Muss man sich als Mieter alles gefallen lassen

Dieses Thema im Forum "Ausstattung" wurde erstellt von anke250974, 06.01.2014.

  1. #1 anke250974, 06.01.2014
    anke250974

    anke250974 Neuer Benutzer

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    Hallo,
    so langsam bin ich mit meinem Latein am Ende und hoffe hier vielleicht auf einige Fragen sinnvolle Antworten zu bekommen mit denen ich etwas anfangen kann.
    Kurze Einleitung: wir 2 Erwachsene und drei Kinder sind vor 3 1/2 Jahren in eine Mietwohnung mit Dachterasse und EBK gezogen. Bei Wohnungsübergabe gehörte die WG noch den Eltern des Immobilienmaklers. Diese wurde ihm aber drei Monate später überschrieben.

    Da die EBK bereits über 20 Jahre alt ist (Spülmaschine funktioniert schon seit 2 Jahren nicht mehr aber egal) wurde uns bei der Übergabe zugesagt ich könnte meine Küche einbauen. Als wir eingezogen sind wollten dies die Eltern aber nicht und so haben wir diese untergestellt. Jetzt ist sie leider nicht mehr zu gebrauchen wg. Feuchtigkeit.

    Dann war bei Übergabe die Dachterasse bereits soweit in Mitleidenschaft gezogen, das einige Holzbretter morsch und durchgebrochen waren. Dies würde der Vermieter schon richten hieß es. Nichts da! Als wir ihn letzten Sommer gefragt haben ob wir uns an der Renovierung beteiligen sollen damit endlich etwas geschieht, hieß es nur da hätte er nichts mit zutun den Holzbelag hätten die Vormieter gelegt. Dies ist aber nicht korrekt. Der Belag ist vor ca. 17 Jahren von seiner Schwester gelegt worden die vor 16 Jahren in der Wohnung gewohnt hat.

    Jetzt heute habe ich ihn angerufen, da sich an einigen Stellen in der Küche der Laminat (älter als 20 Jahre) wölbt oder schüsselt wie es wohl heißt. Und dies innerhalb kürzester Zeit. Da wir weder Wasser auf dem Laminat hatten und auch nicht nass wischen hatten wir Angst das evtl. unterm Laminat sich Feuchtigkeit befindet. Doch für den Vermieter steht fest unterm Laminat ist nichts da dort keine Rohre verlaufen, da dort sich kein Estrich befindet und nur wir dies verschuldet haben können. Also daran wird er ebenfalls nichts machen.

    Müssen wir wirklich zusätzlich zu der Miete, den NBK und den Beträgen für die Kleinstreparaturen (wobei er immer unter 100,- Euro bleibt, egal wie teuer es in Wirklichkeit ist) alles andere auch noch bezahlen.
    Und was ist wenn wir wieder ausziehen und es ihm nicht gefällt dann auch noch auf unsere Kosten in den alten Zustand versetzen.

    Sorry bißchen viel aber ich mußte mir mal Luft machen. haben auch schon mal überlegt in einen Mieterschutzbund zu gehen und uns dort Hilfe zu holen. Aber wie verhält sich der Vermieter dann. Wir wollen ja nichts geschenkt, würden uns auch beteiligen aber ich hasse es wenn man mich für dumm verkauft.

    Danke in Voraus für ernstgemeinte Antworten
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Ganz grundsätzlich hätte man hier prüfen können, ob der Makler überhaupt berechtigt war, eine Provision zu verlangen - es wird ja wohl eine gezahlt worden sein. Hat der Makler zu diesem Zeitpunkt bereits die Wohnung verwaltet, wäre das unzulässig gewesen.


    Soll das jetzt die Schuld des Vermieters sein? Wohl kaum.

    Dass die Spülmaschine seit 2 Jahren defekt ist, ist wohl auch alles andere als "egal". Zumindest ist das soweit relevant, als dass der Vermieter dadurch zur Erkenntnis kommen könnte, dass man mit euch alles machen kann.


    Es gilt der Grundsatz "Gemietet wie gesehen". Wenn die Terasse damals bereits praktisch nicht mehr nutzbar war, besteht jetzt kein Anspruch darauf, dass sie nutzbar gemacht wird. Alles andere hätte man vereinbaren müssen, bevorzugt schriftlich.


    Es hilft dir zwar kein bischen weiter, aber wenn du solche Fragen schon auf den Tisch bringst: Wenn die Schwester Miete gezahlt hat, ist sie eine Vormieterin.


    Ok. Der nächste Schritt ist, die Mängel schriftlich und unter Fristsetzung beim Vermieter anzuzeigen.


    Was müsst ihr denn noch bezahlen?

    Zu den Kleinreparaturen könnt ihr euch die Rechnungen zeigen lassen. Es gibt dann auch noch die Jahreshöchstgrenze (6-8 % der JKM) zu beachten, wenn es regelmäßig zu Kleinreparaturen kommt. Außerdem stimmt es natürlich schon: Wenn man sich geschickt anstellt, kann man mit 100 € schon einiges erreichen.


    Welcher "alte Zustand"? Ihr müsst eben den vertraglich vereinbarten Zustand herstellen. Das wird regelmäßig der Zustand bei Übernahme der Wohnung sein. Bauliche Veränderungen lasst ihr euch vorab genehmigen. Dabei lasst ihr euch auch noch die Zusicherung geben, dass ihr bei Auszug nicht zurückbauen müsst. Ohne diese Zusagen, würde ich an einer gemieteten Wohnung nichts umbauen.
     
  4. #3 anke250974, 06.01.2014
    anke250974

    anke250974 Neuer Benutzer

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    Danke für die Antworten jedoch bin ich der Meinung das man zu dem stehen sollte was bei Wohnungsübergabe besprochen wurde. Oder gilt das für Vermieter nicht.
    Wir als Mieter können auch nicht einfach sagen "Selbstverständlich zahlen wir unsere Miete regelmäßig" und machen es dann einfach nicht.

    Und zu der Terasse, die Schwester hat vor 16 Jahren hier gewohnt und ob sie Miete gezahlt hat, weiß ich nicht. Wird er mir bestimmt nicht erzählen. Der Bruder hat die Immobilie doch so überschrieben bekommen und kann doch nicht einfach sagen die Terasse interessiert ihn nicht.

    Ach ja selbstverständlich kann der VM nichts dafür das die Küche älter als 20 Jahre ist aber er kann auch nicht zu allem was an Defekten an den Geräten angeht, sagen "ist nicht mein Problem" schließlich zahlen wir ja auch miete für die Küche. Dann hätte er uns unsere Küche einbauen lassen sollen. Wäre auch noch eine Wertsteigerung für die Wohnung gewesen, da wir von anfang an gesagt habe bei Auszug bleibt die drin.
     
  5. Andres

    Andres
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    Meinungen sind gut und schön. Nur hilft dir diese Meinung nicht weiter. Wenn du jemanden suchst, der dir zustimmt, dass der Vermieter ein ganz böser Bube ist :finger009:, dann kannst du beim Mieterbund in der Beratung vorbeischauen. Du wolltest aber:

    Diese sinnvolle Antwort lautet sicher nicht: "Man sollte sich an sein Wort halten." Das ist zwar richtig, aber auch völlig nutzlos, weil es in deinem Fall ganz offensichtlich nicht passiert.

    Die sinnvolle Antwort lautet stattdessen: Wer einen Anspruch stellt, muss ihn beweisen. Und wie sieht es an der Beweisfront aus? So:

    Das ist noch nicht einmal ein Versprechen! Von der Nachweisbarkeit der Aussage wollen wir gar nicht anfangen. Und einem Makler kann man so eine Aussage sowieso nciht glauben - der sagt im Zweifelsfall dann eben, dass er den Eigentümer falsch verstanden hat und ist damit weitgehend aus der Haftung.

    Diese Aussage ist also nichts wert. Und einen Anspruch auf anderen Grundlagen (Mängel an der Mietsache habe ich genannt) sehe ich nicht.


    Richtig. Aber im Gegensatz zu dir war der Vermieter so clever, die Verpflichtung zur Zahlung der Miete schriftlich festzuhalten. Diesen Anspruch wird er also viel leichter beweisen können.


    Die Nummer mit der Schwester werde ich nicht weiter vertiefen - es tut für dich nichts zur Sache.


    Sagt er das denn? Bisher habe ich davon nichts gelesen. Gelesen habe ich nur, dass dir der Defekt am Geschirrspüler "egal" ist. Daher - und weil der Schaden am Laminat erst kürzlich aufgetreten ist - habe ich mir Hinweise gespart, wie man bei weiterhin bestehenden Mängeln vorgeht.

    Das käme dann, wenn die Frist zur Beseitigung der Mängel erfolglos verstrichen ist.
     
  6. #5 Pharao, 07.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2014
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    Hi,

    du weist aber, das nicht jeder Defekt gleich unter "Kleinstreparaturen" fallen muss, oder :?
     
  7. #6 anke250974, 07.01.2014
    anke250974

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    Bis jetzt ist alles was an Defekten angezeigt wurde, darunter die Terrasse, die Spülmaschine, wo meiner Meinung nach der Vermieter für Zuständig ist, nicht "sein Zuständigkeitsbereich. Es war mir am Anfang nicht egal das die Spülmaschine defekt ist aber irgendwann denkt man halt anders.

    Und wo kann man sich den bitte erkundigen was Kleinstreparaturen sind und was nicht.
    Bislang waren es mehrere Heizungsthermostate und Ventile, wobei eine Heizung in Dauerbetrieb ist. Lt. Vermieter sollten wir einfach unten am Rohr die Schraube zudrehen damit wäre das Problem gelöst.
    Dann jetzt ein durchgerostetes Abflußrohr am Badezimmerbecken.

    Es hat absolut nichts damit zutun das ich dem Vermieter das Geld aus der Tasche ziehen möchte. Sonst hätten wir ihm nicht jedes mal Kostenbeteiligung vorgeschlagen (Terrasse). Ich weiß selbst das auch wir als Mieter Pflichten haben wie z.B. in bestimmten Abständen zu tapezieren, streichen (Heizung, Fenster und Türen von innen). Aber wenn es Böden gibt die aufgrund ihres Alters einem schon entgegenkommen oder die Küche nach über 20 Jahren einem entgegenfällt geschweige von den Elektrogeräte nur noch der Herd mit Backofen funktioniert (oder sollte ich sagen Gott sei dank noch funktioniert); dann darf man sich doch mal fragen ob es nicht irgendetwas gibt wo auch der Vermieter in der Pflicht steht.

    Ich werde mich jetzt doch wohl einem Mieterverein anschließen. Vielleicht komme ich dort ein wenig weiter.
    Danke noch einmal für die Antworten
     
  8. #7 Pharao, 07.01.2014
    Zuletzt bearbeitet: 07.01.2014
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    Naja, wenn man nur das hören will, was einem genehm ist, dann wird dir der Mieterverein genauso wenig weiterhelfen können. Es wurde doch jetzt ausfühlich alles erklärt, nur gefallen dir die Antworten anscheinend nicht.


    Und im übrigen heist es nicht "Kleinstreparaturen", sondern Kleinreparaturen. Und was darunter fällt, das steht mit Sicherheit auch in DEINEN Mietvertag und alternativ hilft auch Mrs.Goog** weiter ..... :91:

    Ob der Vermieter auf dein Angebot eingehen will oder eben nicht, das ist alleine die Entscheidung vom Vermieter !

    Du hast keinen Anspruch darauf, das der Vermieter dir einen neuen Terrassenboden verlegen oder dir eine neue Spülmaschine besorgen muss. Es obliegt ganz alleine beim Vermieter, ob er ggf. lieber was repariert bzw reparieren lässt, wenn`s zur Mietsache dazu gehört oder ob er`s gleich erneuern will. Du hättest dir das lieber damals schriftlichen gegen lassen sollen, zB in einem Übergabeprotokoll, nur dann hättest du einen Beleg das was anderes vereinbart worden ist.

    Und das ist genau DAS was du anscheinend nicht verstehst ! Wenn der Vermieter sich nicht an seine mündlichen Zusagen/Versprechen halten will, die er evtl bei Einzug gemacht hat, dann ist das sicherlich menschlich gesehen sehr unschön, aber ohne Beweise wirst du das als Lehrgeld abhacken müssen !
     
  9. #8 Papabär, 07.01.2014
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    Die werden Dir - nachdem Ihr Euch gegenseitig die Geschichte vom bösen Vermieter erzählt habt - dann schlussendlich den Tipp geben,


    :? Ähm ja, wird dann sicherlich schon stimmen ...


    Niemand hier behauptet, dass Dein Vermieter ein Engel wäre - denn danach hört es sich beileibe nicht an. Dir aber Dein halbes Dutzend Problemstellungen in einem Thread zu beantworten, dürfte wohl eine abendfüllende Beschäftigung sein (nicht vergessen - wir kriegen kein Geld dafür).

    Andres hat Dir die ersten Schritte bereits genannt.
     
  10. Andres

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    Dann vielleicht doch noch ein paar Worte zum weiteren Ablauf: Nach der Mängelanzeige (schriftlich, Fristsetzung, beweissichere Zustellung) kommt die Mietminderung. Mehr als vielleicht 2-3 % würde ich bei einem defekten Geschirrspüler nicht ansetzen. Ist nicht viel, aber über zwei Jahre reicht das bald schon für einen eigenen ...

    Danach kommt die Selbstvornahme, d.h. ihr lasst den Geschirrspüler reparieren und fordert die Kosten vom Vermieter.

    Alles machbar, aber wenn man zwei Jahre lang (höchstens) heiße Luft zustande bringt, dann wird das nichts.

    Du brauchst nur fragen - dann könnte ich dir z.B. sagen, dass das keine Kleinreparatur ist.

    Viel Erfolg.
     
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