Nebenkostenpauschale erhöhen

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von EH44, 04.10.2007.

  1. EH44

    EH44 Neuer Benutzer

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    Folgender Fall:
    Ich habe eine möblierte Wohnung vermietet. Mietertrag ist unbefristet.
    Es erfolgt keine Abrechnung. Vereinbart ist Miete + Nebenkostenpauschale.
    Es stellt sich nun heraus, dass der Mieter einen riesigen Wasserverbrauch hat (400 l pro Tag) und auch bei der vereinbarten wöchentlichen Reinigung wird nicht nur 1 Std. benötigt, sondern fast 2 Stunden (da er alles rumliegen lässt und es dadurch viel länger dauert). Kurz gesagt, ich habe seit einem Jahr nun 650 € draufgelegt und wollte nun die Nebenkostenpauschale ab Oktober um 50,- € erhöhen. Es folgte auf meine schriftliche Ankündigung keine Reaktion und nun wurde zum 1. Oktober keine Erhöhung bezahlt. Was tun? Habe ich keine Möglichkeit, dies durchzusetzen, auch wenn der Mieter für mich nicht vorhersehbare Mehrkosten erzeugt? Kann er verbrauchen, so viel er will und ich bin der Dumme?
    Für einen Tipp wäre ich dankbar.
     
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  3. #2 onkelfossi, 04.10.2007
    onkelfossi

    onkelfossi Erfahrener Benutzer

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    Hallo!

    Du kannst die Pauschale erhöhen, wenn dies so vereinbart wurde. Dann musst du aber nachweisen, dass eine Erhöhung gerechtfertigt ist. Das sollte aber ja nicht dein Problem sein.

    VG, fossi :wink
     
  4. EH44

    EH44 Neuer Benutzer

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    Hallo,

    den Nachweis habe ich schon mitgeschickt und er ist auch mit allen Belegen nachweisbar. Leider ist im Vertrag keine Erhöhung oder Anspassung vereinbart. (habe mich auf den Maklervertrag verlassen).
    Dann habe ich wohl Pech gehabt und muss so lange warten, bis der Mieter wieder auszieht, oder? Ist ziemlich ungerecht. Bin für jeden Tipp dankbar.
     
  5. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    Das war nicht Pech, sondern Dummheit und Gerechtigkeit kann man als Vermieter nicht erwarten.
    Ohne Erhöhungsvorbehalt gibt es nun mal keine Erhöhung ohne die Zustimmung des Mieters. Da kann es auch kaum wirklich gute Tipps geben. Hier greift ein schlichter Grundsatz: Verträge sind einzuhalten.

    Eine Möglichkeit um zumindest eine Schadensbegrenzung zu erreichen könnte bei den Heiz- und Warmwasserkosten bestehen. Für diese Kosten ist - außer bei Gebäuden mit nicht mehr als zwei Wohnungen, von denen eine der Vermieter selbst bewohnt - eine Abrechnung zwingend vorgeschrieben. Abweichende Vereinbarungen sind unwirksam (BGH VIII ZR 212/05 vom 19. Juli 2006).

    Eine weitere Möglichkeit wäre, dass die Vermietung zum vorübergehenden Gebrauch erfolgt sein könnte und das Mietverhältnis damit auch ohne Angabe von Gründen zu kündigen wäre.

    Dann könnte man noch darauf hoffen, dass die Höhe der Verbrauchskosten - im vor Gericht - als berechtigtes Interesse des Vermieters an einer ordentlichen Kündigung des Mietverhältnisses durchgehen könnte.
     
  6. EH44

    EH44 Neuer Benutzer

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    Ich weiß, wird mir auch nicht mehr passieren. Der Erhöhungsvorbehalt kommt beim nächsten mal rein. Das mit den Heiz- und Warmwasserkosten habe ich noch nicht gehört und auch nicht richtig verstanden. Es ist ein 3-Familienhaus, in dem 2 Wohnungen vermietet sind und in dem EG wohnt meine Mutter (Teileigentümerin). Muss ich in diesem Fall eine Heiz- und Warmwasserkostenabrechnung machen? Ich habe beide Wohnungen möbliert vermietet mit Miete und Nebenkostenpauschale. Die Verträge sind durch einen Makler gemacht. Dies müsste doch eigentlich korrekt sein. Der Vertrag ist übrigens unbefristet. Der Makler meinte, dass der Mieter bei möblierten Wohnungen meist nach ca. 2 Jahren sowieso wieder auszieht. (Ist jetzt 15 Monate her) Und wenn nicht??? Dann bleib ich jetzt auf noch höheren Kosten sitzen. Aus meinem Rechtsverständnis heraus, muss man doch in so einem Fall kündigen können, z. B. wegen drohendem Verlust oder ähnlichem. Geht sowas?

    :wand:
     
  7. #6 onkelfossi, 08.10.2007
    onkelfossi

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    Hallo!

    Das was RMHV sagt ist falsch. Von Grund auf bist du bei deinem Haus zu einer verbrauchsabhängigen Abrechnung bei Heizung bzw. Warmwasser verpflichtet. Sind Vermieter und Mieter sich jeodch darüber einig, dass nicht nach HeizKV abgerechnet wird, ist auch eine Pauschale möglich. Dies wird jedoch hinfällig sobald eine Partei auf die Umsetzung der HeizKV besteht.

    Natürlich nicht. Ich kann dir nur raten keine Pauschale, sondern eine Vorauszahlung zu vereinbaren. Dann wirst du auch auf keinen Kosten sitzen bleiben.

    VG, fossi :wink
     
  8. EH44

    EH44 Neuer Benutzer

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    Eine gute Nachricht:

    Mein Mieter hat die Umlagenerhöhung von 50,- Euro anerkannt und rückwirkend ab Oktober bezahlt. Obwohl ich laut Vertrag keinen Anspruch darauf hatte.
    Wollte ich nur mal mitteilen, manchmal brauch man nur etwas Geduld, ohne gleich rechtliche Schritte einzuleiten. Ich war zwar kurz davor, aber nun ist alles ok.

    E.H.
     
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