Nebenkosteneinzahlungen vom Vorbesitzer übernehmen?

Diskutiere Nebenkosteneinzahlungen vom Vorbesitzer übernehmen? im Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich bin neu hier, hab schon viel gelesen. Sehr interessante Themen dabei. Aber ich habe eine Frage und bin gespannt auf...

  1. #1 felisity29, 27.08.2017
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    Hallo zusammen,

    ich bin neu hier, hab schon viel gelesen. Sehr interessante Themen dabei.

    Aber ich habe eine Frage und bin gespannt auf Antworten.
    Wir sind im Begriff ein MFH zu kaufen mit momentan 4 WE und Ausbaureserve/Umbaumöglichkeiten für noch 2 Wohnungen.
    Der Vorbesitzer rechnet die Nebenkosten zum 01.03. ab. Wir übernehmen das Haus zum 01.10.17.
    Wie gehe ich mit den bereits gezahlten Nebenkosten vor? Soll der Besitzer noch eine Abrechnung machen und wir fangen bei Null an oder sollen wir uns die bereits gezahlten Nebenkosten auszahlen lassen und die nächste Abrechnung wie gewohnt am 01.03. machen?
    Wie habt Ihr das gehandhabt?
    Der Besitzer hat seine Abrechnung immer selbst gemacht und auch sehr gut gewirtschaftet, so dass keine großen Nachzahlungen zu leisten waren für die Mieter. Heizkosten werden auch über ihn abgerechnet, da es eine Ölheizung ist.

    Ich danke Euch schon jetzt für Eure Antworten und bin gespannt. VG Sandra
     
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  3. Andres

    Andres
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    Wenn du hier schon gelesen hast, kennst du die Frage, die auf solche Aussagen folgt: Was genau passiert zu diesem Datum?


    Ob die damit einhergehende Verkürzung des Abrechnungsjahrs gegen § 556 BGB verstößt, ist bestenfalls unklar.


    Der Verkäufer übergibt sämtliche für die Abrechnung relevanten Unterlagen im Original und erteilt sämtliche erforderlichen Auskünfte, bei einer Ölheizung ist das u.a. der Tankinhalt am Stichtag. Das wird so auch im Kaufvertrag festgehalten. Der Käufer führt die Abrechnung durch. Danach eine der folgenden beiden Varianten:

    Die im laufenden Abrechnungsjahr angefallenen Betriebskosten werden mit den bisherigen Vorauszahlungen verrechnet und die Differenz zwischen Käufer und Verkäufer ausgeglichen. Bei einem ordentlich geführten Objekt ist das nicht wahnsinnig schwer, aber es ist trotzdem ein gewisser Aufwand. Es besteht auch das Risiko, über diese Abrechnung mit dem Verkäufer irgendwie in Streit zu geraten. Dafür ist das Verfahren "gerecht" - soweit es das gibt.

    Es gibt keinen Ausgleich in irgendeiner Form. Ab einem bestimmten Termin gehen alle Vorauszahlungen an den Käufer, der auch alle Kosten trägt. Das Verfahren hat ein gewisses Potenzial, "ungerecht" zu sein. Die Betriebskosten fallen ja nicht kontinuierlich an. Diesen Effekt wird man irgendwie in den Kaufpreis einbeziehen müssen. Grundsätzlich ist dieses Verfahren einfacher.


    Ich bevorzuge eigentlich die zweite Variante, aber da (mindestens) zwei zu dieser Entscheidung gehören, lief es fast immer auf Variante eins hinaus.
     
  4. #3 felisity29, 27.08.2017
    felisity29

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    Ich danke Dir sehr für Deine Antwort.
    Das es ordentlich geführt ist, kann ich leider nicht sagen. Er macht es sicher nach bestem Wissen und Gewissen, aber wenn ich Mieter in diesem Haus wäre, hätte ich es schon angefochten. Da hat er wohl bisher Glück gehabt.
    Deswegen kommt für mich auch nur eine Hausverwaltung in Frage, die solche angreifbaren Abrechnungen für uns macht.
    Okay das müssen wir in unsere Kaufüberlegung einbeziehen.
    Danke!
     
  5. sara

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    für mich ist das auch die korrekteste Art, beim Kauf eines Mehrfamilienhauses.
    Bei Eigentumswohnungen kann evtl. die zweite Möglichkeit unkomplizierter sein, solche habe ich aber nicht.
     
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