Müssen Gesamtkosten einsehbar sein für den Mieter?

Diskutiere Müssen Gesamtkosten einsehbar sein für den Mieter? im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, kurze Frage, müssen die Gesamtkosten auf der Nebenkostenabrechnung auch einsehbar sein für den Mieter oder reicht es wenn er seinen Anteil...

  1. Mr.X

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    Hallo,

    kurze Frage, müssen die Gesamtkosten auf der Nebenkostenabrechnung auch einsehbar sein für den Mieter oder reicht es wenn er seinen Anteil sieht und die Gesamtkosten der einzelnen Positionen unkenntlich gemacht werden?

    Den das geht den Mieter ja eigentlich nix an oder?
     
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  3. #2 Fremdling, 25.02.2018
    Fremdling

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    Kurze Antwort: Ja.
     
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  4. #3 sara, 25.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 25.02.2018
    sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    Und wie soll der Mieter die Abrechnung dann nachvollziehen können?

    Du musst die Gesamtkosten und den jeweiligen Abrechnungsschlüssel (auch da Gesamt und Anteil) nennen!
     
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  5. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Die Gesamtkosten müssen in der NK-Abrechnung aufgelistet sein. Um die Richtigkeit der Abrechnung prüfen zu können muss der M jede einzelne Rechnung besichtigen dürfen/können, die ja die Gesamtkosten ausmachen.
     
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  6. Berny

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    Ja, denn ein bisschen Mathematik bzw. Dreisatz sollte man voraussetzen können.
     
  7. #6 immodream, 25.02.2018
    immodream

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    Mr.X
    wenn man nichts zu verbergen hat, kann man es sich als Kleinvermieter doch einfach machen.
    Einfach die Originale kopieren und der Nebenkostenabrechnung beifügen.
    Mache ich seit fast dreißig Jahren .
    Die Mieter werden von der Papiermenge erschlagen und sind zu feige anzurufen und zu zugeben, das sie das alles nicht verstanden haben.
    Bei neuen Mietern gehe ich sogar hin und markiere die Hauptpositionen ( z. B. wie die Grundsteuer , Versicherungen , Müllabfuhr ) unterschiedlich mit einen Farbstift und mache das auch in der Abrechnung des Mieters.
    Kostet nicht soviel Zeit , wie die Beantwortung eines Schreibens eines Rechtsanwaltes oder Vermietervereins .
    Und wichtig ist immer, das du für Guthaben sorgst.
    Also die Nebenkostenvorauszahlungen bei Abschluß des Mietvertrages hoch genug , so das es nach dem ersten Jahr Geld zurück oder wenigstens nur eine kleine Nachzahlung notwendig ist. Auch dann wieder die Vorauszahlung sofort anpassen.
    Grüße
    Immodream

    PS : Ich mache ja seit über dreißig Jahren jedes Jahr zig Abrechnungen und habe nur ganz selten überhaupt eine Nachfrage , geschweige denn eine Reklamation .
     
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  8. Mr.X

    Mr.X Benutzer

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    Alles klar Danke euch. Gut mir war das eigentlich schon klar.

    Zu verbergen habe ich nichts, aber ich bin auch nur ein Mensch :)

    Das mit der Nebenkostenvorauszahlung erhöhen ist auch gut, dann ist die nachzahlung falls es eine geben sollte nicht so hoch. oder es gibt gar keine.
     
  9. dots

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    Du weißt aber schon, dass du die nicht "einfach so" erhöhen darfst, sondern dich da an ganz bestimmte Spielregeln zu halten hast?
     
  10. Nanne

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    Angenommen, der M hätte 500,00 NK-Nachzahlung zu leisten, dann könntest Du die NK-Vorauszahlung entsprechend erhöhen, so z.B. 500,00 : 12 = € 41,66. Also eine mtl.Erhöhung von ca. € 41,00.
     
  11. #10 immodream, 25.02.2018
    immodream

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    Hallo ,
    ich schreibe bei Nachzahlungen ( Max 80-100 € ) immer folgenden Satz auf die Nebenkostenabrechnung.
    " Wenn sie eine Nebenkostennachzahlung im nächsten Jahr vermeiden wollen, bitte ich sie , jeden Monat 10 € mehr an Nebenkostenvorauszahlung zu überweisen.
    Klappt in 90 % der Fälle.
    Sollte ein Mieter über mehrere Jahre hinweg Nachzahlungen leisten müssen und seine Nebenkostenvorauszahlungn nicht anpassen und ich dann 3 x wegen 37 ,50 € anmahnen muß , ist dieses der erste Kandidat für eine mögliche Mieterhöhung.
    Da passe ich dann neben der neunen Nettomiete auch gleich die Nebenkostenvorauszahlung an.
    Grüße
    Immodream
     
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  12. Andres

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    Ein Gegenbeispiel zu finden, bleibt dem geneigten Leser wieder einmal zur Übung überlassen ...
     
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  13. Nanne

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    Der Vermieter darf die monatlichen Abschläge gemäß § 560 Abs. 4 BGB nur in angemessener Höhe anpassen, sofern die gesetzlichen Voraussetzungen beachtet wurden. So muss u.a. eine korrekte NK-Abrechnung vorangegangen sein.
     
  14. #13 anitari, 26.02.2018
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Nicht nur das, auf Verlangen mußt Du dem Mieter sogar die Originalbelege vorlegen.
     
  15. #14 BHShuber, 26.02.2018
    BHShuber

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    Hallo,

    vorlegen?

    Der Mieter hat ein Einsichtsrecht in die Originalunterlagen vorlegen muss der Vermieter gar nichts, der Mieter kann um Kopien der Originalunterlagen bitten gegen Kostenerstattung, mehr muss der Vermieter nicht.

    Es ist in jedem Fall vorteilhaft, die Gesamtkosten darzulegen, so dass der Mieter nachvollziehen kann was hier wie berechnet wurde.

    Die Erfahrung allerdings zeigt oft, egal wie nachvollziehbar man alles darstellt, kapieren tun es nur die wenigsten, vor allem dann setzt der Verstand komplett aus, wenn der Mieter nachzahlen muss:056sonst:

    Gruß
    BHSHuber
     
  16. #15 anitari, 26.02.2018
    anitari

    anitari Erfahrener Benutzer

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    Ich glaube Du hast mich missverstanden oder ich habe mich missverständlich ausgedrückt. Macht der Mieter von seinem Einsichtsrecht Gebrauch muß ihm der Vermieter die Belegen zeigen, vorlegen.
    Wo Du recht hast, hast Du recht :smile028:
     
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  17. #16 dots, 26.02.2018
    Zuletzt bearbeitet: 26.02.2018
    dots

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    Ich glaube, ihr meint das selbe und/oder gleiche.

    Der Mieter hat ein Einsichtsrecht, er darf (in den Aktenordner mit den/der Rechnung(en)) rein sehen.
    Der Vermieter muss die Unterlagen nicht vorlegen (im Sinne von "zum Mieter bringen"). Er muss den Mieter reinsehen lassen, er muss dem Mieter die Unterlagen aber nicht präsentieren (vorlegen). Dennoch muss der Vermieter dem Mieter die Belege trotzdem (in irgendeiner Art und Weise) vorlegen, weil das nun mal zur Einsichtnahme zwingend erforderlich ist (es sei denn, der Vermieter kann den Mieter Einsicht nehmen lassen, ohne dass er (der Vermieter) die Belege vorlegt - da weiß ich gerade aber nicht, wie das (theoretisch oder praktisch) überhaupt gehen soll).

    Ganz spannend wird es, wenn wir uns die Frage stellen, ob das Aufschlagen des Aktenordners schon als "Vorlage" gewertet wird (und damit nicht vom Vermieter zu leisten ist, sondern vom Mieter) oder ob das zur Gewährung der Einsichtnahme zählt (dann muss der Vermieter dies leisten).
    Aber diese Frage wollen wir uns ganz bestimmt nicht stellen, weil bestimmt jeder Vermieter lieber den Ordner an der passenden Stelle selbst aufschlägt, als dass er den Mieter den Ordner so lange durchschmökern lässt, bis dieser den richtigen Beleg gefunden hat.
     
  18. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Wenn der M zur Besichtigung der Belege in die Räume des Vermieters kommt sind die Originalbelege vorzulegen. Als VM würde ich aber nicht die Originalrechnungen dem M zusenden, nur Kopien.
     
  19. #18 BHShuber, 26.02.2018
    BHShuber

    BHShuber Erfahrener Benutzer

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    Hallo,

    die Originalbelege hat der Vermieter aber nicht in jedem Fall, die können auch bei der Hausverwaltung liegen und hier hat auch der Vermieter nur Einsichtsrecht sofern er Mitglied dieser Wohnungseigentümergemeinschaft ist, so hat sich der Mieter hierhin zu begeben, sofern ihm das aufgrund der Entfernung zu zumuten ist oder aber der Vermieter machts sich von den Originalbelegen Kopien die er kostenpflichtig mitnehmen kann und dann kostenpflichtig an den Mieter versendet.

    Pocht allerdings der Mieter auf Originalbelege und es ist ihm auch nicht zu zumuten 20 Kilometer bis zur Hausverwaltung zu fahren, was dann????

    Wir hatten diesen Fall und man mag es kaum glauben, der Richter gab dem Mieter Recht, es wäre ihm nicht zu zumuten die Originalbelege welche zur Berechnung der Gesamtkosten geführt haben bei der Hausverwaltung einzusehen.

    So, und nun??? Aufgrund dessen erste Instanz verloren, erst das Landgericht hat dann treffend festgestellt, wenn der Mieter auf die Originalbelege besteht reicht es aus, wenn der Vermieter ihm die Möglichkeit zur Einsichtnahme der Belege einräumt, macht der Mieter davon nicht gebrauch, hat er das selbst zu verschulden, insofern er ja auch auf Originalbelege besteht.

    Gruß
    BHShuber
     
  20. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Als VM bestelle ich den M nicht zur Einsichtnahme der Belege wenn mir diese gar nicht vorliegen. Als nächstes
    schließe ich mich dem LG an, welches mir nachvollziehbar scheint..
    Wie man sieht, es gibt halt überall und für jede Situation Ecken und Kanten.

     
  21. Berny

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    Ein befreundeter Nachbarhauseigentümer hat im Falle des Falles die Unterlagen immer zur Zeit beim Steuerberater...
     
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