Nachtspeicher in einer ETW modernisieren - Worauf kommt es an?

Diskutiere Nachtspeicher in einer ETW modernisieren - Worauf kommt es an? im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo In die Runde, ein sehr interessantes Forum hier, mit vielen interessanten Beiträgen. :top Nun will / bzw. muss ich aber auch mal einen...
Darth_Vader

Darth_Vader

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Hallo In die Runde,

ein sehr interessantes Forum hier, mit vielen interessanten Beiträgen. :top

Nun will / bzw. muss ich aber auch mal einen Beitrag erstellen. Ich bin dabei eine ETW zu erwerben, die noch mit alten Nachtspeichern ausgestattet ist.
Aus diesem Grund würde ich hier gerne eine Modernisierung vornehmen. (Bad und Bodenbeläge sind auch fällig, aber das kenne ich schon)

Da die Nachtspeicheröfen doch recht teuer im Betrieb scheinen, schreckt das viele Mietinteressenten ab.

Auf welche Punkte sollte ich jetzt in dern Ankaufphase noch achten?
- Es ist wohl ein Gas-Anschluss vom Nachbargebäude herüber geführt worden, an dem eiige Wohnungen angeschlossen wurden.
Angeblich können aber keine weiteren Wohnung angeschlossen werden. (Gibt es da eine plausible Begründung?)
- Gibt es einen signifikaten Unterschied zwischen einer Gastherme und einer Gas-Brennwertheizungen?

Welche Möglichkeit neben einem neuen Nachtspeicher gibt es noch?


Vielen Dank für eure Anregungen :)

VG
Henning
 

set

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Es ist wohl ein Gas-Anschluss vom Nachbargebäude herüber geführt worden, an dem eiige Wohnungen angeschlossen wurden.
Angeblich können aber keine weiteren Wohnung angeschlossen werden. (Gibt es da eine plausible Begründung?)

na ja, durch ein Rohr von einem bestimmten Durchmesser passt auch nur eine bestimmte Menge an Gas (um es mal sinnbildlich auszudrücken), irgendwann ist mal Schluss. Daneben können auch noch bautechnische oder Sicherheitsrelevante Gründe eine Rolle spielen. Genaueres erfährst du bei deinem Gasversorger oder Heizungsfachmann deines Vertrauens.

Gibt es einen signifikaten Unterschied zwischen einer Gastherme und einer Gas-Brennwertheizungen
Es sind (bis auf ganz wenige Ausnahmen) nur noch Brennwertgeräte zum Einbau zugelassen. Sie sind aktuell Stand der Technik wenn es um “klassische“ Heizgeräte geht.

wie werden denn die anderen Wohnungen beheizt?
 

Dschei2

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Das Thema sollte man klären, bevor man den Kaufvertrag unterschreibt. Bei uns gehen Wohnungen mit Nachtspeicherofenheizung wenn überhaupt dann nur für die halbe Miete weg, als wenn Zentralheizung vorhanden ist.

Und wenn einem das ganze Haus gehört, braucht es nur Geld und Handwerker und es läßt sich ändern, aber wenn ihr nur eine ETW kauft, seid ihr völlig davon abhängig, wie die Situation ist. Vor allem, wenn es jetzt schon heißt, es gibt Probleme, einen Gasanschluss zu realisieren.
Denn ohne Zentralheizung fürs ganze Haus bleibt eben nur Gasetagenheizung oder elektrisch (auf Einzelölöfen gehe ich jetzt mal lieber nicht ein).
 

Newbie15

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In einer Eigentümergemeinschaft bist du halt sehr stark eingeschränkt. Damit du eine Gas-Etagenheizung für die einzelne Wohnung anschließen kannst, müsste auch erstmal ein Schornstein verfügbar sein und natürlich der Gasanschluss. In einer WEG kann das sehr schwierig werden.

Dass man evtl keine weiteren Anlagen anschließen kann, kann einfach an der Dimensionierung des Anschlusses liegen. Wenn der mal für 10 Wohnungen gelegt wurde, passt das mit 20 eben nicht. Und wohl auch nicht mit 15.

Viele Alternativen gibt es nicht, außer weitere Strom-Heizungen wie elektrische Fußbodenheizung oder Infrarot Heizkörper. Die sind im Betrieb aber nicht wirklich günstiger, da sie nicht mal die Möglichkeit zu günstigerem Nachtstrom hat.
 
Darth_Vader

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na ja, durch ein Rohr von einem bestimmten Durchmesser passt auch nur eine bestimmte Menge an Gas (um es mal sinnbildlich auszudrücken), irgendwann ist mal Schluss.
Aua, das sitzt.. :D
Da hast Du absolut recht, das *könnte* ein guter Grund sein, auf den ich auch hätte selber kommen müssen! 👍

Wenn es (fast) nur noch Brennwertgeräte gibt, fällt da das grübeln schon einmal weg.

In dem Haus ist es aktuell so, dass WE1, WE2, und WE5 auf Gas umgerüstet wurden. Die Zuleitung erfolgte über das Nachbarhaus. Ein eigener Gas-Anschluss liegt demnach wohl nicht vor. WE3 und WE4 werden mit Nachspeicher betrieben.

Das Thema sollte man klären, bevor man den Kaufvertrag unterschreibt. Bei uns gehen Wohnungen mit Nachtspeicherofenheizung wenn überhaupt dann nur für die halbe Miete weg, als wenn Zentralheizung vorhanden ist.
Auf jeden Fall, wenn das Kreuz gesetzt ist, hängt man am Selbigen ;)

Denn ohne Zentralheizung fürs ganze Haus bleibt eben nur Gasetagenheizung oder elektrisch (auf Einzelölöfen gehe ich jetzt mal lieber nicht ein).
Genau, wenn die Gas realisieren lässt, wäre es schon fast die Beste Lösung. (Wenn die Wände für Leitungen offen sind, kann man auch gleich die Elektrick erneuern und alles Schick machen.)
Da es jetz schon "Probleme" gibt, ist das ein entscheidener Preis-Faktor.

Gibt es eine Sinnvolle elektrische Alternative?
Die alten elektrischen Nachtspeicher ließen sich schweer regulieren. Die Neuen sind wohl etwas Besser.
Kann eine Flachspeicherheizung eine sinnvolle Alternative sein, oder ist das das selbe mit anderem Namen?
Macht eine Infrarotheizung in einem Altbau Sinn?
 
SaMaa

SaMaa

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Ich meine mich zu erinnern, dass die Entsorgung der Nachspeicheröfen auch ein Thema ist.
 

Dschei2

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die Entsorgung der Nachspeicheröfen

Wie so oft: ist halt teuer, weil wenn es eine Firma macht, muss sie extreme Vorschriften einhalten.
Allerdings sind nur ganz alte Speicheröfen noch mit Asbest, die neueren nicht mehr.
Und die neueren sind deutlich komfortabler und zuverlässiger.
Wir haben noch ein Haus mit zwei Wohnungen mit solchen Dingern in der Vermietung ...

Die Zuleitung erfolgte über das Nachbarhaus. Ein eigener Gas-Anschluss liegt demnach wohl nicht vor.

Klingt ja abenteuerlich ... Erkundigt euch möglichst genau, bevor ihr was entscheidet.
Auch blöd: Wenn die Mehrheit jetzt schon umgerüstet hat, ist auch sicherlich kein Interesse mehr da, für das gesamte Haus eine Zentralheizung zu installieren.
Von anderen elektrischen Heizungen im Altbau habe ich noch nichts Positives gehört. Unser Elektriker hat immer von diesen Platten-Heizkörpern aus Stein geschwärmt. Aber auf Nachfrage: sehr schön und stilisch, im Betrieb sehr teuer!
 

RP63VWÜ

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dass die Entsorgung der Nachspeicheröfen auch ein Thema ist.
Sogar ein schwerwiegendes (abseits vom Asbest).
@Darth_Vader:
Verbietet Dir die dunkle Seite der Macht, mal ein Beratungsgespräch beim örtlichen Stromanbieter anzufragen?
Dies dürfte sogar kostenfrei sein.

Abseits dessen sollte man sich Gedanken machen, ob nicht doch in näherer Zukunft diese Art der Speicherung "überflüssigen" Stroms wieder Sinn macht.
Das geht natürlich nicht mit HT/NT, sondern mittels intelligentem Strom-Management, welches das Laden vom aktuell verfügbarem Strom abhängig macht.

Allemal besser, als Strom an die Nachbarländer zu verschenken.
 

Newbie15

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Macht eine Infrarotheizung in einem Altbau Sinn?
Was macht für dich Sinn? Es ist halt teuer, in dem Fall für den Mieter. Manche finden diese Wärme angenehm, ich gehöre nicht dazu und für mich wäre das als einzige Heizung definitiv Ausschlusskriterium, neben den Kosten. In einem Neubau mit sehr geringen Heizlasten kann man das machen, meiner Meinung nach. In einem Altbau zahlt man sich dumm und dämlich, wenn man statt ca 6ct/kWh über 30ct/kWh bezahlt, selbst wenn man noch etwas Verluste beim Gas einrechnen muss. Bei Brennwertheizungen und gedämmten Rohren halten die auch in Grenzen.
 
Darth_Vader

Darth_Vader

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Verbietet Dir die dunkle Seite der Macht, mal ein Beratungsgespräch beim örtlichen Stromanbieter anzufragen?
Dies dürfte sogar kostenfrei sein.
:D Ne, das habe ich probiert. Die Stadwerke kümmern sich nur um Gas, und "können" zum Nachspeicher nichts sagen. Der Örtliche Netzbetreiber "kann" auch keine Auskunft geben, da er nur bis zum Zähler zuständig ist. Der Grundversorger bietet "alles" an, ich soll denen nur sagen, was ich brauche....:eek

Ich habe daraufhin die Verbraucherzentrale kontaktiert und einen Termin verinabart. Kostenfrei oder nicht, ist ja auch schon fast egal, denn die 100 oder 200€ wären in jedem Fall gut angelegt.

Abseits dessen sollte man sich Gedanken machen, ob nicht doch in näherer Zukunft diese Art der Speicherung "überflüssigen" Stroms wieder Sinn macht.
Das geht natürlich nicht mit HT/NT, sondern mittels intelligentem Strom-Management, welches das Laden vom aktuell verfügbarem Strom abhängig macht.
Da ist unter anderen ein guter Punkt. Wohin sollen die alten Auto-Akkus, ich meine mal gelesen zu haben, dass Daimler genau daran arbeitet....
Wenn ich dann überlege, dann ich als Vermieter ggf. die CO² Steuer bei Gas und Öl tragen soll, der der Mieter nicht die Möglichkeit hat, CO² neutral zu heizen, ist das ein weiteres Steinchen im Mosaik....;)

Das Thema bescheert und so oder so, spannende Zeiten.

Klingt ja abenteuerlich ... Erkundigt euch möglichst genau, bevor ihr was entscheidet.
Auch blöd: Wenn die Mehrheit jetzt schon umgerüstet hat, ist auch sicherlich kein Interesse mehr da, für das gesamte Haus eine Zentralheizung zu installieren.
Von anderen elektrischen Heizungen im Altbau habe ich noch nichts Positives gehört. Unser Elektriker hat immer von diesen Platten-Heizkörpern aus Stein geschwärmt. Aber auf Nachfrage: sehr schön und stilisch, im Betrieb sehr teuer!
Ja, da bin ich dran. Ungewöhnlich muss ja nicht zwangsläuffig schlecht sein. Alerdings könnte die fehlende Mehrheit weitere Vorhaben in dieser Richtung definitiv erschweeren.
Da die Hausverwaltung selbst an der Wohnung interessiert ist, sind die leider jetzt auch abgetaucht. Der aktuelle Eigentümer versucht etwas bei den Nachbarn herraus zu bekommen.

Die Platten-Heizkörper aus Stein habe ich auch schon gesehen. Der elektrische Betrieb ist derzeit definitiv der teuerste, das ist außer Frage.
Eine interessante Frage wäre, ob es bei den elektrischen Lösungen signifikante Unterschiede im Wirkungsgrad gibt.

Ansonsten werde ich wohl noch 2 Wochen auf die Verbraucherzentrale warten müssen....
 

jorgk

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ob es bei den elektrischen Lösungen signifikante Unterschiede im Wirkungsgrad gibt
Ich denke im "Wirkungsgrad" eher nicht: Strom lässt sich faktisch 100 % in Wärme umsetzen - das passt schon gut ;-)

Das Problem liegt eher woanders, die Wärme soll ja idR zielgerichtet kommen (also im richtigen Moment). Das bedeutet man muss entweder die erzeugte Wärme speichern (und da gibt es natürlich Verluste in dem Sinne, das im Moment nicht gewollte Wärme doch freigesetzt wird und diese Wärme nicht mehr zu 100% zu dem Zeitpunkt abrufbar ist, wenn sie dann wirklich gewollt ist). Das macht der Nachtspeicherofen indem im Moment des billigen Stroms (Nacht) die Wärme aus Strom erzeugt wird und diese Wärme bis Abruf gespeichert wird (bis auf die o.g. Verluste).

Die Infrarot-Heizung dagegen holt sich zum Heizen den Strom in dem Moment wo die Heizung 'aktiv' ist (also u.a. am Tag und damit auch den teureren Strom vom Tag).

Warum bei Strom-Heizungen insgesamt ein niedriger Wirkungsgrad besteht liegt daran, dass bei der Strom Erzeugung im Kraftwerk (v.a. aus Kohle oder Gas) die Wärmeenergie aus der Verbrennung von Kohle/Gas nicht 100% in Strom umgesetzt werden kann. Ein (sehr signifikanter) Teil der Wärme geht schlicht verloren (quasi als Wärme in die Atmosphäre: manchmal wird noch ein Teil davon als Fernwärme genutzt).

Wenn Du Dich also für Strom als Heizung entscheidest ist die Verlustecke schon gegeben (Kraftwerk), daran kannst Du wenig ändern. Klar, bei Öko-Strom wäre es keine Sache: auch dort gibt es Verluste, aber da 'regenerativ' muss man/frau sich um Verluste quasi nicht sorgen, denn es kann ja 'einfach' mehr produziert werden, ist schliesslich 'regenerativ' bzw. CO2-neutral (bis auf den Errichtungsaufwand für die Anlage selbst).

Am Ende ist für Dich wichtig was Du zahlen musst. Und das sind bei Gas die oben schon genannten ca. 6 ct/kWh und bei (normalem Tag-)Strom ca. 30 ct / kWh. Die Präferenz wäre also derzeit eindeutig. Wenn wir wollen, dass wir ganz schnell 'regenerativ' bzw. CO2-neutral heizen muss nur jemand schauen den Öko(!)-Strom so günstig wie Gas anzubieten ...
 
Darth_Vader

Darth_Vader

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Danke für die zahlreichen antworten. :)

Am Ende ist für Dich wichtig was Du zahlen musst. Und das sind bei Gas die oben schon genannten ca. 6 ct/kWh und bei (normalem Tag-)Strom ca. 30 ct / kWh. Die Präferenz wäre also derzeit eindeutig. Wenn wir wollen, dass wir ganz schnell 'regenerativ' bzw. CO2-neutral heizen muss nur jemand schauen den Öko(!)-Strom so günstig wie Gas anzubieten ...

Das stimmt, oder aber Atomstrom, der ist zumindest konform mit den CO2 zielen....:erschreckt013:
 
Darth_Vader

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Wir driften zwar etwas vom Thema ab, aber Du hast absolut recht!
Für die aktuele politische Lage ist das aktuell leider zweitranging, es wird nur auf CO2 Ausstoß geachtet.
 
Thema:

Nachtspeicher in einer ETW modernisieren - Worauf kommt es an?

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