Nebenkostenabrechnung zu spät

Diskutiere Nebenkostenabrechnung zu spät im Fristen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo, was kann passieren, wenn der VM zu spät die Nebenkostenabrechnung erstellt? Frist ist ja 12 Monate nach der Abrechnungspersiode. Bekommt...

Hohenfried

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Hallo,

was kann passieren, wenn der VM zu spät die Nebenkostenabrechnung erstellt?
Frist ist ja 12 Monate nach der Abrechnungspersiode.

Bekommt der VM eine Nachzahlung, könnte diese nach den 12 Monaten verjährt sein.
Was aber, wenn der VM eine Überzahlung an den Mieter zurücküberweisen muss und er gleichzeitig die Frist überschreitet?
Kann ihn der Mieter dann verklagen, oder was passiert in diesem Fall?
 
GSR600

GSR600

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Guthaben müssen immer ausbezahlt werden, auch wenn die Abrechnung nach der 12 Monats Frist erstellt wurde
 

Dschei2

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Naja, klagen kann der Mieter wahrscheinlich auf Erstellung der Abrechnung.
Er könnte aber auch die laufenden Nebenkosten-Vorauszahlungen einbehalten, bis die Abrechnung da ist. Dieses Druckmittel ist extra so vorgesehen.

Der Vermieter soll halt einfach die Abrechnung machen, wenn der Mieter darauf besteht, kommt er sowieso nicht drumherum.
 

Hohenfried

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Dass der VM zahlen muss ist klar
Aber er kann es ja so weit es geht hinauszögern
 

ehrenwertes Haus

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Dass der VM zahlen muss ist klar
Aber er kann es ja so weit es geht hinauszögern
Nö, man kann auch das Auszahlen "vergessen" und darauf polern, das der Mieter nicht klagt.

Welchen Eindruck das hinterläßt, muss man nicht nach fragen.
 
Fremdling

Fremdling

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Was aber, wenn der VM eine Überzahlung an den Mieter zurücküberweisen muss und er gleichzeitig die Frist überschreitet?
Kann ihn der Mieter dann verklagen, oder was passiert in diesem Fall?
In diesem Fall „passiert“ nichts!
Hast Du in Deinem Fall besondere Vorerfahrungen?

Wenn ich als Mieter eine Rückzahlung erwarte, würde ich schlicht meinen Vermieter mal kontaktieren und hören, welcher Grund für die Verzögerung (Fristüberschreitung) vorliegt und wann ich die Abrechnung bekommen werde.
“Verklagen“ wäre nicht meine erste Idee … und wohl auch nicht die zweite.
 

ehrenwertes Haus

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“Verklagen“ wäre nicht meine erste Idee … und wohl auch nicht die zweite.
Prinzipiell aber möglich.
Genau wie ein Geschenk vom Mieter, wenn er keine Ausszahlung des Guthabens vor Verjährung fordert.
 

FMBerlin

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Erhält der Mieter die Betriebskostenabrechnung nicht innerhalb von 12 Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraumes kann er die Vorauszahlungen einstellen, bis ihm die Abrechnung vorliegt. Ist das Mietverhältnis beendet kann er sogar die Rückzahlung der Vorauszahlungen für das betreffende Jahr einklagen.
Der Vermieter kann die Rückzahlung der Vorschüsse zwar abwehren, indem er die Abrechnung nachreicht, trägt aber die gesamten Kosten des Rechtsstreites. Also Vorsicht vor rechtsschutzversicherten Mietern mit unterbeschäftigten Anwälten - die klagen bei unterlassenen Abrechnungen einfach weil sie können und es sie nichts kostet, dem Anwalt aber leicht verdientes Honorar einbringt.
 
immobiliensammler

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Dass der VM zahlen muss ist klar
Aber er kann es ja so weit es geht hinauszögern

Irgendwie scheinst Du hier aber das Gesetz so biegen zu wollen wie es Dir gerade passt. Einerseits regst Du Dich über immense unnötige Reparaturkosten an einer Briefkastenanlage auf, wenn Du aber das Gesetz beachten musst, zeitgerecht eine Betriebskostenabrechnung erstellen und das Guthaben an den Mieter auszahlen musst dann kommt "kann man ja so weit es geht hinauszögern".

Ganz ehrlich, manchen Vermietern wünsche ich, dass der Mieter eine gute Rechtsschutzversicherung hat. Aber dann kommt wieder der Aufschrei hier im Forum: "Der Mieter hat mich verklagt und ich soll jetzt noch 1.000 Euro Anwalts- und Gerichtskosten zahlen, das kann doch nicht richtig sein!"
 
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