Nebenkostenabrechnung-Mieterin legt Widerspruch ein

Diskutiere Nebenkostenabrechnung-Mieterin legt Widerspruch ein im Fristen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich bin neu im Forum und hoffe hier auf Informations- und/oder Erfahrungsaustausch. Ich bin Eigentümerin einer Immobilie mit 2...

  1. carayo

    carayo Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    ich bin neu im Forum und hoffe hier auf Informations- und/oder Erfahrungsaustausch. Ich bin Eigentümerin einer Immobilie mit 2 vermieteten Einheiten.
    Jetzt habe ich Probleme mit der Ex-Mieterin die vor kurzem ausgezogen ist. Vielleicht kann mir jemand ein paar Tips geben, wie ich mich im nachstehenden Fall verhalten muss.

    Die Mieterin ist zum 31.03.2018 ausgezogen. Dazu hat sie am 30.04.2018 ihre NK-Abrechnung erhalten mit erheblicher Nachzahlungsforderung (sie hatte in den vergangen Jahren ebenfalls immer hohe Nachzahlungen. Nebenbei erwähnt, ist das noch nicht mal die Schlussabrechnung. Es fehlen noch 6 Monate, die aber in den nächsten Abrechnungszeitraum fallen.)
    Sie hat daraufhin die Möglichkeit gehabt, in 2 Raten zu zahlen. 3 Tage vor Ablauf des Zahlungsziels haben wir ein formloses Schreiben (KEIN EINschreiben) von ihr erhalten, sie habe die Abrechnung dem Mieterschutzbund zur Prüfung gegeben und würde solange auf Zahlung verzichten, bis der Sachverhalt geklärt ist.

    Ich frage mich nun, wie wir darauf reagieren sollen. Eine spezielle Begründung im Wiederspruch fehlt.
    Ich gehe stark davon aus, dass sie einfach nicht zahlen will, da das Mietverhältnis ja auch schon beendet ist. Wie lang muss ich nun warten, bis der "Sachverhalt geklärt ist"? Muss ich auf den Widerspruch überhaupt reagieren? Soll ich den Fall am Besten gleich dem Anwalt übergeben?

    Vielen Dank jetzt schon mal für ein paar Tips :-)
     
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  3. GSR600

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    Hallo,
    warum sollte sie das per Einschreiben senden? Es würde sogar eine Email reichen.
    Sie hat Widerspruch eingelegt, eine genaue Begründung dazu folgt noch, das ist ein ganz normales Prozedere und ihr gutes Recht.
    Die Zeiträume verstehe ich hier nicht ganz, wenn Sie zum 31.03.2018 ausgezogen ist, hat sie dann schon am 30.04.2018 die Abrechnung 01.04.2017-31.03.2018 erhalten und warum sollen dann noch 6 Monate folgen?
    Wie ist denn der Mietvertraglich vereinbarte Abrechnungszeitraum?
     
  4. carayo

    carayo Neuer Benutzer

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    Hallo,
    danke schon mal für die schnelle Antwort.
    Ich habe im Netz gelesen, dass der Widerspruch per Einschreiben oder im Beisein von Zeugen eingeworfen werden soll, um zu beweisen, das der Widerspruch zugestellt wurde.

    Der Abrechnungszeitraum ist kein Kalenderjahr sondern übergreifend. Genauer gesagt wurde der Zeitraum 10/2016 bis 09/2017 abgerechnet. Die restlichen Monate bis zu ihrem Auszug folgen also noch.
    Die NK-Abrechnung wird auch nicht von mir, sondern von einer beauftragten Firma erledigt.
    Das sie Widerspruch einlegt, ist ihr Recht und ich bestreite das nicht. Ich frage mich nur, wie lang soll ich warten bis die Prüfung erfolgt? Gibt es da Fristen?
    Ich habe einfach die Befürchtung, dass sie nicht zahlungswillig ist und ich auf den Kosten sitzenbleibe. Ein gesundes Vertrauensverhältnis zu ihr besteht meinerseits im Übrigen auch schon länger nicht.
     
  5. GSR600

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    naja jetzt musst Du eben warten bis Du ein SDchreiben vom Mieterverein erhälst, wenn nach 6 Wochen nichts kommt, würde ich die Mieterin schriftlich dazu auffordern entweder den Widerspruch zu begründen oder zu bezahlen.
    Eine Regelung zu den Fristen gibt es jedoch nicht.
     
  6. carayo

    carayo Neuer Benutzer

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    Ah Okay, also Warten.

    Danke schön!!!
     
  7. Andres

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    Können und dürfen wir hier nicht sagen, denn das wäre Rechtsberatung. Die Entscheidung musst du selbst treffen, wir können höchstens mit allgemeinen Informationen zum Thema weiterhelfen.


    Da man die Mieterin ja ohnehin wird anschreiben müssen, kann man die Begründung gleich nachfordern. Die Mieterin ist zu einer Begründung (vielleicht nicht in allen Details, aber so, dass das Problem klar wird) verpflichtet.


    Allgemein geht man davon aus, dass für die Prüfung einer Betriebskostenabrechnung 4-6 Wochen ein angemessener Zeitraum sind - wohlgemerkt ab Zugang, nicht ab Fälligkeit.


    Das musst du selbst entscheiden, aber ein paar Dinge würde ich vorher dann doch selbst unternehmen:
    • Eine neue, angemessene Zahlungsfrist setzen. Und keine Ratenzahlung anbieten.
    • Vorsorglich würde ich die Abrechnung selbst noch einmal genau unter die Lupe nehmen, vor allem hinsichtlich ihrer formalen Wirksamkeit. Inhaltlich würde ich klären, warum die Mieterin nun eine so hohe Nachzahlung zu leisten hatte. Es ist einfach besser, wenn man schon vor der Einlassung des Mieters weiß, was Sache ist.
    • Kommt von der Mieterin etwas zur Sache, muss man sich überlegen, wie man weiter vorgeht.
    • Kommt von der Mieterin nichts (substanzielles), beantrage ich einen gerichtlichen Mahnbescheid. Dann sieht man, was passiert.
    • Dick im Kalender markieren würde ich mir auf jeden Fall den 30.09.2018. Bis zu diesem Tag muss eine wenigstens formal korrekte Abrechnung der Mieterin nachweisbar zugegangen sein, damit eine Nachzahlung überhaupt noch geltend gemacht werden kann. Da bisher überhaupt nicht klar ist, wo denn nun eigentlich das Problem mit der Abrechnung liegt, würde ich diese Frist sehr aufmerksam verfolgen.
    • Selbstverständlich wird nun unbedingt die Kaution einbehalten, bis - in den Worten der Mieterin - "der Sachverhalt geklärt ist".
    An welchem Punkt man hier einen Anwalt einschaltet, kommt auf die persönlichen Fähigkeiten, das eigene Nervenkostüm und die Abwägung zwischen Geld und eigener Arbeitszeit an.


    Nebenbei bemerkt:
    Das ist so ziemlich der ungünstigste Abrechnungszeitraum, denn so ist der Vermieter praktisch das ganze Jahr in Vorleistung.
     
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  9. #7 Benni.G, 05.06.2018
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    Die User in diesem Forum können sehr gut die Abrechnung auf ihre Formalität prüfen.
    Also Carayo, einfach mal die Abrechnung anonymisiert hier reinstellen.
     
  10. #8 immobiliensammler, 05.06.2018
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    Nur müssen die User halt aufpassen, was sie dann so schreiben - wie gesagt "unerlaubte Rechtsberatung"
     
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