Muß eine 1972 nach DIN gebaute und vermessene Eigentumswohnung neu vermessen werden.

Dieses Thema im Forum "WEG - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von Weserfisch.2007, 24.03.2013.

  1. #1 Weserfisch.2007, 24.03.2013
    Weserfisch.2007

    Weserfisch.2007 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen
    Wir sind eine Gemeinschaft von sechs Wohnungseigentümern. Der zuletzt dazu
    gekommene hat die Wohnung geerbt. Er hat die Wohnung vermietet.Jetzt sagt der
    Mieter die Wohnung ist nicht 70 q/m wie im Mietvertrag angegeben groß, sondern
    wesentlich kleiner. Daraufhin hat der Eigentümer die Wohnung von einem Architekten
    neu ausmessen lassen. Die Wohnung ist im Dachgeschoß und hat Dachschrägen. Der
    Architekt hat nach der neuen Wohnflächenverordnung von Jan. 2004 gemessen und ist auf 59 q/m gekommen. Uns allen, auch dem Vermieter ist klar , daß er die Wohnung nur mit 59 q/m vermieten kann. Der Vermieter will jetzt auch nur noch für 59 q/m bezahlen. Wie geht es jetzt weiter, mit den Betriebskosten und der Rücklage? Der neue Eigentümer will daß alles neu nach 1/1000 berechnet wird. Alle Anderen müßten dann mehr bezahlen,weil sie mehr Anteile bekommen. Er hätte dann aber weniger. Beim Bau des hauses 1972 ist die Wohnung mit 72 q/m angegeben. So ist sie auch im Grundbuch eingetragen.Wir anderen Eigentümer sind der Ansicht daß die Eintragung für die Gemeinschaft auch weiterhin Bestand hat. Es können doch nicht alle damals nach DIN gebauten und gemessenen Eigentumswohnungen neu vermessen und in den Grundbüchern geändert werden. Von der Fläche hat sich ja nichts geändert. Es wird jetzt nur anders gemessen. Was meint ihr dazu? Das Verhältnis der Mieter und
    Eigentümer untereinander war in den ganzen Jahren sehr gut. Jetzt droht Ungemach.
    der Weserfisch.2007
     
  2. AdMan

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  3. #2 Kitzblitz, 24.03.2013
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Hallo Weserfisch (?),

    zunächst einmal willkommen im Vermieter-Forum.

    Die Lösung eures Problems innerhalb der WEG ist eigentlich ganz einfach: Bestandsschutz. Die WEG-Mitglieder können also ganz locker bleiben.

    Ein Änderungsantrag als TOP für die nächste Eigentümerversammlung wird mangels Mehrheit dann wohl auch ein Schuss in den Ofen werden.

    Eine Änderung der Teilungserklärung ... braucht ihr nicht drüber nachdenken.

    Schau' mal bei wikipedia rein:

    a) Wohnflächenverordnung

    und

    b) Zweite Berechnungsverordnung

    Zitat aus wikipedia:
    Die Wohnflächenverordnung basiert auf den §§ 42–44 der II. Berechnungsverordnung und löst diese ab. Berechnungen, die vor 2004 auf Basis der alten Regelung erstellt wurden, bleiben weiterhin gültig, solange keine baulichen Änderungen vorgenommen werden, die eine Neuberechnung erforderlich machen.

    Zwischen 72 und 59 qm liegt allerdings ein himmelweiter Unterschied ! - Habt ihr etwas vergessen ? - Balkon/Dachterrasse nur zu 25 % genommen ? - Rein rechnerisch können die Unterschiede zwischen den beiden Berechnungsmethoden nicht so groß sein. Hat jemand von eurer WEG noch die alte Wohnflächenberechnung ? - Sind dort vielleicht sogar Nutzflächen (z.B. Kellerraum) mit in die Flächenberechnung eingeflossen ?

    Bei einem neu abgeschlossenen Mietvertrag gilt natürlich die aktuelle Berechnungsmethode.

    Euer neuer Miteigentümer ist verständlicherweise sauer - hat sich doch das im Vergleich zu anderen, auf dem Markt befindlichen Wohnungen, vermeintliche "Schnäppchen" als überteuert entpuppt. Der Kaufpreis auf 59 qm umgelegt führt nun zu einem viel höheren qm-Preis. Die einkalkulierte Miete reduziert sich - nur gut, dass die Zinsen gerade niedrig sind.

    Deshalb ist es schon wichtig, dass man die Wohnfläche vor dem Kauf prüft. Üblicherweise will sogar die finanzierende Bank eine Wohnflächenberechnung vorgelegt haben - ob die da tatsächlich reinschauen, ist natürlich eine andere Sache.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  4. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Wollen kann jeder was auch immer ihm zufälligerweise gerade einfällt...

    Die im Grundbuch eingetragenen Miteigentumsanteile hängen nicht von der - nach welchem Verfahren auch immer richtig oder falsch berechneten - Wohnfläche ab.

    Die Miteigentumsanteile können auch nur durch eine Vereinbarung geändert werden.
     
  5. #4 Papabär, 25.03.2013
    Papabär

    Papabär Erfahrener Benutzer

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    Na, was für ein Glück, dass der Kaufpreis bei einer Erbschaft nun nicht ganz so stark ins Gewicht fällt ... :45:
     
  6. #5 Kitzblitz, 26.03.2013
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    ... wo er recht hat, hat er recht ! - Das kommt halt vom Diagonallesen ! - Nur das Relevante bleibt irgendwie hängen.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  7. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    ... und wenn im Mietvertrag die 70m² als Eigenschaft genannt sind, liegt ein Mangel vor und der Mieter kann eine Mietreduzierung verlangen.
     
  8. #7 Kitzblitz, 26.03.2013
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Zwischen Zitat und deiner Aussage kann ich jetzt noch keinen Zusammenhang erkennen. ... Du wirst uns sicher noch erleuchten.

    Gruß aus dem Tal der Ahnungslosen
    Ulrich
     
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