Motivation zur längeren Mietdauer

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Ayox, 23.09.2013.

  1. #1 Ayox, 23.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 23.09.2013
    Ayox

    Ayox Neuer Benutzer

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    Hey leute,

    möchte euch mal fragen, was ihr so machst um eine längere Mietdauer vom Mieter zu erzielen bzw. wie Ihr den Mieter dazu motiviert. (vertraglich)
    Mir fällt derzeit nur eine Mietminderung nach 2 Jahren Mietdauer ein.

    Danke im Voraus.

    Gruß,
    Ayox
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Vertraglich: Nichts. Mir fällt da auch keine sinnvolle Maßnahme ein.

    Außerhalb der Vertragsgestaltung gibt es da schon ein paar Dinge, hauptsächlich läuft das auf "anständige Arbeit" in der Verwaltung hinaus. Wenn der Mieter merkt, dass das Objekt gut geführt wird, wird er nicht ohne Not wegziehen.

    Auch bei der Vergabe der Wohnung kann man darauf schon etwas achten. Dass sich die Lebensplanung mitunter recht kurzfristig sehr stark ändern kann, ist letztendlich nicht zu vermeiden.


    Preisfrage: Warum mag ich als Vermieter lange Mietdauern? Anders gefragt: Warum mag ich Mieterwechsel (meistens) nicht?
     
  4. #3 GJH27, 24.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 24.09.2013
    GJH27

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    Sorry, aber das ist grandioser Unfug! Wie allgemein bekannt sein dürfte, wird durch die ständige Inflation das Geld eh immer weniger wert (alles wird teurer, zB Betriebskosten) - deswegen muss der Vermieter sich ja auch von Zeit zu Zeit mit Mieterhöhungen rumplagen...

    Wenn also eine Wohnung für zB 400 monatlich vermietet wird, diese 400 aber zwei Jahre später nur noch ne Kaufkraft von 390 haben und der Vermieter gleichzeitig die Miete senkt lässt das für den Mieter nur einen Schluss zu: die Miete war ursprünglich zu hoch, da der Vermieter es sich trotz Kaufkraftverlust leisten kann, die Miete zu senken.

    Also freut sich der Mieter nicht über die künftig niedrigere Miete, sondern ärgert sich über die bisher zu hohe Miete - dadurch hat man das genaue Gegenteil von dem erreicht, was man eigentlich wollte!

    Und wenn der Mieter dann grad schon am sich ärgern ist, könnt er noch auf die Idee kommen, einen Teil der Kaution zurückverlangen zu wollen. Auch wenn er damit nicht durchkommt, so musste doch wenigstens der Vermieter sich mit diesem Ansinnen rumärgern.
     
  5. kathi

    kathi Gesperrt

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    Das geht am besten, wenn man sich Mieter sucht, die wirklich zur Wohnung passen, was zugegeben nicht immer leicht ist. Man muss dann teilweise zähneknirschend auch mal Mietern absagen, die man gerne hätte, weil sie soz. überqualifiziert sind für eine Wohnung.
     
  6. Pharao

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    Hi,

    was bedeutet bei dir "lang", was für Mieterguppen willst du damit ansprechen und auch in welcher Preislage willst du überhaupt vermieten :?

    Letztlich steckst du aber nicht im Mieter "drinnen", sodass es immer passieren kann, das ein Mieter unerwartet auszieht oder ausziehen muss.
     
  7. GJH27

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    Nachfrage aus Neugierde: was meinst Du mit überqualifiziert? Zu hohes Einkommen im Vergleich zur Miete? Zu gutes Benehmen im Vergleich zu den anderen Mietern?
     
  8. kathi

    kathi Gesperrt

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    Zu hohes Einkommen im Vergleich zur Miete oder im Vergleich zur Wohnfläche. Wenn derjenige dann noch neu in der Stadt ist, dann ist die Wohnung nichts anderes als ein Sprungbrett. Sobald der sich im neuen Job zurechtgefunden und in der neuen Stadt orientiert hat, ist so ein Mieter weg.
     
  9. GJH27

    GJH27 Erfahrener Benutzer

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    @kathi: danke für die Erläuterung! Klingt durchaus einleuchtend.

    (Um nicht auch wegen Kontrollverlust gesperrt zu werden und weil das auch keine überraschende Erkenntnis ist, verkneif ich mir jetzt mal die Anmerkung, dass es einerseits gelegentlich auch Leute gibt, die ihr Geld lieber für nen tollen Urlaub ausgeben, bzw dass man andererseits zu schnelle Kündigungen durch nen Kündigungsausschluss verhindern könnt, was dann ggf aber auch zu Stress führen kann)
     
  10. kathi

    kathi Gesperrt

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    Mal abgesehen davon, dass du dir die Anmerkung dann eben doch nicht verkniffen hast, ist das natürlich richtig, zumindest dann, wenn die Diskrepanz zwischen Einkommen und Miete nicht allzu hoch ist. Wer aber ein Nettoeinkommen von 3500€ hat und eine Wohnung für 400€ kalt anmietet, wird sich auch bei einer Kaltmiete von 800€ noch was leisten können.
     
  11. GJH27

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    Mist, war das doch zu auffällig? :112:

    Volle Zustimmung! Außerdem kommt, ganz nebenbei, der Vermieter so dem Grundsatz "Eigentum verpflichtet" nach, indem die günstige Wohnung nicht "falsch" vergeben wird. Und für mich reicht das jetzt an dieser Stelle zu diesem off-topic-Thema... :15:
     
  12. kathi

    kathi Gesperrt

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    Wieso OT? Es geht doch genau um dieses Thema.
     
  13. GJH27

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    Naja, so wie sich das verstanden hab, geht's dem TE eigentlich doch um die Frage, wie man Mieter langfristig in der Wohnung halten kann. Deswegen wollt ich vorsichtshalber (siehe MDF-Kartoffeln) ne evtl zu ausführliche Abschweifung rechtzeitig einbremsen...
     
  14. #13 immodream, 24.09.2013
    immodream

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    Hallo,
    bei jeder Kündigung eines guten Mieters mache ich mir auch oft Gedanken, was ich wohl falsch gemach haben könnte.
    In diesem Jahr haben z. B. wieder zwei Mieter gekündigt, die Eigentum gekauft haben,
    mehrer Mieter haben gekündigt, weil sie einen neuen Partner gefunden haben oder Nachwuchs erwarten und langfristig eine 3 1/2 anstatt 2 1/2 Zimmer gesucht haben.
    Zahlreiche Mieter sind aus beruflichen Gründen weiter weggezogen, und bei zwei Mietern haben Verwandte Mehrfamilienhäuser gekauft und sehr preiswert den Verwandten eine Wohnung überlassen.
    Was soll ich dagegen als Vermieter machen?
    Ich konnte auch den beiden Mietern , die bei Verwandten eine preiswertere Wohnung bekommen haben nicht die Miete senken, da sonst die anderen Mietern in gleichen Wohnungen sicherlich auch eine Mietsenkung gewünscht hätten oder mit Auszug gedroht hätten.
    Man kann auch bei guter Menschenkenntnis nicht verhindern, das der Mieter wieder nach 1-2 Jahren auszieht.
    Grüße
    Peter
     
  15. kathi

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    Natürlich kann man das nicht, aber die Auswahl der Mieter auch auf "Passung" und nicht nur Zahlungsfähigkeit ist die beste Voraussetzung für langfristige Mietverhältnisse.
    Wenn Mieter sich wohl fühlen, der Vermieter sich schnell um Probleme kümmert, die Immobilie sichtbar instand hält, bei Mieterhöhungen human ist etc., dann bleiben Mieter durchschnittlich länger.
    Trotzdem wird z.B. die 25m² Wohnung für die allermeisten Leute nur eine Zwischenlösung sein.
     
  16. Andres

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    Aus exakt den von Peter genannten Gründen halte ich auch nichts von langen (> 12 Monate) Kündigungsausschlüssen. Solche Veränderungen können sich immer ergeben und den Mieter dann nicht gehen zu lassen, führt nur zu Ärger.
     
  17. #16 Pharao, 24.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 24.09.2013
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    Auch wenn ich jetzt darauf nicht weiter eingehen will, aber im anderen Thread beschwerd man sich, wenn das Einkommen zur Miete zu niedrig ist.

    Nach eurer Vorstellung MUSS die Wohnung also genau dem Einkommen entsprechen - echt unrealistisch und eher eine reine täumerrei ....


    Und natürlich besteht diese Gefahr in deinem Beispiel immer, egal was für ein Einkommen, das wenn jemand beruflich umziehen muss, das der erstmal alles nimmt um erstmal ein Dach über`n Kopf zu haben, das hat aber nichts mit dem Einkommen zu tun. Genauso ist es, wenn jemand eine 20 m2 Bude angemietet hat, das derjenige evtl mal einen Partner findet oder Familie gründen will, ect, und ihm deswegen die Wohnung zu klein wird, das hat auch nix mit dem Einkommen zu tun.
     
  18. Andres

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    Hat niemand behauptet. Es gibt aber einen gewissen Korridor, in dem das Verhältnis von Miete und Einkommen liegen sollte. Spielraum für Ausnahmen gibt es trotzdem massig.
     
  19. kathi

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    Man muss manchmal den Sinn hinter den Beiträgen versuchen zu verstehen. Natürlich muss es nicht haargenau passen, aber es sollte insgesamt stimmig sein. Und bei zu starken Abweichungen ist es nicht mehr stimmig.

    Natürlich nimmt jemand, der beruflich umziehen muss erstmal das was er bekommen kann, aber das kann die Traumwohnung sein, oder nur die Notlösung. Und was das sein könnte entscheidet u.a. das Gehalt.
     
  20. #19 Pharao, 24.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 24.09.2013
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    Also das jemand mit ein niedrigen Einkommen evtl nicht der Traummieter ist für einen Vermieter, wegen dem Risiko Ausgaben/Einnahmen, das kann man ja noch nachvollziehen, aber jemanden zu Bemängel weil er ein zu hohes Einkommen hat :? Vielleicht ist das ja seine dritt Wochenendferienwohnung die er sich leisten will :hut015:

    Also Pauschal jemanden schlecht zu machen, nur weil sein Einkommen zu hoch für diese Wohnung wäre, sorry, kann ich nicht so nachvollziehen und sehe da auch weniger Probleme, weil das Gesamtbild eines Mietinteressenten mir wichtiger bzw entscheidender ist, als ein Einzelpunkt.


    @ Ayox,

    ich denke mal, wenn du das beeinflussen willst, dann musst du dir die richtigen Mietergruppen erstmal raussuchen und denen dann auch ein aktraktives Angebot machen, damit sie gerne und lange bei dir wohnen bleiben wollen. Eine Garantie gibt es aber nirgends.
     
  21. #20 Ayox, 24.09.2013
    Zuletzt bearbeitet: 25.09.2013
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    DANKE für eure Antworten :)

    Zuerst mal danke für all die Antworten! :)

    @GJH27:
    Wirtschaftlich für den Profiteur gesehen: JA ...
    Da ich aber nur der Vermittler bin, die Wohnung teurer vermiete als es der Vermieter wollte, ist die Minderung meiner Arbeit das Ziel.
    Ist halt meine einzige Idee, den Mieter vertraglich zu motivieren, länger zu bleiben.

    Ist eher pessimistisch gesehen, als optimistisch :D

    Das habe ich gar nicht bedacht, danke :)

    @kathi:
    Ja, aber wenn man zu wählerisch ist, bleibt die Wohnung zu lang leer.

    @Pharao:
    Preislage: 300€ für Einzimmerwohnung
    => daher ist es schwerer eine längere Mietdauer (3-5 Jahre) zu erzielen

    @Andres:
    => Arbeit!
    Die Frage hat mich auf eine andere Idee gebracht. Ich könnte den Mieter motivieren, einen Nachmieter zu finden und ihn dafür belohnen. (natürlich nur falls, dieser NICHT Gebrauch von einem vorzeitigem Mietende macht)

    @Diskussion bzgl. dem Einkommen:
    Ist bisschen Off-Topic :D Es kommt eher drauf an wie die Person dazu neigt Geld auszugeben. Ein sparsamer Mensch würde sicherlich trotz 4.000 € Nettoeinkommen nur das ausgeben, was es braucht, während ein nicht so sparsamerer Typ, lieber sich was größeres/besseres leisten möchte.
     
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