Muss Mieter Kabelfernseh mit der Betriebskostenabrechnung zahlen?

Diskutiere Muss Mieter Kabelfernseh mit der Betriebskostenabrechnung zahlen? im Kabel /Antenne / SAT-Anlage Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, ich frage für eine Freundin. Sie wohnt in einem Mehrfamienhaus der DOGEWO (Stadt Dortmund)und hat letztes Jahr ihr Kabelfernseh bei...

  1. #1 Tigerfisch, 08.12.2014
    Tigerfisch

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    Hallo,

    ich frage für eine Freundin.

    Sie wohnt in einem Mehrfamienhaus der DOGEWO (Stadt Dortmund)und hat letztes Jahr ihr Kabelfernseh bei der Unitymedia/Telekolumbus gekündigt und schaut seit dem DVB-T. Das machen einige im Haus und andere haben kleine versteckte Satschüsseln und andere auch Kabelfernsehn.

    Jetzt hat die DOGEWO einen Brief geschickt, das jeder Kabelfernsehen bei der DOKOM nehmen muss für 10,...Euro und dieses mit der Betriebskostenabrechnung abgerechnet wird.
    Auch die die es nicht haben wollen oder keinen TV haben sollen es bezahlen.

    Ist das rechtens?

    Warum macht die DOGEWo so etwas? Verdient sie mit daran?
     
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  3. #2 BHShuber, 08.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 08.12.2014
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    Mietvertrag ansehen

    Hallo,

    mit einem Blick in den Mietvertrag könnte die Dame sich die Frage selber beantworten, denn den hat sie eigenhändig unterschrieben.

    Und es verdient niemand daran.

    http://www.nebenkostenabrechnung.com/kabelanschluss-gemeinschaftsantenne/

    Auch wenn der Mieter den Anschluss nicht nutzt, muss dieser bei ordentlich vereinbarter mietvertraglicher Regelung bezahlt werden.

    Gruß

    BHShuber
     
  4. #3 Tigerfisch, 08.12.2014
    Tigerfisch

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    Ok schaue heute Abend mal rein.

    Aber warum zwingt sie dem Mieter das auf? Es wäre doch schöner, das nur die es bekommen die es haben wollen.
     
  5. #4 Tobias F, 08.12.2014
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    Weil der Vermieter dann ständig - je nachdem wer einzieht und vielleicht einen Anschluß haben will, oder es sich anders überlegt oder ....... - den Vertrag mit dem Kabelbetreiber ändern müsste.
     
  6. #5 BHShuber, 08.12.2014
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    Hallo,

    die zur Verfügungstellung von Gemeinschaftskabelanschlüssen oder Gemeinschaftsantennen verhindert die Verschandelung der Hausfassade mit Parabolspiegeln, ist mal ein guter Grund dafür.

    Zudem hat der Mieter davon Kenntnis bevor er den Mietvertrag unterschreibt und hat diesen unterschrieben.

    Der Vermieter geht mit den Gebühren hierfür in Vorleistung und rechnet am Ende des Abrechnungszeitraumes natürlich dann mit dem Mieter ab und zwar unerheblich ob dieser den Anschluss nutzt oder nicht, das ist die Entscheidung des Mieters.

    Gruß

    BHShuber
     
  7. #6 Tigerfisch, 08.12.2014
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    Ok,

    obwohl das bei ihr ja der Grund war zur Abmeldung vom Kabelfernsehen, da sie ja DVB-T nutzt.
    Ich könnte es ja verstehen mit SAT , aber DVB-T ist doch auch nicht schlechter als Kabel aber umsonst. Nun ja.
     
  8. Andres

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    Nicht ganz unwahrscheinlich, dass man bei einer großen Anzahl an Anschlüssen (und damit verbundener Verhandlungsposition) eine Provision herausschlagen kann.
     
  9. Duncan

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    Nach den Unterlagen zweier Wohnungsbaugesellschaften* mit nur 4.670 bzw. ~3.000 Wohnungen kamen da keine Provisionen bei rum, aber erhebliche Vereinfachungen in den Abrechnungen. Eine festkalkulierbare Pauschale, bei jedem gleich, ein ums andere Jahr fortschreiben zu können und sich bei Mieterwechsel darum keinerlei Gedanken machen müssen ist halt auch ein Faktor für Vermieter. Die Einsparungen daraus wiederum nicht zu verachten.


    *bei beiden bin ich vor kurzem mal die Geschäftsberichte und Unterlagen durchgegangen - sie haben mich umzingelt.
     
  10. #9 BHShuber, 09.12.2014
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    Hallo,

    ja und genau das ist der Denkfehler!

    Bevor der Mietvertrag unterschrieben wurde, musste der Dame doch klar gewesen sein, dass ein gemeinschaftlicher Kabelanschluss zur Verfügung steht und hierfür die Kosten auf den Mieter umgelegt werden, siehe Mietvertrag und Betriebskostenspiegel.

    Jetzt zu sagen, ich nutze den Anschluss ja gar nicht, ist nicht das Problem des Vermieters, das ist die alleinige Entscheidung des Mieters, den zu zahlenden Anschluss zu nutzen oder nicht.

    Das Hauptproblem ist immer wieder, dass Verträge unterschrieben werden ohne diese auch zu lesen und sich vor dem Eingehen eines Vertragsverhältnisses genau zu informieren!

    Aber dann sich tierisch darüber aufregen, dass man seiner Eigenverantwortung nicht nachgekommen ist und immer alle anderen Schuld sind, das ist natürlich sehr leicht.

    Gruß

    BHShuber
     
  11. #10 Tigerfisch, 09.12.2014
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    Hallo
    bis jetzt konnten alle den Vertrag selbst kündigen. Aber jetzt muss man das ja nehmen.

    Hab mal nachgesehen im Vertrag, und da steht wie bei fast allen Mietverträgen, unter Betriebskosten auch Kabelfernsehen mit drin.

    Ist dann wohl leider so. Da im Haus war eine alte Dame, die hatte gar kein Fernseher die muss dann jetzt auch bezahlen, und das ist nicht so doll.

    aber nun ja..
     
  12. #11 sobriety, 09.12.2014
    sobriety

    sobriety Gast

    Diese Dame

    ist auch gezwungen, die Rundfunkgebühr zu entrichten, da sie eine Wohnung bewohnt.
     
  13. dots

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    Es ist auch nicht toll, dass die alte Dame Miete für das Wohnzimmer zahlt, obwohl sie es nie nutzt.

    Sie muss es trotzdem, weil sie sich per Vertrag dazu verpflichtet hat.

    Genau so verhält sich das mit dem Fernsehanschluss.
     
  14. Berny

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    M.W. haben die Mieter diese "Wohnwertverbesserung" zu dulden.
     
  15. #14 PHinske, 09.12.2014
    PHinske

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    Der Fall war heute im Fernsehen

    Im Fernsehen gab es heute einen Bericht zum Thema.
    Es lief im WDR Fernsehen in der Sendung "Servicezeit".

    Konkret ging es (auch hier!) um die Dortmunder Wohnungsbaugesellschaft, die ihre 16.000 Wohnungen mit dem Zwangskabel versehen will. Die DOGEWO ist eine Tochter der Stadtwerke. Genauso wie die Tochterfirma, die jetzt das Kabelfernsehen "anbietet".
    (Da wird wohl echt frisches Geld für die Mutterfirma gedruckt....)

    Nach Einschaltung des Mieterschutzbundes zeigte sich die Gesellschaft zumindest gesprächsbereit bezogen auf Einzelfälle.
    Man rechnet damit, dass die Fälle per Gericht entschieden werden.

    Wie lange der Beitrag in der Mediathek zu sehen ist, weiß ich nicht.
    Hier ist aber der aktuelle Link zum Beitrag:
    Doppelte Kabelgebühren - WDR Fernsehen

    MfG PHinske
     
  16. #15 sobriety, 10.12.2014
    sobriety

    sobriety Gast

    Habe die Sendung gesehen.
    Interessanterweise waren dies alles nur ältere Herrschaften, die jüngere Generation ist doch eher offen für derartige Angebote.

    Die Anschlussmöglichkeit sollte dennoch zu Wohnung gelegt werden, soll die Position eben bei diesen Damen und Herren nicht in der NK-Abrechnung auftauchen.

    Aber sollte eines Tages jemand anderes dort einziehen und froh sein, einen Anschluss für Kabel und Internet in den BK zu haben, sollte er auch teilnehmen können.

    Ähnliches wurde in der WEG meiner Großmutter beschlossen, allerdings hier ein anderer Anbieter.
    Die Möglichkeit ist gegeben, aber jeder Eigentümer konnte selbst entscheiden, ob er die Möglichkeiten nutzt und somit beim Anbieter bestellt. Ohne Router oder Receiver kann auch nicht auf das Angebot zurück gegriffen werden.
     
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