Modernisierung der Heizung in Etappen macht es Sinn?

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von Pitty, 30.03.2016.

  1. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Ich habe eine Frage. In unserem 3 Familienhaus wollen wir eine zentrale Heizungsstation mit zentraler Warmwasserzufuhr einbauen, mit Solaranlage. Ist ja Brennwert. Die erste Wohnung wollen wir sofort anschließen. Die ist im Moment noch im Umbau. Die anderen erst nach und nach, da wir die Bäder der Mieter sonst zerstören müssten um die Rohre zu verlegen.

    Wenn jetzt ein Mieter sagt er möchte in einem Jahr angeschlossen werden. Kann man die Heizung dann auch noch mit 1/11 auf die Mieter umlegen oder müsste man dann dieses eine Jahr abziehen?

    Macht es überhaupt Sinn diese anderen beiden Wohnungen später anzuschließen? Wie würdet Ihr mit den Mietern umgehen? In erster Linie möchte ich die Mieten erst einmal hoch bekommen. Wenn ich jetzt noch die Heizung oben drauf bringe, könnte es den Mietern zu teuer werden. Ich würde sie dann anschließen, wenn eine Therme ausfallen würde. Dann hätten sie die 6 Monate noch die günstige Miete und danach würde ich es als Modernisierung laufen lassen.

    Wie muss die Rechnung später aussehen? Reicht es wenn ich schreibe 20m Heizungsanlage erneuert oder muss ist das je Wohnung extra aufteilen? Das demontieren der alten Heizung kann ich nicht abrechnen ist das richtig?
     
  2. AdMan

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  3. #2 anitari, 30.03.2016
    anitari

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    Welche Rechnung?
     
  4. Duncan

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    Nein, die Heizungsanlage läuft extrem ineffizient, wenn maximal ein Drittel der konzeptionierten Leistung abgerufen werden, so ineffizient, dass der Schorni dir da Sorgen bereiten kann. Du hast ein stetiges Abrechnungsproblem, da sich die Abrechnungskenngrößen mehrfach ändern. Du hast beständige Bauarbeiten im Haus die jedes mal eine Mietminderung rechtfertigen, der ständige Bauzustand führt zu Unmut bei den Mietern, die Kosten für dich steigen, die Neuanlage wird von Anfang an Flickwerk. Mehrfache Befüllungen (=Heizunterbrechungen, Kosten), jedes mal neu einstellen, Werteerfassung anpassen, Abrechnung anpassen, ...
    geschäftsmäßig, freundlich.
    Wie wäre es mit gleich einer Modernisierungserhöhung und dann erst die dann zum Mietspiegel führende? Die Einzelfallrechnung zeigt welche Reihenfolge zu einer höheren Endmiete führen kann, kommt auf den Ausgangsmietzins im Verhältnis zum Mietspiegel an. Du musst nicht die maximal möglichen Erhöhungen vornehmen, insbesondere nicht wenn du bestimmte gute Mieter halten willst. Es kann sich aber auch durchaus als vorteilhaft erweisen, wenn bestimmte Mieter sich eine andere Bleibe suchen.
    Je nach Zustand der Bäder ist eine Teilerneuerung vielleicht gar nicht so verkehrt, es lässt sich auch oft recht schonend mit der Substanz umgehen. Hier kommt es etwas auf die Gegebenheiten vor Ort an, aber das wäre meine geringste Sorge.
     
  5. #4 Pharao, 30.03.2016
    Zuletzt bearbeitet: 30.03.2016
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    wenn du was auf ausdrücklichen Wunsch des Mieters machst, dann bist du ziemlich frei mit dem "Abrechnen", denn dann kannst du die Mieterhöhung auch vorab über eine Individualvereinbarung lösen und musst dich nicht an`s Gesetz halten a´la Modernisierung. Das setzt allerdings voraus, das der Mieter da mit macht bzw. das Unterschreibt! Wenn dem Mieter das wirklich sehr wichtig ist und man mit der Erhöhung nicht übertreibt, dann ist das durchaus eine gute Alternative.

    Ansonsten wäre hier natürlich auch zu überlegen, weil`s eine Kostenfrage ist, ob man alles auf einmal sich leisten kann/will. Denn immerhin schreibst du ja, das man im jeweiligen Bad einige Umbaumaßnahmen dann noch machen müsste, was ggf. sehr schnell dann auch teurer kommen kann, wenn du das halbe oder ganze Bad deswegen mit erneuern musst. Nur diese Erneuerung wirst du m.E. nicht auf den Mieter a`la Modernisierung umlegen können.

    Das einzige wozu ich nichts sagen kann, was aber mir doch auch sehr wichtig erscheind beim Beurteilen was hier nun Sinnvoll ist, ist Zitat Duncan "die Heizungsanlage läuft extrem ineffizient, wenn maximal ein Drittel der konzeptionierten Leistung abgerufen werden, so ineffizient, dass der Schorni dir da Sorgen bereiten kann".

    Hier wäre die Frage was dir wichtiger ist, also die aktuellen Mieter lieber behalten oder die langfristige höhere Miete? Ich mein, wenn deine Mieter sich das nicht leisten können, dann wäre hier ja schon die Frage, was musst du ggf. bei einer Neuvermietung an der Wohnung noch machen und wie sieht der Markt vor Ort aus für den neuen angepeilten Wunschmietpreis?

    Also hier sehe ich jetzt nicht so die großen Probleme, also Abrechnungsmäßig, wenn andere Wohnung ggf. nach und nach angeschlossen werden an`s neue Heizsystem.

    Das einzige was man hier bedenken sollte wäre, das es ggf. "ewig" dauern könnte bis man dann alle Wohnungen endlich angeschlossen hat. Ich mein, eine Therme fällt im günstigsten oder schlimmsten Fall (je nach dem wie man das sehen will) erstmal nicht so schnell aus, genauso wenig wie ggf. der Mieter nicht so schnell freiwillig auszieht, also gerade wenn die Mieten sehr günstig sind. Deswegen würde ich hier auf den ersten Blick schon versuchen alles auf einmal zu machen (also alle Wohnunen auf einmal an`s neue Heizsystem anzuschliessen und in Hinblick das dir die Mieterhöhung schon wichtig erscheind), wobei ich mit dem Bad renovieren etwas langsamer wäre (soweit dies möglich ist) bzw. das Bad ggf. vollständig renovieren erst einplanen würde, wenn die Mieter ausgezogen sind oder alternativ "freiwillig" einer weiteren Mieterhöhung zustimmen.


     
  6. Pitty

    Pitty Erfahrener Benutzer

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    Wir haben mit einer Mietpartei gesprochen. Die scheinen Interesse an der neuen Heizung zu haben.

    Ich werde es wohl so handhaben, dass ich ein Modernisierungsschreiben raus schicke und den Mieter entscheiden lasse.
    Ich werde ein Schreiben beilegen, dass er mir notfalls bestätigt, dass er dieses ausdrücklich nicht wünscht.
    So müsste ich das wohl auch später noch umlegen können habe ich das richtig verstanden?

    Wenn ich jetzt noch Solarenergie mit einbringe, kann man diese Wärme per Wärmemengenzähler auf die Mieter zum geringeren Teil umlegen?

    Im April setzen wir jetzt Gartenwasserhähne in den Garten. Man glaubt es kaum, eine Mietpartei hat immer einen Gartenschlauch durch das Fenster im 1. Stock in den Garten hängen lassen und so den Garten gewässert. Sie freuen sich über den neuen Hahn im Garten. Der andere Mieter hat ja sich einen Brunnen in das Erdreich rein geschlagen. Der wird den Anschluss wohl nicht nutzen.
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Meinst Du die Wärme oder die Kosten der Wärmegewinnung?
     
  8. Pitty

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    Die Kosten Sten der Wärmegewinnung kann ich ja über die Modernisierung umlegen. Ich dachte die Wärme über die Sonne. Man kann ja die runterkommende Wärme per Wärmemengenzähler errechnen und prozentual auf den Mieter mit 50 Prozent Nachlass zum Gas durchreichen. So dachte ich es mir. Geht das überhaupt oder kann man die so gewonnene Energie nicht u legen?
     
  9. #8 Newbie15, 03.04.2016
    Newbie15

    Newbie15 Erfahrener Benutzer

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    Wenn die Sonne dir eine Rechnung schickt, dann ja. Ansonsten nein. Dann kannst du nur die Kosten für die Installation als Modernisierung umlegen, laufende Unterhaltskosten über die Betriebskosten umlegen und deine Mieter können die kostenlose Sonnenenergie nutzen. Genau darum geht es ja bei Solaranlagen und bei Modernisierungen, dass die Kosten dafür an anderer Stelle eingespart werden.
     
  10. Andres

    Andres
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    Muss man doch gar nicht. Die Energie, die über das Solargedöns eingespeist wird, führt zu einem geringeren Verbrauch beim Gas bei geringen Zusatzkosten, hauptsächlich für die Umwälzpumpe. Der Brennstoff kostet nach wie vor gleich viel, aber man braucht weniger davon - auf diesem Weg sparen die Mieter.
     
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