir haben mehrere Immobilien und 4 Kinder, inzwischen alle erwachsen, da hat es sich eben tatsächlich zweimal ergeben, dass es dazu kam.
 
Thema:

Mietverlängerung wegen Erkrankung bei Kündigung wegen Eigenbedarfes

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