Mietvertrag Aufteilung Vorauszahlungen Betriebskosten

Diskutiere Mietvertrag Aufteilung Vorauszahlungen Betriebskosten im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, mich würde interessieren wie Ihr die Angaben bei einem Mietvertrag zur Aufteilung der Vorauszahlungen in Heizkosten/Warmwasser...

  1. FSL

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    Hallo zusammen,

    mich würde interessieren wie Ihr die Angaben bei einem Mietvertrag zur Aufteilung der Vorauszahlungen in Heizkosten/Warmwasser und restliche Betriebskosten berechnet? Im Speziellen wenn es ein neues Mietverhältnis ist und die Wohnungen alle leer übernommen wurden und somit keinerlei Anhaltspunkte vorliegen.
    Gibt es da Faustformeln an die Ihr euch haltet?
    Pi mal Daumen?
    50/50?

    Ich wäre für hilfreiche Tipps dankbar.

    Grüße
    FSL
     
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  3. Andres

    Andres
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    Gar nicht. Auch wenn dies von vielen Vorlagen so strukturiert ist, sehe ich überhaupt keinen Grund dazu, solange für alles ein einheitlicher Abrechnungszeitraum angewendet wird.


    In einer WEG könnte man alte Jahresabschlüsse anschauen und selbst wenn man ein nicht geteiltes Haus gekauft hat, wird es doch irgendwelche alten Unterlagen geben, die man sich vor dem Kauf mal angeschaut hat?


    Die kann es schon alleine deshalb nicht geben, weil Betriebskosten stark von der Art des Gebäudes abhängen. Das beginnt mit so offensichtlichen Faktoren wie der Art der Heizung und der Dämmung des Gebäudes.


    Komplett ohne jegliche Anhaltspunkte würde ich von 1/2 (Heizkosten/andere Betriebskosten) ausgehen, allerdings mit dem klaren Bewusstsein dafür, dass es auch völlig anders kommen kann.
     
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  4. #3 anitari, 29.01.2020
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    Da ich schon recht lange im "Geschäft" bin mache ich das anhand vor vorherigen Abrechnungen. Berücksichtige, wegen der Wasserkosten, noch die Personenzahl, fertig.

    Ob meine grobe Schätzung halbwegs richtig war steht auf einem anderen Blatt.
    Hab schon erlebt das der 1personenhaushalt mehr als doppelt soviel Wasser verbraucht hat wie der 2personenhaushalt.

    Eine Aufteilung in Heiz-Warmwasser- und übrige Betriebskosten ist zwar weitestgehend üblich, aber nicht zwingend nötig. Denn Heiz- und Warmwasserkosten sind ja genauso Betriebskosten wie alle anderen.

    Wenn noch gar keine Anhaltswerte vorliegen würde ich auf jeden Fall die Vorauszahlungen so hoch wie möglich veranschlagen. Lieber dem Mieter was zurück zahlen als wegen einer Nachzahlung lange diskutieren oder hinterher laufen müssen.
     
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  5. FSL

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    Vielen Dank für eure Antworten/Erfahrungen dazu.

    Ihr füllt diesen Teil dann nicht aus, sondern gebt nur die Gesamtbetriebskosten an?
    Wenn es doch einzeln angegeben wurde, muss dann mit schweren Konsequenzen gerechnet werden wenn man hier weit danebenliegen sollte? Kann der Mieter einen dafür in Regress nehmen o.ä.?
    Wenn dann ein Mieter fragt, der beispielsweise explizit die Heizkosten beim "Amt" angeben muss, was sagt ihr diesem Mieter dann?

    Danke im Voraus.

    Grüße
    FSL
     
  6. #5 ehrenwertes Haus, 29.01.2020
    ehrenwertes Haus

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    Bei Neuvermietung achtet das Amt nur darauf, dass die örtlichen Sätze für Kaltmiete und NK-Vorauszahlungen eingehalten werden.
    Erst im Lauf des Mietverhältnisses wird dann evt. nachgefragt, wie sich die NK-Vorauszahlungen genau zusammen setzen.
    Wenn das nicht bereits aus der NK-Abrechnung ersichtlich ist (sollte es eigentlich sein) oder Fragen dazu sind, müssen Einzelposten genauer aufgeschlüsselt werden.
    Z.B. Sammelposten Versicherungen aufgeteilt in Gebäude-, Feuer-, Glasbruch-, Elementarschäden- ... umlegbare Versicherungen.

    Für den Anfang (Vertragsabschluß) reicht es nur die Summe der NK-Vorauszahlungen anzugeben.
    Kann man nicht auf Erfahrungswerte oder sonstige Vergleiche zurückgreifen, muss man schätzen.
    Wie der Begriff "Schätzwert" schon sagt, genaue Zahlen sind nicht nötig, sie dürfen nur nicht absichtlich realitätfern sein.

    Z.B. 1000 € monatliche Vorauszahlung nur für Heizung einer kleinen 1-Zi-Wohnung, ist unglaubwürdig und wird zu Nachfragen führen.

    Werden die NK absichtlich viel zu niedrig geschätzt, kann man u.U. auf Nachzahlungen nicht oder nicht vollständig vom Mieter einfordern.
     
  7. Andres

    Andres
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    Genau das gleiche, was ich auch bei vielen anderen "Wunschkonzerten" sage: Man möge mir eine Rechtsgrundlage nennen, auf der ich solche Angaben machen muss.
     
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  8. #7 immobiliensammler, 29.01.2020
    immobiliensammler

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    Wobei es natürlich Objekte gibt, wo ich auf H4-Mieter angewiesen bin. Und das Jobcenter verlangt halt für die Zustimmung zur Anmietung einer bestimmten Wohnung die Aufteilung in Heizkosten und "kalte Betriebskosten", weiter dann noch die Angabe, wie das Warmwasser erzeugt wird.

    Ich teile das dann halt nach Erfahrungswerten auf und behalte natürlich auch die zulässigen KdU-Kosten im Auge!
     
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  9. Andres

    Andres
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    Guter Einwand, aber nicht bei mir. ;)

    Und dann sind wir wieder einmal an dem Punkt angekommen, an dem die Jobcenter ihre "Kunden" selbst in die Sch.... reiten. Würde man § 22 Abs. 10 SGB II anwenden, hätte der "Kunde" nicht das Problem, sich bei möglichen Vermietern unbeliebt machen zu müssen. Niemand zwingt die Jobcenter nämlich, den Bedarf für Heizung separat zu prüfen. Es ist auch einigermaßen weltfremd anzunehmen, dass da in irgendeiner Form Geld gespart wäre.
     
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  10. #9 ehrenwertes Haus, 29.01.2020
    Zuletzt bearbeitet: 29.01.2020
    ehrenwertes Haus

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    Ähm, da geht es nicht um Steuergelder sparen, sondern sie an den Mann bzw. Frau zu bringen.
    Je nachdem wie WW aufbereit wird und welche Heizungsart, werden Extrazuwendungen an die Antragsteller, in dem Fall Mieter, bewilligt.

    Für Vermieter doch gut, wenn die NK-Zahlungen am Jahresende eher einen Überschuß als ein Minus verzeichnen, nachdem die Aussicht auf erfolgreich Mietrückstände (auch NK-Nachzahlungen) einfordern bei H4-Mieter doch sehr begrenzt sind.
     
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  11. FSL

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    Habt vielen Dank für die vielen Infos.

    Das meine ich, an diesem Punkt stehe ich gerade, wenn also noch keine Nebenkostenabrechnung gemacht wurde und der vorherige Eigentümer keine Abrechnungen erstellt hat, wie würdet ihr das jetzt "errechnen" bzw. "schätzen"?

    Genauso sehe ich das auch.
    Fallen dir noch mehr Beispiele ein wo du so vorgehst?
    Mir persönlich fällt dazu das obligatorische Schreiben des Gutachterausschusses ein.

    Wie würdest du die Kosten schätzen wenn es keine vorherigen Informationen/Abrechnungen gibt?
    Wofür steht die Abkürzung "KdU-Kosten"? Die Abkürzung ist mir so nicht geläufig. :152:

    Vielen Dank derweil.

    Grüße
    FSL
     
  12. #11 anitari, 31.01.2020
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    Kosten der Unterkunft nennen es die Jobcenter, wir Miete und Betriebskosten.
     
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  13. FSL

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    Danke :060sonst:
     
  14. #13 immodream, 31.01.2020
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    Hallo,
    ich unterscheide nicht zwischen Betriebskosten Vorauszahlung für allgemeine Betriebskosten und Heizkosten.
    Dafür steht im Mietvertrag nur ein Betrag.
    Da ich seit über dreißig Jahren vermiete, habe ich schon ein Gefühl und genügend Erfahrung, wie hoch die BK Vorauszahlungen anzusetzen sind .
    Im Zweifel immer zu hoch als zu niedrig .
    Grüße
    Immodream

    PS : Vor Jahren hat die BK Abrechnung kein " Amt " so richtig interessiert .
    Die Spezialmieter haben daher immer gebeten, die BK Vorauszahlung so hoch wie möglich anzusetzen und sich dann gefreut wenn es im
    Januar vom Vermieter noch Weihnachtsgeld gab.
    Inzwischen verlangen die Jobcenter sogar die BK Abrechnungen und bemängeln sogar noch, wenn der Flur geputzt wird und sie das mit zahlen Ich kann denen ja nicht mitteilen, das ihr Kunde wegen reichlich Schwarzarbeit keine Zeit hat, auch noch den Flur zu putzen
     
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