Nachbarn nerven unsere Mieter - verklagen als Vermieter?

Dieses Thema im Forum "VF - Ankündigungen!" wurde erstellt von Budge, 31.10.2012.

  1. Budge

    Budge Benutzer

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    Hallo Zusammen,

    ich würde gerne Eure Meinung dazu erfahren.
    Wir vermieten ein Mehrfamilienhaus mit 5 WE. Kinder spielen öfter mal im Garten etc, was halt alles dazu gehört.
    Nebenan wohnt ein älteres Rentner Ehepaar. Ich habe mir von meinen Mietern sagen lassen, dass der alte Mann wohl meint da den Sackgassensheriff raushängen zu lassen und meine Mieter wohl des öfteren beschimpft bzw. das Laub des Gehweges auch mal demonstrativ auf mein Grundstück ablädt.
    Problem ich bin vielleicht einmal im Monat zum gucken da, hab es selbst auch noch nicht mitbekommen.

    Nun Meine Frage: Würdet ihr da als Vermieter aktiv werden z.B. durch eine Unterlassungsklage? Ich möchte nämlich schon das meine Wohnungen nicht durch einen unverschämten und nervigen alten Griesgram unattraktiv werden und bald alle wegen dem ausziehen!

    Vielen Dank für Eure Antworten!
     
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  3. #2 Papabär, 31.10.2012
    Papabär

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    Hallo Budge,
    Auf jeden Fall. Spätestens wenn die Mieter anfangen sich zu beschweren.


    Naja, ... ich würde vlt. erst einmal einen sanfteren Weg probieren. Wenn Du auf Konfrontation gehst, dann wird Dein Griesgram wohl eher gegenhalten als klein beizugeben - schließlich fühlt er sich im Recht.
    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass das oft eine Menge Überwindungskraft kostet.


    Wegen des Laubes müsste man z.B. auch die örtlichen Gegebenheiten kennen. Gibt es Ausweichflächen?
     
  4. #3 Tobias F, 01.11.2012
    Tobias F

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    Gegen was willst Du Unterlassungsklage einreichen?
    Wenn Deine Mieter beschimpft werden so können nur diese auf Unterlassung klagen, denn wenn überhaupt werden ihre Rechte hierdurch in irgendeiner Form (je nachdem wie sie beschimpft, evtl. beleidigt werden) verletzt.
    Bez. des Laubes wäre dies durch Bilder oder Zeugenaussagen zu beweisen, erst dann kannst Du hier geeignete Schritte unternehmen.



    Was willst Du damit sagen? Darfst Du, egal ob es solche "Ausweichflächen" (was immer das sein soll) gibt oder nicht, dass Herbstlaub des Gehweges auf dem Grundstück des Nachbarn abladen?
     
  5. #4 lostcontrol, 01.11.2012
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    woher kommt denn das laub?
    das nachbarschaftsrecht in bawü erlaubt es durchaus, sowas dem verursacher "zurückzugeben"...
     
  6. #5 joebeuel, 01.11.2012
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    erst mal reden!

    Ich würde auch zuerst mal mit allen Mietern (einzeln) und dem Nachbarn reden. Möglicherweise regt er sich ja zu Recht über eine Beeinträchtigung seines Eigentums auf, die von einem deiner Mieter ausgeht.
    Nur weil es sich um einen älteren Rentner handelt, muß er noch lange kein notorischer Meckerer sein, der sind grundlos über alles Mögliche aufregt.
     
  7. #6 Papabär, 01.11.2012
    Papabär

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    Natürlich darfst Du das grundsätzlich nicht so ohne weiteres ... es gibt jedoch Grundstücke (Hauswand auf gesamter Breite bis direkt an den 40cm breiten Bürgersteig) da gibt es einfach keine Alternativen (... zugegeben, das Beispiel hinkt etwas, weil bei solchen Grundstücken meist eher wenig Laub anfällt).

    Wir wurden jedenfalls einmal ganz offiziell vom OA einer ostdeutschen Kleinstadt aufgefordert Laub und Schnee auf ein in der Nähe befindliches Brachgrundstück zu schieben (auch die Brache gehört ja wohl irgend jemandem), weil es keine geeigneten Sammelflächen gibt und die Haufen am Straßenrand (Plural, weil es eigentlich bei keinem Haus in der Straße anders war/ist) als Eingriff in den Straßenverkehr angesehen wurde.
     
  8. Budge

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    Es ist eine Sackgasse. Er wohnt auf der gegenüberliegenden Seite. Geht einmal komplett über die Straße rüber. Fegt den Bürgersteig der in keinerlei Verbindung zu seinem Grundstück steht. Und kippt die Reste einfach über den Zaun. Wir haben nur einen ganz kleinen Baum. Alle zwei Wochen kommt der Gärtner. Ich denke schon, dass er einfach nur damit die Machtverhältnisse klar stellen will.

    Mieter sind meiner Kenntnis nach relativ unaufällig. Die anderen Nachbarn äußern nie Probleme wenn ich die mal bei meiner Visite auf der Straße treffe. Der beschwert sich einfach über belanglose Sache die ihm eigentlich auch nichts angehen.

    Ich sehe es eigentlich genauso, dass es die stärkste Waffe ist ,den Gegner ohne Angriffsfläche mit einem Lächeln im Regen stehen zu lassen.

    Aber ich fände den Punkt sehr amüsant, wenn er die Klage in der Hand halten würde und ihm das Herz in die Hose rutscht und seine "Magret" im Hintergrund am deibeln wär, warum er denn immer zu allem seinen Senf beigeben muss :D
     
  9. #8 Papabär, 01.11.2012
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    Na das ist dann aber scheinbar doch schon recht starker Tobak - wenn er sich damit solche Mühe gibt.

    Woher hast Du die Information? Hast Du´s selber gesehen oder hat Dich ein Mieter informiert? Solche Zeugenaussagen würde ich mir immer schriftlich geben lassen (Zeugen die in unmittelbarer Nachbarschaft des Verursachers leben kippen vor Gericht gerne mal um) - und vielleicht kann der Zeuge einen solchen Vorfall auch mal bildlich dokumentieren.

    Mit ein paar eindeutigen Fotos - oder gar einer Filmsequenz - könnte man "Magret" ja vielleicht mal eine nette Überraschung machen ...
     
  10. #9 lostcontrol, 01.11.2012
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    mit anderen worten: er macht also EURE arbeit (denn ihr wärt ja für den bürgersteig zuständig).

    heisst: das laub stammt von EUCH - und ihr müsst dafür sorgen dass es wegkommt.

    ich wär da eher vorsichtig - immerhin kommt ihr ja offensichtlich eurer pflicht die straße zu kehren nicht nach.
    wogegen wollt ihr denn klagen? dass er euch das abnimmt?
    da wär ich aber vorsichtig, denn wenn er im gegenzug EUCH bei der gemeinde anschwärzt bleibt die frage, wer da besser wegkommt, er, der immer schön alles sauber hält, sogar bei euch, obwohl er das nicht müsste, oder ihr, die ihr euren pflichten nicht nachkommt...
     
  11. Budge

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    Ne selber live gesehen hab ich bisher nix. Hab es mir auch nur berichten lassen.

    Im Prinzip geht's mir ja darum, ob ihr euch als Vermieter (im Sinne als Sprachrohr und Schutzpatron der Mieter :D) da einmischen würdet. Im Prinzip sind die Leute ja eigentlich auch alle alt genug ... sodass ich da mit meinen Mitte Zwanzig eigentlich nicht den Kindergärtner spielen muss...
     
  12. Budge

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    Es kommt alle zwei Wochen der Gärtner, der fegt auch alle Grauflächen...

    Auf dem Gehweg würden wirklich nur vereinzelt Blätter liegen, die meisten liegen wenn dann aufn Rasen. Das Foto zeigt nicht unseren Originalbaum, aber die Art und Größe. Ich denke da muss man mal die Kirche im Dorf lassen... Man muss doch nicht jedes einzelne Blatt vom Boden fegen...

    [​IMG]
     
  13. #12 lostcontrol, 01.11.2012
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    wenn jemand auf dem feuchten laub ausrutscht, bist du trotzdem dran... oder fällt das nur alle 2 wochen?

    es ist aber unstrittig, dass das laub von euch stammt, richtig?
    damit wäre dann zumindest das thema dass es euch in den garten geworfen wird ja schon mal geklärt...
     
  14. GSR600

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    Bei uns im Amtsblatt stand erst diese Woche, das jeder Hauseigentümer für Laubfreie Flächen zu sorgen hat egal woher das laub kommt.
     
  15. #14 lostcontrol, 02.11.2012
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    hier scheint aber der nachbar das zu übernehmen - und das laub eben dorthin zu werfen, wo's liegen bleiben darf, nämlich auf das grundstück des laub-erzeugers.
     
  16. Budge

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    Beeinträchtigungen eines Grundstücks durch Laubfall oder durch Kiefernnadeln und Tannenzapfen werden von der Rechtsprechung grundsätzlich als ortsüblich angesehen. Daher bestehen in der Regel keine Abwehr- oder Unterlassungsansprüche des Nachbarn.
    Nur in Ausnahmefällen muss der Nachbar solche Beeinträchtigungen nicht entschädigungslos hinnehmen. Insofern kann ein Ausgleichsanspruch in Geld bestehen, wenn die Einwirkungen das übliche und zumutbare Maß erheblich überschreiten, z. B. wenn die Dachrinnen und Dacheinläufe des Nachbarhauses laufend verstopft werden und dem Nachbarn dadurch hohe Kosten durch Reinigungsarbeiten entstehen (so z. B. BGH, Urteil v. 14.11.2003, V ZR 102/03).
     
  17. Budge

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    Ich wollte mich nochmal passend zum Thema zurückmelden.

    Ich habe immer noch monatlich mindestens 1 bis 2 Terroranrufe von dem besagten Ehepaar wegen irgendwelcher belanglosen Dinge. Mit denen lässt sich nicht reden, die reden sich am Telefon völlig in Rage.
    Selbst die mit im Haus lebende erwachsene Tochter hat sich mal bei mir für die Art Ihrer Eltern entschuldigt - dass es ihr ziemlich peinlich wäre.

    Zum Thema Laub: Um die Diskussion erst gar nicht aufkommen zu lassen habe ich bereits Ende September die Bäume komplett kahl schneiden lassen.
    Jetzt wird immer noch gemeckert, weil das Laub vom öffentlichen Spielplatz hinterm Haus über unserer Grundstück fliegt und schlussendlich bei denen landet.

    Und ich komme denen schon echt oft entgegen.

    Kein Witz: Es geht hier um EINZELNE Blätter! Andere Nachbarn und unsere Mieter haben mir erzählt das der 12 mal am Tag seinen Rasenmäher rausholt um 2 - 3 Blätter auszusaugen, den Rasen mit der Hand und einer gespannten Schnur schneidet, sein Auto nach jeder Bewegungsfahrt putzt etc. Das sagt in meinen Augen schon alles...

    In meinen Augen sind das gewöhnliche, ortsübliche und Jahreszeiten bedingte Gegebenheiten die sich unmöglich zu 100% vermeiden lassen.

    Ich habe echt Schiss das der meine Mieter vergrault, weil der sobald die Leute die Haustür verlassen erstmal sein Revier markieren muss und denen nen blöden Kommentar reindrückt...

    Mich belastet das echt.
     
  18. #17 BHShuber, 16.12.2013
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    Schutz und Fürsorgepflicht des Vermieters

    Hallo erstmal,

    neben der Gefahren die eventuell von der vermieteten Wohnung ausgehen kann, ist auch eine Schutz u- Fürsorgepflicht des Vermieters gegenüber beleidigender oder gewalttätiger Nachbarn gegeben.

    Sie haben die Pflicht den Mieter vor Schäden zu bewahren auch in emotionaler Hinsicht.

    Die Beleidigungen sollten Sie via Abmahnung den den Nachbarn unterbinden, wenn nötig sogar mit anwaltlicher Hilfe.

    Es steht tatsächlich zu befürchten, dass Ihr Mieter sich der Situation gegenüber als nicht unterstützt sieht und das Mietverhältnis kündigt oder gar eine Mietminderung vornimmt.

    Aus dem Grundsatz von Treu und Glauben (§ 242 ) ergeben sich als Nebenpflichten für den Vermieter je nach Lage des Falles Schutz- und Fürsorgepflichten.

    Gruß

    BHShuber
     
Thema: Nachbarn nerven unsere Mieter - verklagen als Vermieter?
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