Neuer Heizkessel - Modernisierung/Instandhaltung?

Dieses Thema im Forum "Mieterhöhung" wurde erstellt von ronsk, 05.06.2008.

  1. ronsk

    ronsk Neuer Benutzer

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    Hallo,

    Mein Vermieter hat vor 2 Wochen den 30 Jahre alten Heizkessel austauschen lassen. Nun möchte er die Miete natürlich erhöhen, wofür ich auch Verständnis habe. Schließlich werde ich ja auch durch geringeren Heizölverbrauch und damit geringere Heizkosten profitieren.
    Allerdings verstehe ich nicht, dass er 11% der gesamten Kosten für den neuen Kessel auf die Mieter umlegen will. Meines Wissens dürfen nur 11% bei Modernisierungen auf die Mieter umgelegt werden. Beim Austausch eines 30 Jahre alten Heizkessels, der kurz vor dem durchrosten stand, müssten doch eigentlich von den Gesamtkosten Instandhaltungskosten abgezogen werden, oder irre ich mich?
    Als Hintergrundinfo: Bereits 2003 wies der Schornsteinfeger meinen Vermieter auf den schon damals erheblichen Rostbefall hin und dass da wohl ein baldiger Austausch angezeigt wäre. Die Heizungsanlage hat der Schornsteinfeger aber Jahr für Jahr immer abgenommen, die Abgaswerte waren auch noch ok. Der Heizkessel funktionierte also bis zuletzt. Der Rost hatte allerdings extreme Formen angenommen.
    Also, handelt es sich um eine reine Modernisierungsmaßnahme oder wären in diesem Fall tatsächlich Instandhaltungskosten ab zu ziehen?

    Gruß
     
  2. AdMan

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  3. #2 F-14 Tomcat, 05.06.2008
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    der Kessel hat doch noch funktioniert dann ist es eine modernisierung
    instandhaltung könnte mann unter Umständen mit einen lieben netten Vermieter dann allerhöchstens wegen den Rost abziehen
    aber wieviel wird es sein wenn die Rechnung für den Rost 100€ machen würde wärens noch nicht mal 1€ monatlich
     
  4. #3 lostcontrol, 06.06.2008
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    huch?
    der austausch eines alten kaputten geräts gegen ein neues gilt als modernisierung?
    das verwundert mich jetzt doch.
    ich würde das als instandhaltung betrachten. klar ist der neue kessel mit hoher wahrscheinlichkeit effizienter (eigentlich sind es eher die brenner, die da die grossen unterschiede machen, aber egal), aber es wird schwer möglich sein auf dem markt einen neuen kessel zu finden, der dem 30 jahre alten entspricht.

    und wenn der schorni schon ermahnt hat, dann gabs ohnehin nur noch 'ne galgenfrist (ich kenn das aus aktueller eigener erfahrung).
    für mich die klassische instandhaltung...

    modernisierung würde ich gelten lassen wenn das alte ding jetzt z.b. durch 'nen modernen brennwertkessel ausgetauscht worden wäre. aber auch da nur unter abzug...

    der vermieter hat für die beheizung zu sorgen.
    wenn er das entsprechende gerät nicht mehr betreiben darf (schorni!), dann MUSS er ein neues anschaffen. dass ein neues gerät effizienter ist als das alte ist ganz normal.
     
  5. #4 F-14 Tomcat, 06.06.2008
    F-14 Tomcat

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    ich denke doch das wenn ein funktionstüchtiges gerät durch ein moderneres gerät ausgetauscht wird es als modernisierung angesehen werden darf

    das gerät ist doch nicht Kapput gewesen es wurde lediglich auf den heutigen stand der Technik moderniesiert
     
  6. #5 lostcontrol, 06.06.2008
    lostcontrol

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    siehe hier:

    will heissen: das gerät war deutlich überfällig.

    die übliche überlebensdauer von so 'nem kessel ist übrigens DEUTLICH unter 30 jahre. da ich selbst im februar einen kessel von 1974 habe austauschen müssen (bzw. ich habe die komplette heizung ausgetauscht, nicht nur den kessel) bin ich da grad ganz gut auf dem laufenden.
    mir hat auch der schorni seit jahren gepredigt dass das ding weg muss, egal wie gut die abgaswerte noch waren.
    und der heizungsbauer natürlich unabhängig davon auch (klar, der hat ja auch ein interesse daran).
    BEIDE meinten dazu nur, ich hätte den ältesten kessel der ganzen kleinstadt und dass so ein kessel normalerweise 20 bis 25 jahre hält aber nicht länger.

    damit zu argumentieren dass das ding ja noch funktioniert hat, taugt als argument bei heizungen nicht wirklich.
    einen heizkessel kriegt man nicht innerhalb von ein, zwei stunden geliefert. das ist 'ne grössere sache, sowas muss man üblicherweise bestellen. das wird kein vermieter riskieren da solange zu warten bis der kessel wirklich kaputt ist - die bewohner/mieter sässen ja tagelang ohne heizung da...

    übrigens stellt ein durchrostender kessel ein sicherheitsrisiko dar und eine umweltgefährdung. da kanns nämlich passieren dass das ding plötzlich reisst und man hat 'ne hübsche ölige überschwemmung im entsprechenden raum.
    der hinweis des schornis kommt ja nicht von ungefähr.
     
  7. ronsk

    ronsk Neuer Benutzer

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    Vielen Dank schonmal für die Antworten!
    Wie ich sehe, gehen die Meinungen extrem auseinander. Ich dachte ja eigentlich an einen Mittelweg, da ich es zum Teil schon als Modernisierung sehe. Der Minderverbrauch an Heizöl ist rein rechnerisch nicht unerheblich. Außerdem hat mein Vermieter ein etwas sparsameres und daher nicht ganz billiges Gerät eingebaut. Also mindestens die Differenz zwischen einem billigen und dem nun verbauten Kessel geht wohl auf jeden Fall als Modernisierung durch.
    Naja, werde mich die nächsten Tage zu einem Gespräch mit meinem Vermieter treffen, eventuell kann man ja so schon eine Einigung erzielen.
    Falls ihr noch weitere Gedankengänge zum Thema habt, immer her damit!
     
  8. RMHV

    RMHV Erfahrener Benutzer

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    "Ganz gut auf dem laufenden"? Da habe ich doch beträchtliche Zweifel...

    Was auch immer der Schornsteinfeger so erzählt wenn der Tag lang ist, hat keine weitere Bedeutung. Der Schornsteinfeger hat Messungen durchzuführen und damit festzustellen, ob die Angabe vorgebene Werte einhält oder nicht.
    Es mag ein interessanter Aspekt sein, ob man in der Umgebung die älteste oder die allerneueste Anlage hat. Dieser Aspekt wird Rechtsfragen allerdings weniger tangieren als eher etwas, das man vielleicht als Protzerei unter Nachbarn bezeichnen könnte. :wink

    Wenn es um die Frage Instandsetzung oder Modernisierung geht, ist dies nun mal ein wichtiger Aspekt.
    Ein Blick ins Gesetz erleichtert die Rechtsfindung. Nach § 559 Abs. 1 BGB können die Kosten einer Maßnahme, die zur nachhaltigen Einsparung von Energie führt, als Modernisierugnsumlage auf die Mieter umgelegt werden.
    Es ist herrschende Rechtsmeinung, dass ersparte Instandsetzungkosten vor der Umlage von den Modernisierungkosten abgezogen werden müssen. Erspart werden Instandsetzungskostenaber nur dann, wenn auch Instandsetzungsbedarf besteht. Läuft die Heizung, gibt es keinen Instandsetzungsbedarf. Dass die Heizung irgendwann ausfallen wird, verursacht aktuell noch keinen Instandsetzungsbedarf.


    ... und deswegen wird die Heizung rechtzeitig modernisiert. :lol
     
  9. #8 lostcontrol, 09.06.2008
    lostcontrol

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    na ich würd mal sagen ich bin da auf jeden fall näher dran - zumal ich mich ja auch beruflich teiweise damit auseinandersetze.
    aber zweifeln darfst du natürlich gerne.

    wenn der schornsteinfeger abmahnt, dann gibt's nur noch 'ne gnadenfrist. daran ist nicht zu rütteln. das hat nichts mit "erzählen, wenn der tag lang ist" zu tun, sondern dafür ist der mann unter anderem da.
    ein undichter kessel fällt durchaus auch in seinen zuständigkeitsbereich.

    ja. sag ich doch.
     
  10. RMHV

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    Na klar... deswegen auch weiter oben deine Behauptung, dass es sich bei der Erneuerung einer alten Heizung einzig und allein wegen des Alters um eine Instandsetzung handeln müsste und die Kosten nicht nach § 559 BGB umgelegt werden könnten... Das verdient ein :stupid, :lol dürfte dabei eher verfehlt sein.
     
  11. ronsk

    ronsk Neuer Benutzer

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    Hallo,
    ich habe in meinem Eingangspost bewusst von Instandhaltung und nicht Instandsetzung gesprochen.

    Zu den Vermieterpflichten gehört meines Wissens die Instandhaltungspflicht. Instandsetzung (im Falle eines Mangels) ist sicherlich eine Möglichkeit, aber doch wohl nicht die einzige?!
    Ich sehe es so: Durch den Austausch des Heizkessels wurde sichergestellt, dass der funktionsfähige Zustand der Heizungsanlage erhalten bleibt. Also handelt es sich (nach meiner laienhaften Meinung) um eine Instandhaltungsmaßnahme.
     
  12. #11 lostcontrol, 10.06.2008
    lostcontrol

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    nicht nur wegen des alters - es ist ja die rede davon dass der kessel DURCHGEROSTET sei.

    das heisst zwar nicht dass man den brenner austauschen müsste, aber der kessel ist dann nicht mehr funktionstüchtig bzw. maximal noch eingeschränkt funktionstüchtig.
     
  13. RMHV

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    So, so... durchgerostet soll der Kessel also sein. Hm...
    Davon war bisher nichts zu lesen. Vielmehr kann - wer will oder kann :wink - lesen:
     
  14. #13 lostcontrol, 11.06.2008
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    es stand schon allein im eingangsposting 3 mal sehr klar und eindeutig da, das mit dem rost... auch dass der schornsteinfeger das schon angemahnt hat.
     
  15. RMHV

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    Ja und? Ändert die Erwartungen eines Schornsteifegers über zukünftige Ergeignisse irgendwelche Tatsachen? Die Anlage soll funktioniert haben und vom gleichen Schornsteinfeger abgenommen worden sein.
     
  16. #15 Quicksilver, 17.09.2008
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    Hallo Zusammen,

    bei meinem Mietshaus steht demnächst auch der Austausch des Heizkessels an. Wenn ich das richtig verstanden habe, kann ich bei Einbau eines herkömmlichen Niedertemperaturkessels die Miete nur geringfügig oder garnicht erhöhen. Es handelt sich ja hier um zum größten Teil um eine Instandhaltung. Da aber die neueren Geräte weniger Öl verbrauchen, dürfte eine Mieterhöhung, falls der Mieter zustimmt, durchzusetzen sein. Was ist aber, wenn ich einen Kessel nach der neuesten Brennwerttechnik einbauen lasse? Die Kosten würden sich hier um ca. 8-10.000 EUR belaufen, also ca. 5.000 EUR mehr im Gegensatz zu einem Herkömmlichen. Wie sieht es rechtlich mit einer Mieterhöhung aus?

    Vielen Dank und Viele Grüße
     
Thema: Neuer Heizkessel - Modernisierung/Instandhaltung?
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