Mietvertrag Zusage per Mail?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Cent, 10.07.2016.

  1. Cent

    Cent Gast

    Hallo Leute,
    ich brauche Hilfe bei einem Problem. Ich habe wegen eines Praktikums 6 Monate in einer anderen Stadt zu leben. Habe dort einige Wohnungen gefunden und gleich mal eins besichtigt, welches mir sehr gut gefallen hat. Nun habe ich der Vermieterin, aus Angst keine Wohnung zu finden, gewissermaßen zugesagt. Das aber nur per Mail.
    Es ist nun so, dass mir eine andere Wohnung deutlich besser gefallen hat. Daher habe ich Ihr 6 Tage nach der Zusage per Mail Bescheid gegeben, dass ich doch nicht interessiert bin. Sie besteht aber darauf, dass wir einen Vertrag eingegangen sind. Der Mietvertrag wurde dabei nicht unterschrieben.
    Hier der Wortlaut im Original:
    "Hallo Frau ABC
    ich habe über Ihr Angebot nachgedacht und habe die Entscheidung getroffen bei Ihnen einzuziehen, falls das Zimmer noch frei ist. Könnten Sie mir über die Tage den Vertrag zuschicken? ich würde den Vertrag dann möglichst fristgerecht zurückschicken.

    Danke, dass Sie mich am Mittwoch so herzlich empfangen haben. Es hat einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen."

    Ich habe Ihr aber während der Wohnungssbesichtigung klargemacht, dass ich weitere Wohnungen besichtige und auch auf einen sofortigen Vertragsabschluss verzichtet, was Sie mir angeboten hat. Auch habe ich auf zwei Wochen Entscheidungszeitraum bestanden, welches Sie mir gewilligt hat.
    Was meint Ihr? Hat Sie das Recht auf Schadensersatz? Falls ja, wie kann ich dagegen ankämpfen? Finanziell wäre das ein Disaster für mich. Das Problem ist halt, dass ich vermutlich dieselbe Formulierung verwendet habe bei der anderen Wohnung.
    Würde mich auf jeden Rat freuen.

    P.S.: Es handelt sich beim ersten Angebot um eine WG. Ich kriege von Ihr nur ein Zimmer (falls das irgendeinen Unterschied macht).
     
  2. AdMan

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  3. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Du hast nach 6 Tagen der Vermieterin abgesagt, hättest aber zwei Wochen dazu Zeit gehabt. Für meine Begriffe hast Du Deine Verpflichtung korrekt erfüllt mit der Absage und bist weiter nichts schuldig. Meine Meinung.
     
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  4. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Die Email ist nicht handschriftlich unterschrieben und dann auch nicht gültig.

    Du hast abgesagt, hast keinen Vertrag unterschrieben. Du wirst doch im Nachhinein keinen Vertrag unterschreiben, wenn Du dort nicht wohnen möchtest.
     
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  5. Cent

    Cent Gast

    Ich danke Euch beiden für die sehr schnelle Antwort. Es freut mich, dass ich nicht der einzige bin, der der Meinung ist, dass sowas kein gültiger Vertragsabschluss ist. Ich hätte diese eine Email, die ich Ihr geschrieben habe, besser formulieren sollen. Für mich war es zu der Zeit aber nicht klar, dass man als Vertragsbestätigung interpretieren könnte. Ich wollte nur mein Interesse kundtun und den Mietvertrag entgegennehmen, um eine Entscheidung zu treffen. Anmerkung: In meinem ersten Beitrag sieht man die Email. Diese Email wurde verschickt, bevor sie mir den Vertrag per Email geschickt hat.

    Weitere Frage: Sie besteht auf ihr Recht mein Personalwesen zu kontaktieren und von dort aus (im Extremfall) die Miete zu bekommen. Darf Sie das? Und hätte das auf einen (Pflicht)-Praktikanten keine negativen Auswirkungen?

    Grüße und ich danke Euch allen für Eure Hilfe.
     
  6. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Wer ist Dein Personalwesen?
     
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  7. Cent

    Cent Gast

    Falls Du das Unternehmen meinst bei dem ich ein Pflichtpraktikum habe: Porsche.
    Oder hast Du was anderes gemeint? Ich weiß zugegebenermaßen nicht wie das mit dem Personalwesen überhaupt ablaufen soll...:smile041:
     
  8. #7 immobiliensammler, 10.07.2016
    immobiliensammler

    immobiliensammler Erfahrener Benutzer

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    Ich denke der Vermieter meint, dass die Firma die Mieter direkt überweisen soll, analog dem Jobcenter. Eigentlich absolut unüblich, würde ich auch nicht machen, wäre auch fraglich, ob die Firma das überhaupt macht (nicht bei allen Firmen erfolgt die Lohnüberweisung am 01. des Monats).

    Bei uns macht das m.W. nur Siemens, die suchen in Erlangen laufend Wohnungen für Mitarbeiter, dann bieten die das aber auch von sich aus an, wird dann natürlich gerne mitgenommen.
     
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  9. Cent

    Cent Neuer Benutzer

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    Ah, danke für die Erklärung. Also ich zweifle auch, dass Porsche das macht.
     
  10. #9 Cent, 10.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2016
    Cent

    Cent Neuer Benutzer

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    Hallo nochmals.
    Ich brauche Euren Rat!
    Die Vermieterin ist weiterhin der festen Überzeugung, dass wir einen gültigen Vertrag per Email abgeschlossen haben. Ich habe nun die Befürchtung, dass die Sache langsam eskaliert. Ich habe ihr angeboten einen Entschädigungsbetrag zu leisten, der die Hälfte der Monatsmiete deckt. Sie ist aber darauf nicht eingegangen.
    Was wenn sie mich anzeigt oder derartiges versucht? Hätte ich realistische Chancen da zu siegen? Immerhin lag mir der Vertrag nicht mal vor und der Mietbetrag ist um 50 € höher als vorerst angenommen (weicht sogar von der Anzeige aus dem Internet ab).
    Oder sollte ich sie sogar ignorieren? Wir kommunizieren lediglich per Email miteinander. Sie hat weder meine Wohnadresse noch meine Festnetznummer. Sie könnte höchstens das Unternehmen befragen oder mich im Internet suchen. Gerne würde ich das vermeiden, weil das schon sehr unhöflich ist.

    Irgendwelche Vorschläge? Braucht Ihr eventuell unseren Nachrichtenverlauf, um die Situation besser einschätzen zu können?

    Edit:
    Ich glaube die Sache ist tatsächlich eskaliert.
    Meine Mail an sie:
    "Hallo Frau ABC,
    ich habe noch keinen Vertrag mit Ihnen abgeschlossen. Ihren Mietvertrag habe ich noch, aber ich habe ihn noch nicht unterschrieben. Per Mail habe ich Ihnen nur mein Interesse mitgeteilt, aber ich habe nicht rechtskräftig Ihren Forderungen zugestimmt. Wieso sollte ich das auch, bevor ich den Mietvertrag überhaupt vor mir hatte? Auch habe ich Ihnen innerhalb der festlegten Frist von zwei Wochen abgesagt. Das war nicht mal sechs Tage, nachdem Sie mir den Vertrag geschickt haben. Ich kann Ihr Verlangen jetzt drei ganze Monatsmieten zu zahlen nicht nachkommen.
    Der Vertrag mit dem anderen Mieter hat dagegen definitiv Rechtsbestand. Mir sind hierbei die Hände gebunden.

    Freundliche Grüße"
    Und sie dann:
    "Sie haben. Lesen Sie. Ich gehe über Ihr Personalwesen. Solche Praktikanten nimmt Porsche nicht gerne!"

    Naja, ich habe versucht, dass es nicht dazu kommt. Weiß einer, was jetzt auf mich zukommt?
    Schöne Grüße
     
  11. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ehrlich sein und sagen man hat keinen Mietvertrag unterschrieben, sondern lediglich eine Absichtserklärung kund getan.

    Und ich würde nicht mehr antworten, jedesmal, wenn Du Kontra gibst, reitest Du Dich immer mehr rein.

    Was geht es Porsche an bei wen Du Dich einmietest? Könnte die nicht interessieren.

    Knicke jetzt bloß nicht ein.
     
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  12. #11 Pharao, 10.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 10.07.2016
    Pharao

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    Hi,

    es ist m.E. ein großer Unterschied, ob man wirklich einen Vertrag eingegangen ist oder eben nur vorhatte einen Vertrag einzugehen. Meiner laienhaften Meinung nach hattest du hier nur vor einen Vertrag einzugehen, u.a. wegen "falls das Zimmer noch frei ist". Und somit kannst du m.E. jederzeit von diesem Vorhaben auch ohne Konsequenten zurücktreten bzw. abstand nehmen, weil hier m.E. einfach kein Vertrag entstanden ist, sondern man nur vorhatte einen Vertrag einzugehen.

    Als zweiten Punkt könnte man hier auch Argumentieren, das wenn "der Mietbetrag ist um 50 € höher als vorerst angenommen", das sich hier ja die Vertragsbedingungen anscheinend geändert haben und man deswegen auch wieder Abstand von diesem Vertrag nimmt, da man dies ja erst hinterher erfahren hat und man damit eben nicht einverstanden ist. D.h. eine evtl. Zusage hätte sich hier ja auch nur auf die alten Vertragsbedingungen bezogen.

    Das der Vermieter hier (ggf. in seinem Empfinden) etwas angepisst ist, weil er evtl. fest damit gerechnet hat das du der neue Mieter wirst, das spielt hier keine Rolle.




     
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  13. Nanne

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    Das ist eine indirekte Drohung. Sei froh nicht ihr Mieter geworden zu sein.
     
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  14. Cent

    Cent Neuer Benutzer

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    Danke für den Tipp, Pitty. Sie hat mich wieder angeschrieben und mir vorgeschlagen, dass ich ihr stattdessen 300 € im Oktober zahlen kann (tatsächliche Miete wäre 370 €). Anscheinend besteht sie aber auch auf eine Kaution. Ich werde sie zuerst einmal, wie empfohlen, ignorieren.
    Ich nehme an, dass ich nicht auf ihr Angebot eingehen sollte. Also 300 € werde ich keinesfalls zahlen. Aber eine ausgleichende Zahlung schließe ich momentan nicht aus.
    Anmerkung: Eigentlich wollte ich im August einziehen, aber ich habe ihr klar gemacht, dass ich erst Oktober wieder genug Geld hätte, um irgendwelche Schadenszahlungen zu leisten.
    Auch danke schön an Dich, Pharao. Laienhafte Meinung hin oder her. Es ist einfach gut zu wissen, dass andere denselben Gedanken haben.
    Das sie wütend ist, kann ich ehrlich gesagt nachvollziehen. Sie hat meine Aussage so interpretiert, dass ich garantiert einziehe. Jetzt wo ich es doch abgesagt habe, wird sie möglicherweise etwas Probleme bei der Suche nach einem Mieter haben. Sie tut mir leid, aber zusätzliche Kosten kann ich nicht tragen.

    Übrigens: Hier die neue Nachricht von ihr:
    "
    Lieber Cent,
    Sie haben ein Problem und ich mag Sie. Zahlen Sie mir im Oktober 300 EUR Miete für den ersten Monat. Das ist fair und ich überbrücke. Einen Ausfall kann ich mir auch nicht leisten. Für Sie kann Porsche doch die Kaution hinterlegen, wenn er die Miete zahlt?? Sie haben kein Geld für Kaution. Dafür gibt es Wohngeld.

    Liebe Grüße"
    Ich befolge zunächst den Rat von Euch und ignoriere sie. Wie soll ich aber langfristig darauf reagieren?
    Danke Euch!
     
  15. Cent

    Cent Neuer Benutzer

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    Dasselbe kam mir auch in den Gedanken. Rückblickend hätte ich realisieren müssen, dass sie nicht die perfekte Vermieterin ist. Sie hat während der Besichtigung erwähnt, dass sie bei zwei Nachbarn wegen Streitigkeiten eine einstweilige Verfügung errungen hat. Auch hat sie ausdrücklich erwähnt, dass ich das gemeinschaftliche Telefon nicht für Mobilfunk nutzen darf. An sich ist das eigentlich was klares, aber sie wurde irgendwie wütend, was mir negativ in Erinnerung blieb.

    Ich war wohl verblendet von der Tatsache, dass ich verzweifelt auf Wohnungssuche war. ;)
     
  16. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Wenn Deine hier eingestellten Angaben stimmen bist Du der Vermieterin nichts schuldig. Du hast abgesagt, das war von Dir keine Pflicht sondern Anstand. Du hast aber auch das Recht als Student auf einen Beratungsschein, gibts beim AG. Mit diesem Schein kannst Du Dich bei einem Anwalt für gerademal €10,00 beraten lassen. Würde ich Dir empfehlen.

    Zu welchem Zweck eine Kaution wenn Du die Wohnung gar nicht willst? Diese Dame bräuchte auch dringend fachliche Beratung, denke ich.
     
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  17. Cent

    Cent Neuer Benutzer

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    Die Angaben sind aus meiner Perspektive, sodass sie mit Sicherheit nicht ganz objektiv sind. Aber immerhin sind die zitierten Angaben unverändert.
    Das mit dem Beratungsschein wusste ich gar nicht. Danke sehr! Ich werde es wohl in Anspruch nehmen müssen. 10 € sind da noch vertragbar.
    Das nehme ich auch an. :smile007:
     
  18. Andres

    Andres
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    Ein Vertragsschluss erfordert zwei übereinstimmende Willenserklärungen. Nach diesem Prinzip kann man jetzt versuchen, den Sachverhalt zu bewerten. Meine Meinung dazu:

    Das ist die ausdrückliche Erklärung, einen Vertrag erst noch in Schriftform schließen zu wollen. Aus dieser Erklärung ist für mich klar erkennbar, dass du davon ausgehst, dass ein Vertrag erst nach deiner Unterschrift unter die übersandten Unterlagen geschlossen wird. Folglich ist das mit deiner E-Mail noch nicht passiert. Also deinerseits keine Willenserklärung, mit der E-Mail einen Mietvertrag zu schließen.


    Beides gut aufbewahren - das kann noch wichtig werden. Das ist nämlich der Tod des zweiten Kriteriums: Selbst wenn man davon ausgehen würde, dass deine E-Mail einen Vertragsschluss zum Ziel gehabt hätte, wären die Willenserklärungen nicht übereinstimmend gewesen. Die Vermieterin wollte andere Konditionen als du.


    Ich würde der Vermieterin noch genau eine E-Mail schreiben und ihr mitteilen, dass man keinerlei Zahlungen leisten wird. Die nächste Reaktion wäre dann erst erforderlich, wenn ein gerichtlicher Mahnbescheid oder eine Klageschrift zugestellt werden. Insbesondere würde ich es vermeiden, der Vermieterin in irgendeiner Form zu signalisieren, dass man zu einer "Vergleichszahlung" bereit wäre. Das weckt nur - in meinen Augen völlig unberechtigte - Erwartungen.


    Wir leben in einem freien Land. Sie kann reden, mit wem sie will. Du musst ihr bei diesem schwachsinnigen Unterfangen aber nicht auch noch helfen. Im Moment sehe ich auch keinen Grund, darauf großartig zu reagieren.

    Ich habe hier gerade kurz an Nötigung gedacht, aber selbst wenn man das bejahen würde (was ich für den Moment tue), würde ich meine Zeit damit nicht verschwenden. Insbesondere ist das in meinen Augen kein Fall, den man vorsorglich mit dem Betreuer und/oder Vorgesetzten zu besprechen braucht. Sollte das Thema im Betrieb überhaupt jemals aufkommen, kannst du sagen, wie es ist. Nur von so Geschichten wie Gehaltspfändungen oder laufenden Strafverfahren möchte man den Arbeitgeber lieber selbst in Kenntnis setzen.
     
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  19. #18 Pharao, 11.07.2016
    Zuletzt bearbeitet: 11.07.2016
    Pharao

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    Hi,

    also ich sage anderen interessierten & in frage kommenden Mietinteressenten erst ab, wenn ein Vertrag mit irgendjemanden unterschrieben ist und keine Minute vorher. Wenn dieser Vermieter das eben anders gehandhabt hat, dann ist das m.E. einfach sein Problem. Also bei mir wäre es nicht das erste mal, das an dem Tag wo man den Vertrag unterzeichnen wollte, entweder der Mietinteressent oder ich mich unerwartet in letzter Sekunde anders entschieden hab und es deswegen dann eben zu keinen Vertragsabschluss kam (kommt zwar eher selten vor, aber passiert schon mal).

    Doof nur, das es Wohngeld erst gibt, wenn man u.a. einen Mietvertrag vorlegen kann und da ist die Bearbeitungszeit von diesem Amt noch garnicht mit eingerechnet. Mal ganz abgesehen davon, das Wohngeld nur ein Zuschuss ist, wenn es knapp nicht reicht. Ob dir überhaupt Wohngeld zustehen würde, ist m.E. außerdem auch fraglich.

    Langfristig würde ich diesen Vermieter hier auch weiterhin einfach ignorieren. Du hast deinen Standpunkt klar & deutlich dargestellt und das ist m.E. mehr als ausreichend.

    Wenn der Vermieter was von dir haben will, dann wird er das wohl oder übel einklagen müssen, falls er tatsächlich der Meinung ist hier Chancen zu haben. D.h. erst wenn dir ein gerichtlicher Mahnbescheid zugestellt werden sollte, erst dann musst (bzw. solltest) du darauf reagieren. Dann hast du aber immer noch Zeit, dich ggf. auch anwaltlich dazu Beraten zu lassen.


     
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  20. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Wenn Du ihr auch nur ein Zugeständniss machst, ist das immer Negativ für Dich. Wenn Du bei Ihr nicht kontern kannst, dann breche den Kontakt ab. Das kann Dir wenigstens nicht negativ ausgelegt werden.
     
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  21. #20 MacSassi, 11.07.2016
    MacSassi

    MacSassi Benutzer

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    Letztlich geht es ja nicht um denselben Gedanken, sondern wie die Rechtslage ist. Von einem Vermieter, der das öfter macht (insbesondere bei so Kurzzeitmietverhältnissen wie hier), kann man schon erwarten, dass er sich mit der Rechtslage besser auskennt und auch weiss, wann ein Vertrag geschlossen wurde und wann eben noch nicht. (Vielleicht weiss sie es ja auch ganz genau und hofft auf deine Unwissenheit)
    Für Leid tun gibt es meiner Meinung nach keinen Grund, das ist einfach normales Vermieterrisiko. Und das hat auch gar nichts damit zu tun, ob du die zusätzlichen Kosten tragen könntest oder nicht, Forderungen sind hier einfach unberechtigt.
     
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