Nebenkosten von der ARGE

Diskutiere Nebenkosten von der ARGE im Verwaltung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, kann ich einen viel zu hohen Wasserverbrauch und damit eine Nebenkostennachzahlung von 500 Euro von der Arge einfordern? Mieter ist...

  1. rgm111

    rgm111 Benutzer

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    Hallo,

    kann ich einen viel zu hohen Wasserverbrauch und damit eine Nebenkostennachzahlung von 500 Euro von der Arge einfordern? Mieter ist mittellos und wird vom Amt gesponsort.

    Gruß Reiner
     
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  3. Capo

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    Mit wem hast du denn deinen Vertrag geschlossen? Wenn die Arge unterschrieben hat, ist sie auch Mieter und muss zahlen. Wenn der Mieter drin steht, kannst du nur an ihn gehen. Wenn er es der Arge weitergibt, dann ist das seine Sache.
     
  4. #3 Vermieterheini1, 18.03.2008
    Vermieterheini1

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    500 Euro Nebenkostennachzahlung alleine wegen Wasserverbrauch?
    Ich kann mir nicht vorstellen dass die Arge da mitmacht.

    Auf diesen und allen folgenden Kosten wird der Vermieter wohl sitzenbleiben.
     
  5. rgm111

    rgm111 Benutzer

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    Hallo,

    Ihr macht mir echt Mut.

    Gruß Reiner
     
  6. #5 Vermieterheini1, 18.03.2008
    Vermieterheini1

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    Hallo rgm111,

    es hat doch keinen Sinn dich zu belügen oder zu täuschen.
    So ist die Realität!
    In der Theorie magst du als Vermieter in Deutschland ja ein paar wenige winzige Rechte haben. Es kann sogar sein, dass du nach langem und teurem Prozessieren (das alleine du bezahlen musst!) Recht bekommst. Aber was nützt dir ein vollstreckbarer Richterspruch, wenn du kein Geld bekommst?

    Ich sehe für dich nur die Möglichkeit den nichtzahlenden Mieter herauszuklagen, wenn nicht gezahlt wird.
    In wie weit die gesetzlichen Voraussetzungen dafür jetzt schon gegeben sind kann ich nicht beurteilen - ich vermute die Höhe der Mietrückstände reicht dafür noch nicht aus.
    Es geht ja nicht nur um diese eine Nachzahlung, sondern um alle folgenden nicht geleisteten Zahlungen!

    Du musst dich jetzt entscheiden ob das dein Endziel ist, denn eine Kündigungsklage mit Zwangsräumung musst du systematisch "aufbauen".
    Um das zu können braucht man natürlich das entsprechende Fachwissen, Intelligenz, zielführende Aktivitäten und einen sehr guten VERmieter-Anwalt.

    Dazu gehört als allererstes, dass du 100%ig vor Gericht beweisen kannst, dass alleine der Mieter für den horrenten Wasserverbrauch und die extrem hohe Nachzahlung verantwortlich ist.
    500 € Nachzahlung für Wasser, das sind ca. 150 - 200 qm (je nach deinen Preisen) ÜBER dem normalen Verbrauch, den du doch sicherlich in deiner Vorauszahlung für die Betriebs- und Nebenkosten einkalkuliert hast.
    120 qm Wasser, das brauche ich im Jahr für 2 Personen im Einfamilieneckhaus mit Garten!
    Hast du überhaupt eine rechtswirksame Mieterabrechnung zustandegebracht?
    Gerichtsbeweisbar dem Mieter und zeitgleich dem Sozialamt/ARGE zugestellt?Auf die Folgen des Nicht- nicht vollständige oder zu spät Zahlens hingewiesen,
    und so weiter ?

    Da du doch sicherlich ein intelligenter Vermieter bist der weis, dass Mieter, die nicht selbst die Miete bezahlen häufig einen Verbrauch bis zum 10!-fachen des Normalen haben, hast du von Anfang an die Vorauszahlung für die Betriebs- und Nebenkosten entsprechend dem Mieterklientel festgesetzt - oder etwa nicht?
     
  7. #6 lostcontrol, 18.03.2008
    lostcontrol

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    die hohe wasserrechnung versteh ich auch nicht.
    bei uns hier wären das exakt 115,473 kubikmeter.
    und das zusätzlich zum angenommenen verbrauch.
    ich hab ja jetzt über jahre hinweg sehr unterschiedliche verbräuche bei diversen mietern feststellen können (so unterschiedlich, dass man sich wirklich wundern muss - wenn man die "ausrutscher" nach oben und unten weglässt komm ich auf einen verbrauch pro single-mieter zwischen 20 und 60 kubikmeter jährlich. man könnte also sagen der schnitt liegt bei 40 kubik, wobei die mehrzahl der mieter weniger verbraucht.

    hast du mal überprüft ob deine zahlen überhaupt stimmen?
    mir kommt das SEHR unwahrscheinlich vor...
    wenn ich mal 115 + 40 = 155 kubikmeter jährlich annehme, dann ergäbe das einen täglichen verbrauch von 425 litern... das schafft man nicht mal dann, wenn man 2 mal am tag badet...

    sämtliche ablesefehler ausgeschlossen?
     
  8. #7 Vermieterheini1, 18.03.2008
    Vermieterheini1

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    Was könnte zum Beispiel
    - eine undichte WC-Spülung
    - ein tropfender Wasserhahn
    im Jahr an zusätzlichem Verbrauch verursachen?

    Feiert der Sozialmieter täglich Massenbadeorgien?
    Kommen da ganze Sipschaften zum Baden?

    BEVOR man als Vermieter etwas Negatives über einen Mieter äußert, muss man sich ganz sicher sein, dass alle anderen möglichen Ursachen mit Sicherheit ausgeschlossen sind!
     
  9. kummer

    kummer Erfahrener Benutzer

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    Ich habe in einer meiner Wohnungen einen ARGE-Bezieher. Schon im Mietvertrag wurde geregelt, das Miete und NK von der ARGE direkt auf das Vermieterkonto gehen, der Mieter ist raus (bis auf Strom, der geht direkt vom Mieter an die Stadtwerke). Mit Nachforderungen habe ich seitens ARGE nie Probleme gehabt, aber die möchten natürlich Nachweise. (Verwalter-Abrechnung)
     
  10. #9 Vermieterheini1, 19.03.2008
    Vermieterheini1

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    "das Miete und NK von der ARGE direkt auf das Vermieterkonto gehen"
    1. Diese Vereinbarung im Mietvertrag ist von Anfang an nichtig
    2. So lange dir der Mietbeihilfeempfänger die GNADE gewährt, ist alles ok

    "Nachforderungen habe ich seitens ARGE nie Probleme geh"
    <= Wenn der Mietbeihilfeempfänger zum Zeitpunkt der Nachforderung noch lange genug in der Mietwohnung (aus Sicht der ARGE wohnt) wür die die Nachforderung gilt, kann der Vermieter damit Glück haben.
    Es liegt alleine im Ermessen des Bedürftigen, ob er die Nachforderung an die ARGE weitergibt.
    Nach Auszug des Mieters (aus Sicht der ARGE) sieht die Sache fü den Vermieter schlecht aus.

    Achtung:
    Viele Bedürftige sind ideale Mieter und bemühen sich anständige Mieter zu sein!
    Aber wehe der Vermieter gerät an einen Asozialen.
     
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