Nebenkostenermittlung bei Leerstand

Dieses Thema im Forum "Abrechnungs-/Umlagmaßstab" wurde erstellt von Waldoblau, 27.11.2012.

  1. #1 Waldoblau, 27.11.2012
    Waldoblau

    Waldoblau Neuer Benutzer

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    Haus mit drei Wohnungen, eine Wohnung steht leer.

    Wie werden die Nebenkosten bei Kaltwasser, Abwasser, Niederschlagswasser und Heizungsstrom verteilt?

    Im Mietvertrag steht nichts, also müsste nach Wohnfläche abgerechnet werden. Wasseruhren existieren in den Wohnungen keine, nur im Keller (Waschmaschinen).

    Kann man nach der 30:70 Regelung die Kosten berechnen, so wie das auch bei den Heizungskosten geschieht?

    Oder geht es alleine nach der Wohnfläche, was bedeuten würde, dass für eine leerstehende Wohnung, die ein Drittel der Gesamtfläche besitzt, auch ein Drittel der Wassermenge bezahlt werden muss vom Vermieter, obwohl kein einziger Liter Wasser verbraucht wurde?

    Erscheint mir recht extrem, diese Variante - aber wie dann?

    Herzlichen Dank für Hinweise!
     
  2. AdMan

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  3. #2 Papabär, 27.11.2012
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    Hallo Waldoblau,
    wie willst Du denn bitte nach einer 30:70-Regelung (d.h. 30% nach Fläche, 70% nach gemessenem Verbrauch) abrechnen, wenn Du keine Zähler hast?

    ... und wie sieht eigentlich ein Niederschlagswasserzähler aus? :?

    Mir ist keine Regelung bekannt, wonach eine 30/70 Quote nicht mietvertraglich auch für andere Kosten vereinbart werden dürfte ... aber ohne die Zähler wird das wohl eher zu neuen Unstimmigkeiten führen.
    So lange es keine mietvertragliche Regelung gibt, gelten die gesetzlichen Bestimmungen, Punkt!


    ... gewöhn´ Dich dran - oder bau Zähler ein.
     
  4. #3 Tobias F, 27.11.2012
    Tobias F

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    1. Wasser und Abwasser kannst Du nur nach Verbrauch (gemessen über Wasseruhren) abrechnen. Bei Leerständen wird dieser wohl gegen Null gehen.

    2. Niederschlagswasser z.B. nach qm, also Anteil an der Gesamtfläche

    3. Wenn Du keine Wasseruhren hast die Verbrauch der einzelnen Wohnungen messen hast Du ein echtes Problem, denn Du kannst für keine Wohnung eine rechtlich einwandfreie Abrechnung erstellen.

    4. Heizstrom gehört zu den Heiznebenkosten, damit also in die Heizkostenabrechnung. Und diese wird überwiegend nach 30/70 berechnet.



    Und schon hast Du das Problem welches durch fehlende Wasseruhren entsteht. Wasser/Abwasser sind reine Verbrauchsgebühren. Wenn kein Verbrauch anfällt fallen auch keine Kosten an. Ob und in welchem Umfang ein Verbrauch anfällt bzw. angefallen ist, kann aber nur mittels Wasseruhren ermittelt werden.
    So wie Du es vorhast, nach qm, geht überhaupt nicht, und wird sicherlich vom Vermieter auch angefochten. denn warum soll der Wasserverbrauch bezahlen der nicht angefallen sein kann, bzw. im Umfang x nicht nachweisbar ist?
     
  5. #4 Papabär, 27.11.2012
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    Doch ... einfach der Anleitung in §556a BGB folgen. Das WÄRE ja rechtlich einwandfrei ... nur finanziell eben suboptimal.


    Falsch! Grundgebühren (z.B. für den verbauten Hauptwasserzähler) fallen auch bei Null Verbrauch an.


    Zum Einen ginge eine Abrechnung nach Fläche sehr wohl (vgl. §556a BGB) ... und zum Anderen sollte das Risiko, das Waldoblau seine eigene Abrechnung anfechtet, wohl eher überschaubar sein.
     
  6. #5 Tobias F, 27.11.2012
    Zuletzt bearbeitet: 27.11.2012
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    Diese sind aber Bestandteil der Gesamtwasserabrechnung, und somit auch anteilig nach Verbrauch zu berechnen.


    Wenn von 3 Wohnungen eine leersteht, sind min. 2 bewohnt.
    Selbst wenn wir annehmen das der TS in einer davon wohnt, so gibt es min. noch einen Mieter der die falsche Abrechnung anfechten kann.
     
  7. #6 Papabär, 27.11.2012
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    Ich halte es im vorliegenden Fall (keine Wasserzähler) für korrekt, wenn die verbrauchsunabhängigen Grundkosten ebenfalls nach Verbrauch umgelegt werden.
    Als Pauschalaussage kann ich den Satz aber so nicht unkommentiert lassen - und die beste Kommentierung dürfte VIII ZR 183/09 sein.



    Ja_ha, schon klar ... ich wollte nur mal mit dem Zaunpfahl winken, weil Du die Personen des TE und des Vermieters nicht in Übereinstimmung gebracht hattest. :50:
     
  8. #7 Tobias F, 27.11.2012
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    Verbrauchsunabhängige Grundkosten nach Verbrauch ........ Kein Problem. Die Grundkosten für den Wasserzähler aus der Abrechnung der Stadt herausrechnen und durch Anzahl der Wohnungen teilen. Da bin ich ganz bei Dir (aucn wenn ich das fast schon für übertrieben erachte).
    Aber des TS wollte schrieb ja:
    "Wasseruhren existieren in den Wohnungen keine, nur im Keller (Waschmaschinen).
    Kann man nach der 30:70 Regelung die Kosten berechnen, so wie das auch bei den Heizungskosten geschieht?"

    Er will also die Wasserkosten nach 30/70 auf eine leerstehende Wohnung berechnen. Und das ist etwas ganz anderse.



    Der TS hat aber auch mit keinem Wort, oder habe ich etwas übersehen, dass er der Eigentümer sei.
     
  9. #8 Papabär, 28.11.2012
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    Arghhh ... der Satz von mir war ja nun völlig hohl, wenn´s keine Wasserzähler gibt wird eine Umlage der verbrauchunabhängigen Kosten nach Verbrauch schwierig. Ich meinte natürlich nach Fläche.
    Dann haben wir wohl aneinander vorbei getextet ... ich war bei der Aussage, das die Grundkosten (grundsätzlich immer) nach Verbrauch umzulegen seien.

    30/70 bei Wasser ist natürlich eine andere Baustelle - wobei eine entsprechende mietvertragliche Vereinbarung zulässig sein dürfte.


    Hier nicht ... aber irgendwo hatte er geschrieben, dass das Haus seinem Vater gehöre, der sich aber aus Altersgründen nicht mehr darum kümmern könne.
     
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