Nebenkostenabrechnung bei Vermieterwechsel

Dieses Thema im Forum "Hausgeldabrechnung und Wirtschaftsplan" wurde erstellt von Roman, 13.05.2015.

  1. Roman

    Roman Neuer Benutzer

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    Zunächst ein fröhliches hallo an alle.
    Folgende Situation: Wir werden wahrscheinlich zum 01.07. eine vermietete Eigentumswohnung kaufen.
    Die Mieterin bleibt dort wohnen.
    Nun müssen wir ja später die Nebenkostenabrechnung für 2015 erstellen.
    Die ersten 6 Monate gingen die Nebenkosten an die Verkäuferin, der Rest wird an uns gehen.
    Mit der Verkäuferin müssen wir uns nun ausgleichen.
    Habe mir folgendes überlegt und möchte von euch wissen ob das richtig ist oder noch ein Fehler drin ist.
    Die Verkäuferin überweist uns die Nebenkosten die sie von der Mieterin für die ersten sechs Monate bekommen hat
    und wir überweisen an die Verkäuferin das Hausgeld für die ersten sechs Monate, welches sie an die Hausverwaltung überwiesen hat,
    allerdings vermindert um die nicht umlagefähigen Kosten.
    Ist das so richtig, oder mache ich noch einen Gedankenfehler?
    Vielen Dank für eure Antworten und einen schönen Feiertag
    Roman
     
  2. AdMan

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  3. Andres

    Andres
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    Es gibt da kein falsch oder richtig. Wie ihr den wirtschaftlichen Übergang ausgestaltet, bleibt euch überlassen. Die Regelung sollte eindeutig, präzise und praktikabel sein - das ist auch schon alles.


    Sofern es dein Ziel ist, dass die Betriebskosten für beide Seiten neutral abgerechnet werden, hat die Regelung noch einige Schönheitsfehler:

    Erstens kann es Betriebskosten geben, die außerhalb des Hausgelds anfallen. Dazu gehört vor allem die Grundsteuer. Solche Positionen wären zusätzlich auszugleichen, wobei zu beachten wäre, welche Teile der Grundsteuer von euch direkt bezahlt werden können.

    Zweitens ist noch nicht endgültig bekannt, welche Teile des Hausgelds umlagefähig sind. Wie hoch die Betriebskosten tatsächlich waren, steht erst nach der endgültigen Abrechnung fest.

    Drittens - sehr ähnlicher Einwand - wäre die Abrechnungsspitze nach erfolgtem Jahresabschluss noch zu berücksichtigen. Das kann die Abrechnung erheblich verzögern, weil bis zur Abrechnung noch viel Zeit vergehen kann.

    Viertens ist es sehr wichtig festzuschreiben, dass die Verkäuferin euch alle relevanten Unterlagen (möglichst sofort) zu übergeben hat. Vertragsstrafen sollten auch sofort vereinbart werden - es ist äußerst lästig, einem Beleg für ein paar Cent hinterherrennen zu müssen, weil der Verkäufer mit der Wohnung nichts mehr zu tun haben will.

    Wenn man auf das ganze Theater keine Lust hat und man sich anhand der letzten Betriebskosten- und Hausgeldabrechnungen überzeugt hat, dass die Vorauszahlungen grundsätzlich angemessen sind, kann man stattdessen auch vereinbaren, dass ab dem wirtschaftlichen Übergang euch die Vorauszahlung zusteht und ansonsten kein Ausgleich stattfindet. Die geringen Ausgleichsbeträge sind im Vergleich zum Kaufpreis nämlich vernachlässigbar. Eine Vereinbarung über die Übergabe aller Belege wäre trotzdem unbedingt zu treffen.
     
  4. #3 alibaba, 13.05.2015
    alibaba

    alibaba Erfahrener Benutzer

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    Übergabe ab 01.07.2015 , da werden alle Zählerstände auf geschrieben , ich würde auch nur abrechnen ab 01.07. mit den Mietern ,

    alles andere ist nur hickhack , finde ich :124: :D

    Gruss
    alibaba :D
    PS: klar kannst du es auch anders machen ....
     
  5. Jobo45

    Jobo45 Erfahrener Benutzer

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    und wer macht die Jahresabrechnung 2015?
     
  6. #5 Martens, 15.05.2015
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    moin Roman,

    der Vermieter 2016 - vermutlich also Du - schuldet dem Mieter eine Jahresabrechnung 2015 oder in dem vom Kalenderjahr abweichenden Turnus, der mietvertraglich vereinbart ist, jedenfalls über ein komplettes Jahr.

    Du solltest also die Kostenbelege (in einer WEG eigentlich nur für die Grundsteuer) des kompletten Jahres vom Verkäufer bekommen.

    Die WEG wird 2016 das Jahr 2015 komplett gegenüber dem Eigentümer - also vermutlich Dir - abrechnen, sofern kalenderjährliche Abrechnung vereinbart ist.
    Dabei werden, wenn alles richtig gemacht wird, Dir die Soll-Vorauszahlungen des Voreigentümers angerechnet, Du trägst die Abrechnungsspitze, das ist die Differerenz zwischen Vorauszahlungen nach Wirtschaftsplan und abgerechneten / tatsächlichen Kosten.

    Wie Du Dir nun vom Verkäufer was erstatten läßt oder mit ihm ausgleichen willst, ist Deine und Eure Sache.
    Mein Rat: mache es einfach, am besten ganz einfach :)

    Christian Martens
     
  7. Roman

    Roman Neuer Benutzer

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    Erstmal vielen Dank für eure Antworten.
    Die Nebenkostenabrechnung für 2015 werden wir erstellen.
    Meine Überlegung war eigentlich schon nicht so schlecht. Allerdings muss ich euch Recht geben, der Aufwand ist vermutlich einfach zu groß.
    Wir werden wohl so vorgehen, dass wir uns, sowohl ein Guthaben als auch eine Nachzahlung mit der Verkäuferin teilen. Da wir ja jeder 6 Monate Eigentümer sind. Das wird sich nur um ein paar Euros handeln und ist die einfachste Lösung.
    Nochmals vielen Dank für eure Anregungen und noch ein schönen Sonntag.
    Roman
     
Thema: Nebenkostenabrechnung bei Vermieterwechsel
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