Nebenkostenabrechnung

Dieses Thema im Forum "Fristen" wurde erstellt von Sam23, 01.09.2010.

  1. Sam23

    Sam23 Benutzer

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    kann und darf ich folgendes machen:

    Ich möchte meinem vorherigem Mieter die Nebenkostenabrechnung gerne Persönlich vorbeibringen. Ich mache 2 Ausfertigungen wobei ich mir eine von ihm quittieren lasse.

    Welchen Zahlungszeitraum darf ich nehmen?
    Ab wann darf ich mahnen?
    Ab wann sollte ich einen Rechtsanwalt einschalten bzw. Inkasso?

    Ich gehe nicht davon aus das der Mieter die Rechnung zahlen wird. Deshalb hier schonmal die Fragen.

    Danke für eure Antworten im Voraus.
     
  2. AdMan

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  3. #2 Suzuki650, 01.09.2010
    Suzuki650

    Suzuki650 Erfahrener Benutzer

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    Hi Sam23,

    Natürlich geht das!

    Zahlungszeitraum ist normal 4 Wochen. Danach kannst du auch mahnen. Bleibt das fruchtlos schickst du einen Mahnbescheid! Infos und weiteres findest du hier:

    Online-Mahnbescheid

    Bei der Fragestellung würde ich dir empfehlen ab Mahnbescheid. Wenn dein Mieter verliert bezahlt er alles (Vorausgesetzt er hat Geld). Sonst bleibst du auf den Kosten sitzten.

    Suzi
     
  4. tokape

    tokape Erfahrener Benutzer

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    Warum willst du dir die Arbeit machen und die Sachen persönlich vorbeibringen? Einschreiben/Rückschein geht doch auch!
     
  5. Sam23

    Sam23 Benutzer

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    1. wissen wir leider noch nicht die richtige Adresse und es besteht die Gefahr das er die Post nicht abholt.
    2. Handelt es sich um eine nicht verheiratetes Paar welche ich natürlich beide haftbar machen möchte, deshalb müssen auch beide mir die Quittung unterschreiben.

    Sie gehen zwar beide arbeiten haben aber kaum Geld in der Tasche. Ich werde mir es also erkämpfen müssen. Dank Rechtschutz werde ich das auch durchziehen.
     
  6. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Hallo Sam,
    zu 1.: Richtig. Und wenn Du die Abrechnung ihm persönlich aushändigst, MUSS er sie Dir noch längt nicht empfangsbestätigen. Du solltest unbedingt mit einem Zeugen die Abrechnung in seinen Briefkasten "einlegen" (Fachausdruck) oder unter seiner Wohnungstür durchschieben - vorausgesetzt, Du weisst die Anschrift...
    Zu 2.: Es kommt in erster Linie darauf an, wer den MV unterschrieben hatte.
    "deshalb müssen auch beide mir die Quittung unterschreiben." - Niemand "muss"..., und wenn er/sie nicht will oder tut oder Dich abweist, ...
     
  7. Sam23

    Sam23 Benutzer

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    So also NK geschrieben und verschickt.
    Frist war 31.10.2010 bis jetzt keine Nachricht und Überweisung.
    Kann ich jetzt die erste Mahnung verschicken???
    Können dort irgendwelche Zinsen oder Gebühren erhoben werden???
    Hat vielleicht jemand einen Vordruck dafür, vielleicht schon mit mit der Drohung auf einen Mahnbescheid.
    LG und Danke im Voraus.
     
  8. #7 lostcontrol, 06.11.2010
    lostcontrol

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    hast du auch drangedacht die betriebskostenvorauszahlung gleich entsprechend zu erhöhen, damit du das problem künftig nicht mehr bzw. nicht mehr in diesem ausmaß hast (du willst ja gleich schweres geschütz auffahren, deshalb nehme ich an dass die nachzahlung wohl ziemlich hoch ist)?

    wie hast du's denn jetzt gemacht? einschreiben mit rückschein? persönlicher einwurf mit zeugen? etc.?

    wenn du eine frist gesetzt hast, kannst du natürlich mahnen.
    zinsen wären die gesetzlichen verzugszinsen (kannst du googeln).
    wie hoch die mahngebühren sein dürfen steht in den meisten mietverträgen drin.

    ich schreib in solchen fällen ein ganz normales schreiben.
    bezüglich betriebskosten hatte ich das aber bisher eigentlich nicht, die sind bei uns so angesetzt, dass die mieter eigentlich bis auf wenige ausnahmefälle immer was zurückbekommen. bei den wenigen fällen, in denen es tatsächlich eine nachzahlung gab, hat 'ne mahnung gereicht. einzige ausnahme war ein fall bei dem die mieterin ohnehin dann im selben jahr auszog, da hab ich's dann halt von der kaution abgezogen (und weil sie mich geärgert hat inklusive verzugszinsen und mahngebühren).
     
  9. Sam23

    Sam23 Benutzer

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    Erstmal danke für die Antwort.
    Die Nachzahlung ist deshalb so hoch weil sie Ende März erst ausgezogen sind und die Heizkosten von Oktober bis Oktober berechnet werden. Sprich jetzt also von Oktober bis März haben sie dort gewohnt und geheizt. Jetzt würden sie eigentlich den ganzen Sommer über die Kosten bezahlen aber da sie ja März ausgezogen sind ist das natürlich doof.
    Soviel zur Erklärung der hohen Nachzahlung. Ich werde dann erstmal mahnen.
    Liebe Grüße
    Edit: Es war Einschreiben mit persönlich unterschriebenen Rückschein.

    nochwas, habe das hier gefunden http://basiszinssatz.info/
    da versteh ich jetzt ehrlich nur Bahnhof.
     
  10. Berny

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    Dann pass' auf, dass der Zug nicht ohne Dich abfährt...
    Bei z.Zt. 0,12% kannste gem. den oben aufgeführten Links.... einfach nur draufklicken und LESEN... :wink
     
  11. #10 lostcontrol, 06.11.2010
    lostcontrol

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    versteh ich nicht. dafür gibt's doch die heizkostenverordnung, die stellt doch klar wie das dann abgerechnet werden muss. wo hängt's denn da bei dir verständnismässig?
    selbstverständlich müssen die mieter nur für die zeit, in der sie da gewohnt haben bezahlen und auch nur ihren verbrauch.
    wie rechnet ihr denn die heizkosten ab?

    da kann ich jetzt berny nur zustimmen. klick einfach auf den entsprechenden link, da ist alles erklärt.
    dass das natürlich nur cent-beträge sind müsste dir auch klar sein...
     
  12. #11 BarneyGumble2, 06.11.2010
    BarneyGumble2

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    @Losti:
    Ich denke, Sam23 meint damit, dass in etwa 50 % des Abrechnungszeitraums knapp 100% der Kosten angefallen sind und damit die Vorauszahlungen nicht ausreichen, so wie sie es nach 12 Monaten hätten.
     
  13. Berny

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    Da kann auch ich Losti nur zustimmen...
    @Sam23: Was Du da machst, halte ich für Betrug.
    Das Jahr hat 1000 Heizgradtage (nach DIN 4713 Teil 5).
    Von Okt. bis März fallen 810 an, die fehlenden Monate teilen sich die fehlenden HGTage.
    Wenn Du jetzt keine Dreisatzrechnung aufstellst, ===> §263 StGB... :stupid :wink
     
  14. #13 lostcontrol, 06.11.2010
    lostcontrol

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    barney, dass ist mir schon klar dass er das vermutlich denkt.
    aber genau sowas ist ja per heizkostenverordnung eben auch geregelt, man macht 'ne zwischenablesung bzw. rechnet nach gradtagen etc.. es ist ja nicht so, also würden die jahreszeiten da keinen niederschlag finden.
    aber das ist ja jetzt nur 'ne vermutung von mir, dass da nicht gemessen wird/wurde.

    @sam23:
    ich hoffe sehr, du hast deine betriebskostenabrechnung auch entsprechend "nach vordruck" gemacht (also alle angaben die rechtlich nötig sind entsprechend gemacht).
    aber was hast du eigentlich vor zu tun, wenn der mieter widerspricht?
     
  15. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Einen Abrechnungsfehler als Betrug zu bezeichnen fällt nicht mal den Mietervereinen ein.
    Es wäre vielleicht sinnvoll, vor derartigen Behauptungen erst mal einen Blick ins Gesetz zu werfen.
    Tatbestandsmerkmale des Betrugs sind
    - Vorsatz
    - rechtswidriger Vermögensvorteil beim Täter
    - Vermögensschaden bei Opfer
    - Irrtumserregung
    Fehlt nur eines dieser Merkmale, kann es sich nicht um einen Betrug handeln.
    Mal abgesehen davon, dass bei einer fehlerhaften Abrechnung Vorsatz nur schwer zu bbeweisen sein wird - wenn hier nach Basics gefragt werden muss, wird man wohl eher von einem Fehler aus Dummheit ausgehen müssen - ist auch nicht erkennbar wodurch der Vermieter beim Mieter einen Irrtum erregt und diesen dadurch in seinem Vermögen geschädigt haben könnte.
     
  16. Berny

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    OK, RM, ich rudere zurück.
    Aaber, ich möchte nicht wissen, wv. VM nach dem Motto "Versuchen wir es erst mal, und wenn es auffällt, war es ein "Büroversehen"...
     
  17. Sam23

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    genau so ist es. Natürlich haben wir eine Zwischenablesung (bei Mieterwechsel) gemacht und die Heizkosten laufen auch über die Firme T....M.
    Daher zahlen sie natürlich nur den reinen Verbrauch. Man zahlt doch aber das ganze Jahr über Heizkosten also auch in den Sommermonaten wo keine Heizkosten anfallen.
    Anders: Man verteilt ja die Kosten der Heizung auf das ganze Jahr, wenn man aber im März schon auszieht fehlt eine Menge Geld und damit entsteht dann die große Nachzahlung. Ich hoffe das ist verständlich.
     
  18. Berny

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    Hi Sam23,

    "Daher zahlen sie natürlich nur den reinen Verbrauch."
    Das halte ich für falsch und verweise auf §7 HKVO.

    "Man zahlt doch aber das ganze Jahr über Heizkosten also auch in den Sommermonaten wo keine Heizkosten anfallen."
    Das ist korrekt, egal, ob nun HK oder Abschlagszahlungen hierfür gemeint sind.

    "Man verteilt ja die Kosten der Heizung auf das ganze Jahr,"
    Hmm, das ist so nicht richtig. Vielmehr werden die innerhalb des Abrechnungszeitraums (i.d.R. 12 Monate) angefallenen Verbräuche berechnet/errechnet.

    "wenn man aber im März schon auszieht fehlt eine Menge Geld und damit entsteht dann die große Nachzahlung."
    Nöö: wenn keine Zwischenablesung erfolgte, werden vom Jahresverbrauch 810/1000 für den Zeitraum Okt.-März berechnet (und für den nächsten Mieter 190/1000 für April-September). Soo einfach ist das.
     
  19. Sam23

    Sam23 Benutzer

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    Es erfolgte aber eine Zwischenablesung.
     
  20. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    Prima, dann kann Techem ja eine korrekte Abrechnung machen (vorausgesetzt, sie halten sich an korrekte Vorgaben ihres Vertragspartners, was sie m.W. auch tun).
     
  21. #20 lostcontrol, 07.11.2010
    lostcontrol

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    dann wird besagte firma die heizkosten ja wohl auch nur für die dauer des mietverhältnisses berechnen.

    nö. schau mal in die heizkostenverordnung. da gibt's ja auch noch ein paar andere posten die zu den heizkosten gehören. aber das nur am rande.

    naja, man zahlt eine VORAUSZAHLUNG. abgerechnet wird dann aber über die tatsächlichen kosten. dass die hauptsächlich während der heizperiode entstehen ist klar.

    nein, das ist nicht verständlich.
    die mieter sind im märz ausgezogen. entsprechend müssen sie auch nur für die bis märz entstandenen heizkosten bezahlen, nicht mehr und nicht weniger.
    was später kommt, muss der nachmieter bezahlen bzw. bei leerstand der vermieter.
    mal ganz abgesehen davon dass die mieter ja mit hoher wahrscheinlichkeit auch den ganzen letzten sommer für heizkosten ihre vorauszahlung geleistet haben, obwohl da ja eher nicht geheizt wurde, oder? wenn's mit diesen zahlungen außerhalb der heizperiode trotzdem nicht reicht, dann ist deine vorauszahlung zu niedrig angesetzt.
    oder haben die nur den winter über in dieser wohnung gewohnt?

    das mag schon sein dass die vorauszahlungen nicht ausreichen um die tatsächlichen kosten zu decken, das ist mir schon klar.
    aber so wie du das schreibst klingt es so, als wolltest du von den mietern auch das geld für die sommermonate haben, und das ist eben FALSCH.
     
Thema: Nebenkostenabrechnung
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