Nachvollziehung von Schätzwerten bei Bad- und Küchenheizkörpern

Dieses Thema im Forum "Heizung" wurde erstellt von bsmart44, 07.04.2014.

  1. #1 bsmart44, 07.04.2014
    bsmart44

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    Hallo zusammen,

    da ich die Berechnung(Schätzung von HK) einer Heizkostenabrechnung nicht richtig nachvollziehen kann und die Abrechnungsfirma mir aus meiner Sicht eine unzureichende Erklärung dafür gegeben hat, bitte ich die Forenbesucher sich mal folgendes Problems anzunehmen und zu beantworten:

    In einer Wohnanlage mit z.B. 50 WE (Eigentum) müssen Schätzungen der Heizkörper erfolgen,
    1. einige Küchenheizkörper (als Beispiel 4 St.) sind verbaut und
    2. einige Badheizkörper (als Beipiel 5 St.) sind mit elektischen Zusatzheizpatronen ausgerüstet.

    Zu den Küchenheizkörpern:
    Laut Aussage der Abrechnungsfirma werden die Küchenheizkörper aus dem Durchschnitt aller Küchen im Objekt (hier Wohnanlage) geschätzt.
    Es gibt in diesem Ojekt aber auch 2 Küchen, in denen keine Heizkörper vorhanden sind, d.h eine Ablesung kann nicht erfolgen, da keine Verteiler/Verbrauchsmesser angebracht sind.

    Wie sehe hier Ihre Berechnung aus? Wie wäre die korrekte Berechnung?

    Summe aller Verbräuche (Küche) geteilt durch 50 WE minus 2 WE (kein HK) minus 4 WE (verbaut) gleich Schätzwert für die 4 verbauten WE? In Zahlen: 10.000/44 = 227,273 ? Oder 10.000/46 = 217,39 wegen Einbeziehung der 2 WE (kein HK)? Oder anders?

    Zu den Badheizkörpern:
    Laut Aussage der Abrechnungsfirma werden die Badheizkörper aus dem Durchschnitt aller Bäder im Objekt geschätzt.
    Besonderheit: in dem Abrechnungsjahr ist in einem Bad ein Heizkörper installiert worden, vorher war keiner da. Ein paar Monate später erfolgte ein Eigentümerwechsel.

    Wie sehe hier Ihre Berechnung aus? Wie wäre die korrekte Berechnung?

    Summe aller Verbräuche (Bäder) geteilt durch 50 WE minus 5 WE (Heizpatrone) plus Gerätemontage (zusätzliche Ablesung) plus Eigentümerwechsel (zusätzliche Ablesung) gleich Schätzwert für die mit Heizpatronen ausgestatteten Bäder? In Zahlen: 15.000/47 = 319,15 ? Oder 15.000/45 = 333,33 ? Oder anders?

    Kann ich für die eine Berechnung (Küchen) einen anderen Maßstab wählen als für die Bäder? Oder muss ich, wenn ich ein Verfahren gewählt habe, es auch für die andere Berechnung anwenden?

    Leider habe ich in der Fachliteratur keine konkreten Hinweise gefunden, daher wende ich mich jetzt an das Forum.

    In dem Handbuch zur Wärmekostenabrechnung von Minol (14. Auflage) steht z.B. auf Seite 366 ff., dass, wenn das Verfahren nach Zeiträumen nicht greift, dass zweite Verfahren nach Räumen anzuwenden ist. Erst wenn das auch nicht anwendbar ist, dann kommt das Verfahren nach Nutzeinheit (nicht nach Nutzer) und dann das Verfahren nach dem Durchschnittsverbrauch des Gebäudes zur Anwendung.

    Ist die Abrechnung noch zu korrigieren, wenn die Berechnung der Ablesefirma definitiv nach einem falschen Verfahren getätigt worden ist? Auf der Abrechnung der einzelnen Eigentümer steht z.B. bei einem geschätzten Heizkörper:
    Der Verbrauch wurde anhand des durchschnittlichen Verbrauchs der gleichen Raumart im Haus geschätzt!
    Nach dieser Angabe würde doch die Abrechnung nach tatsächlich erfassten/abgelesenen Verbräuchen nicht richtig sein, oder sehen Sie das anders?
    Das Problem wird immer wieder auftauchen, da irgendwann irgendwo ein neuer Mieter/Eigentümer einzieht und eine Zwischenablesung erforderlich ist. Die Arbeitsgemeinschaft Heiz- und Wasserkostenverteilung e.V. hat mir bis heute leider nicht auf meine Anfrage geantwortet.

    Auf Ihre Sichtweise bin ich gespannt.
     
  2. AdMan

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