Neue Geräte installieren - Anspruch auf Terminzusage?

Dieses Thema im Forum "Betriebs- und Heizkostenvorauszahlung" wurde erstellt von schnubbidubbi, 12.07.2016.

  1. #1 schnubbidubbi, 12.07.2016
    schnubbidubbi

    schnubbidubbi Neuer Benutzer

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    Eigentlich haben Mieter ja bekanntlich Anspruch auf eine verbrauchsabhängige Abrechnung. Gemäß §9a Heizkostenverordnung aber MUSS die Verteilung geschätzt werden, wenn 25% der Grundfläche sich nicht über verbrauchsabhängige Abrechnung erfassen lassen, richtig? Dann steht auch kein Recht zur Kürzung um 15% zu, da die Kosten zwar nicht verbrauchsabhängig abgerechnet werden, aber eben nicht entgegen den Vorschriften dieser Verordnung, sondern vielmehr genau nach den Vorschriften der Verordnung.

    Nun folgende Frage:

    Angenommen, der Vermieter kündigt den Einbau neuer Zähler zu einem bestimmten Termin an und fordert seine Mieter auf, diesen Termin zu bestätigen, weil in der Vergangenheit immer wieder ein Großteil der Mieter (Flächenanteil >25%) die Ableser nicht reingelassen und er keine Lust auf diese Spielchen hat. D.h., der Installateur wird aufgrund der Erfahrung der Vergangenheit überhaupt nur losgeschickt, wenn entsprechende Terminzusagen vorliegen. Wie zu erwarten, bestätigt ein Großteil der Mieter (Flächenanteil >25%) diesen Termin nicht. Kann der Vermieter dann direkt sagen: ok, versuchen wir es nächstes Jahr wieder und rechnet das betreffende Jahr nach qm bzw. Personen ab -> und hat damit dennoch eine korrekte Abrechnung erstellt?

    Oder muss er sich trotz fehlender Terminzusage auf den Kleinkrieg mit den Mietern einlassen, Zugänge gerichtlich erzwingen, dutzende Anfahrtsversuche der Installateure immer wieder bezahlen, bis dann irgendwann in allen Wohnungen neue Zähler installiert sind, wobei es bei der Ablesung dann aber wieder zu denselben Problemen kommt und eine verbrauchsabhängige Abrechnung sowieso niemals zustande kommt weil >25% eh immer bocken? Und nach 6 Jahren geht das Ganze dann wieder von vorne los?
     
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  3. Syker

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    Hallo schnubbel,

    Ich hoffe du verzeihst mir das ich dich so abkürze ;-)

    Eine einzelne Terminankündigung halte ich für sehr sehr knapp bemessen, um nicht in 15% "Falle" zu tappen.
    Drei zu unterschiedlichen Tagen und Zeiten sollten m.E. schon beweisbar sein.

    VG Syker
     
  4. Nanne

    Nanne Erfahrener Benutzer

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    Es betrifft offensichtlich mehrere Mieter, und jeden einzeln die Termine schriftlich mitzuteilen ist doch zeitaufwendig. Mein Vorschlag: Im Treppenhaus ein Aushang mit den Terminen. Jeder Mieter macht darauf seinen Servus (Kugelschreiber hängt dabei), so hat das Schreiben nachweislich jeder M.gelesen. Wer sich nicht verzeichnet bekommt die Extra-Wurst, ein Schreiben mit den Terminen, nachweisbar zugestellt.
     
  5. Andres

    Andres
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    Nein, nicht richtig. Beachte die Worte "wegen Geräteausfalls" in Abs. 1.


    So ist es, denn "bocken" ist kein Geräteausfall. Ich kann dir auch aus eigener Erfahrung sagen, dass sich das Theater deutlich reduziert (wenn auch nicht auf null), sobald der Vermieter ernst macht und die Duldung von Ausstattung und Ablesung gerichtlich erzwingt. Das ist nämlich überschaubar riskant, solange die Mieter solvent sind, und trifft die Mieter dort, wo es weh tut.

    Außerdem sieht man (eigentlich nicht nur in solchen Fällen) zu, dass man die Ablesung technisch so gestaltet, dass die Mieter möglichst wenig mitwirken müssen. Also: Funk-HKV, Zähler möglichst im Keller oder vom Treppenhaus aus zugänglich, ...
     
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