Muss weiterer Mitbewohner geduldet werden?

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von kabus, 21.03.2015.

  1. #1 kabus, 21.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 21.03.2015
    kabus

    kabus Erfahrener Benutzer

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    Ich habe vor 3 Monaten eine 70 qm Wohnung an einen netten jungen Mann vermietet. Dieser möchte jetzt, so seine Anfrage, auf unbestimmte Zeit einen Freund in der Wohnung mit wohnen lassen, ähnlich einer WG; es besteht keine Lebenspartnerschaft. Muss diese "WG" von mir als Vermieter akzeptiert werden und kann es ggf. zeitlich begrenzt werden?
    Ich möchte auf keinen Fall den Mietvertrag auf die 2. Person erweitern, da ich in der Vergangenheit negative Erfahrungen mit einer WG gemacht habe.

    Dass ich einer/einem Lebenspartner(in) zustimmen muss, ist mir klar, aber wie sieht es bei einem Bekannten/Freund aus?
     
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  3. #2 anitari, 21.03.2015
    anitari

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    BGB § 553
    Gestattung der Gebrauchsüberlassung an Dritte


    (1) Entsteht für den Mieter nach Abschluss des Mietvertrags ein berechtigtes Interesse, einen Teil des Wohnraums einem Dritten zum Gebrauch zu überlassen, so kann er von dem Vermieter die Erlaubnis hierzu verlangen. Dies gilt nicht, wenn in der Person des Dritten ein wichtiger Grund vorliegt, der Wohnraum übermäßig belegt würde oder dem Vermieter die Überlassung aus sonstigen Gründen nicht zugemutet werden kann.
    (2) Ist dem Vermieter die Überlassung nur bei einer angemessenen Erhöhung der Miete zuzumuten, so kann er die Erlaubnis davon abhängig machen, dass der Mieter sich mit einer solchen Erhöhung einverstanden erklärt.
    (3) Eine zum Nachteil des Mieters abweichende Vereinbarung ist unwirksam.


    Vertragsänderung ist nicht nötig, nur die Zustimmung zur Untervermietung.


    Dann ist der Rest Sache zwischen Haupt- und Untermieter und geht Dich nichts an.
     
  4. #3 Ästhetiker, 21.03.2015
    Ästhetiker

    Ästhetiker Neuer Benutzer

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    Ja, quasi eine Untervermietung.
     
  5. #4 Nero, 21.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 21.03.2015
    Nero

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    An den offiziellen Gegenheiten würde ich auf gar keinen Fall etwas ändern. Kein erweiterter/neuer MV, aber auch keine ! Bewilligung eines Untermietverhältnisses.

    Besagte personelle Änderungen würde ich nur im Rahmen der NK-Abrechnung auf Ansage des Mieters (Anfang/Ende der weiteren personellen Besetzung = Besuch auf unbestimmte Zeit) berücksichten.

    Ein direktes Verhältnis mit dem Mieter wäre für mich persönlich das Bessere- was er mit seinen Lebens-raum-abschnittsgefährten verstanstaltet, könnte mir dann auch egal sein.

    Ich bekäme ihn aber mitsamt seines "Besuches" im Falle des Falles doch wohl schneller raus.
     
  6. #5 alibaba, 21.03.2015
    alibaba

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    naja man kann folgendes machen :7:

    BGB - Einzelnorm

    das heisst man stimmt zu unter dem Gesichtspunkt , einer angemessenen

    Mietserhöhung idR bis 10% der Kaltmiete oder bis 20% der vom Mieter erhaltenen
    UnterMiete :055sonst:

    sollte der Hauptmieter dem nicht zu stimmen ......,kann man die Untervermietung
    verwehren :hut012:

    bei einer künftigen Partnerschaft kann man nur die Nebenkosten etwas erhöhen ,
    aber nicht den zuzug unterbinden :verrueckt006:

    Gruss
    alibaba :rauch003:
    PS: bei Fremduntervermietung würde ich die 10% Kalterhöhung vorziehen ,
    da ich nicht weiss ob der Mieter nach erhalt meiner Zustimmung ein Tag später
    den Untervermietpreis erhöht ,drum von HauptKaltMamselle :055sonst:
     
  7. Andres

    Andres
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    Zumindest bis dein Mieter Gründe liefert (berechtigtes Interesse), bist du nicht verpflichtet, dem zuzustimmen.
     
  8. Pitty

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    Eintragen lassen würde ich ihn nicht. Dulden kannst Du es unter der Vorraussetzung, dass es keine Probleme mit Lärm ect gibt.
     
  9. #8 Pharao, 24.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 24.03.2015
    Pharao

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    Hi,

    erstmal müsste der Mieter dir ein berechtigtes Interesse vorlegen und das dürfte bei der kurzen Mietzeit m.E. sehr schwer werden. Das berechtigte Interesse darf nämlich u.a. NICHT vor Mietbeginn schon bestehen, ect und ohne berechtigtes Interesse musst du keinen Untermieter akzeptieren. Falls ein berechtigtes Interesse bestehen sollte, bedeutet das aber auch nicht automatisch, das du jeden akzeptieren musst. Die Chance hier jemanden wirksam abzulehnen wird i.d.R. nur wesendlich kleiner.

    Das mit dem "dulden" eines Untermieters ist so eine Sache, was m.E. durchaus zu Problemen führen kann, wenn man später die Duldung zurückziehen will (der Grund ist hier eher nebensächlich). Dulden geht ja bei vielem, aber bei Untervermietung ist das m.E. eher ungeeignet.
     
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