Nicht genehmigte, unerlaubte Untervermietung & Auszug der "Mieterin"

Dieses Thema im Forum "MV - Allgemeine Fragen" wurde erstellt von peng, 26.01.2015.

  1. peng

    peng Neuer Benutzer

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    Kurz vor Auszug meiner Mieterin habe ich durch einen kleinen Zufall erfahren, dass die Wohnung seit mehreren Monaten nicht mehr von ihr, sondern von mindestens einer anderen Person bewohnt ist :113:
    Lt. Mietvertrag ist Untervermietung ausdrücklich genehmigungspflichtig...

    Da fristlose Kündigung wegen baldigem Auszuges hinten runter fällt (oder gibt es dort etwas, was ich übersehe?) wunder ich mich in erster Linie welche Dinge ich beim Auszug mit Blick auf die nicht genehmigte Untervermietung noch beachten sollte?

    Die Lügen der Mieterin sind einfach nur dreist, wer hat hier ähnliche Erfahrungen und wie seid Ihr damit umgegangen?

    Vielen Dank im Voraus :)
     
  2. AdMan

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  3. Andres

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    Was hat der baldige Auszug mit einer Kündigung deinerseits zu tun? Die nicht genehmigte Untervermietung würde ich schon aus prinzipiellen Erwägungen abmahnen, wenn du die Mieterin loswerden willst - und danach klingt mir deine Beschreibung.

    Beachten musst du im Moment nicht viel. Sollte es zu einem Übergabetermin kommen, wäre die Unterschrift der Hauptmieterin unter einem Protokoll zu bevorzugen. Die Unterschrift des Untermieters wäre aber besser als gar nichts. Schäden gehen zu Lasten der Hauptmieterin, auch wenn sie vom Untermieter verursacht wurden. Auf entsprechende Diskussionen musst du dich also gar nicht erst einlassen.

    Wenn der Untermieter vielleicht etwas zugänglicher als die Hauptmieterin ist, würde ich da mal vorsichtig anfragen, ob der Kündigungs-/Auszugstermin bekannt ist. Man muss ja nicht ohne Not einen grundsätzlich kooperativen Untermieter ins Messer laufen lassen.

    Sollte es später zu einer Räumungsklage kommen, weil die Wohnung eben doch nicht zurückgegeben wird, sollte die Klageschrift unbedingt auch den Untermieter (und alle seine Nachfolger) erfassen. Bemühe dich also rechtzeitig darum, die Personalien zu erfahren. Allgemein sollte man in solchen Fällen versuchen zu ermitteln, wer in der Wohnung lebt.
     
  4. Berny

    Berny Erfahrener Benutzer

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    peng,
    Deine Mieterin zieht doch aus... Wo ist jetzt Dein Problem...?
     
  5. peng

    peng Neuer Benutzer

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    Danke für die Hinweise. Nachdem ich ja bereits mit Blick auf die Untervermeitung sehr dreist belogen wurde, gehe ich erstmal von einem "Auszugsvorhaben" aus - ob es tatsächlich dazu kommt :unsicher017: Die Hinweise zur Vorbereitung der Räumungsklage waren daher TOP!

    Im Umgang mit den "Untermietern" will ich sicher keine Brücken abfackeln, aber auch nicht durch konkludentes Verhalten in Richtung "Duldung" einer Untervermietung "zustimmen" - das Mietrecht ist ja nun mal ein Mieterschutzrecht.

    Nachdem bei der Mieterin keine Nebenkostennachzahlungen an der Tagesordnung waren, ich aber den aktuellen Zählerstand der neuen "Mieter" nicht kenne, ist es vielleicht klug eine Zwischenablesung durchführen zu lassen und in der Kautionsrückzahlung zu berücksichtigen? Ich weiss, dass ich die Zwischenablesung normalerweise nicht dem Mieter in Rechnung stellen kann, allerdings weiß ich nicht, wie es in diesem Fall aussieht?
     
  6. peng

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    Das Problem liegt darin, dass ein bloßes Auszugsvorhaben noch nicht bedeutet, dass ich Schlüssel und Wohnung in einwandfreiem Zustand zurückbekommen habe, und mein neuer Mieter auch tatsächlich einziehen kann.
     
  7. peng

    peng Neuer Benutzer

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    Kosten aus unberechtigter Untervermietung durch Kaution gedeckt?

    Als weitere Frage fällt mir ein: Da es scheint, dass in der Wohung mehrere Leute wohnen, gehe ich auch davon aus, dass Schlüssel ohne meine Zustimmung nachgefertigt worden, so dass ich gerne neue Wohnungs-, und Briefkastenschlüssel anfertigen würde. Weiss jemand, ob die Kosten mit der Kaution "verrechenbar" wären, wenn es denn tatsächlich zum Auszug vom Hauptmieter kommt?
     
  8. Berny

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    Ein bisschen Schwund ist immer...
    Nach dem Auszug eines obskuren Mieters haben wir mehrere Schliesszylinder ausgetauscht bzw. austauschen lassen und und natürlich etliche Schlüssel für die verbliebenen Mieter neu anfertigen lassen. Dies war uns die ~300€ wert.
     
  9. peng

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    "Obskur" reicht bei deutscher Mietrechtssprechung wohl nicht aus, um die €300 vom "verschwinden" zu bewahren, nun habe ich aber noch nichts dazu gefunden wie es sich mit den Kosten aus heimlicher Untervermietung und dem Schwund verhält.
     
  10. peng

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    Schwund oder Nicht-Schwund?

    "Obskur" reicht bei deutscher Mietrechtssprechung wohl nicht aus, um die €300 vom "verschwinden" zu bewahren, nun habe ich aber noch nichts dazu gefunden wie es sich mit den Kosten aus heimlicher Untervermietung und dem Schwund verhält.
     
  11. Andres

    Andres
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    Verstehe die Frage nicht so richtig. Natürlich musst du bei Rückgabe eine Zwischenablesung vornehmen. Wie willst du sonst korrekt abrechnen?

    Immerhin verstehe ich den zweiten Teil und hier liegst du richtig: Vor irgendwelchen Kautionsrückzahlungen wird natürlich geprüft, ob die Verbrauchswerte im angebrochenen Abrechnungsjahr eine Nachzahlung erwarten lassen. Auch dafür ist eine Zwischenablesung erforderlich.


    Kommt auf den Mietvertrag an. Sind die Kosten einer Zwischenablesung als Betriebskosten vereinbart?


    Davon würde ich immer ausgehen, als Vermieter und als Mieter. Ich würde ja gerne schreiben: Wer auch nur einen Funken Verstand hat, wechselt bei der Übernahme einer Wohnung die Schließzylinder aus - egal ob als Mieter oder Vermieter. Andererseits wären nach diesem Maßstab dann ziemlich viele Leute ...

    Daher schreibe ich lieber: Briefkastenschlösser und Schließzylinder von Wohnungseingangstüren werden von mir bei jedem Mieterwechsel ausgetauscht und im empfehle das auch allen neuen Mietern. Die ausgebauten Teile werden von mir bei Gelegenheit in einer anderen Wohnung eingebaut, daher ist die Aktion für mich praktisch kostenlos. Selbst wenn man diese Möglichkeit nicht hat: Wofür man da 300 € ausgeben muss, erschließt sich mir nicht.


    Vielleicht wären sie das, wenn du nachweisen könntest, dass der Mieter noch im Besitz weiterer Schlüsselkopien ist. Aber das wird dir nicht gelingen, wenn der Mieter nicht gerade so dämlich ist, das von sich aus zuzugeben.
     
  12. #11 Berny, 26.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 26.01.2015
    Berny

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    Die würdest auch Du gerne ausgeben, um einen Kriminellen elegant bzw. schadlos loszuwerden.
     
  13. Berny

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    peng:

    ""Obskur" reicht bei deutscher Mietrechtssprechung wohl nicht aus, um die €300 vom "verschwinden" zu bewahren,"
    - Die würdest auch Du gerne ausgeben, um einen Kriminellen elegant bzw. schadlos loszuwerden.

    "nun habe ich aber noch nichts dazu gefunden wie es sich mit den Kosten aus heimlicher Untervermietung und dem Schwund verhält."
    - Sind Dir denn überhaupt Kosten durch die illegale Untervermietung entstanden??
     
  14. peng

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    Ja, leider sind nicht ganz unerhebliche Kosten entstanden. Dazu werden wohl auch noch Anwaltskosten kommen, da der geplante Auszug wohl nicht so reibungslos verlaufen wird. Nachweise für die ungenehmigte Untervermietung haben wir lt. Anwalt en masse, mal sehen ob man das über den Rechtsschutz abwickeln muss, oder ob der Mieter das übernehmen "kann".
     
  15. peng

    peng Neuer Benutzer

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    Eine Zwischenablesung machen wir natürlich immer. Aber normalerweise machen wir diese selbst im Zusammensein mit dem Mieter, dokumentieren das ganze mit Fotos und notieren den Stand mit Unterschrift des Mieters daneben im Auszugsprotokoll. Der "professionelle" Ablesemann ist daher etwas Neues für uns.




    Leider nicht, weil wir dies ja immer "selber" gemacht haben und ich bisher auch davon ausgegangen war, dass diese nicht umlagefähig sind.



    Das kann ich ihr leider nicht nachweisen, wird mir wohl leider auch nichts anderes übrig bleiben, als das alte Schloss bis zum "nächsten Einsatz" im Keller zu archivieren.
     
  16. #15 Berny, 27.01.2015
    Zuletzt bearbeitet: 27.01.2015
    Berny

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    Ich stelle fest, dass Du wohl nicht meine an Dich gestellte Frage beantworten kannst: "- Sind Dir denn überhaupt Kosten durch die illegale Untervermietung entstanden??"
    Übrigens: Zwischenablesekosten hat grundsätzlich der Vermieter zu tragen - es sei denn, die Kostenübernahme wurde im MV anders vereinbart.
     
  17. peng

    peng Neuer Benutzer

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    Die Frage wurde klar beantwortet, der Ton der Rückmeldung erinnert etwas an 50 shades of grey. Nun dann.
     
  18. dots

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    Hallo peng,

    nicht wir haben ein Problem, welches wir gerne gelöst hätten.
    Nicht wir sind auf deine Hilfe angewiesen.

    Natürlich musst du niemandem in den Arsch kriechen, aber ob man bereit ist, dir zu helfen, wenn du einen derartigen Ton anschlägst? Ich bezweifele es.

    Gruß
    dots
     
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