Miteigentümer stellt Hundezwinger auf Gemeinschaftseigentum

Dieses Thema im Forum "WEG - Ankündigungen!" wurde erstellt von Kurvenjäger, 22.07.2012.

  1. #1 Kurvenjäger, 22.07.2012
    Zuletzt bearbeitet: 22.07.2012
    Kurvenjäger

    Kurvenjäger Neuer Benutzer

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    Hallo ich bin Eigentümer einer Wohnung in einen 6 Familienhaus.
    Wie die letzte Eigentümerversammlung Febr. 2012 stattfand mußte ich feststellen das auf dem Gemeinschaftseigentum ein Hundezwinger ca. 5,5mx3,5m stand. In ihm waren zwei große Hunde, Labrador und Redriever. Als ich diese Thema unter Punkt Verschiedenes ansprach und entschieden dagegen protestierte, wurde der Besitzer einsichtig und meinte den Zwinger auf das Sondereigentum Garten der Erdgeschosswohnung umzustellen. Die Hausverwaltung protokolierte dieses auch. Bis heute ist noch nichts passiert. Mein jetziger Mieter beschwerte sich schonmal bei mir das die Hunde unter seinen Schlafzimmerfenster bellen, und er den PKW Stellplatz nicht optimal nutzen kann wie vorher. Zz. bin ich bei einer Neuvermietung. Ein Mieter hatte ich schon fest mit Mietvertrag, der aber dann vom Vertrag zurücktreten wollte als er im nachhinein den Zwinger endeckte. Seine Frau hat panische Angst vor Hunden.
    Daraufhin habe ich die Hausverwaltung aufgefordert das der Zwinger schnellstens dort verschwindet. Es wurde ein Brief an die Eigentümer geschrieben mit 14 Tage Fristsetzung. Ich befürchte aber das der Zwinger auch danach noch stehen wird. Wie sollte man weiter vorgehen??? Habe schon die Lust an diesem Objekt verloren da es zwei Eigentümer im Hause gibt die sich breit machen und nicht an die WEG Bestimmungen halten. Nächstes Jahr habe ich die WHG 10 Jahre und plane sie zu verkaufen. Wenn der Zwinger bis dahin immer noch dort steht könnte das den Kaufpreis mindern.
     
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  3. #2 Martens, 23.07.2012
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    Der WEG-Verwalter hat sich darum zu kümmern, wie die Gemeinschaftsflächen genutzt werden.

    Sofern ein Eigentümer das Gemeinschaftseigentum in unzulässiger Weise nutzt, kann ihm dies untersagt werden. Setzt er sein Verhalten fort, gibt es wenig Einflußmöglichkeiten, außer einer Klage.

    Ein vorsichtiger Verwalter wird aber nicht ohne Beschluß klagen, so daß die Angelegenheit dauern kann.

    Christian Martens
     
  4. #3 Kurvenjäger, 23.07.2012
    Kurvenjäger

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    Ein vorsichtiger Verwalter wird aber nicht ohne Beschluß klagen, so daß die Angelegenheit dauern kann.

    Was soll das den heißen? Muß erst ein Beschluß her damit feststeht das es rechtswidrig ist? In der Teilungserklärung steht doch wer was für Sondernutzungsrechte hat. Und da kann man sich nicht einfach breit machen und Gemeinschaftseigentum besetzen.
     
  5. #4 Christian, 23.07.2012
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    Wenn wer was dagegen sagen könnte, so ist es die Gemeinschaft.
    Will die Gemeinschaft gegen den Hundezwinger vorgehen? Ist der Gemeinschaft ein nicht auf ihrem Grundstück stehender hundezwinger das (Kosten-)Risiko wert?

    Klar, dir ist es das wert, aber du bist nur ein (kleiner) Teil der Gemeinschaft.
     
  6. #5 Martens, 23.07.2012
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    Wie Christian schon schrieb, muß die Gemeinschaft entscheiden, was geschehen soll. Das tut sie üblicherweise durch Beschlüsse, die der Verwalter dann umsetzt.

    Christian Martens
     
  7. Berny

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    Sollte nicht, aber könnte...: Zwingertür öffnen.:rauch007:
     
  8. #7 Papabär, 02.08.2012
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    Soweit ich das noch in Erinnerung habe, kann der einzelne (geschädigte) Miteigentümer ebenfalls eine Klage erheben, in welche die anderen Eigentümer dann nach eigenem Ermessen beitreten können.

    Das Kostenrisiko liegt dann eben zunächst nur bei demjenigen, der die Klage anstrebt ... und falls sich das Verfahren nicht ganz so in seinem Interesse entwickeln, wird ihm das tiefempfundene Mitleid der anderen Miteigentümer sicherlich zuteil werden.

    Warum soll denn ausgerechnet der WEG-Verwalter dieses Kostenrisiko eingehen. Damit die Eigentümer ihm (z.B. bei einem Vergleich) hinterher die lange Nase zeigen und sich freuen, daß ein Dummer die anteiligen Kosten trägt?
     
  9. #8 Tobias F, 02.08.2012
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    Der Verwalter als Nichtmitglied der WEG kann überhaupt nicht aus eigenem Antrieb klagen, denn seine Rechte werden ja nicht verletzt.
    Klagen könnte er nur wenn die WEG in per Beschluss damit beauftragt. Wobei es hier sinnvoller und preiswerter wäre wenn die entsprechenden Eigentümer sich direkt an einen Anwalt wenden. Denn der Verwalter würde letztlich auch nur einen Anwalt einschalten, sich diese ganze Arbeit jedoch separat vergüten lassen.
     
  10. #9 Papabär, 02.08.2012
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    Stimmt! Daran hab´ ich jetzt garnicht gedacht.


    Echt? Also ich verwalte ja selber nur Sondereigentum ... aber bei meinen Kollegen aus dem WEG-Sektor gehören solche klagebegleitenden Arbeiten (nach Beschluss) zur allgemeinen Interessenvertretung und werden nicht extra vergütet. Lediglich für ggf. erforderliche außerordentliche Versamlungen gibt´s ´ne Vergütung.
     
  11. #10 frenchberlin2, 19.09.2012
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    Auf jeden fall sind klagen zur unterlassung von hundehaltung vollkommen üblich und werden auch erstritten.
    Details zu allen Bundesländern inklusive Urteilen: Hundegesetze
     
  12. #11 AREAL SERVICE GmbH, 18.12.2012
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    Hunde in Wohnanlage

    Zunächst ist die Teilungserklärung zu sichten. Wenn dort nichts über Hundehaltung geregelt ist, dann kann ein Hundeverbot per Beschlussantrag nur mit Stimmenmehrheit durchgesetzt werden. Der Mieter sollte Lärmprotokoll über das Bellen führen und bei Belästigungen das Ordnungsamt einschalten ... solange bis die Abschaffung von Amts wegen angeordnet wird. Der Halter hat zudem die Möglichkeit die Hunde so zu erziehen, dass sie nicht dauernd bellen sondern max. kurz anschlagen (z. B. bei Besuch). Bellhunde gibt es nicht solange die Halter etwas von Hunden und dessen Erziehung verstehen. Ein Bellhund macht krank und wird in meiner Nachbarschaft niemals ein ernstes Problem, denn gegen derlei egoistische und dumme Halter wird sofort reagiert.

    Auf Gemeinschaftseigentum ist ein Zwinger schon garnicht zu errichten (bauliche Anlage). Wenn sich ein Eigentümer ohne Absprache gleich zwei Hunde zulegt und sich nicht in die Gemeinschaft einordnen kann, gibt es weitere Möglichkeiten.
     
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