Mietvertrag über Wohnraum in Gewerbeobjekt - muss ausziehen wer haftet

Dieses Thema im Forum "Kündigung" wurde erstellt von Mandieimnetz, 17.04.2008.

  1. #1 Mandieimnetz, 17.04.2008
    Mandieimnetz

    Mandieimnetz Neuer Benutzer

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    Tut mir wirklich leid, aber ja ich schon wieder.

    Aber langsam frisst mich die Sache auf.
    Zum Fall: Kündigung von Februar 2007 wurde wieder rausgekramt (3-fach unwirksam, unwirksamer Grund, stillschweigende Verlängerung und kein Hinweis auf Widerrufsrecht) Kündigung wurde April 2007 mündlich zurückgezogen. Anwesen steht zum Verkauf und als ein Käufer gefunden wurde, der das Mietverhältnis übernehmen wollte stellte sich heraus, dass ich in einem Gewerbeobjekt wohne. Meine Wohnung lässt sich nicht einfach auf Wohnraum umschreiben, daher hat sich der Käufer zurückgezogen.

    Nun hab ich ein paar Watschen bezogen (hier im Forum) bezogen und auch verteilt (aber auch Aufklärung und nicht einseitige und das ist gut) weil ich so leicht aufbrause. Sorry aber meine Nerven liegen blank. Seit mehr als einem Jahr wird hier besichtigt und ich bin brav, da platzt einem einfach mal der Kragen, wenn man sich unentdeckt fühlt, aber natürlich nicht ist.

    Nun befinde ich mich auf Wohnungssuche und wollte mit dem verkaufenden Makler und der Vermieterin verhandeln. Der Makler empfahl mir jetzt meine Vermieterin zu verklagen!!! Eigentlich wollte ich, dass er der Vermieterin einen Aufhebungsvertrag schmackhaft macht. Naja, ich habe dann selbst heute bei ihr angerufen und unverbindlich gefragt, wie es eigentlich aussieht wenn ich ausziehe, ab wann ich dann keine Miete mehr zahlen muss. rechtlich wäre es für mich kritisch auszuziehen ohne etwas Schriftliches in der Hand und auf die KÜndigung von vor 14 Monaten oder die telefonische Kündigung könnte ich mich schlecht berufen. Sie konnte mir keine Antwort geben, müsste erst Ihren Schwiegersohn fragen.

    Also ich habe dann versucht zu verdeutlichen, dass ich nicht suchen kann, wenn ich gar nicht weiß, ab wann ich neu mieten kann. Schließlich will ich gar nicht ausziehen. Dann hatte sie echt die Frechheit mich zu fragen, ob ich endlich das Waschbecken erneuert hätte, dass ich ihr und meiner Versicherung im August 2007 als Schaden gemeldet habe. Das hat mich dann leider zum Explodieren gebracht und ich habe ihr mindestens 1/2 Stunde lang erklärt, dass das zwar Vermietersache ist, aber schon lange ein neues drin wäre, wenn sie nur einmal genickt oder ja gesagt hätte.

    Naja Renovierung und Kaution waren auch ein Thema usw. ich fragte auch, ob denn schon verkauft wäre, ich habe dann ein "Fast" entnommen und dass das Gebäude in dem ich lebe leider nur gewerblich zugelassen und genutzt werden kann.

    Klar vielleicht bin ich ja bescheuert, ich bin 38 Jahre alt und wohne min. 17 Jahre zur Miete, bin min. 7 x umgezogen und habe alle Wohnungen anständig und ohne Beanstandungen verlassen bzw. übergeben, immer meine Miete pünklich gezahlt - klar ist das selbstverständlich, aber die verarschen mich doch, ich soll ausziehen und eigentlich liegt doch die Schuld bei der Vermieterin, dass ich überhaupt ausziehen muss, schließlich war ein Käufer da, der mit Mieter hätte kaufen wollen und wenn sich nicht herausgestellt hätte, dass man mich und meinen Sohn in ein Gewerbeobjekt gesetzt hat, dann wäre die Welt für mich noch ok.

    Der Mieterbund geht mir auch schon auf den Keks, mit seinem "Sie machen gar nichts, sie haben ja nicht einmal ne Wirksame Kündigung". 14 Monate gar nichts ist echt hart. Als ich das mit dem "Ich lebe illegal in einem Gewerbegebäude, das ist der letzte Stand" gesagt habe meinten die, dass evtl. gar nicht mehr Mietrecht sondern Strafrecht greift, aber erstmal brauche ich was Schriftliches.

    Was soll ich denn jetzt machen, ich mag Anwälte nicht (naja, ich kenne auch keine ;o) aber instinktiv weiss ich ganz genau, dass das wirklich nicht rechtens sein kann, was da mit mir probiert wird, das ist eigentlich seit 14 Monaten eindeutig, ich soll bis zu dem Tag Miete zahlen, an dem der neue Käufer im Grundbuch steht und dann soll ich bitteschön weg sein.

    Ich will am Montag aufs Landratsamt (dort hatte der Käufer, der mich als Mieter "mitkaufen" wollte festgestellt, dass er das Anwesen für sich gar nicht kaufen kann.) Vielleicht können die mir sagen, warum da wo ich wohne keiner wohnen darf, dann ruf ich beim Mieterbund an und frage was ich machen soll, hoffentlich sagen die mir dann nicht wieder, was ich ohne wirksame Kündigung überhaupt will und dass ich nichts machen soll. Das geht nervlich echt nicht mehr, ich bin jetzt echt froh, wenn ich meine Einbauten nicht wieder ausbauen muss, mir ist bald alles Wurscht, 1500 Euro Schulden vom letzten Umzug sind noch übrig, ist mir auch schon wurscht. Eigentlich will ich nur dieses bauernschlaue Gesocks hinter mir lassen, aber es fällt echt schwer, wenn man um mündliche Absprachen und Vereinbarungen weiß, dem "Gegner" einfach so die Flinte ins Korn zu schmeißen.

    Ich habe heute echt einen richtigen Tiefpunkt erreicht, ich bin immer noch der Meinung, dass ich im Recht bin ich traue denen auch zu meine Wohnung zu räumen, eigenhändig selbstverständlich, ob deren Kündigung rechtlich Bestand hat, interessiert die nicht die Bohne.

    Ich weiß echt nicht mehr weiter, soll ich einfach einen neuen Kredit aufnehmen und ausziehen, soll ich zum Anwalt gehen und weitere Kosten riskieren oder weiterhin, so wie es der Mieterbund empfiehlt gar nichts machen und mir die Nerven weiterhin blank reiben.

    Ich will nicht mehr Geld verlieren als nötig, aber körperlich unversehrt möchte ich eigentlich auch bleiben, was soll ich denn jetzt machen?
     
  2. AdMan

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  3. #2 Pryrates, 17.04.2008
    Pryrates

    Pryrates Neuer Benutzer

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    Also, erstmal bist du ja nicht Schuld, wenn dein Vermieter/deine Vermieterin mit dir einen Mietvertrag über eine Wohnung abschliesst, obwohl dies aufgrund der Art der Flächen (sind ja wohl Gewerbeflächen) nicht zulässig ist. Dir wird also keiner was anhängen können, nur deinem Vermieter/deiner Vermieterin.

    Als nächstes solltest du dir klar werden, ob du weiterhin in der Wohnung wohnen willst oder nicht.
    Wenn ja, dann mach weiter nichts und wohne einfach weiter drin. Mit den Besuchern, die eventuell die Wohnung erwerben wollen, musst du leider leben.
    Wenn nein, dann suche dir eine Wohnung und kündige die aktuelle Wohnung (normalerweise 3 Monate Kündigungsfrist, lieber nochmal im Mietvertrag reinschauen, was dazu drin steht).

    Natürlich solltest du bei letzterem darauf achten, dass du die neue und alte Wohnung maximal 1 Monat überschneidend anmietest (für geordneten Umzug, Renovierung alter Wohnung, Einrichtung neuer Wohnung, usw.)
     
  4. #3 Suzuki650, 17.04.2008
    Suzuki650

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    Mandi,

    sitz die Sache aus. Wenn die dich loswerden wollen müssen die klagen...und ich nehme mal sehr stark aus das sie dann auch verlieren, was für dich heißt sie müssen auch deine Anwaltskosten übernehmen. Also erst zum Anwalt wenn die einklagen...aber den Anwalt kannst du dir jetzt schonmal über die Anwaltskammer, speziell Mietrecht raussuchen.....
    Ist nicht gerade profimäßig was ich hier schreibe...aber ich denke menschlich tuts auch schon mal.

    Suzi
     
  5. #4 Eddy Edwards, 17.04.2008
    Eddy Edwards

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    Mache Dich bloß nicht verrückt! Dir kann man derzeit nichts anhaben!
    Was kann denn passieren?
    • Der Vermieter könnte Dich rausklagen, dass setzt aber eine rechtmäßige Kündigung voraus. Das kostet für den Vermieter auch erstmal Geld und ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Richter mit den Angaben die wir hier lesen konnten, gegen den Mieter sprechen wird.
    • Die von Dir befürchtete eigenmächtige Räumung der Wohnung? Das glaube ich nicht. Das wäre Hausfriedensbruch. Der Weg zur nächsten Polizeidienststelle wird bekannt sein.
    Eine rechtmäßige, ordentliche Kündigung kann nur Klarheit bringen. Aber womit will der Vermieter dies begründen? Also bitte Erstmal einen :glas Teeeeee trinken und bitte Ruhe bewahren!
     
  6. #5 Mandieimnetz, 17.04.2008
    Mandieimnetz

    Mandieimnetz Neuer Benutzer

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    Kann Euch 3 gar nicht sagen, wie sehr Ihr mich gerade aufgebaut habt :Blumen

    23.04.08
    Also gestern habe ich beim Mieterbund angerufen, mein Bearbeiter meinte mit dem Gewerbegebäude, das könnte eine Taktik gewesen sein um mich mürbe zu machen und wenn es tatsächlich so wäre, dann wäre da irgendwas mit Schadensersatz. Nach einem erneuten Angebot von mir über einen Auflösungsvertrag (nicht mal die Umzugskosten wären gedeckt gewesen) über den Makler bekam ich ein "nein" über den Makler zurückübermittelt und man machte mir mit dem Bauamt Angst, die Vermieterin würde keine Schuld treffen.

    Daraufhin habe ich heute in der Früh schlafende Hunde geweckt und das Bauamt angerufen mich als Mieter des besagten Objektes ausgewiesen und zumindest in Erfahrung gebracht, dass ich tatsächlich in einem reinen Gewerbeobjekt wohne, das würde wohl schon seit einigen Jahren falsch vermietet sein, aber man hätte es nicht gemerkt. Immerhin hat mich die Dame vom Bauamt beruhigt und gesagt, dass ich nicht damit rechnen muss, dass Polizei oder sonstwas meine Wohnung einfach räumen würde, man würde sich an den Vemieter halten, denn Unwissen würde vor Strafe nicht schützen und der Vermieter müsste dafür sorgen, dass ich ausziehe, sich dabei aber an geltendes Recht halten.

    Meine Vermieterin sitzt (gemeinsam mit ihrem seit neustem bevollmächtigten Schwiegersohn) die Sache aus und hofft scheinbar, dass ich mich geschlagen gebe und einfach ausziehe. Jezt hab ich mich Rechtsschutzversichert (viel zu spät ich weiß) und in ein Telefonat und eine Onlineanfrage bei einem Anwalt investiert, bringt mir aber irgendwie alles nichts weil durch den Verhandlungsunwillen des Vertragspartners eben nichts geht.

    Soll ich jetzt nochmal versuchen zu verhandeln oder einfach abwarten? Die Sache wird doch nicht besser durch abwarten nicht nur für mich doch auch für die Vermieterin.

    Der Makler bietet das Objekt nun auch nicht mehr als Wohnhaus mit Halle und zusätzlicher Wohnung an, sondern mit Wohnhaus mit Halle und Büroräumen.

    Meine Angebote habe ich auf Renovierung, Kaution, Miete und Nebenkostenabrechnung beschränkt weil ich mir 100% sicher bin, dass auf der Gegenseite kein Geld da ist, daher rechne ich auch auf der Gegenseite mit keiner Klage (dafür braucht man glaube ich erstmal Geld) sondern entweder mit Aussitzen oder Drohungen, weich kochen oder einer neuen Kündigung.

    Geht hier noch Eigenbedarf? Die Vermieterin müsste doch dann eine Firma gründen, denn als Wohnraum ist die Wohnung in der ich lebe ja nicht zugelassen.

    Wirtschaftlicher Vorteil? Würde ich als Nichtfachfrau sagen "Ja" weil die Vermieterin so unmöglich verkaufen kann. (Gewerbegebäude vermietet als Wohnraum) Allerdings hat die Vermieterin das selbst verschuldet, kein Mieter geht aus freien Stücken in ein illegales Mietverhältnis.

    Sorry, habe die Überschrift geändert damit, wenn es jemanden genauso ergehen sollte, er es auch finden kann. Ich habe keinen ähnlichen Fall über Google finden können, aber ich suche noch weiter, und werde auf jeden Fall hier rein schreiben wie die Sache ausgeht bzw. dann ausgegangen ist. Das fehlt mir hier irgendwie.
     
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