mündliche Zustimmung zum Kellerausbau

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von Trudchen, 04.03.2007.

  1. #1 Trudchen, 04.03.2007
    Trudchen

    Trudchen Neuer Benutzer

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    Verfahrene Kiste: Wir sind als Erbengemeinschaft Vermieter eines Einfamilienhauses. Dieses Haus ist seit über 20 Jahren vermietet. Der Mieter möchte zwei Kellerräume für seinen Sohn ausbauen,vermutlich zu Wohnzwecken.
    Ich habe dem Vorhaben mündlich zugestimmt, der zweite Vermieter hat bisher dazu weder Zustimmung noch Ablehnung gezeigt. Wir haben uns über den Ausbau sachkundig gemacht, der Mieter fragte nach, ob er bereits mit dem Ausbau anfangen könnte. Ich habe dies abgelehnt, will aber nicht bestreiten, einigen Arbeiten zugestimmt zu haben. Jedoch habe ich den Mieter wiederholt darauf aufmerksam gemacht, dass er die schriftliche Zustimmung beider Vermieter braucht. Mittlerweile hat er im Keller neue Fenster eingebaut ohne dass dafür eine schriftliche Zustimmung vorliegt. Nach weiterer Recherche bin ich allerdings mittlerweile der Ansicht, dem Ausbau nicht zuzustimmen, da die Folgeschäden nicht absehbar sind. (z.B. Schimmelbefall durch Isolierung der Kellerwände).
    Jetzt habe ich folgende Fragen:
    Darf der Mieter mit nur einer mündlichen Zustimmug mit dem Kellerausbau beginnen?
    Kann ich meine Einwilligung nachträglich zurückziehen und welche Folgen hätte das für mich? Der zweite Miteigentümer fühlt sich , da der Mieter mit den Arbeiten schon begonnen hat , zu einer Zustimmung verpflichtet.
    Ist ein derartiger Kellerausbau rechtlich überhaupt gestattet?
    Kann mir jemand helfen einigermaßen unbeschadet aus dieser verfahrenen Kiste wieder rauszukommen?
    Vielen Dank für eure Hilfe
    Trudchen
     
  2. AdMan

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  3. #2 CS Immobilien, 05.03.2007
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    Um Umbaumaßnahmen durch zuführen, muss der Mieter eine schriftliche Einverständniserklärung beider Eigentümer haben, diese hat er nicht.

    Ich würde es ganz elegant machen, du schickst ihm ein Schreiben, mit der Unterschrift von beiden Eigentümer, dass der Kellerausbau nicht genehmigt wird und er alle Baumaßnahmen einstellen soll. (Begründung wäre nicht schlecht: eventueller Wärmeverlust durch nicht vorhandenen Dämmung; Schimmelbefall usw.....) Zudem möchte er begonnene Arbeiten zurück führen.

    (So würde ich es machen....)
     
  4. #3 lostcontrol, 05.03.2007
    lostcontrol

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    das kannst du leicht bei der örtlichen baubehörde (meist teil des ordnungsamts) erfahren.
    ganz so einfach geht das jedenfalls nicht.
    mein direkter nachbar hat gerade erst ein fenster in den raum unter seiner garage, der nach hinten ebenerdig einen ausgang hat, einbauen wollen (das geht direkt in meinen garten) und natürlich erstmal bei uns nachgefragt, ob wir etwas dagegeben haben.
    wir haben ihm dann letztendlich glasbausteine erlaubt (ihm ging es nur um licht für das "werkstättchen" das er dort einrichten will).
    aber bei unserer recherche sind wir darauf gestossen, dass er diesen raum rein rechtlich gesehen definitiv NICHT als wohnraum nutzen darf. schon deshalb wird er sich dann wohl mit den glasbausteinen zufrieden gegeben haben - denn so seh ich nicht, was da drin tatsächlich passiert.
     
  5. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Ob ich in solchen Fällen - egal ob ich die Maßnahme selbst durchführen will oder was dagegen habe, dass ein anderer sowas macht - das Fass aufmachen möchte, was "genehmigungspflichtig" oder auch nur "genehmigungsfähig" ist, weiß ich nicht.

    Generell lasse ich jeden für sich entscheiden, was er tun und lassen möchte und hänge mich höchstens in ein Thema rein, wenn es mich unmittelbar beeinträchtigt. Behördliche Implikationen soll er doch bitte mit den Behörden selbst ausmachen.

    Als Vermieter sieht die Sache insofern anders aus, als man für seine Mieter und deren Bauarbeiten mit geradesteht, wenn man ihnen das - und sei es nur mündlich - erlaubt bzw. problematische Sachen zumindest nach Kenntnis nicht unterbindet. Hier ist die Frage, ob sowas zulässig ist, also in eigenem Interesse unbedingt zu klären.

    Das hat den Charme, dass man eine mündliche Zusage nicht mit "geänderter Meinung" sondern mit "harten Fakten" zurückziehen kann - dagegen kann der Mieter dann auch gar nichts machen, denn bei der Baubehörde einen Antrag auf entsprechende Sondergenehmigung zu stellen, ist eigentlich gar nicht seine Baustelle (sondern die des Vermieters, der dies aber nicht tun wird).

    Solange baulich nichts verändert wird, ist die Frage der tatsächlichen Nutzung relativ egal - wenn der Mieter unbedingt meint, sich in einem feuchten Keller einquartieren zu wollen - bitte. Die Wohnung ist unverletzlich, was der Vermieter nicht weiß, macht ihn nicht heiß. Ist baulich schon was verändert (Fenster) würde ich wegen der Fenster jetzt auch keinen Aufstand mehr machen - der Rückbau ist wahrscheinlich teurer und führt nur zu Ärger. Die Nutzung als Wohnraum geschähe dann dennoch eigenmächtig und auf eigenes Risiko.

    Andererseits könnte solcher genehmigter Wohnraum (wenn man denn einen Antrag stellt) mittelfristig durchaus den Mietertrag positiv beeinflussen ;)

    Jerry
     
  6. #5 lostcontrol, 06.03.2007
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    was mir definitiv sorgen machen würde ist die geschichte mit der innendämmung besagter räume - da ist schimmel vorprogrammiert...
    DAS würde ich also in jedem falle unterbinden!
     
  7. Jerry

    Jerry Erfahrener Benutzer

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    Guter Punkt.

    Da ich in solchen Dingen gern praktisch denke, drängt sich fast die Frage auf, ob man bei der Gelegenheit nicht unter Kostenbeteiligung des Mieters eine Isolierung der Kellerwände von außen durchführen lässt...

    Der Seiteneffekt dabei: Wenn der Mieter die Kosten realisiert, erledigt sich das Ansinnen vielleicht, ohne dass man als "böser Vermieter" was verbieten muss ;)

    Jerry
     
Thema: mündliche Zustimmung zum Kellerausbau
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