Muss die Größe der Wohnung im Mietvertrag drin stehen?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Gyro, 24.05.2016.

  1. Gyro

    Gyro Neuer Benutzer

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    Ich möchte einen Mietvertrag schreiben (1-Zimmer-Eigentumswohnung in WEG), ich blicke aber nicht durch, wie ich die Fläche rechtssicher berechnen kann. Das ist ja wohl eine Wissenschaft für sich.

    Den Aufwand, dafür jetzt einen Experten anzuheuern (gibt's so was überhaupt?) würde ich mir gerne sparen.

    Darf ich also Angaben zur Wohnungsgröße einfach weglassen? Die Nebenkosten werden eh über die Hausverwaltung abgerechnet.

    Der Mieter bekommt allerdings Sozialhilfe, und das Amt will angeblich eine Größenangabe im Vertrag sehen, wohl um zu sehen, ob die Wohnung nicht überteuert ist (in der Gemeinde gilt zudem die Mietpreisbremse).

    Alternativen:
    * ich schreibe für jeden Raum (Küche, Diele, WC, Zimmer) rein z. B. Bad 2m * 1,5m = 3 Quadratmeter
    * ich mache diese Angabe der Einfachheit halber nur für das Wohn-und-Schlafzimmer

    Zu was ratet Ihr mir? Danke!
     
  2. AdMan

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  3. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Also eine Wissenschaft ist das eigentlich nicht. Selbst wenn du dich etwas verhaust gibt es ja die Regelung das die Wohnung 10% kleiner sein darf als im MV angegeben. Ein Pflicht zur Angabe der Größe gibt es aber nicht, ist aber sinnvoll, schon zum Zwecke der Vergleichbarkeit von Wohnungen usw.
     
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  4. Gyro

    Gyro Neuer Benutzer

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    Danke!

    Also alle Räume Länge mal Breite ausmessen und addieren? Auch den Balkon, das Kellerabteil?
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Lass' die Größenangabe weg.
    Wenn der (zukünftige) Mieter möchte, darf er gerne nachmessen (oder nachmessen lassen) - auf eigene Kosten.

    Die Angabe/Größe der Fläche birgt m.E. ausschließlich Konfliktpotential. Einen Nutzen hat sie in meinen Augen nicht.

    Stell dir mal vor, du schreibst in den mietvertrag die Zahl (z.B.) 80 [m²] rein und in der Nebenkostenabrechnung (erstellt von der hausverwaltung) tauchen plötzlich 71 m² auf. Vielleicht, weil die Hausverwaltung keine korrekten Zahlen hat - oder aus irgendeinem anderen Grund. Schon ist der Meter zumindest irritiert, vielleicht sogar sauer und/oder streitlustig.

    Alternative: Der Mieter mietet keine bestimmte Anzahl an Quadratmetern, sondern die Wohnung mit der Nummer 4711. Die Anzahl der Türen, Steckdosen, Wasserhähne, Fenster und Heizkörper wird ja allermeistens auch nicht angegeben, warum dann die Anzahl der Quadratmeter?

    Gut, der Mieter kann besser vergleichen, aber dann müsstest du ihm auch noch das Baujahr, sämtliche Ausstattungsmerkmale, den Energieausweis, ... und viele andere Daten mitteilen.
     
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  6. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Nein, garantiert nicht.
    Balkon/Terasse ählt m.W. nach manchmal zur Hälfte, manchmal auch weniger (je nach dem, ob überdacht, oder weitere Kriterien vorhanden).
    Keller zählt m.W.n gar nicht zur Wohnfläche. WOHNfläche. Im Keller wohnt man nicht.
    Sind die Räume alle rechteckig?
    Was ist mit Türnischen? Heizkörpernischen?
    Sind Dachschrägen vorhanden?
    Ich weiß das alles nicht (genau), aber ich weiß dass es da viele Stolperfallen gibt und du es dir damit ...
    ... viel zu einfach machst.
     
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  7. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Na gut, das kann man so machen, trotzdem sollte man für sich schon die qm relativ genau wissen. Das beste Beispiel ist doch schon alleine eine evtl. Mieterhöhung. Ich denke mal der Konflikt mit den qm kommt immer vor allem dann, wenn der VM. nicht so genau weiß, was er überhaupt vermietet.
    Am Ende gibt es 2--3 wirkllich wichtige Regeln beim ausmessen, jedenfalls für normal Wohnungen, mit denen man sich der Wahrheit schon sehr genau nähert.
    Alles andere sind dann doch eigentlich normale Grundrechnenarten, oder nicht?
     
  8. AJ1900

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    Im Prinzip ja, wenn es eine normale Wohung ist ( Deckenhöhe über 2m und rechteckige Zimmer), ohne große Dachschrägen usw. Balkon wird normalerweise zur hälfte, oder zum viertel abgerechnet.
    Nischen sind auch wieder so ein Ding, aber wie gesagt, die 10% Regelung ist da recht großzügig. Keller rechne ich nicht zu den qm, sondern entweder inkludiert in der Miete, oder evtl. auch als separate Mietposition, wie zBsp. bei einem Parkplatz.
     
  9. Gyro

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    Ich habe jetzt noch mal in die Abrechnung der Hausverwaltung reingeschaut, da stehen "30,5 qm NUTZfläche", und das ist nach meiner Berechnung ziemlich genau die Summe von Länge*Breite von Zimmer, Küche, Bad, Flur, ohne Balkon und Keller, und ohne dass Nischen einbezogen wurden.

    Kann also in den Vertrag die Formulierung: "Die Größe der vermieteten Wohnung beträgt laut Hausverwaltung 30,5 qm."?
     
  10. #9 immobiliensammler, 24.05.2016
    immobiliensammler

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    Ich würde einfach ca. 30,5 qm reinschreiben. Sofern die 30,5 m² dann auch von der Hausverwaltung für die Abrechnung benutzt wird (also für die WEG-Abrechnung, die Du dann ja entsprechend teilweise Deiner NK-Abrechnung zugrundelegst) und das nach Deiner Berechnung grob stimmt, wo soll das Problem sein?
     
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  11. AJ1900

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    Klingt nicht unlogisch, der Zusatz, "laut Hausverwaltung" hat aber wohl keine Bewandniss, kann man also auch weglassen. Man sollte meinen das eine HV. das schon halbwegs sicher berechnen kann, solange sie nicht nur die falschen Zahlen der Vorgänger übernimmt.
    Habe schon Dinger erlebt, da wurde die Wohnung bei jedem neuen MV. immer größer. Eine geradezu wundersamme Wohnflächenvermehrung.
     
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  12. Syker

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    Hallo Gyro,

    Ich persönlich würde auch möglichst keine Fläche in den MV schreiben. Vor allem wenn der M das nur für irgend ein Amt braucht. Als VM gibt es nur wenige Gründe die Fläche in den MV zu schreiben.
    Dies könnte als korrekter Verteilerschlüssel für die BK nötig sein. Oder für Mieterhöhungen können Flächenangaben nötig sein.
    ...
    Dann aber bitte nicht die unterschiedlichen Flächenangaben verwechseln. (Nutzfläche, Wohnfläche, beheizbare Fläche)

    VG Syker
     
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  13. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Sorry Gyro,

    aber wenn du nicht mal einen Zollstock ablesen kannst bzw. auch schon mit Grundschulmathe kämpfen musst, dann solltest du das mit der Vermieterei m.E. lieber seinen lassen.

    Also so kompliziert ist das nun auch nicht, gerade wenn man die wenigen Ausnahmen zB für einen Balkon oder einer Dachschräge kennt. Und ja, das kann man Nachlesen und Tante Goog** hilft dabei einem auch noch :160:

    Du kannst wirklich alles in den Mietvertrag reinschreiben, so wie du lustig bist. ABER deswegen muss es nicht "rechtssicher" oder gültig sein!

    Ich mein, was willst du hiermit bezwecken :? Das ein evtl. Fehler dann der Hausverwaltung zu zuschreiben wäre, obwohl DU verantwortlich für deinen Vertrag mit deinem Mieter bist?

    Komischerweise verrechnen sich hier einige aber immer nur in eine Richtung ... :91:

    Ansonsten würde ich nicht mehr so arg auf die 10% Hürde setzen, da m.E. absehbar ist, das sich das ändern wird in Zeiten von digitalen Messgeräten.

    So geschrieben stimmt das m.E. nicht. Wenn man keine m2 im MV angeben will, dann vermietet man nur die Räumlichkeiten. Man vermietet hier also nicht die Wohnung mit der Nummer xy, sondern die Wohnung mit der Aufteilung zB laut Lageplan und x Zimmern.

    Aber ich weis, du machst dein eigenes Ding und lässt dir nix sagen. Oh, FETTSCHREIBEN HABE ICH JETZT BEI DIR VERGESSEN.


     
  14. AJ1900

    AJ1900 Erfahrener Benutzer

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    Ja, wie gesagt, die wundersame Wohnflächenvermehrung bei jedem neuen MV.:smile050:
    Trotzdem, irgend eine Toleranzgrenze wird es wohl immer geben.
     
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  15. Andres

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    Naja, bei Mieterhöhungen gibt es jetzt keine mehr. Zumindest um unnötige Streitereien zu vermeiden, sollten im Vertrag also höchstens solche Flächenangaben stehen, die auch beweisbar richtig sind.
     
  16. dots

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    Ein Balkon gehört definitiv zur Wohnfläche, zwar meist nur zu 50 oder 25%, aber ich als Vermieter würde den in der Wohnflächenberechnung nicht außen vor lassen wollen.

    Zur Nutzfläche gehört m.E. der Kellerraum dazu, allerdings wird der Begriff "Nutzfläche" in der Abrechnung bestimmt im Sinne von "genutzte Wohnfläche" verwendet.

    Eigentlich kann man diesen Thread mit einem Satz zusammenfassen:

    Da du offensichtlich nicht weißt, wie man die (Wohn-)Fläche korrekt berechnet (ist keine Schande, ich weiß es auch nicht), solltest du m.E. gar nichts diesbezüglich schreiben oder sagen.
     
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  17. #16 BHShuber, 24.05.2016
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    Hallo,

    es soll doch auch Menschen geben, die an Dyskalkulie leiden und dennoch Vermieter sind!

    Hier kann man mal selber testen:

    http://tzdl.de/

    Gruß
    BHShuber
     
  18. #17 immodream, 24.05.2016
    immodream

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    Hallo,
    ich hab in den letzten 30 Jahren hunderte von Mietverträgen ausgefüllt und immer die Wohnfläche angegeben.
    Diese hab ich für jede Wohnung selbst nachgemessen.
    Entweder waren meine hunderte von Mietern zu dämlich oder zu faul, bisher hatte ich bezüglich der Wohnflächenangaben nie Probleme gehabt.
    Logischer Weise sollten die Größenangaben im Mietvertrag identisch mit den Angaben in der Nebenkostenabrechnung sein.
    Grüße
    Immodream
     
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  19. #18 Akkarin, 24.05.2016
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    Das Ausmessen und das Berechnen soll angeblich easy sein. Hab ich gehört.

    M.E. ist es das auch bis zur 1. Nachkommastelle. Man wähle DIN 277 für die Grund/Nutzfläche oder die Wohnflächenverordnung für die Wohnfläche und nehme Blatt Papier, Bleistift, Massband/ Zollstock. Aber in den vielen ZVG Gutachten, die ich so gelesen habe, waren falsche Berechnungen der Flächen durch den Gutachter völlig normal.

    Allerdings schreibe ich die Angabe auch nicht rein, da die Angabe zwar Probleme machen kann, aber keine Vorteile hat.
     
  20. #19 immodream, 24.05.2016
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    Hallo Akkarin,
    da ja 80% der Deutschen dämlich sind, mußt du ,wenn dich Jemand fragt, wie du z. B. die Fläche einer Dachgeschoßwohnung ermittelt hast, einfach den Menschen auf die Schnelle erklären, das Flächen mit einer Höhe unter 1 m nicht berücksichtigt und Flächen unter 2 m Höhe nur zur Hälfte berücksichtigt werden.
    Dann zeigst du denen, mit man mit 2 Metermaßen ( Zollstöcken ) die Höhen festlegt, erklärst wie du die Flächen addierst.
    Und dann geben selbst die Lehrer auf, die Wohnfläche nach zumessen.
    Grüße
    Immodream
     
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  21. Andres

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    Die Lösung des Rätsels liegt vermutlich auf der anderen Seite: Du misst selbst nach und kannst das wohl auch. Das sind gleich zwei Voraussetzungen, die nicht alle mitbringen. Bei mir stehen in den meisten Verträgen auch Flächenangaben, aber was willst du jemandem raten, der ...
    ... geizig ist und ...
    ... die notwendigen Kenntnisse nicht hat? Meine Antwort: eine möglichst vorsichtige Vorgehensweise.
     
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