Nachträgliche Feststellung eines zu erwartenden Schaden

Dieses Thema im Forum "Schönheitsreparaturen" wurde erstellt von maine-coon, 22.08.2012.

  1. #1 maine-coon, 22.08.2012
    maine-coon

    maine-coon Neuer Benutzer

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    Vor fast genau einem Jahr haben meine Bekannten in einem Einfamilienhaus die obere Wohnung als Mieter bezogen.
    In dieser Wohnung wurde die gesamte Wohnfläche mit Laminat verlegt.
    Jetzt, nach fast einem Jahr bemerken die beiden, dass an einigen Stellen das Laminat an den Anstoßkanten nicht mehr so sauber verbunden ist.

    Als sie das ihrem Vermieter erwähnten, bekamen sie zur Antwort, dass sie zu "feucht" wischen würden.
    So ein Blödsinn. Das würde ja bedeuten, dass ein versehentlich umgestürtzter Eimer mit Wasser alles zerstört.

    Also ich habe mir das mal vor Ort angeschaut und sehe das ganz anders. Es sieht nämlich so aus, als ob das verlegte Laminat entweder schlecht, oder gar nicht versiegelt wurde.
    Ich habe ihnen geraten Fotos zu machen und das Problem der vermutlich "Nicht-Versiegelung" klar mit denen zu Besprechen.

    Jetzt haben sie beide das Gefühl, dass sie die Kaution nicht mehr wiederbekommen werden, weil ja schließlich neues Laminat gelegt werden muss.

    Was können die beiden jetzt sinnvolles tun?
    Gruß Achim
     
  2. AdMan

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  3. kathi

    kathi Gesperrt

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    Wie geht das denn?

    Da würd ich mal dringend dem Vermieter Bescheid geben, dass der seinen Verlegefuzzi zur Sau macht........ natürlich nur, wenn du dich lächerlich machen willst.

    Das kann bei Laminat durchaus passieren
     
  4. #3 BarneyGumble2, 22.08.2012
    BarneyGumble2

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    Nur zur Info: Click-Laminat wird in der Regel GECLICKT. Das wars!
    Inwieweit die Kanten bei der Fertigung gegen Feuchtigkeit behandelt wurden, liegt am Hersteller bzw. Ausführung ( und damit auch irgendwo am Preis).

    Ein Eimer Wasser, der umgefallen ist, schädigt das Laminat mit Sicherheit, so dass vermutlich irgendwann die Kanten aufquellen.
    Bei manchem Laminat geht das sehr schnell, je hochwertiger die das Laminat, desto länger hält es der Feuchtigkeit stand...
     
  5. #4 lostcontrol, 23.08.2012
    lostcontrol

    lostcontrol Erfahrener Benutzer

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    wie das geht würde auch mich interessieren...

    genau so ist es aber - drum steht in jeder laminat-pflegeanleitung auch, dass man es höchstens "nebelfeucht" wischen darf.
    natürlich gibt's aber auch unterschiedliche qualitäten, hochwertiges laminat ist meist so imprägniert, dass das nicht so schnell passiert. nichts desto trotz darf man aber auch dieses nicht zu feucht wischen.

    laminat wird auch nicht versiegelt, wie kommst du denn auf sowas?
    wir reden hier ja nicht von parkett...

    damit dürfte er sich so ziemlich lächerlich machen...

    nun ja - sollten sie das laminat tatsächlich falsch behandelt haben, ist das gut möglich.
    wollen wir hoffen dass die kaution dafür ausreicht, erfahrungsgemäss kann das nämlich deutlich teurer werden.

    stell doch mal ein bild ein, damit wir sehen wie gross der "schaden" tatsächlich ist.
     
  6. #5 Kitzblitz, 23.08.2012
    Kitzblitz

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    Wenn die Fugen aufgehen, sollte sinnhafterweise von einem "Schwinden" des Laminats ausgegangen werden. Feuchtigkeit führt übrigens zum Quellen des Trägermaterials. Trockenheit zum Schwinden - beides natürlich relativ zu den Randbedingungen zum Einbauzeitpunkt.

    Sehr wahrscheinlich liegt ein Einbaufehler des Laminats vor. Ursachenmöglichkeiten wären:

    a) Laminat hatte vor Einbau nicht ausreichend Zeit zu akklimatisieren (wurde zu feucht eingebaut)
    b) Luftfeuchtigkeit war beim Einbau des Laminats sehr hoch
    c) Verbindungen nicht richtig eingeklickt
    d) bei Verleimung der Fugen wurde dies nicht korrekt gemacht.

    Feuchtigkeit durch den Wohnungsnutzer scheidet grundsätzlich als Ursache aus.

    Zu geringe Luftfeuchtigkeit könnte aber auch eine Ursache für aufgehende Fugen sein. Mit einem Hygrometer könnte dies ohne großen Aufwand überprüft werden.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
  7. #6 Papabär, 25.08.2012
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    Das ist aus dem Eingangsthread aber nicht erkennbar. Da steht nur, dass die Anstoßkanten nicht mehr so sauber verbunden sind. Das kann genausogut auf aufquellendes Material hindeuten (warum soll das mit Wasser nicht gehen ... oder hab´ ich die Ironie übersehen?), wie auch auf eine zu hohe physische Belastung (z.B. bei gleichzeitig zu dicker Trittschalldämmung).


    Wie das mit der oberen Wohnung im EFH funktioniert macht mich auch neugierig - aber vermutlich ist das ähnlich wie beim Einbau einer Kellerwohnung in ´nem Hausboot.
     
  8. #7 Kitzblitz, 25.08.2012
    Kitzblitz

    Kitzblitz Erfahrener Benutzer

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    Bei aufquellendem Material kommt es neben dem dicker werden des Materials im Stoßbereich auch zur horizontalen Verspannung des Belages, wodurch die Fuge eher zu- als aufgeht. Bei großflächiger Wassereinwirkung geht die Verspannung so weit, dass die Dehnfugen (an den Wänden) zugedrückt werden, bis sich das Laminat dann die notwendige Entspannung sucht, indem es sich verwirft.

    In die Stoßfugen eindringendes Wischwasser bewirkt lediglich minimales Aufquellen der Stoßfugenbereiche, die sich beim Trocknen nicht mehr ganz zurückbilden - zurück bleiben fühlbare Kanten.

    Laminat kann man durchaus feucht wischen, wobei das Zauberwort "nebelfeucht" heißt. Mit einem klatschnassen Aufnehmer (Wischtuch) kommt tatsächlich Wasser in die Stoßfuge, verbleibt dort und kann ein partielles Quellen des Laminats im unmittelbaren Stoßfugenbereich bewirken. Das führt zu den dann fühl- und sichtbaren Stoßkanten. Hier geht aber nicht die Stoßfuge auf (horizontal), sondern das Laminat selbst (vertikal).

    Bevor wir hier jedoch weiter in den Fugen des Laminates herumstochern, wären Fotos von den Schadstellen nicht schlecht. Ursache und Schadenbild sind vielfältig.

    Interessant wäre auch, ob der Vermieter bei Übergabe der Wohnung eine Pflegeanleitung für das Laminat mit ausgehändigt hat. Der Umgang mit Laminat bedarf m.E. der Erläuterung.

    Dem TE kann ich nur raten, dass sich seine Bekannten mit dem Vermieter in Verbindung setzen mit dem Ziel der Beauftragung eines gemeinsamen ausgesuchten Sachverständigen. Kostentragung durch den Vermieter, wenn der Sachverständige zu dem Ergebnis der mangelhaften Verlegung des Laminats kommt. Kostentragung durch den Bekannten wenn der Sachverständige die Ursache für die aufgehenden Fugen im Verhalten diesen begründen kann. So braucht man gar nicht erst bis zum Auszug warten, sondern hat bereits schon vorher Klarheit über die Ursache und damit der Kostentragung.

    Gruß aus'm Ländle
    Ulrich
     
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