MV Zwangsversteigerung

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von MarQi, 12.02.2009.

  1. MarQi

    MarQi Erfahrener Benutzer

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    Interessent I möchte eine Wohnung (72m²) aus einer Zwangsversteigerung ersteigern. I kennt den MV nicht, hat aber ein Verkehrswertgutachten. Laut diesem ist die Wohnung für 325€ kalt + 50€ NKPauschale vermietet. Die Miete ist in besonderer Absprache so niedrig, weil Mieter M die Wohnung auf eigene Kosten renoviert hat.

    1) Die Nebenkostenpauschale ist mit 50€ viel zu niedrig angesetzt. Aus Erfahrung weiß I, dass ein Betrag von ca 130€ angemessen wäre. Kann I die Nebenkostenpauschale einfach so erhöhen, selbst wenn im MV vereinbart wurde, dass die Nebenkostenpauschale nicht erhöht werden darf? Wäre solch eine Klausel rechtswidrig? Kann man den Mieter dazu zwingen die Pauschale abzuschaffen und ganz normal Nebenkosten abrechnen?
    2) I hat gelesen, dass er ein sogenanntes Sonderkündigungsrecht (3.Mon) hat aufgrund der Zwangsversteigerung. Wäre es rechtswidrig, wenn I den M damit droht, entweder ein neues Mietverhältnis abzuschließen oder I beruft sich auf Eigenbedarf. Angenommen I kündigt wegen Eigenbedarf, für wie lange muss I dann auch in der Wohnung wohnen ohne dass die Kündigung rechtswidrig war?
     
  2. AdMan

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  3. #2 lostcontrol, 12.02.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    sag mal marqi - benutzt du uns hier zur prüfungsvorbereitung oder was?
    du stellst ständig solche fragen, da drängt sich so langsam der verdacht auf...

    btw.: "drohen" ist immer scheisse und führt zwangsläufig dazu, dass eine normal-menschliche kommunikation unmöglich wird.

    rein rechtlich ist der ganze nebenkosten-pauschal-kram ohnehin deutlich veraltet und nicht mehr vorgesehen bzw. teilweise noch nicht mal mehr erlaubt.

    und vorgetäuschte eigenbedarfs-kündigung kann verflucht teuer werden. eigenbedarf bedeutet ja auch, dass man wirklich drin wohnen muss, und wenn dein mieter auch nur einigermassen hirn hat, dann wird es ihm ein leichtes sein den unterschied zwischen "bewohnt" und "unbewohnt" schon von aussen festzustellen.

    wo ist dein problem? geht's wirklich ums kündigen?
     
  4. MarQi

    MarQi Erfahrener Benutzer

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    haha nein ich benutze euch nicht zur prüfungsvorbereitung. am montag hab ich zwar ö-recht aber das hat damit wohl weniger zu tun. ich hab das ganze aber noch in einem anderen forum gepostet und da muss man es fiktiv formulieren.
    also wegen der nebenkostenpauschale weißt du auch nichts? hab nur mal gelesen, dass die pauschale angehoben werden darf, sofern nachweisbar auch die kosten gestiegen sind. außer: im MV wurde vereinbart, dass die NK Pauschale nicht angehoben werden darf. und das kann doch nicht stimmen oder? wäre ja eine große benachteiligung gegenüber dem VM.
    wegen der eigenbedarfskündigung wurde mir geraten: ich soll erstmal kündigen und dann einen tag bevor der mieter ausziehen muss, einfach die kündigung zurückziehen. die chance ist groß, dass der mieter dann trotzdem auszieht. mir ist das ganze theater aber viel zu heikel!
    nein eigentlich geht es gar nicht um kündigen. ich will nur eine anständige rendite aus der wohnung haben. mein gefühl(!) sagt mir, dass der voreigentümer dumm gewesen sein muss: (wohnung wird zwangsversteigert, es existiert eine NK pauschale, wohnung wird billig vermietet nur weil der mieter selbst renoviert...) und das hat wohl der mieter zu seinen gunsten ausgenutzt. klar wer hätte das nicht nur wenn ich die wohnung ersteiger... dann will ich anständige verhältnisse.
     
  5. #4 lostcontrol, 14.02.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    ja, so kenne ich das auch. und so mache ich das übrigens auch (in dem einen fall, in dem ich mittlerweile auf eine pauschale umgestiegen bin - einliegerwohnung mit unmöglich korrekt zu berechnenden betriebskosten).

    wenn ein vermieter so doof ist und sich selbst benachteiligt, in dem er sowas in einen vertrag schreibt, dann ist er selbst schuld.

    das hat dir sicher kein profi geraten.
    das problem dabei ist, dass auf sowas nicht zu vernachlässigte strafen stehen, und dass die gerichte da auch nicht mit der wimper zucken diese zu verhängen.
    und das ganze fliegt ja auch zwangsläufig auf. der mieter muss doch nur das haus beobachten und schauen, ob und wer da wirklich einzieht. und dann bist du dran.

    dann erhöhe halt die kaltmiete entsprechend sowie die nebenkostenpauschale.
    bzw. steige um auf eine korrekte betriebkostenabrechnung - das sollte im sinne des gesetzes möglich sein.
    wieviele wohnungen gibt's denn in dem haus? wirst du eine selbst beziehen?

    das ist nicht gesagt.
    wenn z.b. der mieter das badezimmer komplett renoviert hat, kann das locker 10.000 euro gekostet haben (je nach badezimmer natürlich). das sind kosten, die du ansonsten hättest tragen müssen.
    eine renovierung besteht nicht immer nur aus einem neuen anstrich - da gibt's noch ganz andere sachen, die dann eben doch wesentlich teurer sind.
     
  6. #5 F-14 Tomcat, 14.02.2009
    F-14 Tomcat

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    MarQi für eine Eigenbedarfkündigung braucht mann den § 57a ZVG nur wenn im Mietvertrag eine Ausschluss für Eigenbedarf vereinbart wurde oder wenn der Mieter schon länger drinnen wohnt um nur 3 Monate Kündigungfrist zu haben

    wie lange du dann drinnen wohnen musst ist unterschiedlich
    es könnte jedoch ein Ereignis zu einer sehr kurzen mietdauer führen
    z.b. wenn du nach einzug eine neue Arbeit findest wo die Wohnung zu weit weg wäre oder deine Schwester nach einzug einen total süßen jungen mann kennen lernt mit dem sie zusammen ziehen will und die Wohnung dann zu klein wäre

    losti seit wann wird eine vorgetäuschte Eigenbedarfkündigung bestraft bitte gleich einen zugehörigen § im Strafgesetzbuch, Wirtschaftstrafgesetz usw oder ein Gerichtsurteil das eine STRAFE enthält nennen :tasse
     
  7. #6 lostcontrol, 14.02.2009
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    tomcat, sorry, hab ich nicht parat.
    da müsste ich alte akten rauskramen, wir steckten nämlich selbst mal in so 'ner situation. da wollte eigentlich meine cousine einziehen und wir haben den mietern wegen eigenbedarfs gekündigt. blöd nur dass meine dusslige cousine sich das dann anders überlegt hat (bzw. sie hat plötzlich irrwitzige forderungen an meine mutter gestellt, wie z.b. dass der dachboden dann auch gleich für sie mit ausgebaut wird usw., was wir weder wollten noch bereit waren zu finanzieren). die ex-mieter haben uns dann mit anzeige gedroht, das ganze ging 'ne weile hin-und-her, auch gleich mit anwälten und pipapo, aber letztendlich isses nochmal gut gegangen.

    es gibt da aber strafen dafür, das weiss ich spätestens seit damals 100% sicher.

    edit:
    könnte natürlich sein, dass es dabei "nur" um schadensersatz für die ex-mieter ging. aber der kann (google) ziemlich hohe summen erreichen...

    wie auch immer: ich würde das definitiv nicht riskieren.
    es finden sich da sicher auch andere mittel und wege.

    edit2:
    @ marqi: warum kündigst du nicht mit sonderkündigungsrecht wg. zwangsversteigerung? das ist ja in deinem fall möglich und wäre sicher risikoärmer...
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Es ist eigentlich immer das gleiche: nach "mal gelesen" oder "mal gehört" folgt regelmäßig irgendein Unsinn. :help

    Ein Blick ins Gesetz verbessert die Rechtskenntnis...

    Die Anpassung einer Betriebskostenpauschale ist nach § 560 Abs. 1 BGB zulässig, soweit dies vereinbart ist. M.a.W.: nicht der Ausschluss einer Anpassung muss vereinbart sein, sondern die Zulässigkeit. Gibt es keine Vereinbarung über die Anpassung, gibt es auch keine Anpassung.
     
Thema: MV Zwangsversteigerung
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