Neuer Kaminofen wird vom Mieter nicht genutzt

Diskutiere Neuer Kaminofen wird vom Mieter nicht genutzt im Heizung Forum im Bereich Betriebs- und Heizkosten; Hallo zusammen, ich habe ein Haus mit 2 separaten Wohnungen. Eine davon bewohne ich und eine habe ich vermietet. Im Oktober 2012 ließ ich in...

  1. #1 guddi, 11.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 11.07.2014
    guddi

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    Hallo zusammen,

    ich habe ein Haus mit 2 separaten Wohnungen. Eine davon bewohne ich und eine habe ich vermietet.

    Im Oktober 2012 ließ ich in beiden Wohnungen Kaminöfen aufstellen. Natürlich habe ich vorher mit der Mieterin darüber gesprochen, sie erklärte sich sehr damit einverstanden. Im Mietvertrag wurde das leider nicht aufgenommen. Ja, Dummheit, aber da wir auch privat befreundet sind, habe ich mich auf ein gegebenes Wort verlassen.

    Im Laufe der letzten Heizperioden stellte ich fest, dass das Holz kaum weniger wurde. In einem Gespräch wand sich die Mieterin mit einigen Ausreden hin und her, die anfängliche Lust am lodernden Feuer war wohl gewichen als sie feststellte, daß man dafür nicht nur einfach den Thermostat höher stellen muß, obwohl wir das vor der Anschaffung des Ofens besprochen hatten aber plötzlich war das alles von ihr soooo nicht gesagt worden u.a.m.

    Da ich die Öfen aus Kostenersparnisgründen (horrende Heizölpreise) Notfallgedanken Stromausfall und einem großen Vorrat an Brennholz angeschafft hatte frag ich hier mal: kann die Mieterin aufgrund der mündlichen Absprache (was ich eigentlich selbst bezweifle, es steht Aussage gegen Aussage, aber ohne ihr o.k hätte ich diese Investition nie getätigt) oder sogar einem Gesetz verpflichtet werden, den Kaminofen bevorzugt zu nutzen?

    Schon mal danke.

    guddi
     
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  3. #2 Bürokrat, 11.07.2014
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    Sie kann zu überhaupt nichts gezwungen werden. Ihr Heizverhalten ist allein ihre Sache. Wenn eine Zentralheizung verbaut ist kann sie die auch nutzen, würde ich auch. Wer hat schon noch zeit zum holzschleppen wenn man fertig aus der arbeit kommt und dann noch hundert sachen nebenbei erledigen muss.

    Freilich hätte das die Mieterin auch gleich sagen können, aber sie dachte halt: Was man hat, das hat man...
     
  4. #3 guddi, 11.07.2014
    Zuletzt bearbeitet: 11.07.2014
    guddi

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    Dann muß sie damit rechnen, daß sie in der nächsten Heizperiode sie das teure Heizöl zahlen muß, das Holz ist umsonst, das begreife ich nicht von jemand, der immer um das liebe Geld jammert. Außerdem hatte ich nicht geschrieben, ob sie berufstätig ist oder nicht.
    Tja, und wenn ich den letzten so Satz lese denke ich, wenn man noch nicht einmal einem von einer Freundin gegebenen Wort trauen kann.....wirklich traurig.
     
  5. Duncan

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    Mal so ein paar Beobachtungen:
    Im Café in der Fussgängerzohne lassen bevorzugt Rentner und Bezieher von Sozialleistungen ihr Geld, die Frühstücksbox der Kinder von sozial schwachen Haushalten enthalten bevorzugt fertig gekauften Kuchen, Schokoriegel usw. die der arbeitenden Eltern eher selbstgemachte Brote und Obst, die Einkaufswagen von Geringverdienern enthalten meist mehr Markenprodukte als die von Gutverdienern, diese kaufen häufiger die "Hausmarke".
    Lässt sich fortsetzen.
    Das alles so teuer sei und die (Warm-)Mieten viel zu hoch sind usw. hörst du nun aus welcher Ecke? :91:

    Also einfach korrekt nach angefallenem Verbrauch abrechnen. Wer nicht will der hat schon. Ich bin übrigens kein Fan von Kaminöfen, eine Kindheit mit (nur!) Ofenheizung mag prägend sein.
     
  6. guddi

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    Klar rechne ich korrekt ab.
    Hätte ich dich gefragt, ob du einen Kaminofen wolltest, hättest du nein gesagt, und gut wärs gewesen.
    Ich bin auch noch mit Ofenheizung groß geworden, unsere zentrale Ölheizung kam erst Mitte der 60iger. Diese Ofenheizung kann man aber nicht mit den modernen Kaminöfen von heute vergleichen.
     
  7. Andres

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    Hättest du mich gefragt, hätte ich ja gesagt. Ich wäre allerdings trotzdem überrascht gewesen, wenn du dich jetzt bei mir beschweren würdest, dass ich nicht vorwiegend (oder gar ausschließlich) mit dem Kaminofen heize.

    Daher würde ich mal ein bischen runterkommen und auch im Interesse der Freundschaft kurz nachdenken, was damals eigentlich genau besprochen wurde und wie man das noch hätte verstehen können.
     
  8. #7 Papabär, 11.07.2014
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    Wenn die Kosten der Öl-ZH nach gemessenem Verbrauch abgerechnet wird, dann brauchst Du Dir wegen der Kosten doch eigentlich keine Platte machen. Der Kamin nutzt sich obendrein sogar weniger ab (... nutzen sich Kamine überhaupt ab?) und vom Holzvorrat bleibt eben mehr für Dich übrig.

    Als einzigen potentiellen Streitpunkt sehe ich hier evtl. die Kosten des Schornsteinfegers, die aufgrund des Kamins vermutlich in die Höhe schnellen werden. Aber selbst ohne schriftliche Vereinbarung stehen Deine Karten eigentlich garnicht soo schlecht. Immerhin hat sie den Einbau des Kamins ja geduldet.
     
  9. guddi

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    nee, ausschließlich sollte auch nicht sein, nur, das Holz kostet nichts und Öl wird immer teurer.
    Nicht alle Vermieter schwimmen in Geld, ich habe keine Goldesel oder Geldbäume, ich muß vor einer Investition überlegen, was geht oder wo ist das Geld gut angelegt. Der Kaminofen steht blöd rum und hat eine Menge Geld gekostet, definitiv eine Fehlinvestition.

    Und da wir beide deutsch sprechen, bin ich nicht von einem Verständigungsproblem ausgegangen.
     
  10. #9 Hulk Holger, 12.07.2014
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    Na dann sei doch froh, dass der Mieter dir das gratis holz zum heizen lässt und dafür lieber Öl bezahlt!
     
  11. #10 Petra_44, 12.07.2014
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    Wo ist eigentlich das Problem? Berechnest du deiner Mieterin denn die Heizkosten nicht? Ich meine, wenn sie mit Öl heizen will, soll sie doch - solange sie es bezahlt!

    Ich hoffe, du hast für beide Wohnungen getrennte Verbrauchszähler.
     
  12. Andres

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    Ganz im Ernst: Wie der Mieter Kosten und Komfort abwägt, ist seine Sache und geht dich nichts an.


    Es war eine Investition, um dem Mieter Kosten zu sparen. Für dich rechnet sich das ... wie?

    Durch den zusätzlichen Kaminofen wäre vielleicht eine höhere Miete erzielbar - das wäre dann eine Investition gewesen, von der auch du etwas gehabt hättest. Du hättest der Mieterin ja anbieten können, den Ofen gegen Mieterhöhung einzubauen. Seltsamerweise bin ich mir sehr sicher, dass ihr dann weniger aneinander vorbei geredet hättet.

    Bei einem Kaminofen anstatt einer Zentralheizung wäre die erzielbare Miete übrigens eher gesunken.

    Irgendwie machst du es gerade der Mieterin zum Vorwurf, dass du dir falsche Vorstellungen gemacht hast, wie die Sache abläuft.


    Ist es übertrieben, diese Einstellung als "ignorant" zu bezeichnen?
     
  13. Nero

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    Ofen wird nicht genutzt

    das "Problem" schein mir lediglich darin zu bestehen, dass er nicht nachvollziehen kann, warum - trotz Absprache " sinnvolle Maßnahmen der Energieersparnis alternativ nicht genutzt werden. Holz wäre , wie selbst gesagt, aus welchen Gründen auch immer - kostenlos - Öl natürlich nicht/teuer.
    Da die Mieterin leztere Variante trotz Absprache bevorzugt ,ist es eben so!- Die Nebenkostenrechnung für sie und ihren Geldbeutel wird dementsprechend ausfallen. Hoffentlich.
    Als VM würde ich vorliegenden Fall abhaken - ist gibt in Zukunft mit Sicherheit andere M., die diese kostensparende Maßnahme als Alternative zu schätzen wissen.
    Die Maßnahme war sinnvoll - sie verursacht keine weiteren erhöhten Kosten (z. B. Schornsteinfeger) - wohl aber einen eindeutig niedrigeren Heizölverbrauch, was ja das Ziel war. (eigene Erfahrung)
     
  14. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Mieter nutzt Kaminofen nicht

    Es gibt genügend Interessenten, die genau diese Variante (Holz- zusätzlich zu einer Gas- oder Ölzeizung) bei Mietbeginn anfragen und bevorzugen würden

    Was die tatsächliche Energieersparnis dieser Kombi anbelangt, so kann ich auch von meinem eigenen Haus sprechen - sie ist nicht die Schlechteste!!
     
  15. Duncan

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    Ob die Schonsteinfegergebühren dadurch nicht erhöht werden, traue ich mir von hier aus nicht zu zu beurteilen. Dies hängt von den örtlichen Gegebenheiten ab. Wenn ein eigener Schlot für diesen Kaminofen genutzt wird, fällt regelmäßig eine gesonderte Kehr-und Überprüfungsgebühr an, auch wenn der angeschlossene Ofen nicht genutzt wird. Durch den Zug den der Schlot erzeugt ist eine Auswirkung auf den Heizölverbrauch im Sinne einer Erhöhung des Verbrauches denkbar.
    Eine Anpassung des Belüftungskonzeptes sollte im Rahmen des Einbaues des Ofens erfolgt sein.

    @Papabär: ja, auch Schlote nutzen sich ab, insbesondere wenn sie nicht betrieben werden und versotten können. Heißer Rauch konserviert, kalter Ruß und Wasser zerstört.
     
  16. #15 Glaskügelchen, 13.07.2014
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Gast

    Irgendwie scheint ihr hier grade alle der Meinung zu sein Guddi sei nur beleidigt, weil ihr "Geschenk" nicht so angenommen wurde, wie sie es sich gedacht hat.
    Soweit ich weiss, ist es aber doch etwas schlimmer: Wenn Guddi fast ausschliesslich mit Holz heizt und die Mieterin fast ausschliesslich mit Öl, kann sich die Mieterin freuen, denn sie zahlt bei einem Zweifamilienhaus dann nur noch die Hälfte an Heizkosten, während Guddi für den Einbau des Ofens auch noch bestraft wird, weil sie 50% des Ölverbrauchs ihrer Mieterin bezahlen muss.
     
  17. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Kaminofen wird vom Mieter nicht genutzt

    @duncan

    es ist mit Sicherheit so, wie du es für dich in deiner Situation beschrieben hast.

    Wenn ich es anders darstelle, so ist es lediglich im Sinne des Fragestellers aufgrund der aktuellen Situation wohlwollend gemeint.

    Wie ein einziger Ofen in einem Haus bei - extremen Minustemperaturen - nicht! wirken kann, weiß ich auch sehr wohl.

    Doch darum geht es heutzutage ja Gott sei Dank nicht mehr. Es geht nur um die Alternative! Und diese wollte der Fragesteller schaffen.
     
  18. Duncan

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    @Glaskügelchen: das hängt von Guddis Anlage ab und wie die Heizkostenverteiler gestrickt sind. Wenn die Anlage auf Vermietung hin ausgelegt wurde, dann zahlt die Mieterin den Löwenanteil der Heizkosten-ÖL.
    Ansonsten haben wir hier den Klassiker "aneinander vorbeigeredet" und nicht klar schriftlich geregelt und fast noch schlimmer, den Vermieterfehler Nr. 2: an Freunde vermietet.
     
  19. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Mieter nutzt den Ofen nicht

    ich glaube, sie? ist grundsätzlich nicht beleidigt

    Es kommt ihr wohl nur sehr blöd vor -wenn sie aufgrund Dummheit/Nachlässigkeit Dritter insgesamt "grundlos" (da vereinbart) auf den Kosten der Heizkosten des Hauses sitzen bleibt- die sie als Eigentümer eben grundsätzlich trägt oder eben , wie gesagt, weitergeben kann.
    Ein Opfer sehr ich hier nicht - nur einen "dicken Hals".
     
  20. Nero

    Nero Erfahrener Benutzer

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    Mieter nutzt Kaminofen nicht...

    Stimmt:
    Aller Wahrscheinlichkeit auch, weil man leider an vermeintlich oder ehemals gute Freunde vermietet hat. Niemals!
     
  21. #20 Glaskügelchen, 13.07.2014
    Glaskügelchen

    Glaskügelchen Gast

    Ich hab schon mehrfach problemlos an Freunde vermietet.
     
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