Neu im "Vermietungs-Geschäft"

Dieses Thema im Forum "VF - Ankündigungen!" wurde erstellt von kleinesM, 22.10.2013.

  1. #1 kleinesM, 22.10.2013
    kleinesM

    kleinesM Neuer Benutzer

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    Hallo zusammen,

    ich habe mich heute hier angemeldet, da wir (mein Mann und ich) zukünftig eine Wohnung vermieten werden. Erstmal zum Hintergrund. Wir haben ein Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung gekauft. Wir selbst ziehen bis Ende Dezember in die EG Wohnung ein. Die OG Wohnung (separater Eingang) steht leer.

    Wir sind derzeit die EG Wohnung am Renovieren. Bei der OG Wohnung muss bis auf ein Zimmer nicht gemacht werden.

    Nun stellen sich uns mehrere Fragen.

    Die Wasserversorgung fürs Haus läuft über einen Hauseigenen Trinkwasserbrunnen. Hierfür gibt es auch nur einen Zähler. Bisher wurde das von Eigentümer pro Person berechnet. Eigene Wasserzähler für die OG Wohnung gibt es nicht. Da das Haus 2x angebaut wurde, laufen die Wasserleitungen auch sehr ungünstig. Für die OG Küche und Gäste WC läuft + Dusche im Bad läuft mit Warm und Kaltwasser über eine Gastherme. Das Kaltwasser im Hauptbad läuft über eine Leitung die auch aus der EG Wohnung kommt. (lässt sich jetzt schlecht erklären). Leider sind keine Unterlagen mehr auffindbar, wo die Wasserleitungen verlegt sind. Macht es Sinn für die Mieter auch pro Kopf abzurechnen oder sollten wir besser doch mehrere Zähler einbauen?

    Desweiteren liegt der Zähler für die Stromversorgung der Wohnung oben in der EG Wohnung. Hier sind wir am überlegen, den Zähler zum Sicherungskasten zu versetzen. Der Sicherungskasten befindet sich in unserer derzeitigen Werkstatt, diese Trennen wir aber ab, damit zu der OG Wohnung eine Art Kellerraum / Abstellraum gehört und beide Wohnung komplett voneinander getrennt sind (jetzt ist doch noch eine Tür zur EG Wohnung). Könnt ihr schätzen was so ein Umsetzen eines Zählers kostet?

    Gaszähler sind getrennt voneinander. Die OG Wohnung läuft über Gastherme und die EG Wohnung hat eine eigenen Gasheizanlage. Hier gibt es kein Problem.

    So nun zur Mietersuche. Hier sind wir bisher total unerfahren und standen bisher nur auf der anderen Seite. Hier wissen wir gar nicht wie wir vorgehen sollen, geschweige denn was wir für Mietpreise und Nebenkosten angeben sollen. Bisher war die EG Wohnung vermietet. Auch zu einem so niedrigen Preis der heute nicht mehr möglich ist. Der Makler der uns das Haus verkauft hat, hat uns einen ungefähren Mietpreis genannt. Nur wie wir die Nebenkosten beanschlagen sollen wissen wir nicht.
    Wäre es sinnvoll hierfür einen Makler zu beauftragen?

    Wenn wir die Mietersuche alleine machen, wie gehen wir da vor? Wir schalten eine Anzeige in unserer Regionalzeitung. Sortiert ihr bereits vor Besichtigung aus? Ist telefonische Kontaktaufnahme besser, oder doch per Mail und da direkt eine Vorabauskunft ausfüllen lassen um vorher auszusortieren? Bei den Besichtigungen werden wir dann vorr. keine Massenbesichtigung machen. Wir haben selbst die Erfahrung gemacht (als Mieter), dass es persönlicher ist wenn man Einzelbesichtigungen hat und so auch sein Gegenüber ein wenig besser kennenlernen kann. Und am Ende hat man den jeweiligen Mieter dann besser in Erinnerung.

    Dann noch eine Frage wg. der Einrichtung. Derzeit befindet sich noch eine Küche in der OG Wohnung (Eiche rustikal, aber sehr gut erhalten!) sowie die Waschmaschine und Trockner der ehemaligen Eigentümerin. Wenn der Mieter diese Gegenstände mit übernimmt, muss das im Mietvertrag festgehalten werden? Die Waschmaschine + Trockner würden wir, falls der neue Mieter diese nicht benötigt, verkaufen. Die Küche sollte aber am besten dann entsorgt werden. Muss ich dafür aufkommen oder kann das auch der Mieter?

    Dann noch eine Frage bzgl. zukünftigen Eigenbedarfs. In 15 Jahren ungefähr kann es sein dass unsere Eltern / Schwiegereltern bedarf an der OG Wohnung melden (wer weiss was in 15 Jahre ist, aber schonmal vorab informieren). Da es sich um eine Einliegerwohnung handelt, gilt hier ein besonderes Kündigungsrecht welches man hat?

    Was mir noch einfällt wären die Kosten bzgl Renovierung. Da wir wohl erst Ende diesen Jahres / Anfang nächsten Jahres nach einem Mieter suchen werden, aber dieses Jahr bereits die OG Wohnung teilweilse renovieren, kann ich die Renovierungskosten auch für dieses Jahr absetzen, obwohl ich dort noch keinen Mieter drin habe?

    Macht es Sinn eine Vermieterrechtsschutzversicherung abzuschließen? (Derzeit ist noch gar keine Rechtschutzversicherung vorhanden).

    Ich hoffe ihr könnt meine vielen Fragen beantworten.

    Viele Grüße
    kleines M
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Das ist die erste gute Nachricht: In dieser Konstellation (zwei Wohnungen, eine davon von euch bewohnt) bekommt ihr als Vermieter ein paar Erleichterungen. Ihr dürft dem Mieter ohne weitere Begründung kündigen, wobei sich die Kündigungsfrist aber um 3 Monate verlängert. Außerdem gibt es keine Pflicht für euch, Heizung und Warmwasser nach Verbrauch abzurechnen.

    Trotzdem sind einige Dinge zu beachten:


    Der Umlagemaßstab "pro Person" gibt oft Anlass zu Streitereien. Die Anzahl der Personen könnte sich täglich ändern und am Ende musst du dann den Nachweis führen, ab wann der neue Freund/die neue Freundin nicht nur regelmäßig zu Besuch war, sondern dort dauerhaft gewohnt hat. Ich würde daher einen anderen Umlagemaßstab wählen.

    Damit bleiben im Prinzip zwei Möglichkeiten:
    • Ihr könnt nach Verbrauch abrechnen. Dafür wären - wenn ich das richtig verstanden habe - zwei Zähler erforderlich? Die Kosten der Verbrauchserfassung (Kosten der Zähler verteilt über die Nutzungsdauer) könnt ihr auf die Mieter umlegen.
    • Ihr wählt einen anderen Maßstab, z.B. nach Fläche oder vereinbart gleich eine Pauschale. Dabei solltet ihr dann den Verbrauch regelmäßig überwachen, um die Pauschale ggf. anpassen zu können, wenn der Verbrauch zu sehr steigt.

    Abhängig von den geplanten Maßnahmen am Haus (Bad?) könnte man auch die Leitungen anders/neu verlegen. Das lohnt sich aber nur, wenn man die Wände sowieso offen hat.

    Gibt es dabei ein Problem? Außer dass vielleicht einmal pro Jahr der Ableser in die Wohnung muss? Ableseeinrichtungen würde ich immer im Zugriff des Vermieters belassen, wenn es irgendwie möglich ist. Zahlt der Mieter seinen Strom nicht, kann der Versorger ihn ohne Kooperation des Mieters abklemmen - das spart euch schon wieder Ärger.

    Jedenfalls bedeutet das dann ja wohl, dass der Mieter selbst einen Vertrag mit dem EVU haben muss? Gut, dann seid ihr aus einer weiteren Risikoposition (weitgehend) raus.

    In Ergänzung würde ich mal selbst etwas in die örtlichen Zeitungen und ins Internet schauen. Einfach als Kontrolle, ob das so auch passt. Im Zweifelsfall lieber etwas höher ansetzen - wenn keine Interessenten kommen, könnt ihr immer noch runter gehen.


    Bei der Kaltmiete mag das funktionieren, bei den Nebenkosten eher nicht. Der Makler verdient daran nichts - warum sollte er für euch das Maximum herausholen? Den Ärger, eine größere Nachzahlung dem Mieter zu vermitteln, habt dann ihr.

    Stattdessen würde ich die "erste Nebenkostenabrechnung" schon jetzt erstellen, natürlich mit geschätzten Zahlen. Aus den großen Verbrauchspositionen (Gas, Strom) seid ihr raus, einige Positionen stehen schon jetzt fest (Versicherungen, Grundsteuer, Oberflächenwasser), andere lassen sich ganz gut schätzen (Müll), ein bischen Unsicherheit (Wasser) bleibt. Im Zweifel auch hier lieber aufrunden - über eine Rückzahlung beschweren sich Mieter eher selten.

    Nach der ersten echten Abrechnung passt ihr dann die Vorauszahlung an.


    Das kommt auf die Situation vor Ort an. Melden sich auf eine Wohnung zig Interessenten, sortiere ich vorab aus. Wenn man froh sein muss, falls sich überhaupt jemand meldet, sieht das anders aus.


    Neben der Selbstauskunft und ein paar Nachweisen verlasse ich mich vor allem auf den persönlichen Eindruck - setzt natürlich einen gewissen Instink voraus, für den man etwas Erfahrung (das heißt leider auch: schlechte Erfahrung) braucht. Das geht für mich besser am Telefon, ist aber sicher Geschmackssache.


    Ist sinnvoll. Besser Termine alle 15-20 Minuten vergeben, dann ist es auch kein Problem, wenn mal ein Interessent nicht kommt.


    Da gibt es zwei grundsätzliche Möglichkeiten:

    Die Einrichtung kann mitvermietet werden. Dann ist der Vermieter für die Instandhaltung verantwortlich. Wenn an der Küche oder den Elektrogeräten etwas kaputt geht, müsst ihr das reparieren/ersetzen. Dafür solltet ihr Vorsorge treffen (höhere Miete, unbedingt Kleinreparaturklausel!) und auch dann bleibt ein gewisses Risiko. Einrichtung kommt grundsätzlich gut an bei kleineren Wohnungen - große oder höherwertige Wohnungen richtet der Mieter eher selbst ein.

    Sofern nichts vereinbart ist, darf man von "gemietet wie gesehen" ausgehen, d.h. die Küche wäre dann mitvermietet.

    Wenn ihr das nicht wollt, könnt ihr die Einrichtung auch an den Mieter verkaufen - falls der das auch will. Dann seid ihr aus der Sache raus (Ausschluss der Gewährleistung nicht vergessen), aber der Mieter kann das Zeug bei Auszug mitnehmen. Wieviel ihr dafür bekommt, hängt vom Zustand und dem Alter sowie vom Verhandlungsgeschick ab. Zu viel würde ich nicht erwarten ...


    Ja, s.o.


    Ja, das heißt "vorweggenommene Werbungskosten".


    Da streiten sich die Gelehrten :)

    Das teure an Ärger mit dem Mieter ist eigentlich eher der Mietausfall und die Schäden am Objekt. Das zahlt die RSV nicht. Ich persönlich finde es sinnvoller, selbst etwas Geld beiseite zu legen. Das gilt eigentlich ganz generell für Immobilienbesitzer: Irgendwas ist immer und dafür sollte man finanziell vorsorgen.

    Sinnvoller ist da schon die Mitgliedschaft bei Haus&Grund. Da gibt es aktuelle Vertragsvorlagen und auch Beratung (nicht immer gut, aber wenigstens ein Anfang).
     
  4. #3 kleinesM, 22.10.2013
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    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort.

    Ich denke wir werden die Zähler für das Wasser dann wirklich so anbringen. Das ist dann Abrechnungstechnisch am einfachsten. Müssen hier bestimmte Vorschriften vom Gesetzgeber beachtet werden (wie die Wasseruhr am Trinkwasserbrunnen) oder kann ich die Zähler so besorgen und anbringen lassen (Verwandter könnte das machen). Bei einer Wasserleitung ist das kein Problem, die liegt nur hinter einer Verkleidung. Nur die kaltwasserleitung im Hauptbad kommt von unserem EG Bad. Da wir das Bad im EG sowieso komplett neumachen werden wir vielleicht diese leitung finden.

    Das der Stromzähler in unserer Wohnung besser aufgehoben ist habe ich bisher nicht bedacht, dank deiner Erläuterung sehe ich das jetzt genauso. Ich denke dann belassen wir den wo er ist.

    Es ist so gedacht, dass der Mieter den Strom sowie Gas selbst anmeldet und bezahlt. Es ist ja kein Problem zum Mietbeginn und zur jährlichen Ablesung Zutritt zu unserer Wohnung zu gewähren.

    Was die Nachfrage bei uns in der Region angeht bin ich mal sehr gespannt. Derzeit wird in unserem derzeitigen miethaus nach Nachmieter für eine DG Wohnung gesucht. Hier waren es sehr viele Anfragen. Kann man aber nicht direkt miteinander vergleichen, da es sich hierbei um eine neuere Immobilie handelt. Unsere zu vermietende DG Wohnung wurde zw. 1984 - 1995 erbaut und renoviert. Vom Stil her auch eingerichtet. Vom Stand er ist die Wohnung aber sehr gut in Schuss gehalten und gepflegt worden.

    Wegen der Mitgliedschaft bei Haus & Grund werde ich mich erkundigen. Vielen Dank für den Hinweis.
     
  5. Andres

    Andres
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    Die Zähler müssen geeicht und sollten verplombbar sein. Für die Umlage der Kosten auf die Mieter brauchst du eine ordentliche Rechnung.
     
  6. #5 immodream, 22.10.2013
    immodream

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    Hallo kleinesM,
    diese Gedanken habe ich mir vor über dreißig Jahren bei meiner ersten Mietwohnung ( auch Einliegerwohnung im selbstbewohnten Haus ) als Vermieter auch gemacht.
    Habt Ihr auch daran gedacht, mindestens 2 Nettomonatsmieten Kaution zu nehmen ?
    Das schreckt schon einmal Mietinteressenten , die sich Eure Wohnung eigentlich nicht finanziell leisten können , ab.
    Wichtig ist, das Ihr Mietverträge nehmt, in denen die Nebenkosten genau aufgelistet sind. Wenn beim Ausfüllen des Mietvertrages eine Position vergessen wird, kann Euch das über Jahrzehnte teuer zu stehen kommen.
    Wenn Ihr nicht sicher seit, setzt die Nebenkostenvorauszahlung lieber etwas höher an.
    Das schreckt wieder einige Leute ab, die sich eigentlich Eure Wohnung nicht leisten können, vermeidet aber Streitigkeiten bei der ersten Nebenkostenabrechnung.
    Die Mieter freuen sich fast immer , wenn sie zu viel Nebenkosten vorausgezahlt haben und Geld zurück bekommen.
    Und grundsätzlich alles schriftlich festhalten. Nichts mündliches vereinbaren, nur weil die neuen Mieter so nett sind.
    So das reicht jetzt erst einmal.
    Grüße
    Immodream
     
  7. Berny

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    Moin immodream:

    "Habt Ihr auch daran gedacht, mindestens 2 Nettomonatsmieten Kaution zu nehmen ?
    Das schreckt schon einmal Mietinteressenten , die sich Eure Wohnung eigentlich nicht finanziell leisten können , ab."
    - Bei uns sind es drei NettoMM (plus die erste BruttoMM), cash bei Übergabe der Mietsache. Wer das nicht leisten will oder kann, dürfte eh' risikobehaftet sein...

    "Wichtig ist, das Ihr Mietverträge nehmt, in denen die Nebenkosten genau aufgelistet sind."
    - Weshalb so kompliziert? Bei uns heisst es simpel "Betriebskosten gem. Betriebskostenverordnung".
     
  8. tokape

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    Warum Wasseruhren einbauen? Das steht in meinen Augen bei einem solch kleinen Objekt in keinem Verhältnis. Schaut doch mal bei euch nach was 1000 l Wasser kosten. Da wird es sich um geringe EUR Beträge handeln. Uhren einbauen lassen mit regelmässiger Wartung, Eichung und ablesen kostet einiges mehr.
    In den heutigen Standardmietverträgen wird immer nach qm abgrechnet. Für mein persönliches Empfinden sehr ungerecht, aber so ist es nun mal. Da würde ich mir die geringsten Sorgen machen.
     
  9. #8 immodream, 23.10.2013
    immodream

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    Hallo tokape,
    auch wenn der Einbau von Messgeräten ( z. b. hier geeichte Wasseruhren ) oft in keinem Verhältnis zu den Kosten des Wasserverbrauchs steht, ist oft der Streit unter den Mietparteien wegen angeblich ungerecht abgerechneter Verbräuche vorprogrammiert. Ich würde nach meinen Erfahrungen daran nicht sparen.
    Grüße
    Immodream
     
  10. #9 immodream, 23.10.2013
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    Hallo Berny,
    du hast Recht, aber bei insgesamt 3 NM + 1 BM findest du hier im Ruhrgebiet kaum noch einen Mieter. Du musst dir Mal in einigen Städten die Leerstände ansehen.
    Die Formulierung " Betriebskosten laut Betriebskostenverordnung " reicht eigentlich aus, bei der Intelligenz meiner ortsüblichen Mieter ist aber eine Aufzählung der einzelnen Betriebskostenarten verständlicher.
    Grüße
    Immodream
     
  11. Pitty

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    Ich würde mir überlegen, ob Du die Mieter über den Brunnen versorgen möchtest. Was machst Du, wenn sie von dem Wasser krank werden? Musst Du das Wasser in regelmäßigen Abständen überprüfen? Wir haben für unsere eine Wohnung einen Wasseranschluss legen lassen. Der Mieter Zahl direkt an die Wasserbetriebe.
     
  12. #11 kleinesM, 24.10.2013
    kleinesM

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    Hallo zusammen,

    danke für die vielen Antworten.

    Das Trinkwasser aus dem Brunnen wird jährlich überprüft. Hier liegen mir auch vom vorherigen Eigentümer die Messergebnisse vor. Alles i.O.

    Das Haus ist bisher nicht an die Wasserversorgung der Stadt angeschlossen (Bis auf Abwasser natürlich). Bisher ist (auch aus kostengründen) kein Anschluss an die Stadt geplant.

    Wenn ich bedenke, dass die Zähler geeicht und alle 6 Jahre getauscht und wieder geeicht werden müssen, ist eine Berechnung nach qm dann noch sinnvoller. Da wir nur die Schmutzwasserbeseitigung bezahlen, ist der weg dann noch günstiger über die qm abzurechnen, da ich denke das man mit den Zählern den Wert von 260 Euro im Jahr übersteigt ^^, oder? Habt ihr Erfahrungswerte was der Einbau + Eichung etc kosten würde? Wobei der Einbau eher von uns privat gemacht werden würde.

    Zu der Kaution. Hier werden wir wohl 2 NK nehmen. Wir müssen dann mal schauen was auf unsere Ausschreibung hin für Interessenten kommen. Da wir ja auch noch nicht sicher sind, wie hoch die KM werden wird.

    Wir werden jetzt erstmal unseren Umzug ins Haus durchziehen und uns dann im einzelnen mit den Mietkosten etc. befassen.
     
  13. Berny

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    kleinesM:

    "Wenn ich bedenke, dass die Zähler geeicht und alle 6 Jahre getauscht und wieder geeicht werden müssen, ist ..."
    - hier noch Aufklärungsbedarf: Das nennt sich "Eichtausch": Der alte Zähler wird gegen den neuen geeichten ausgetauscht. Das ist nicht soo teuer. Das musst Du letztendlich selbst entscheiden, je nachdem, welche Art von Mietern Du bekommst.
    Bei mir war es so, dass wir eine neue sehr wasch- und plansch- und lustfreudige junge "Dame" bekamen, und, nachdem wir über die Wasserverbräuche sehr erstaunt waren, schnellstens Zwischenzähler einbauen liessen.
    Die einmalige Investition trägt der VM alleine, die Eichtausche sind auf die Mieter umlegbar.

    "Habt ihr Erfahrungswerte was der Einbau + Eichung etc kosten würde? Wobei der Einbau eher von uns privat gemacht werden würde."
    - Bei uns waren es pro WZ unter 100€. Ich machte eine Ausschreibung und nahm dann den zweitgünstigsten Anbieter.

    "Zu der Kaution. Hier werden wir wohl 2 NK nehmen."
    - Ich würde zu meiner eigenen Sicherheit immer das max. zulässige nehmen, das wären lt. BGB 3 Nettomonatsmieten.
     
  14. #13 kleinesM, 24.10.2013
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    Ok, also verstehe ich das richtig, dass man bereits einen geeichten Zähler erwirbt und diesen einbaut und dann nach 6 Jahren tauscht. Wird das von Amtswegen denn kontrolliert?

    Dann kommt der Zähler ja doch günstiger als der eventuelle Ärger. (Was solche sachen angeht ist bei mir das Glas auch eher halbleer. da bin ich lieber vorsichtig und vorbereitet).

    Ich kannte bisher diese Eichtgeschichten (aus meinem Job) nur so das immer ein Eichbeamte rauskommt (ist aber ein anderer Eichbereich -> Waagen)...

    Ich denke bevor wir auch Mietersuche etc. gehen werde ich mich hier einmal an Haus & Grund wenden und mir dort erst nochmal alles erklären lassen. :)
     
  15. #14 Berny, 24.10.2013
    Zuletzt bearbeitet: 24.10.2013
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    "also verstehe ich das richtig, dass man bereits einen geeichten Zähler erwirbt und ..."
    - Genauuuu...:61:

    "Wird das von Amtswegen denn kontrolliert?"
    Njet. Könnte aber mal Streitgegenstand werden bei einer gerichtlichen Auseinandersetzung.

    "Dann kommt der Zähler ja doch günstiger als der eventuelle Ärger."
    - In etwa: Ja.
     
  16. #15 immodream, 24.10.2013
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    Hallo kleinesM.
    ich habe mir früher von meiner Sanitärfirma das Spezialwerkzeug für den Austausch der Ista Wasseruhren geliehen und den Austausch selbst durchgeführt.
    Nachdem Rechtsanwälte und Mietervereine den ordnungsgemäßen Austausch angezweifelt haben ( max 50 € berechnet ) lasse ich jetzt die Sanitärfirma den kompletten Austausch durchführen ( 120 € ) und bekomme die Kosten problemlos erstattet.
    Grüße
    Immodream
     
  17. #16 kleinesM, 13.01.2014
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    Hallo zusammen,

    soweit läuft alles gut. Haben Strom etc. umbauen lassen. nun haben wir zwei komplett getrennte Wohneinheiten. Nun haben wir auch einige Besichtigungen durch und eine konkrete Interessentin. Nun habe ich von ihr eine Selbstauskunft ausfüllen lassen (H&G). Jetzt habe ich gesehen das man die Schufa Auskunft nur kostenpflichtig über H&G machen kann. Geht das mit diesem Datenblatt auch günstiger oder kostenlos?

    LG
    kleinesM
     
  18. Rita_R

    Rita_R Neuer Benutzer

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    Hallo

    Nur der Mieter kann kostenlos eine Schufa-Selbstauskunft anfordern (wird auch nur an die Mieter-Adresse verschickt), weiterer Vorteil: die Schufa-Selbstauskunft enthält mehr Angaben als die abgespeckte Vermieterversion der Schufa-Auskunft. Genausogut wie eine Schufa-Auskunft ist m.E. eine Bankauskunft, die der Mieter sich von seiner Hausbank geben lässt (bei Unklarheiten kann man sich die Bankauskunft dann z.B. von seiner eigenen Hausbank erklären lassen).

    Alle Auskünfte spiegeln aber nur die derzeitigen (bereits aktenkundigen) Verhältnisse wieder, können sich also täglich ändern. Vorteil der Selbstauskunft: falls es zum worst-case kommt und wenn Du der Wohnungsmieter nachweislich falsche Angaben in seiner Selbstauskunft gemacht hat, hast Du bessere Erfolgschancen bei Deiner Räumungsklage.
    Ein direktes Gespräch mit dem Vor-(Vor-)Vermieter halte ich für eine weitere gute Auskunftsquelle - auch wenn es zunächst nur darum geht, die Mieterangaben zu überprüfen (z.B. zu letzten Wohnsitzen - die gefürchteten Mietnomaden ziehen i.d.R. häufiger um)

    Bei der Kaution aktzeptiere ich (nach einem Reinfall) nur noch: Geld, Sparbuch mit Verpfändungserklärung (Formular der Bank), Bankbürgschaft

    Wegen der Wasseruhren: schaff Dir von Anfang an Mietgeräte an (gleichbleibende jährlich umzulegende Kosten, dazu kostenloser Geräteaustausch bei einem Defekt). So vermeidest Du auch spätere Diskussion/Beanstandungen, wenn Du erstmals nach 5 bzw. 6 Jahren (nach dem ersten Eichaustausch) Mietkosten in Deiner Abrechnung dafür umlegst.
     
  19. #18 kleinesM, 13.01.2014
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    Danke für die Antwort.

    Die Wasserleitungen sind leider ohne Zähler, wird also dann pro Kopf abgerechnet. Was beinhaltet denn dann der Solvenzcheck den man bei H&G machen kann?

    Vorvermieter gibt es in diesem Fall nicht, da die Damen aufgrund von Scheidung aus dem Eigenheim auszieht.
     
  20. #19 kleinesM, 21.01.2014
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    So... ich muss das Thema nochmal hochholen, da ich noch Fragen an euch habe...

    Wir sind jetzt soweit (nach erfolgreichem Solvenzcheck) dass die Mieter den Mietvertrag unterzeichnet und bereits zum 01.02.14 "einzieht".

    Wir haben mit der Mieterin vereinbart, dass Sie die Fußböden erneuert (sie verlegt Laminat, in Abstimmung mit uns in neutralen Farben) und dafür ist der erste Mietmonat mietfrei (nur NK Zahlung). Muss hier dies zusätzlich im MV vermerken oder soll ich das auf einem extra Hinweis vermerken?

    Dann habe ich noch eine frage zur Mietkaution und Mietzahlung.
    Muss ich die Kaution direkt auf ein Sparkonto anlegen? Gibt es da irgendwelche Erfahrungswerte von euch mit Banken? Muss die Mietzahlung + NK Zahlung auch getrennt vom allg. Vermögen (unser Gehalt etc) ausgewiesen werden, also auf einem Extra Konto?

    Da fällt mir noch ein, dass wir im Mietvertrag jetzt nur einen Ehepartner als Vermieter eingetragen haben. Ich habe im Forum gelesen, dass es bei einem Rechtsstreit der andere Ehepartner dann als Zeuge auftreten könnte. Hoffe wir haben das so richtig gemacht, oder ist es sinnvoller beide Ehepartner in den vertrag zu nennen als Vermieter?

    Viele Grüße
    kleinesM
     
  21. Berny

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    kleinesM:

    "Wir sind jetzt soweit (nach erfolgreichem Solvenzcheck) dass die Mieter den Mietvertrag unterzeichnet und bereits zum 01.02.14 "einzieht"."
    - OK.

    "Wir haben mit der Mieterin vereinbart, dass Sie die Fußböden erneuert (sie verlegt Laminat, in Abstimmung mit uns in neutralen Farben) und dafür ist der erste Mietmonat mietfrei (nur NK Zahlung)."
    - Ich würde zusammen mit ihr das Laminat UND die Trittschalldämpfung und die Randleisten aussuchen und vermerken, dass dies dann zur Mietsache gehört.

    "Muss hier dies zusätzlich im MV vermerken oder soll ich das auf einem extra Hinweis vermerken?"
    - Auf dem Übergabeprotokoll ist es i.O.

    "Muss ich die Kaution direkt auf ein Sparkonto anlegen?"
    - Nein, sondern vom eigenen Kapital getrennt. Ob da die 0,2% Zinsen relevant sind, magst Du selbst entscheiden. Bei uns jedenfalls hat jede Wohnung ihr eigenes Kautionssparbuch.

    "Muss die Mietzahlung + NK Zahlung auch getrennt vom allg. Vermögen (unser Gehalt etc) ausgewiesen werden, also auf einem Extra Konto?"
    - Nicht unbedingt. Hat jedoch dann den Vorteil, dass Du die "Kosten des Geldverkehrs" in der EinkommenSteuererklärung voll ansetzen kannst.

    "..., dass wir im Mietvertrag jetzt nur einen Ehepartner als Vermieter eingetragen haben."
    - Halte ich für i.O. und nicht unklug.
     
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