Mülltonnen Stellplätze vermieten

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xound

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Hallo zusammen,

ich habe vor kurzem ein Grundstück mit Bebauung und ein direkt daran gekoppeltes weiteres Flurstück (unbebaut) erworben. Auf dem unbebauten Flurstück platzieren die beiden anliegenden Eigentümer Ihre Mülltonnen und nutzen mein Grundstück auch für Ihren "Mülltonnenverkehr".

Die vorherigen Eigentümer haben das wohl unentgeltlich akzeptiert. Ich würde das gerne ein wenig ändern, da ich ja auch ziemlich viel Geld dafür bezahlt habe und laufende Kosten wie Sickerwasser, Haftpflicht etc. entstehen.

Ich würde jetzt aus dem Bauch heraus einfach Stellplatz-Mietverträge für Mülltonnen entwerfen und diese den anliegenden Eigentümern anbieten. Es handelt sich um 2 x 3 Mülltonnen. Was kann man dafür monatlich bzw. jährlich an Miete nehmen? Ich hatte an 120,- Euro jährlich pro Eigentümer für je 3 Müllltonnen gedacht

Besten Dank und schöne Grüße?
 
dots

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Ich behaupte mal, dass du mindestens das fünffache nehmen musst. Und du musst zusätzlich sicherstellen, dass deine zukünftigen Vertragspartner dir glauben, dass das so teuer sein muss.

Ernsthaft, was erwartest du von diesem Thread?

Wir kennen weder die örtliche Situation, noch, wie die Beteiligten (einschließlich dir) ticken.

Das Ergebnis wird im Rahmen angesiedelt sein, welcher durch die folgenden beiden Positionen abgesteckt ist:
- "Wenn das Geld kostet, stelle ich meine Mülltonnen dann doch lieber auf meinem Grundstück ab"
- "Da ich die Mülltonnen nirgendwo anders lassen kann und daher jeden Preis akzeptieren würde, bin ich froh, dass das nur 30.000€ pro Jahr kostet."
 

jorgk

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Auf dem unbebauten Flurstück platzieren die beiden anliegenden Eigentümer Ihre Mülltonnen und nutzen mein Grundstück auch für Ihren "Mülltonnenverkehr"
In diesem wohl organisierten Land würde ich mir als erstes die Frage stellen, ob die Tonnen da (unbebautes Grundstück) so überhaupt stehen können/dürfen (oder ob vorher irgendwelche Ämter zu involvieren sind). Wenn das nicht 100% sicher ist würde ich jedenfalls keinen 'Mülltonnenstellplatz' vermieten, denn dann kann ich u.U. die entsprechende Nutzung gar nicht ermöglichen.
 

Ferdl

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Es kommt darauf an.
zB wo die Mülltonnen Wohnen, in FfaM ist das sicher anderst zu sehen wie in KleinKleckersdorf. Das Problem mit der Zulässigkeit lässt sich Verklausulieren ist ja kein MV über Wohnraum. Für Abstellflächen sind 0,5 -1,- €/m² nicht unüblich. Was ist mit der Grundstücksreinigung/ Verkehrssicherungspflicht? Je nach den Gegebenheiten sollte man zumindest die Reinigung etc. den Nutzern Vertraglich Übertragen. Kommt halt auch auf das Verhältnis bzw. gewünschte Verhältnis zu den Nachbarn an.
 

xound

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Ich behaupte mal, dass du mindestens das fünffache nehmen musst. Und du musst zusätzlich sicherstellen, dass deine zukünftigen Vertragspartner dir glauben, dass das so teuer sein muss.

Ernsthaft, was erwartest du von diesem Thread?

Wir kennen weder die örtliche Situation, noch, wie die Beteiligten (einschließlich dir) ticken.

Das Ergebnis wird im Rahmen angesiedelt sein, welcher durch die folgenden beiden Positionen abgesteckt ist:
- "Wenn das Geld kostet, stelle ich meine Mülltonnen dann doch lieber auf meinem Grundstück ab"
- "Da ich die Mülltonnen nirgendwo anders lassen kann und daher jeden Preis akzeptieren würde, bin ich froh, dass das nur 30.000€ pro Jahr kostet."

Das sind doch gute Ansätze. Es wäre ja auch okay, wenn die Tonnen auf den jeweilig eigenen Grundstücken abgestellt werden. Jedoch müssen diese Anlieger mein Grundstück für den Mülltonnen-Verkehr nutzen. Soweit ich das sehe, haben die kein eingetragenes Wegerecht.
 

xound

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Es kommt darauf an.
zB wo die Mülltonnen Wohnen, in FfaM ist das sicher anderst zu sehen wie in KleinKleckersdorf. Das Problem mit der Zulässigkeit lässt sich Verklausulieren ist ja kein MV über Wohnraum. Für Abstellflächen sind 0,5 -1,- €/m² nicht unüblich. Was ist mit der Grundstücksreinigung/ Verkehrssicherungspflicht? Je nach den Gegebenheiten sollte man zumindest die Reinigung etc. den Nutzern Vertraglich Übertragen. Kommt halt auch auf das Verhältnis bzw. gewünschte Verhältnis zu den Nachbarn an.
Woher stammt die Info mit den Abstelltflächen zw. 0,5 - 1,- €/m2?
 

Ferdl

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Woher stammt die Info
Von mir. ;) Ist so meine Erfahrung.
Diese Werte schwanken natürlich, von Null bis zum mehrfachen der Wohnungsmiete.
In London ist vor ein paar Jahren das Nutzungsrech an einem 14 qm Parkplatz für 88 Jahre zu ~465.000 € verkauft worden, da kommst du schon auf eine Abschreibung von knapp 32 €/qm/Monat, ich will nicht wissen was die Miete dann kosten soll. Also wie immer, es kommt darauf an.
 

xound

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Von mir. ;) Ist so meine Erfahrung.
Diese Werte schwanken natürlich, von Null bis zum mehrfachen der Wohnungsmiete.
In London ist vor ein paar Jahren das Nutzungsrech an einem 14 qm Parkplatz für 88 Jahre zu ~465.000 € verkauft worden, da kommst du schon auf eine Abschreibung von knapp 32 €/qm/Monat, ich will nicht wissen was die Miete dann kosten soll. Also wie immer, es kommt darauf an.

Ja, hatte ich gelesen. Wobei der jetzt bestimmt dreimal so viel kosten würde. ;)

Für je 3 Mülltonnen + Durchgangsverkehr würde ich jetzt hier in der Gegend aber etwa je 10,- Euro monatlich nehmen, glaub ich. Es geht mir letztlich darum, dass sich dieses Flurstück möglichst selbst trägt (Dort sind auch noch PKW-Stellplätze vermietet). Gut, dass wir mal drüber geredet haben. :D

Manche Dinge muss man sich eben verinnerlichen, besonders, wenn man von Eigentum und Vermietung so viel Plan hat wie ein Baum.
 
dots

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Für je 3 Mülltonnen + Durchgangsverkehr würde ich jetzt hier in der Gegend aber etwa je 10,- Euro monatlich nehmen, glaub ich.
Okay, damit sind 50% des Problems gelöst. Die restlichen 50% des Problems lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Findest du jemanden, der dir "etwa je 10,- Euro monatlich" zahlen würde?
 

Hutchinson Hatch

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Wow, 60€/im Monat für 6 Mülltonnen. Ich mach jetzt auch in Mülltonnen, die sprechen wenigstens nicht mit einem und denen ist auch nicht zu kalt, wenn die Heizung im Winter ausfällt.

Also als Eigentümer dieser Grundstücke würde ich das notfalls gerichtlich klären lassen bei so einem Angebot. Wenn sie wirklich keine andere Möglichkeit zum Rausfahren der Mülltonnen an die Straße haben, dürfte es hier einen Anspruch auf ein Notwegerecht geben, sofern es sich nicht um einen Schwarzbau handelt ;). Ob die Vergütung dann derart hoch ausfällt? Aber Vorsicht, nur Privatmeinung, kein Anwalt.
 

xound

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Okay, damit sind 50% des Problems gelöst. Die restlichen 50% des Problems lassen sich wie folgt zusammenfassen:

Findest du jemanden, der dir "etwa je 10,- Euro monatlich" zahlen würde?
Also 120,- im Jahr pro anliegendem Eigentümer für je 3 Mülltonnen + Durchgangsverkehr.

Erscheint mir jetzt nicht zu viel und nicht zu wenig.

Ich werde das entsprechend begründen. Wenn die nicht mitziehenen, dann halt nicht.

Ganz ehrlich: Unabhängig von den Mülltonnen, nutzen die umliegenden Eigentümer das Flurstück als gehöre es denen. Das liegt wohl in der Historie begründet. Dafür Geld einzufordern halte ich für gerecht. Langsam werde ich nämlich sauer. Von dem einen liegen gerade irgendwelche Baumaterialien rum, der Andere hat seine Gartenutensilien da stehen und und und...
 
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xound

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Wow, 60€/im Monat für 6 Mülltonnen. Ich mach jetzt auch in Mülltonnen, die sprechen wenigstens nicht mit einem und denen ist auch nicht zu kalt, wenn die Heizung im Winter ausfällt.

Also als Eigentümer dieser Grundstücke würde ich das notfalls gerichtlich klären lassen bei so einem Angebot. Wenn sie wirklich keine andere Möglichkeit zum Rausfahren der Mülltonnen an die Straße haben, dürfte es hier einen Anspruch auf ein Notwegerecht geben, sofern es sich nicht um einen Schwarzbau handelt ;). Ob die Vergütung dann derart hoch ausfällt? Aber Vorsicht, nur Privatmeinung, kein Anwalt.
Ne, 120,- pro Jahr für 3 Mülltonnen. Es sind zwei Eigentümer mit je 3 Mülltonnen, also 240,- jährlich gesamt.
 

Hutchinson Hatch

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@xound Ok, das ist ein wenig realistischer. Ich hatte das "je" auf die Anzahl der Mülltonnen hochgerechnet, da habe ich Dich mißverstanden.

Die Expansionssucht eines Hauseigentümers ist meist unbegrenzt, sofern es keine Einzäunungen gibt.
Bei weiteren Streitigkeiten kann man gegengebenfalls darüber nachdenken, das Flurstück einzuzäunen mit einem Tor, für das sie den Schlüssel kriegen, um die Mülltonnen rauszustellen, falls sie Deine Bedingungen nicht erfüllen wollen. Zum nachbarschaftlichen Frieden trägt diese Maßnahme aber wohl eher nicht bei.
 

xound

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@xound Ok, das ist ein wenig realistischer. Ich hatte das "je" auf die Anzahl der Mülltonnen hochgerechnet, da habe ich Dich mißverstanden.

Die Expansionssucht eines Hauseigentümers ist meist unbegrenzt, sofern es keine Einzäunungen gibt.
Bei weiteren Streitigkeiten kann man gegengebenfalls darüber nachdenken, das Flurstück einzuzäunen mit einem Tor, für das sie den Schlüssel kriegen, um die Mülltonnen rauszustellen, falls sie Deine Bedingungen nicht erfüllen wollen. Zum nachbarschaftlichen Frieden trägt diese Maßnahme aber wohl eher nicht bei.
Ich habe mich da auch etwas missverständlich ausgedrückt mit "je ... je ...".

Aber sehr kompliziertes Grundstück zur Einzäunung.

Mal zur Veranschaulichung:
 

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Links neben dem rot umrandeten Flurstück ist Eigentum, welches komplett von meinem Grundstück (Flurstück weiß und Flurstück rot) umzogen ist. Der Eigentümer dieses Grundstücks hat links und rechts ein Tor (damit Zugang zu meinem Grundstück) und rechts sogar eine Treppe gebaut, welche auf mein Grundstück ragt.

Es gibt eine ganze Reihe an Übereinkünften, die mit den umliegenden Eigentümern zu treffen sind. Mit den Mülltonnen fange ich mal an.

Langfristig wird es darauf hinauslaufen meinen Grund und Boden zu "vereinfachen" und Teile davon an die umliegenden Eigentümer zu verkaufen. Interesse wurde bereits angemeldet, jedoch bin ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bereit zum Verkauf.
 
RomeoZwo

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Und da lasten nicht irgendwelche Wegerechte auf deinen (Rot+Weiß) Grundstücken?
Schon eine seltsame Konstellation.
 

Hutchinson Hatch

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In der Tat, jetzt wird es ein wenig klarer.
 

xound

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Und da lasten nicht irgendwelche Wegerechte auf deinen (Rot+Weiß) Grundstücken?
Schon eine seltsame Konstellation.

Zum Grundverständnis: Wegerechte umliegender Anlieger wären auch bei mir im Grundbucheintrag zu sehen?
 

xound

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In der Tat, jetzt wird es ein wenig klarer.

Tatsächlich? :) Mir kommt das immer komplizierter vor, je öfter ich das Satellitenbild sehe :D

Vor allem hat ein Nachbar auf dem Weg links einfach mal ein Gartenhaus gebaut, welches den kompletten Weg versperrt. :D : D

Aber ich hab ja gewusst, worauf ich mich einlasse. Jetzt muss ich allmählich beginnen die Dinge hier klarzustellen.
 

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xound
Ich sehe deine Forderung durchaus als legitim an.
So eine Art "Erbbaupacht" für die Gartenlaube des Nachbarn würde ich schon ansprechen.

Du hast Hausrecht und gibt es irgendwelche eingetragene Wegerechte in der II. Abteilung Grundbuch?
Wie bist Du im Gespräch mit den Nachbarn?
Wie läuft das genau und wie ist hierbei deine Strategie?
 
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