Nachtspeicheröfen gegen Heizkörper ersetzen ohne Verbrauchsmessung

Dieses Thema im Forum "Modernisierung und Sanierung" wurde erstellt von kranseier71, 06.02.2014.

  1. #1 kranseier71, 06.02.2014
    kranseier71

    kranseier71 Erfahrener Benutzer

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    Hallo die Damen und Herren,

    ich bin neu hier und sowohl Mieter als auch selber Kleinstvermieter.
    Das Problem was ich hier ansprechen möchte betrifft mich als Mieter - die Situation ist folgende:
    Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung und ausgebautem Dachgeschoss. Die Einliegerwohnung habe ich Sept.2013 gemietet, Vermieter mit Familie (Frau und Kind) wohnen im Dachgeschoss und die Eltern des VM im 1. OG. Es gibt 2 Eingänge: von dem Vordereingang erreicht man EG und 1. OG und von dem Hintereingang 1.OG und DG (Das Haus liegt in Hanglage) Es sind 3 Briefkästen am Vordereingang montiert.

    Erste Frage: Ist in dieser Konstellation eine vereinfachte Kündigung mit 6 Monaten Kündigungsfrist durch den VM möglich? (Bin mir nicht sicher ob man nicht vielleicht annehmen könnte das 1.OG und DG als eine einzige Wohnung zählen)

    --

    Die Einliegerwohnung wird elektrisch mit Nachtspeicheröfen beheizt und zusätzlich steht noch ein Schwedenofen im Wohnzimmer - leider steht der Schwedenofen nicht in der Wohnungsmitte sondern am Aussenrand der Wohnung; dadurch ist ein Heizen nur mit Holz nicht möglich bzw. sinnvoll.
    1. OG und Dachgeschoss werden über Holzofen mit Wassereinsatz, Ölheizung und Solarthermie geheizt - Warmwasser ebenfalls.

    Nun möchte VM die Einliegerwohnung an seine Heizungsanlage mit anschliessen (also Nachtspeicheröfen raus und Heizkörper rein) - worüber ich mich grundsätzlich sehr freuen würde - aber: Um Kosten zu sparen möchte VM keinerlei Verbrauchsmessung/Abrechnung machen sondern pauschal abrechnen.

    Zweite Frage:
    Müsste ich einer solchen Modernisierung zustimmen oder könnte ich eine verbrauchsabhängige Abrechnung einfordern?

    Dritte Frage:
    IMHO ist doch bei mehr als 2 Wohnungen grundsätzlich verbrauchsabhängig abzurechnen - bei nur 2 Wohnungen von der eine vom VM selbst bewohnt wird kann pauschal abgerechnet werden. Ich verstehe das so, das selbst wenn 1.OG und DG als eine Wohnung und VM, Frau, Kind, Mama und Papa vom VM als eine Familie zählen ich einer pauschalen Abrechnung im Nachhinein nicht zustimmen muss. Sehe ich das richtig?

    Danke Euch für Eure Hilfe :)
     
  2. AdMan

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  3. RMHV

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    Hier wird mal wieder Hellseherei erwartet... Die einzig mögliche Antwort ist doch schon bekannt: ja, wenn es 2 Wohnungen sind oder nein, wenn es 3 Wohnungen sind. Das zählen wird hier im Forum niemand übernehmen können.

    Ein Mieter muss einer Modernisierung aus einem einfachen Grund niemals zustimmen: seine Zustimmung ist nicht erforderlich. Der Mieter hat die Modernisierung im Grundsatz zu dulden. Modernisierung ist das Recht des Vermieters zur einseitigen Vertragsänderung.

    Mit der Modernisierung folgt die Betriebskostenumlage. Ich gehe davon aus, dass der Vermieter im Sonderfall 2-Familienhaus auch das Umlageverfahren einseitig festlegen kann und der Mieter damit - wie oben - nicht zustimmen muss, weil seine Zustimmung nicht erforderlich ist.
    Der Fall ist allerdings grenzwertig und könnte bei einem Streit selbstverständlich auch anders entschieden werden.
     
  4. #3 kranseier71, 06.02.2014
    kranseier71

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    Hallo,
    Nicht wirklich - wenn ich Glaskugeln befragen wollte wär ich zur Kirmes gegangen.
    Ich dachte es könnte hier jemand mit Erfahrungen und/oder Links zur Rechtsprechung in diesem Fall aufwarten.
    So besonders denke ich ist der Fall nicht - viele Leute haben ihr Eigenheim so geplant álá Eigenheim mit Einliegerwohnung bauen und später wenn die Kinder gross sind Dachgeschoss ausbauen.
    Die Frage ist halt wie die Rechtsprechung das grundsätzlich bewertet. In meinem Fall sehe ich persönlich das eigentlich relativ klar als ein 3-Wohnungen-Haus an weil jede Wohnung eigene Küche, eigenes Bad, eigener Briefkasten; nur ist meine persönliche Meinung halt nur meine Meinung und ich würde gern wissen wie die Rechtsprechung den §573a auslegt.
    Vielleicht hat ja jemand Erfahrung oder kann mit Links weiterhelfen oder äussert seine persönliche Meinung dazu - würde mich freuen.

    LG, Karl
     
  5. #4 Bürokrat, 06.02.2014
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    Die Frage ist wohl eher ob die Wohnungen baulich getrennt sind. Ich habe auch ein Haus ohne bauliche Trennung mit 3 Bädern und 3 Küchen. Ist trotzdem nur ein Haus. Wär aber schön wenn es sich plötzlich verdreifachen würde...:verrueckt004:
     
  6. #5 kranseier71, 06.02.2014
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    Hallo,
    Wohnung im EG (also die die ich gemietet habe) kann über den Vordereingang durch einen kleinen Flur erreicht werden - dann geht von diesem Flur eine weitere Tür ab, wo das Treppenhaus zum 1.OG und DG erreicht wird - dort befindet sich auch Heizungsraum und Waschküche.
    Vom Hintereingang erreicht man auch das Treppenhaus direkt im 1. OG (wie gesagt Hanglage). Von diesem Treppenhaus gehts durch eine Tür in die Wohnung 1. OG und durch eine Tür zum DG.
    Stromzähler sind vorhanden für EG, 1.OG und DG. Allgemeinstromzähler gibt es nicht.

    HTH, Karl
     
  7. #6 Bürokrat, 06.02.2014
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    Naja solange keine Wendeltreppe zwischen 1OG und 2 OG (also innerhalb der Wohnung) ist dann erscheinen sie eher getrennt und dann wäre eine Abrechnung erforderlich
     
  8. #7 kranseier71, 06.02.2014
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    Hallo Bürokrat,
    Definitiv nicht.
    Danke für die Einschätzung :)

    LG, Karl
     
  9. Syker

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    Hallo zusammen,

    Da es wohl eine Trennung zwischen Haupteingang und dem Treppenhaus gibt, kann man die Grenze zur VM Wohnung ja an dieser Trennstelle ziehen. Also wäre es ein ZFH. Und die Treppe wäre in der Wohnung.

    Im Fall des TE scheint das sehr grenzwertig zu sein. Im Zweifel wird das also ein Richter entscheiden müssen, und hierbei gilt dann im Zweifel für den M.

    VG Syker
     
  10. #9 kranseier71, 07.02.2014
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    Hallo und auch Dir danke für deine Einschätzung,

    Genau das ist der Grund warum ich im ersten Posting schrieb ich bin mir nicht sicher.

    Ja das fürchte ich auch.
    Fürchten deshalb weil ich nicht die geringste Lust habe mit jemandem unter einem Dach Leben zu müssen mit dem ich mich ggfls vor Gericht streiten muss - selbst wenn ich gute Aussichten hätte den Streit zu gewinnen.

    LG, Karl
     
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