Mietvertrag mit meinem Vater -I- Steuer?

Diskutiere Mietvertrag mit meinem Vater -I- Steuer? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo liebes Forum, ich habe letzte Woche durch ein Vermächtnis meines Patenonkels sein 6-Familienhaus vermacht bekommen. Der Notartermin ist...

  1. #1 mwwallis, 15.07.2019
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    Hallo liebes Forum,

    ich habe letzte Woche durch ein Vermächtnis meines Patenonkels sein 6-Familienhaus vermacht bekommen. Der Notartermin ist bereits erledigt und das Grundbuch geändert worden.

    Mein Patenonkel hat selber in diesem Haus in einer Wohnung gelebt, welche mein Vater nun gerne übernehmen möchte. Soweit kein Problem...

    Aber was muss mein Vater an Miete zahlen ohne das mir das Finanzamt Schwierigkeiten bereitet?
    Ich möchte ungern Steuern nachzahlen. Den gültigen Mietspiegel kenne ich bereits.

    Vielen Dank für Infos!
     
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  3. Andres

    Andres
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    Das kommt darauf an, was man unter "Schwierigkeiten" versteht. Wenn dem Vater die Wohnung zu weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Miete überlassen wird, werden die auf diese Wohnung entfallenden Werbungskosten entsprechend gekürzt. Wenn dem Vater die Wohnung gar unentgeltlich überlassen wird, gibt es eben für diesen Anteil gar keine Werbungskosten mehr. Sofern man damit leben kann, gibt es auch keine weiteren "Schwierigkeiten". Knifflig wird es erst, wenn man trotz sehr geringer (oder nicht vorhandener) Mietzahlung weiter die vollen Werbungskosten will.


    Das ist aber zu Beginn der Vermietungstätigkeit nicht zu vermeiden. Bei Mieteinnahmen gibt es im Gegensatz zur Lohnsteuer eben keinen Abzug von Anfang an. Es ist völlig normal, dass man am Ende des ersten Jahres als Vermieter eine Nachzahlung zu leisten hat. Du hattest ja schließlich auch das ganze Jahr über Mieteinnahmen!

    Ich habe etwas den Eindruck, dass dir der Überblick über dieses Thema fehlt. Daher ist mein dringender Rat: Gehe zu einem Steuerberater, und zwar umgehend, noch bevor weitere Entscheidungen getroffen und Verträge geschlossen werden. Sich eine solche Beratung zu sparen, kann sich bitter rächen. Wenn man nach dem ersten Jahr dann einmal gesehen hat, wie es funktioniert, kann man für die Zukunft die Steuer ja selbst machen.
     
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  4. #3 mwwallis, 15.07.2019
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    Hallo und Danke für den Rat.
    Den Steuerberater muss ich so oder so aufsuchen, da ich eine nicht erhebliche Erbschaftssteuer zahlen muss.

    Ich wollte mich vorab nur schon einmal mit der Materie befassen, damit ich den Steuerberater auch „besser verstehen kann“. ;-)
     
  5. #4 Melanie123, 19.07.2019
    Melanie123

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    Die 66% erwähnte Andres bereits. Ich mag es unkompliziert und würde deshalb gerade als Anfänger bei der Vermietung eine Pufferzone einbauen, damit das FA nicht auf die Idee kommt, etwas sehr anders zu bewerten (Mietspiegel sind manchmal sehr einfach, manchmal mit Zu- und Abschlägen sehr interpretationswürdig) und auch damit ich nicht ständig den aktuellen Mietspiegel im Auge behalten müsste.
    Wichtig ist aber auch das WIE. Ein Vertrag, wie er auch unter Fremden abgeschlossen würde. Das beinhaltet die Schriftform (Tipp: Verträge von Haus und Grund) und dass die Miete überwiesen werden sollte. Ob eine Kautionszahlung erforderlich ist, darüber streiten sich die Geister.

    Neben dem Steuerberater, den ich für das erste Jahr auch mir der kompletten Steuererklärung beauftragen würde, würde ich in ein paar gute Bücher Geld und vor allem Zeit investieren.
     
  6. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Die 66 Prozent gelten für Warmkosten. Die Pufferzone sollte etwas großzügiger berechnet werden.
     
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