Nachbarzufahrt über eigenes Grundstück

Dieses Thema im Forum "Mietvertrag über Gewerberäume" wurde erstellt von Investor1337, 30.10.2014.

  1. #1 Investor1337, 30.10.2014
    Investor1337

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    Hallo zusammen,

    ich habe ein Objekt erworben und der Nachbar fährt seit Jahren über einen Teil meines Grundstücks in seine Einfahrt. Er hat aber im Grundbuch keine Dienstbarkeit eingetragen.

    Nun möchte ich das für die Zukunft sauber regeln und auch eine Nutzungsgebühr verlangen. Es geht hier nur um ein paar Meter, aber natürlich entstehen auch mir kosten wie der Winterdienst etc. Ich möchte einfach eine jährliche Pauschalzahlung. Was würden Ihr ansetzen?

    Danke vorab.
     
  2. AdMan

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  3. dots

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    Hat der Nachbar eine andere Möglichkeit, sein Grundstück(-steil) zu erreichen?
    Ist der Nachbar wirklich drauf angewiesen, oder ist es anders halt nur nicht so bequem? Das wirkt sich natürlich auf den "Wert" aus, bzw. man kann abschätzen ob der Nachbar bereit ist deinen Wunschbetrag zu zahlen oder eher komplett verzichtet.
     
  4. #3 Glaskügelchen, 30.10.2014
    Glaskügelchen

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    Sollte der Nachbar ein Notwegerecht geltend machen können, darf man eine gewisse Summe verlangen. Wieviel genau sollte ein Gutachter klären.
    Ob das im Sinne einer guten Nachbarschaft immer schlau ist muss jeder für sich entscheiden.
     
  5. #4 Pharao, 30.10.2014
    Zuletzt bearbeitet: 30.10.2014
    Pharao

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    Hi,

    also so macht man sich sicherlich als "neu dazu gezogener" nicht gerade beliebt in der Nachbarschaft .... :91:

    Ansonsten, wie oft schneit`s denn überhaupt bei dir und macht das kostenmäßig tatsächlich sowie aus, wenn`s nur ein paar Meter mehr zum räumen sind :?
     
  6. #5 Glaskügelchen, 31.10.2014
    Glaskügelchen

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    Also wenn ich NUR für den Nachbarn räumen müsste, würde ich mir das auch bezahlen lassen.
    Prinzipiell wäre es aber doch auch ein guter deal den Nachbarn gegen die Nutzung räumen zu lassen.
     
  7. Pharao

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    Hi,

    also für mich klingt das eher so, das eh geräumt wird und man hier nur ein paar Meter "mehr" räumt bzw. das diese paar Meter eben gemeinsam benutzt werden.

    Wenn nur für den Nachbarn geräumt werden muss, könnte man auch mit ihm einfach ausmachen, das er sich selber um das Stück kümmert, was nur er benutzt.
     
  8. #7 Investor1337, 31.10.2014
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    Danke erstmal für die Antworten.

    Das ist ein reines Anlageobjekt, ich wohne dort nicht.
    Winterdienst, Instandhaltung etc. läppern sich schon. Ich will einfach eine Pauschalzahlung, denke an ca. 500 € p.a. vllt. schafft sich der Eigentümer dann auch einen anderen Zugang.

    Ich halte euch auf dem Laufenden wie die Reaktion ist.

    Das Notwegerecht kommt ja nur in Betracht wenn es für den Eigentümer keine andere Möglichkeit gibt, dies ist hier nicht der Fall. Mit mittlerem Aufwand kann er sich einen Alternativzugang auf seinem Grundstück schaffen.
     
  9. Andres

    Andres
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    Bleibt noch die Frage, ob das Können mit dem Dürfen vereinbar ist. Da hat schon so mancher Bauherr große Augen gemacht.
     
  10. Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi,

    ich weis zwar nicht wie groß das Grundstück ist oder wieviel Meter dieser Weg vom Nachbarn ausmacht (der evtl. alleine oder gemeinsam genutzt wird), weder noch wie oft es bei euch nötig ist Schnee zu räumen, aber 500€ :erschreckt014: halte ich für ganz schön viel (gerade wenn man bedenkt, das dies nur diese paar Meter sind).

    Ich mein, wenn ich mal gucke was mein Winterdienst so kostet (ok, ohne Daten ist es nicht vergleichbar), aber 500€ für ein paar Meter Schnee schippen :?
     
  11. #10 Glaskügelchen, 31.10.2014
    Glaskügelchen

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    Eine eigene Einfahrt zu schaffen wird vermutlich erstmal deutlich teurer.
    Wenn der Nachbar ein Notwegerecht beanspruchen könnte, fände ich es auch hoch, und man nutzt damit irgendwie die Notlage aus, aber hier ist es völlig frei verhandelbar.
     
  12. Pitty

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    Wir haben Straßenreinigung, Winterdienst und ein Nutzungsrecht für 1 Jahr hoch rechnen lassen. Das hat jetzt für 21 lfm 70 € im Jahr ausgemacht. Wir mussten es klären, weil wir sonst verantwortlich wären, wenn jemand bei Schnee stürzt und nicht gefegt wurde. Aus dieser Verantwortung wollten wir raus. Der Winterdienst wäre da jetzt noch hinzu gekommen für die 21 lfm. Der Nachbar wollte aber selber fegen. Und solange er dafür die Verantwortung trägt, bin ich zufrieden.

    Du solltest abklären wer haftet, wenn er auf Eurem Grundstück stürzt.
     
  13. #12 Venceremos!, 04.11.2014
    Venceremos!

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    Aus diesem Grunde wird das Entgelt für die Nutzung eines Notwegerechts im Zweifel vom Gericht festgesetzt, wenn es keine freiwillige Einigung gibt. Das Nutzungsentgelt bemisst sich am Grundstückswert und fällt in aller Regel gering aus. In der überwältigenden Zahl der Fälle wird das angemessene Entgelt (weit) niedriger als 500 Euro sein.
     
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