Nebenkosten in Steuererklärung

Diskutiere Nebenkosten in Steuererklärung im Steuer - Vermietung und Verpachtung Forum im Bereich Finanzen; Hallo. Erst mal...super Forum hier...habe schon einige hilfreiche Einträge gelesen. Jetzt habe ich eine spezifischer Frage. Ich habe eine...

  1. #1 krautwickel77, 28.02.2019
    krautwickel77

    krautwickel77 Neuer Benutzer

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    Hallo.

    Erst mal...super Forum hier...habe schon einige hilfreiche Einträge gelesen.
    Jetzt habe ich eine spezifischer Frage.

    Ich habe eine Wohnung in 07/2015 erworben. Danach selbst bewohnt.
    Seit 09/2018 vermiete ich sie.

    Das Wirtschaftjahr des Hauses geht immer von Juli bis Juli.
    Kann ich in der Steuererklärung für 2018 überhaupt die Nebenkosten als Ausgaben geltend machen?
    Aktuell gibt es ja für 2018 natürlich nur den Wirtschaftsplan und noch keine Abrechnung.

    Heißt das, ich muss in der Steuererklärung für 2018 zwar die Nebenkostenvorauszahlung als Einnahme angeben, kann aber noch keine Ausgabe gegenübersetzen?
    Kann ich das dann im Folgejahr ansetzen?

    Wie würdet ihr das machen?
     
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  3. Andres

    Andres
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    Eher nicht, aber ich weiß, was du meinst ...

    Diesen komischen Drang, abweichende Wirtschaftsjahre zu vereinbaren, habe ich auch noch nie verstanden, aber das ist ja nicht dein Fehler.


    Eigentlich (dazu gleich mehr) musst du das sogar. Zunächst aber zum Können: Für dich interessant ist ja die Abrechnung 18/19, da die Vermietung erst im September 2018 begonnen hat. Das zugehörige Wirtschaftsjahr endet im Juni 2019. Die Steuererklärung 2018 müsstest du grundsätzlich bis zum 31. Juli 2019 abgeben. Dass bis zu diesem Zeitpunkt eine beschlossene Abrechnung vorliegt, darf vorsichtig bezweifelt werden. Also beantragst du eine Fristverlängerung, die meist auch unproblematisch genehmigt wird.

    Schwierig wird es, wenn die Abrechnung nicht innerhalb weniger Monate fertig ist: Durch die neuen Abgabefristen für die Steuererklärung, musst du bis Ende Februar 2020 die Steuererklärung für 2018 abgegeben haben - auch Fristverlängerungen helfen über diesen Termin nicht hinaus. Dir stehen also maximal 8 Monate Spielraum zur Verfügung. In manchen Gemeinschaften kann das äußerst knapp werden ...


    Eigentlich ist das falsch. Es wird aber nach meiner Erfahrung von den Finanzämtern allgemein geduldet, die Abrechnungsspitze in dem Jahr anzugeben, in dem sie dir von der Gemeinschaft belastet wurde. Schwieriger ist es mit der Instandhaltungsrücklage: Zuführungen sind steuerlich nicht zu berücksichtigen. Erst wenn Geld entnommen wird, entstehen dir Werbungskosten. Was aus der Rücklage entnommen wurde, weißt du aber erst nach der Abrechnung. Das kann auch sehr stark schwanken, daher würde ich mich (im Gegensatz zu den Betriebskosten) nicht zu sehr auf die Toleranz des FA verlassen.

    In der Praxis heißt das: Fristverlängerung beantragen, bis die Abrechnung vorliegt. Wenn es bis Ende Februar 2020 nicht reicht, könnte man eine Steuererklärung einreichen, in der auf die fehlenden Werbungskosten hingewiesen wird und im Nachgang (ggf. über das Einspruchsverfahren) die fehlenden Informationen nachreichen. Besser wäre es, in der WEG Druck zu machen, dass die Abrechnung zügig erstellt wird. Wenn das Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entsprechen würde, wäre das alles deutlich einfacher ...
     
    immobiliensammler und sara gefällt das.
  4. #3 krautwickel77, 28.02.2019
    krautwickel77

    krautwickel77 Neuer Benutzer

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    Vielen Dank für deine Antwort. Das hilft mir schon mal sehr. Ich hatte halt die letzten Jahre meine Steuererklärung immer bis März gemacht, daher bin ich das dieses Jahr auch schon angegangen.
    Aber gut, dann heißt es jetzt Fristverlängerung beantragen und die Abrechnung erst Ende des Jahres machen.
    Denke bis Oktober sollte das hinhauen.
    Nur ärgerlich dass ich jetzt länger auf meine Rückzahlung warten muss....
     
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