Nebenkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Markus 30, 13.03.2015.

  1. #1 Markus 30, 13.03.2015
    Markus 30

    Markus 30 Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,
    ich habe ein 2-Familienhaus.
    Und mache zum 1.mal meine Nebenkostenabrechnung.

    1. Wohnung Vermietet 2. Wohnung Ich
    Als Heizung und Warmwasser habe ich eine Wärmepumpe.
    HT Verbrauch 1525KWH NT Verbrauch 1358KWH Jahresverbrauch.
    1.Warmwasserzähler UG 28,54m³, Wärmemengenzähler Heizung UG 3075KWH/776,02m³
    2.Warmwasserzähler EG 33,90m³, Wärmemengenzähler Heizung EG 2360kwh/1732,32m³

    Jetzt habe ich das problem wie Rechne ich aus was die Mieterin zahlen muss.
    Oder gibt es vielleicht auch ein Programm?

    Vielen dank schonmal.

    Grüße Markus
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Ob du ein Problem hast, finden wir noch raus. ;)

    Gibt es einen Wärmemengenzähler für das (gesamte) Warmwasser? Was ist vertraglich zur Abrechnung von Heizung und Warmwasser vereinbart?
     
  4. #3 Markus 30, 14.03.2015
    Markus 30

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    Einen Wärmemengenzähler für das gesamte Warmwasser gibt es nicht.
    Im Mietvertrag steht nur das an den Zapfstellen 40 Grad nicht unterschritten wird.
    Ausserdem steht drin : Die Betriebskosten werden vom Vermieter entsprechend der Heizkostenverordnung umgelegt, d.h. nach Wohn- oder Nutzfläche oder nach dem umbauten Raum der beheizten Fläche und nach einem dem Energieverbrauch rechnungtragenden Maßstab.
    Werden Wärmezähler, Heizkostenverteiler, Warmwasserzähler und/oder Warmwasserkostenverteiler verwandt, so wird ein fester Anteil der Kosten nach dem Verbrauch aufgeteilt, nämlich .......v.H.

    Wo die ...... sind ,haben wir ich glaube etwas vergessen einzutragen.

    Ansonsten steht nicht weiter wichtiges im Vertrag.
     
  5. #4 Raimond, 14.03.2015
    Zuletzt bearbeitet: 14.03.2015
    Raimond

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    Hallo,
    die gleiche Konstellation habe ich auch. Für die Berechnung brauchen wir noch die JAZ und die Gesamtstromkosten.
    Aus der eingesetzten, el. Energie kann mit der JAZ die erzeugte Wärmeenergie berechnet werden.
    Ich setze jetzt mal eine JAZ von 4,5 (Sole-WP) an.
    Für die Stromkosten gehe ich mal von 20cent je kWh aus, also 576,60€

    Daraus ergibt sich:
    (1525kWh+1358kWh) * JAZ = x kWh
    2883kWh * 4,5 = 12.973,5 kWh

    Summe des erhitzten Wassers = 62,44m³
    2,5 ist eine Konstante
    1,15 ein fester Faktor
    60-10 ist die Temperatur um die die Brauchwassertemp erhöht wird.

    (2,5kWh/(m³*K)) * 62,44m³ x (60°C-10°C) / 1,15 = 6.786kWh

    Daraus ergibt sich also, dass ((6786/12973,5)*100) = 52,30% der entstandenen Kosten für die Brauchwasserbereitung eingesetzt wurden.
    52,30% Stromkosten sind also für WW entstanden, das sind dann 301,56€
    Diese legst du nach den Verbrauchsmengen um.
    Das gibt für das EG: ((301,56€/62,44m³)*33,9m³) = 163,72€ und das UG 137,83€
    (Hinweis: Typischerweise legt man die Brachwasserkosten nach Grundkosten(m²) und Verbrauchskosten um, für die Rechnung habe ich jetzt aber keine Lust)

    Damit bleiben also 275,04€ für die Raumheizung.
    Diese legst du, genau wie das Brauchwasser, nach dem VERHÄLTNIS der beiden Wärmemengenzähler um.
    (Summe für Raumheizung: (3075KWH + 2360kwh) = 5435kWh
    Für das EG ergibt das dann: ((275,04/5435kWh)*2360kWh) = 113,43€ und das UG: 155,61€

    Bei dieser ganzen Rechnung fällt auf, dass der Anteil für das Brauchwasser recht hoch ist. Da ich deine Anlage nicht kenne kann ich das nicht bewerten. eine Mögliche Erklärung wäre z.B., dass in den Wohnungen viel mit einer zusätzlichen Holzheizung geheizt wurde.

    Edit: Kann natürlich auch an einer extrem guten Isolierung des entsprechenden Hauses oder ähnlichem liegen....
     
  6. sara

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    Und mit der Wärmpumpe, heizt du das gesamte Haus, und die Warmwasseraufbereitung?

    Du kannst die Stromkosten und evtl. sonstigen Kosten die für das Betreiben dieser Anlage anfallen, anteilig nach den ermittelten Ableseständen umlegen. Weitere Energiekosten hast du ja nicht.
     
  7. Andres

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    Das ist ein Problem. Du hättest einen abweichenden Modus vereinbaren dürfen - hast du aber nicht.


    Ja, ist aber nicht so schlimm. Nimm 70 %.


    Ich bin nicht der große Spezialist für Wärmepumpen, aber an der Schilderung von Raimond habe ich - wenigstens in deinem Fall - massive Zweifel.

    Mit einer vereinbarten Abrechnung nach HeizkostenV? Oder hast du deinen Modus so im Vertrag festgehalten?


    Ist das zulässig? Ich hätte vermutet, dass dafür ein Zwischenzähler verwendet werden muss. Klassischen Brennstoffverbrauch darf ich auch nicht einfach schätzen.


    ... einer Gleichung, die nur verwendet werden darf, wenn "die Wärmemenge nur mit einem unzumutbar hohen Aufwand gemessen werden [kann]". Warum trifft das in diesem Fall zu?


    ... für eigenständige, gewerbliche Wärmelieferung. Das wäre z.B. Fernwärme oder ein BHKW. Nochmal: Ich kenne mich mit Wärmepumpen nicht gut aus, aber das klingt nicht richtig.
     
  8. #7 Raimond, 14.03.2015
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    Ist ja nicht geschätzt. Die WP hängt an einem eigenen Zähler.
    Darüber bezogener Strom, multipliziert mit der JAZ gibt die "Menge" der erzeugten Wärme.
    Klar, man könnte auch ohne diese Zahl rechnen und direkt Verhältnise bilden. Laut Abrechnungsdienst kann ihre Software das aber nur so rechnen.

    Ist eh volkommen egal. Wenn über den Stromzähler 5.000kWh für 1.000€ geflossen sind kommt hinten eh die gleiche Verteilung raus, auch wenn zwischendrin mit theoretischen 22.500kWh Wärme gerechnet wurde. Es werden ja immer noch die gleichen 1.000€ umgelegt.



    Die Installation erfolgte, bevor die Wärmemengenzähler Pflicht waren und die Raumverhältnise sind -etwas- beengt. Statt einem müsste man 5 setzen, das dürfte als "hoher Aufwand" gelten, noch dazu wäre das nicht wirtschaftlich.

    Ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich gehe einfach davon aus, dass ein großer Abrechnungsservice das richtig macht. Schließlich haben sie die Daten der Anlage vorort aufgenommen. Die schriftliche Auskunft war, dass das so korrekt ist, da 1. WP und 2. Solarthermie zur Heizungs und WW unterstützung.

    Und noch nichtmal der Mieterverein hat bei dem letzten Querulanten versucht, an dieser Formel 'rumzumachen.
     
  9. #8 Markus 30, 14.03.2015
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    Der Warmwasser Verbrauch ist recht hoch weil die Mieterin
    jeden Tag Baden tut.
    An Heizung hat sie im UG kein Ofen aber ich im EG einen Kachelofen.
    Ausserdem ist die Mieterin tagsüber nicht da und arbeitet bis abends 19Uhr.
    Ich werde mir morgen mal die Abrechnung anschauen ob ich damit klar komme.
     
  10. Berny

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    Solch eine Mieterin hatten wir auch im 5erMFH. Als wir das gewahr wurden, machte ich eine Ausschreibung für Einbau von 14 Wasserzwischenzähler und zwei Wärmemengenzähler. Der günstigste Anbieter bekam den Zuschlag. Seitdem wird haargenau (mit Excel) abgerechnet.
     
  11. Andres

    Andres
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    Das ist dein individueller Fall. Ich finde es auch bei "beengten" Verhältnissen immer sehr fragwürdig, wenn nicht einmal 110 mm Rohr zugänglich sein sollen.


    Ich nicht. Das gehört zum eingebauten Grund-Misstrauen. :huepfend006:


    Und ein zweiter Spezialfall, der beim TE nicht vorliegt.

    Ich habe interessehalber gerade mal ein bischen nachgelesen: Mit einer Wärmepumpe (und zumindest überwiegender Versorgung dadurch) wäre man komplett von der HeizkostenV befreit - nur leider hat sich der TE zu dieser Abrechnung vertraglich verpflichtet. Das macht meinen Rat ganz einfach: Änderungskündigung. Vereinbare irgendeinen simplen Maßstab.

    Eine Grundlage für den Divisor 1,15 habe ich nicht gefunden. Ist das deine eigene Anlage oder liegt hier ein Contracting vor? Das wäre dann die dritte Besonderheit ...


    Das beweist nichts.
     
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