Nebenkostenabrechnung

Diskutiere Nebenkostenabrechnung im Fristen Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Mit Schreiben vom 01.02.2018 habe ich meinen Mietern die Nebenkostenabrechnung für 2017 zugestellt. Mit Email vom 05.02.2018 bemängeln die Mieter,...

  1. #1 Franz62, 22.03.2018
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    Mit Schreiben vom 01.02.2018 habe ich meinen Mietern die Nebenkostenabrechnung für 2017 zugestellt. Mit Email vom 05.02.2018 bemängeln die Mieter, dass die Kosten für die Wohngebäudeversicherung stark gestiegen sind. Daraufhin habe ich meinen Mietern einen von meinem Versicherungsmakler erstellten Preisspiegel für Wohngebäudeversicherungen geschickt - meine Wohngebäudeversicherung schneidet hier top ab - und die Mieter aufgefordert, eine - bei gleichen Leistungen - bessere Versicherung zu suchen. Vor ca. vier Wochen habe ich per Mail angefragt, was denn ihre Suche nach einer preisgünstigeren Versicherung macht: bisher habe ich keine Antwort erhalten.

    Welche Fristen laufen für mich als Vermieter?
    Welches weitere Vorgehen ist angezeigt, aus rechtlicher und diplomatischer Sicht?
     
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  3. Andres

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    Welche Fristen für die Zahlung hast du denn gesetzt? Den Mietern steht eine angemessene Frist für die Überprüfung der Abrechnung zu, man geht so etwas von 4-6 Wochen aus. Diese Frist ruht, solange dem Mieter die Einsicht in die Belege vorenthalten wird - natürlich nur, falls er danach fragt.


    Es bietet sich an, vorsorglich das zu tun, worauf der Mieter ohnehin einen Anspruch hat: Einsicht in die Belege gewähren. Statt ...
    ... irgendwelchen Fantasieauswertungen aus zweifelhaften Quellen (Dein Makler hat dir eine Versicherung vermittelt, die nach seinem Spiegel gut abschneidet? Überraschend ...) würde ich dem Mieter die Beitragsrechnung der Versicherung mailen. Sobald die Mieter tatsächlich Einsicht fordern, genügt diese Form zwar nicht mehr, aber für den Moment ist das ausreichend. Diskussionen um Beitragshöhen führe ich nicht. Wenn der Mieter mit Unwirtschaftlichkeit argumentieren will, soll er das tun - selbständig.

    Das ist Unsinn. Erstens ändert es nichts an den bereits angefallenen Kosten in 2017, zweitens ist das nicht Aufgabe der Mieter, drittens - und da sind wir beim diplomatischen Teil angekommen - erweckt es den Eindruck, dass hier eine Verhandlung möglich wäre. Das ist nicht der Fall. Es sind Kosten angefallen, die der Mieter zu tragen hat.


    Sofern den Mietern bisher keine Zahlungsfrist gesetzt wurde, wäre das also der nächste Schritt, weitere 2 Wochen dürften angemessen sein. Danach würde ich einen gerichtlichen Mahnbescheid beantragen. Das weitere Vorgehen hängt von der Reaktion der Mieter ab.
     
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  4. dots

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    Ja, und nun? Lass sie doch bemängeln. An der Korrektheit und Gültigkeit der Betriebskostenabrechnung ändert das zunächst erst mal gar nichts (sofern die Kosten tatsächlich angefallen sind und z.B. nicht extremst überteuert sind o.ä.).
    Es ist nicht die Aufgabe der Mieter, eine Versicherung zu suchen. Was versprichst du dir davon, die Mieter aufzufordern, eine solche Suche durchzuführen? Mehr, als das sandkasten-hafte "Back' doch erst mal selbst einen Sandkuchen der runder ist als meiner!"?
    Was machst du, wenn der Mieter eine günstigere/bessere/billigere Versicherung findet? Erlässt du ihm dann die Position in der BK-Abrechnung? Allgemeiner gefragt: Welchen Einfluß hat das Ergebnis der Suche auf die Beschwerde bzgl. der BK-Abrechnungs-Position?
     
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  5. #4 Franz62, 22.03.2018
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    Danke an alle! Ich habe bislang keinerlei Frist gesetzt, bisher hat der Mieter ja immer seine Nebenkostenabrechnung umgehend und kritiklos beglichen, es war bislang ein gutes Mietverhältnis. Kopien sämtlicher Belege sind bei mir immer Bestandteil der Nebenkostenabrechnung. Auf zur Fristsetzung …
     
  6. dots

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    Dann würde ich das zum Anlass nehmen, um mit dem Mieter gemeinsam eine Lösung für die Zukunft zu erarbeiten (besser: Du erarbeitest. der Mieter kann Anregungen geben).

    Andres' guten Hinweis solltest du dabei stets im (Hinter-)Kopf präsent haben:
    Meine Ideallösung sähe in etwa so aus: "Die Nachzahlung hast du, lieber Mieter zu zahlen, dennoch werde ich der Vermieter, zu der günstigeren Versicherung wechseln, die wir beide zusammen gefunden haben".

    Damit nimmst du den Mieter ernst, statt seine Anregungen (Kritik) zu ignorieren. Natürlich bist du nicht dazu verpflichtet, die Versicherung zu wechseln. Und noch weniger hat der Mieter ein Mitspracherecht. Aber geringere Betriebskosten kommen dir als Vermieter letztendlich zu Gute, in so fern, als dass der Mieter zufriedener sein wird.
     
  7. Berny

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    ... und der Mieter findet dann eine Billigst-Versicherung, die beim nächsten Schaden die Grätsche macht... (oder die Beiträge exorbitant erhöht)...:009sonst:
     
  8. dots

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    Deswegen schrieb ich:
    günstigeren, nicht billigeren.

    :-P
    ;-)
    :-D
     
  9. Berny

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    ... welches im Ernstfall noch? bewiesen werden kann...
     
  10. #9 immodream, 22.03.2018
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    Hallo,
    ich würde mich von dem Mieter nicht unter Druck setzen lassen.
    Denn dann könnte er dir jedes Jahr eine Fleißaufgabe geben und dich einen billigeren Strom-, Gasversorger, Schornsteinfeger, Heizungsfirma und Versicherung suchen lassen.Das kann für dich zu reichlich abendfüllender Arbeit ausweiten.
    Selbstverständlich sollte man als Vermieter versuchen, die Nebenkosten so niedrig wie möglich und vertretbar zu halten.
    Aber irgendwo ist da für mich einen Grenze.
    Ich kenne meinen Versicherungsvertreter seit zwanzig Jahren, ebenso den Schornsteinfeger und die Heizungsfirma.
    Wenn ich da Hilfe brauche ( z. B. wenn der Mieter die Wohnung kalt hat oder einen Wasserschaden verursacht hat ) sind die schnell zur Stelle.
    Das sollte man dem Mieter mal freundlich erklären.
    Grüße
    Immodream
     
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  11. dots

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  12. #11 Fremdling, 23.03.2018
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    @dots , das kannst Du nicht wirklich ernst meinen! Also, ich erlaube mir, das für eine "eher weniger ideale" Lösung zu halten; im Verhältnis zu meinen Mietern gar ein klares No-Go.
     
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  13. #12 Pfannie, 22.04.2018
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    Also die Sache mit der Versicherung ist doch Deine Sache und ich würde sagen, das geht Deine Mieter nichts an, für welche Versicherung Du Dich entschieden hast. Schon gar nicht, wenn sowieso recht günstig ist. Ich würde darauf bestehen, dass Sie zahlen und Punkt.
     
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