Monatliche Umsatzsteuervoranmeldung - wie mit Nebenkosten umgehen?

Diskutiere Monatliche Umsatzsteuervoranmeldung - wie mit Nebenkosten umgehen? im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo Liebe Experten, ich habe eine Gewerbeimmobilie gekauft die als Restaurant an eine GmbH vermietet ist. Wir haben auf USt./Mwst. optiert....

  1. #1 TinaSabrina, 07.06.2016
    TinaSabrina

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    Hallo Liebe Experten,

    ich habe eine Gewerbeimmobilie gekauft die als Restaurant an eine GmbH vermietet ist. Wir haben auf USt./Mwst. optiert.

    Ich mache die monatliche USt.-voranmeldung selber, habe aber eine Unklarheit bzgl. der Nebenkosten die ich bezahle. Im Wirtschaftsplan den ich erhalten habe und der sich aus verschiedensten Komponenten zusammen setzt, ist keine USt. ersichtlich. Wie wird das nun gehandhabt?

    Anhand eines Beispiels:
    Netto Miete monatlich: Euro 800
    + Nebenkostenvorauszahlung: Euro 200
    Warm Miete = Euro 1,000
    = USt. 19% = Euro 1,190

    Diese 190 Euro muss ich nun per USt.-Voranmeldung wieder an das Finanzamt abfuehren. Ist aber nicht in den Euro 200 Nebenkostenvorauszahlung bereits USt. enthalten, die ich gegenrechnen koennte? Oder muss ich immer auf die Nebenkostenabrechnung durch die Hausverwaltung abwarten, in der dann die tatsaechlich angefallene USt. ausgewiesen ist und dann in einem Schlag gegenrechnen.

    Z.B. 12x im Jahr Euro 190 abfuehren und dann, wenn ich die NK-Abrechnung bekomme auf der zB tatsaechlich angefallene Euro 450 Mwst. fuer das Gesamtjahr ausgewiesen sind, quasi Euro 190 - 450 = USt. Guthaben von Euro 260 gegenueber dem Finanzamt ausweisen?

    Danke Liebe Experten! Lasst mich bitte wissen, falls unklar ist was ich meine.
     
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  3. Andres

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    Ja.


    Kommt darauf an, ob die Gemeinschaft die USt. ausweist. Das darf sie nur, wenn sie selbt optiert, mindestens für die fraglichen Umsätze. Passiert das überhaupt?


    Der Ausweis kommt eher auf die Abrechnung als auf den Wirtschaftsplan. Abwarten solltest du aber trotzdem nicht, sondern so schnell wie möglich klären, ob dieser Ausweis auch erfolgen wird, d.h. ob die (zumindest teilweise) Option beschlossen ist. Lies dich mal hier unter Nr. 3 ein.


    Ja. Nur hast du die USt. falsch berechnet. Es werden nicht 19 % auf die bestehende Vorauszahlung aufgeschlagen. Stattdessen ist die Hoffnung, dass in den 200 € schon die 19 % USt. enthalten sind, was die abziehbare Vorsteuer auf rund 380 € pro Jahr reduziert. Wenn du den Link gelesen hast, könntest du dich fragen, ob sich der Aufwand bei der Hausverwaltung, bei dir und bei deinem Mieter überhaupt lohnt.
     
    Syker gefällt das.
  4. #3 TinaSabrina, 07.06.2016
    TinaSabrina

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    Danke fuer die ausfuehrliche Antwort, dass ist sehr hilfreich.

    In der Nebenkostenabrechnung für das letzte Jahr wird die USt. durch die HV ausgewiesen, nicht aber im Wirtschaftsplan für die aktuelle und kommende Periode. Da die NK sowohl Positionen mit 19% als auch mit mit abweichender bzw. ohne USt. enthalten, kann ich nach meinem Erachten nicht einfach 19% auf die €200 annehmen und diese jeden Monat gegenrechnen, oder?

    Verstehe ich korrekt, dass ich somit 12 Monate lang die €190 abführen werde und dann 1x im Jahr, wenn ich die NK-Abrechnung samt ausgewiesener USt. erhalte, auf einen Schlag die in den NK enthaltene USt. für das Vorjahr gegenrechnen werden? (ich erhalte im August 2016 die NK-Abrechnung für 2015 - wenn nun dort eine Nachzahlung ausgewiesen wird und eine im Gesamtjahr 2015 enthaltene USt. von Euro 450 - kann ich die dann im August als Guthaben ausweisen?
     
  5. Andres

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    Du brauchst einen Ausweis der USt., vorher ist der Abzug nicht zulässig.


    Ja.
     
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