Nebenkostenabrechnung zum Vorjahr beinahe verdoppelt.

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von mazdarino, 18.12.2014.

  1. #1 mazdarino, 18.12.2014
    mazdarino

    mazdarino Neuer Benutzer

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    Hallo,

    ich bin neu hier und habe mal einige Fragen.

    Folgendes, ich habe meine Nebenkostenabrechnung bekommen und mit dem Vorjahr verglichen.
    Mir ist nun aufgefallen, das die Gesamtheizkosten des Hauses um satte 10.000€ höher als im Vorjahr sind.
    Zudem ist auch noch die Gebäudeversicherung um ca. 2000€ gestiegen und die Grundsteuern um ca. 3000€.

    Wir haben eine Wohnung in diesem Haus gemietet.

    Ist das legitim, ich finde so ein Anstieg extrem Hoch.

    Vielen Dank für Eure antworten.
     
  2. AdMan

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  3. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    das muss ja schon eine große Wohnanlage sein, bei diesen Steigerungen...

    Du kannst dir die Rechnungen zeigen lassen.

    Auf der Webseite deiner Gemeinde kannst du herausfinden ob die die Grundsteuer im letzten Jahr erhöht haben.
    Gebäudeversicherungen können nach einem etwaigen Schaden auch reichlich teurer werden.

    Das letzte Jahr hatte ein sehr langes kaltes Frühjahr bis in den Sommer ???
    Hast du noch mehr Vergleichs Jahre bei der Heizungsabrechung?
     
  4. #3 Pharao, 18.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 19.12.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Mazdarino,

    entscheiden ist hier nicht die Erhöhung bzw. Verteuerung an sich, sondern ob diese Beträge tatsächlich alle stimmen. Als Mieter hast du das Recht alle Belege/Rechnungen einzusehen die mit dir abgerechnet werden sollen.

    Wenn allerdings die Stadt ihre Steuern erhöht, dagegen kann der Vermieter nichts machen. Solange das umlegbare Kosten sind, wird er das auch zwangsweise auf alle Mieter umlegen. Im Gegensatz dazu, wenn zB eine Versicherung unverhältnismäßig teurer wird, die kann man ggf. wechseln als Vermieter. Und hier gibt es ja auch die Vorgabe "dabei ist der Grundsatz der Wirtschaftlichkeit zu beachten" (was allerdings nicht bedeutet, das man den billigsten nehmen muss!).

    Das alleine sagt so erstmal garnix aus. Entscheidend ist hier eher, was war der genaue Verbrauch in Liter, kW, ccm, ect im letzten und in diesem Jahr? Oder was kostete die Energiemenge x im letzten und in diesem Jahr? usw.
     
  5. dots

    dots Erfahrener Benutzer

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    Das kann mehrere Ursachen haben:
    - es wurde mehr geheizt
    - es war kälter
    - es war länger kalt
    - der Schorni ist teurer geworden
    - der Brennstoff ist teurer geworden
    - ...
    oder eine Kombination aus mehreren oder allen Punkten.

    Kann durchaus sein. Meine Autoversicherung und die Hundehaftpflicht sind auch teurer geworden.
     
  6. #5 BHShuber, 19.12.2014
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    Hallo,

    wir gehen davon aus, dass es sich um die Abrechnung 2013 handelt?

    In diesem Fall folgende Erklärungen hierzu:

    Es ist bekannt, dass der Winter 2012/2013 insbesondere die ersten 3-4 Monate des Jahres 2013 extrem kalt waren, dies führt natürlich aufgrund des Mehrverbrauchs zu höheren Kosten.

    Zudem war der Heizkostenpreis ÖL/Gas enorm hoch.

    Zumindest ein Indiz dafür, warum die Heizkosten in dieser Höhe entstanden sein können.

    Gruß

    BHShuber
     
  7. #6 mazdarino, 21.12.2014
    mazdarino

    mazdarino Neuer Benutzer

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    Hallo,

    danke für die vielen Antworten.

    Also das Haus besteht aus 9 Parteien.

    Es handelt sich um eine Ölheizung in diesem Haus.

    Ich habe nur die Nebenkostenabrechnung von 2012 zum Vergleich, da wir dort nur 2 Jahre gewohnt haben.

    2012 haben wir bereit 212€ Nachzahlen müssen.

    Daraufhin haben wir jeden Monat 25€ mehr bezahlt, damit nicht wieder so ein hoher Betrag entsteht.

    Doch diesmal dann 445€ Nachzahlung, das ist mehr als das doppelte in der selben Zeit.

    Wir wohnten ganz oben und ehrlich gesagt liefen bei uns die Heizungen nicht den ganzen Tag, da wir allein Beruflich bedingt 12 Std. aus dem Haus sind. Desweiteren war die Wohnung so schon immer recht warm, da unter uns eine ältere Dame gewohnt hat die ordentlich geheizt hat.

    Ich finde es nur erschreckend das jetzt plötzlich ein doppelt so hoher Betrag zustande kommt.
     
  8. #7 Pharao, 21.12.2014
    Zuletzt bearbeitet: 21.12.2014
    Pharao

    Pharao Erfahrener Benutzer

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    Hi Mazdarino,

    nochmal, die Nachzahlung alleine sagt so garnix aus!

    Und? Deswegen schaltet man die Heizung auch nicht aus, sondern regelt sie höchstens etwas runter. Mal abgesehen davon, das sagt überhaupt nix darüber aus, wie lang oder kalt der Winter war und ob deswegen vielleicht mehr Verbraucht wurde an Heizöl.

    Guckst du einfach mal auf deine Abrechnung, dann siehst du was du tatsächlich auch Verbraucht hast zum Vorjahr. Im übrigen kann sich auch das Heizöl verteurert haben oder .. usw. ..

    Naja, aber das was du jetzt hier machst, ist nicht "ich gucke mal warum die Nachzahlung so hoch geworden ist", sondern "ich ärgere mich einfach nur das ich soviel Nachzahlen darf".
     
  9. Andres

    Andres
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    Nicht erschrecken, lieber nachdenken. Du hast im ersten Beitrag so gut angefangen: Die Summen der einzelnen Positionen vergleichen und markante Unterschiede erkennen. Der nächste Schritt ist es, dafür die Ursachen zu ermitteln. Bei den Heizkosten wären das vor allem folgende Fragen:
    • Wie viel Brennstoff (oder anderer Energieträger, Fernwärme, ...) wurde insgesamt verbraucht? Steht irgendwo auf der Abrechnung, wahrscheinlich in kWh, vielleicht auch (zusätzlich) in Litern (Heizöl), m³ oder kg (Gas). Eine Steigerung hier würde einer allgemeinen Steigerung des Verbrauchs entsprechen. Das wäre normal: Im Frühjahr '13 ist es lange kalt gewesen, insgesamt war '13 etwas kälter als der Schnitt, während '12 knapp wärmer war.
    • Hat sich der Leistungspreis geändert? Könnte auf der Abrechnung stehen, andernfalls muss man rechnen: Gesamtkosten für Brennstoff/Gesamtverbrauch.
    • Wie hat sich euer Verbrauch im Vergleich zu den anderen Nutzern entwickelt? Vergleiche euren Anteil (nicht die absoluten Werte) in der Summe der erfassten Verbrauchseinheiten.

    Bei der Grundsteuer ist es ganz einfach: Wann wurde sie erhöht? Ohne Grund ändert sich da nichts. Wenn du im Internet nicht fündig wirst, einfach bei der Stadt/Gemeinde nachfragen.

    Bei der Versicherung ist es etwas schwieriger, die Gründe zu ermitteln. Man kann aber einfach mal beim Vermieter anfragen. Außerdem kann man natürlich die Belege einsehen. Das ist aber bei einer größeren Wohnanlage (wenn ich deine Angaben richtig deute habt ihr etwa 3 % Anteil?) eigentlich erst dann sinnvoll, wenn man die Abrechnung so weit verstanden hat, dass man gezielt suchen kann.
     
  10. sara

    sara Erfahrener Benutzer

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    für 9 Wohnungen? (etwa alle über 100qm) wie viel Gesamtwohnfläche hat das Haus?

    Wie hoch sind denn dann die Gesamtheizkosten?

    Kommt mir auch recht üppig dann vor... :unsicher013:
     
  11. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Wieviel Ihr nachzahlen müsst, ist eigentlich sekundär. Interessant sind die Euch in Rechnung gestellten Beträge.
     
  12. #11 Leipziger82, 22.12.2014
    Leipziger82

    Leipziger82 Erfahrener Benutzer

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    Habt Ihr digitale Heizkostenverteiler? Wenn ja, könnt Ihr die Vorjahreswerte eventuell abgleichen.

    Ansonsten: Wenn die ältere Dame und auch andere Mieter ordentlich geheizt haben, dann werdet Ihr natürlich auch zur Kasse gebeten. Je nach Umlageschlüssel, tragt Ihr einen entsprechenden Grundkostenanteil.
     
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