Muß Vermieter Stromkosten des Mieters bezahlen?

Dieses Thema im Forum "Beleuchtung" wurde erstellt von Taylorpicker, 13.12.2006.

  1. #1 Taylorpicker, 13.12.2006
    Taylorpicker

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    Moin Gemeinde,

    ich bin Eigentümer einer Eigentumswohnung, die ich vermietet hatte. Der Mieter kündigte im November 2005 zu Ende Dezember. Ich teilte ihm mit, daß er die Kündigungsfrist (3 Monate) nicht eingehalten hat und daß der Mietvertrag bis Ende Februar 2006 läuft. Allerdings bezahlte er schon für Dezember keine Miete mehr. Aus diesem Grund habe ich die Kaution (2MM) einbehalten.

    In der vergangenen Woche bekam ich nun eine gerichtliche Mahnung des Stromversorgers in diesem Gebiet. Es geht um einen Betrag von 368 € für Stromverbrauch vom 20.02.04. Ich selbst wohne seit 2000 nicht mehr im Versorgungsbereich des Energieversorgers. Es kann sich nur um die Stromkosten meiner Eigentumswohnung handeln (oder um einen Irrtum). Ich habe allerdings nie eine Rechnung oder Mahnung erhalten. Der Stromverbrauch wurde immer direkt zwischen Versorger und Mieter abgerechnet.

    Ich weiß nun nicht, was ich machen soll. Einen Anwalt kann ich mir nicht leisten. Ebensowenig die Fahrt zu einer evt. Gerichtsverhandlung, zu der ich über 500 km (einfache Strecke) fahren müßte, abgesehen vom Verdienstausfall und den Übernachtungskosten.

    Ist es überhaupt rechtens, daß der Stromversorger sich am Eigentümer einer Wohnung schadlos hält, wenn der Mieter nicht bezahlt?

    Welche Kosten können auf mich zukommen, wenn ich Widerspruch einlege? (Gerichtskosten, gegnerische Anwaltskosten usw.)

    Hat hier jemand Erfahrung in einem ähnlichen Fall?

    Für Auskünfte und Informationen danke ich herzlich.

    Viele Grüße
    Taylorpicker
     
  2. AdMan

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  3. #2 DiplomHM, 14.12.2006
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    Also, ich würde mal beim Energieversorger fragen für was das ist. Dann müsstest du mehr wissen. Zeitraum, Verbrauchsstelle (Zähler-Nr.), etc.
     
  4. Cesar

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    Erfahre erstmal das o.g.

    Die Vertragliche Kündigungsfrist von drei Monaten ist richtig. Hat er denn innerhalb dieser drei Monaten einen neuen Nachmieter für deine Eigentumswohnung gefunden?

    Falls die nicht der Fall ist, brauchst Du dir keine Gedanken über die Gerichtskosten machen, da diese mit hoher Wahrscheinlichkeit der (ex)Mieter zahlen muss.

    Die Kosten für den verbrauch innerhalb dieser zeit (3 Monate) muss dein Mieter zahlen!!!!! :vertrag

    Aber nicht Vergessen, kläre im Vorfeld ab wie der betrag von deinem Versorger zustandegekommen ist und für welche Objekte (WHG) abgerechnet worden ist.


    Lieben Gruß

    Cesar :hase
     
  5. #4 Insolvenzprofi, 14.12.2006
    Insolvenzprofi

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    hast du denn den Vertrag mit dem Stromversorger?`ich denke nicht oder? denn sonst besteht auch kein Anspruch gegenüber dir, sich das Geld bei Dir zu holen...

    in deiner situation würde ich bei dem Stromlieferanten anrufen und fragen, wie es möglich ist, dass du den strom zahlen sollst, wenn du nicht vertragspartei bist...
     
  6. Heizer

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    Der Eigentümer einer Wohnung ist immer automatisch Vertragspartner, wenn sich kein anderer Nutzer angemeldet hat. Der Eigentümer ist verpflichtet jedwede Nutzungsänderung dem Versorger unverzüglich mitzuteilen. Tut er dies nicht, kann er für mögliche Verbräuche haftbar gemacht werden. Siehe auch AVBElt.

    Daher würde ich den Stromversorger anschreiben und ihm nachträglich mitteilen wer für den Verbrauch im fraglichen Zeitraum verantwortlich ist. Im übrigen ist der Versorger verpflichtet vor Inkassomassnahmen Dir eine ordentliche Rechnung zuzustellen. Darauf würde ich bestehen.
     
  7. #6 lostcontrol, 14.12.2006
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    kommt mir bekannt vor *lach* - hier ist neulich erst ein brief angekommen vom stromversorger, dass sich ein mieter abgemeldet hat, und dass deshalb der vertrag jetzt auf uns (die vermieter) laufen würde und sie uns die vorauszahlungspauschale auf XX euro berechnen.

    hab ich einfach angerufen und das geklärt - problem war: ich hab den neuen mietern zwar gesagt, dass sie sich anmelden müssen (mit ihnen auch noch länger über die verschiedenen anbieter und das thema ökostrom gesprochen), es aber leider offensichtlich versäumt ihnen das entsprechende formular in die hand zu drücken.

    klären hiess in diesem falle: dem versorger mitteilen, wer jetzt dort wohnt, damit sie denjenigen direkt anschreiben können.

    fall geklärt.

    fakt ist: die stromversorger wenden sich grundsätzlich an die eigentümer, wenn es abmeldung aber keine neu-anmeldung gab.
    wenn die wohnung leerstehen sollte, empfiehlt es sich, sich auf den minimal-tarif einzulassen, der meist für leerstand angeboten wird (gibt auch sowas wie 'nen baustellen-tarif).

    edit wegen fipptehler
     
  8. #7 Insolvenzprofi, 14.12.2006
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    ups, das wusst ich nicht ;=) sorry, aber diese verdammten stromversorger

    die machen doch echt was die wollen!!!!!!!!!!!!!!

    am schlimmsten find ich den Vorstand von EnBw... dieser dicke mit dem Bart,,, man man man :wand:
     
  9. #8 lostcontrol, 14.12.2006
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    hi insolvenzprofi,

    na da bin ich jetzt aber mal stolz, dass ich als nicht-profi in sachen hausverwaltung auch mal was mitteilen konnte, auch wenn's nur aufgrund aktueller erfahrung war.

    es ging übrigens um die EnBw und (abgesehen von dem scheiss den die sonst so bauen) muss ich sie wirklich loben, denn:
    bei der gelegenheit hab ich gleich mal ein paar andere sachen mit denen klären können.
    UND: die haben mir UNAUFGEFORDERT für mich privat einen günstigeren tarif angeboten (einziger haken: vertragsbindung 1 jahr).

    im moment kann ich EnBw nur loben, zumindest was service und kundenfreundlichkeit angeht!
     
  10. #9 lostcontrol, 14.12.2006
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    p.s.: und selbstverständlich hatte ich auch die stromzählerstände in den wohnungsübergabeprotokollen schriftlich festgehalten und die entsprechende unterschrift kassiert.

    manchmal hat es halt doch echte vorteile, wenn man sich streng ans protokoll hält...

    aber bevor ich grössenwahnsinnig werde:
    ich sag's ja: praxis schult :-) - auch diejenigen ohne den "führerschein".
    auch wenn die erfahrungen, aus denen man am meisten lernt, leider eher die schlechten sind...
     
  11. #10 lostcontrol, 14.12.2006
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    p.s.s.: bei dieser unschlagbar guten gelegenheit nochmals ganz herzlichen dank an die betreiber und user dieser website für jede menge richtig gute info!!!
     
  12. #11 lostcontrol, 14.12.2006
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    was mir grad auffällt:
    wär es wohl rechtlich ok, einen "leerstands"-tarif in den allgemeinstrom zu hauen und entsprechend umzulegen?
     
  13. Mac

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    Wie der Name schon sagt: Allgemeinstrom, Strom für Räumlichkeiten, die der Allgemeinheit (auch wenn nur anteilig) zur Verfügung steht.

    Also, wenn du die Wohnungstüre offen stehen lässt bzw. jeder in der Immobilie befindlichen Mietpartei einen Schlüssel übergibts und diese auch diese Räumlichkeit nutzen wollen :zwinker dann ja.
     
  14. #13 Insolvenzprofi, 15.12.2006
    Insolvenzprofi

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    hi lost, danke, übrigens, mir föllt nicht auf, dass du kein profi bist, deine beiträge finde ich immer klasse
     
  15. Heizer

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    *auscht* was ist denn hier los? Fast hätte es mich geerdet, weil ich auf so einer Schleimspur hier ausgerutscht bin.

    @lostcontrol: Einige Stromversorger bieten für größere Hausverwaltungen einen speziellen Leerstandstarif an. Der ist ohne Grundgebühren. Da wird nur Verbrauch abgerechnet falls welcher anfällt.

    Voraussetzung ist Sammelabrechnung aller Liegenschaften (Allgemeinstrom und Leerstand), elektronischer Datenaustausch und ein entsprechender Rahmenvertrag.
     
  16. #15 lostcontrol, 16.12.2006
    lostcontrol

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    bist ja nur neidisch *langenasezeig* *g*

    na sag ich doch!
    die EnBw macht das sogar für kleinere objekte und nicht-offzielle kleine hausverwaltungen. aber ist ja logisch, dass man danach fragen muss - von selbst kommen die einem nicht damit.

    hier gibt's keine voraussetzung. da langt dass ich sage "die wohnung steht leer". das könnten sie ja theoretisch auch überprüfen (ham sie bei uns aber noch nie "am objekt" gemacht, sondern lediglich eine auge auf den tatsächlichen verbrauch gehabt).

    es ist nicht immer alles so furchtbar kompliziert wie es uns das mietrecht glauben lässt. kann zwar so sein, muss aber nicht. im normalfall lässt sich alles easy regeln.
     
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